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Die ertragsteuerliche Optimierung der Umstrukturierung von Personengesellschaften

Die ertragsteuerliche Optimierung der Umstrukturierung von Personengesellschaften
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Markus Unger
  • Abgabedatum: Oktober 2006
  • Umfang: 152 Seiten
  • Dateigröße: 2,2 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • Bibliografie: ca. 147
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0104-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0104-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0104-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Unger, Markus Oktober 2006: Die ertragsteuerliche Optimierung der Umstrukturierung von Personengesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Endwertmodell, Personengesellschaft, Finanzplan, Realteilung, Umwandlungssteuergesetz

Diplomarbeit von Markus Unger

Problemstellung:

Die Motive für die Umstrukturierung einer Personengesellschaft sind vielfältig. Zu nennen ist vor allem die unterschiedliche Besteuerung bei der Umstrukturierung einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft. Aber auch betriebswirtschaftliche Motive, wie Haftungsbeschränkungen oder Synergieeffekte, können zu einer Umstrukturierung in eine Kapitalgesellschaft veranlassen. Daneben kann es bspw. auch vorkommen, dass Gesellschafter nicht effektiv zusammenarbeiten können und deshalb eine Realteilung angestrebt wird.

Ziel der Arbeit ist, die Umstrukturierung einer Personengesellschaft aus ertragsteuerlicher Sicht zu optimieren.

Unter Optimierung ist zu verstehen, ob stille Reserven im Betriebsvermögen der umzustrukturierenden Personengesellschaft bei der Umstrukturierung aufgelöst werden sollten oder nicht und wie diese Wahl ggf. ausgeübt werden kann. Der Kerngedanke der Überlegungen stellt somit einen heute nach den §§ 16 (4) und 34 EStG begünstigten „Veräußerungsgewinn“ einer Steuerersparnis durch erhöhte Absetzung für Abnutzung in der Zukunft gegenüber. Unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren soll die Entscheidung, stille Reserven aufzulösen oder nicht, erleichtert werden.

Es wird neben der Einbringung in eine Kapitalgesellschaft vor allem die Einbringung in eine Personengesellschaft, die Übertragung von Einzelwirtschaftsgütern nach § 6 (5) EStG und die Realteilung einer Personengesellschaft untersucht.

Zu Beginn der Untersuchung wird ausführlich auf die heutige Rechtslage (2006 - unter Berücksichtigung des SEStEG) eingegangen. Danach wird ein betriebswirtschaftliches Entscheidungsmodell entwickelt, das auf einem Finanzplan basiert und den Vermögensendwert als Zielkriterium wählt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis VIII
1. Problemstellung 1
2. Freibetrag und Tarifvergünstigungen bei Veräußerungsgewinnen 2
2.1 Der Freibetrag nach § 16 (4) EStG 2
2.1 Die Tarifvergünstigungen nach § 34 EStG 2
3. Umstrukturierungen durch das Umwandlungssteuergesetz 4
3.1 Einbringungen in eine Kapitalgesellschaft 4
3.1.1 Anwendungsbereich der § 20-23 UmwStG 4
3.1.2 Voraussetzungen zur Einbringung in eine Kapitalgesellschaft 5
3.1.3 Wertansatzwahlrecht der Sacheinlage bei der aufnehmenden Kapitalgesellschaft 7
3.1.4 Auswirkungen bei der übernehmenden Kapitalgesellschaft 9
3.1.4.1 Gewinnauswirkungen 9
3.1.4.2 Auswirkungen auf die Abschreibungen der übertragenen Wirtschaftsgüter 9
3.1.4.3 Verlustberücksichtigungen 10
3.1.5 Auswirkungen beim Einbringenden 11
3.1.5.1 Veräußerungspreis und Anschaffungskosten der gewährten Anteile 11
3.1.5.2 Besteuerung des Veräußerungsgewinns 11
3.1.5.3 Missbrauchsregelungen einbringungsgeborener Anteile 13
3.1.5.4 Auswirkungen auf die Gewerbesteuer 15
3.1.6 Formwechsel einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft 16
3.2 Einbringungen in eine Personengesellschaft 16
3.2.1 Anwendungsbereich und Voraussetzungen zur Einbringung in eine Personengesellschaft nach § 24 UmwStG 17
3.2.2 Wertansatzwahlrecht der Sacheinlage bei der aufnehmenden Personengesellschaft 18
3.2.3 Auswirkungen bei der aufnehmenden Personengesellschaft 20
3.2.4 Auswirkungen beim Einbringenden 20
3.2.5 Auswirkungen auf die Gewerbesteuer 21
3.3 Änderungen durch das SEStEG 21
3.3.1 Änderungen in der Gesetzessystematik 22
3.3.2 Änderungen beim Wertansatzwahlrecht 22
3.3.3 Änderungen des Besteuerungskonzepts bei Veräußerung einbringungsgeborener Anteile 23
3.3.4 Weitere Änderungen 24
4. Umstrukturierungen außerhalb des Umwandlungssteuergesetzes 24
4.1 Übertragungen einzelner Wirtschaftsgüter nach § 6 (5) EStG 24
4.1.1 Die Überführungs- und Übertragungsmöglichkeiten im Überblick 24
4.1.2 Rechtsfolgen 25
4.1.3 Missbrauchsregelungen 27
4.2 Die Realteilung einer Personengesellschaft 28
4.2.1 Voraussetzungen einer gewinnneutralen Realteilung 29
4.2.2 Rechtsfolgen einer gewinnneutralen Realteilung 29
4.2.3 Die gewinnrealisierende Realteilung 31
4.2.4 Abgrenzungen zu anderen Vorschriften 33
5. Die Optimierung der Umstrukturierung von Personengesellschaften 34
5.1 Optimierung bei der Einbringung in eine Kapitalgesellschaft 34
5.1.1 Das Entscheidungsmodell zur optimierten Einbringung 34
5.1.1.1 Die Methode des Vorteilsvergleichs 34
5.1.1.2 Die Grundannahmen des Vorteilsvergleichs 35
5.1.2 Die Analyse von Einflussfaktoren auf die Wahlrechtsausübung bei der Einbringung in eine Kapitalgesellschaft 38
5.1.2.1 Die Höhe der Zinssätze 38
5.1.2.2 Die Höhe des Gewerbesteuerhebesatzes 39
5.1.2.3 Der Anteil nicht abschreibungsfähiger Wirtschaftsgüter 39
5.1.2.4 Ein vorhandener Verlustvortrag beim Einbringenden 40
5.1.2.5 Die zukünftige Gewinnentwicklung bei der Kapitalgesellschaft 41
5.1.2.6 Die Höhe der Restnutzungsdauer der einzubringenden Wirtschaftsgüter 42
5.1.2.7 Gesamtrechtsnachfolge vs. Einzelrechtsnachfolge 43
5.1.2.8 Weitere Einflussfaktoren und deren Kombination 44
5.1.2.9 Die Progression bei der Einkommensteuer 47
5.1.2.10 Interessenkonflikte bei der Einbringung in eine bestehende Kapitalgesellschaft 48
5.2 Optimierung bei der Einbringung in eine Personengesellschaft 49
5.3 Optimierung bei der Übertragung einzelner Wirtschaftsgüter nach § 6 (5) EStG 51
5.4 Optimierung bei der Realteilung einer Personengesellschaft 52
6. Zusammenfassung und Empfehlungen 52
Anhang 56-130
Literaturverzeichnis 131-141

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis VIII
1. Problemstellung 1
2. Freibetrag und Tarifvergünstigungen bei Veräußerungsgewinnen 2
2.1 Der Freibetrag nach § 16 (4) EStG 2
2.1 Die Tarifvergünstigungen nach § 34 EStG 2
3. Umstrukturierungen durch das Umwandlungssteuergesetz 4
3.1 Einbringungen in eine Kapitalgesellschaft 4
3.1.1 Anwendungsbereich der § 20-23 UmwStG 4
3.1.2 Voraussetzungen zur Einbringung in eine Kapitalgesellschaft 5
3.1.3 Wertansatzwahlrecht der Sacheinlage bei der aufnehmenden Kapitalgesellschaft 7
3.1.4 Auswirkungen bei der übernehmenden Kapitalgesellschaft 9
3.1.4.1 Gewinnauswirkungen 9
3.1.4.2 Auswirkungen auf die Abschreibungen der übertragenen Wirtschaftsgüter 9
3.1.4.3 Verlustberücksichtigungen 10
3.1.5 Auswirkungen beim Einbringenden 11
3.1.5.1 Veräußerungspreis und Anschaffungskosten der gewährten Anteile 11
3.1.5.2 Besteuerung des Veräußerungsgewinns 11
3.1.5.3 Missbrauchsregelungen einbringungsgeborener Anteile 13
3.1.5.4 Auswirkungen auf die Gewerbesteuer 15
3.1.6 Formwechsel einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft 16
3.2 Einbringungen in eine Personengesellschaft 16
3.2.1 Anwendungsbereich und Voraussetzungen zur Einbringung in eine Personengesellschaft nach § 24 UmwStG 17
3.2.2 Wertansatzwahlrecht der Sacheinlage bei der aufnehmenden Personengesellschaft 18
3.2.3 Auswirkungen bei der aufnehmenden Personengesellschaft 20
3.2.4 Auswirkungen beim Einbringenden 20
3.2.5 Auswirkungen auf die Gewerbesteuer 21
3.3 Änderungen durch das SEStEG 21
3.3.1 Änderungen in der Gesetzessystematik 22
3.3.2 Änderungen beim Wertansatzwahlrecht 22
3.3.3 Änderungen des Besteuerungskonzepts bei Veräußerung einbringungsgeborener Anteile 23
3.3.4 Weitere Änderungen 24
4. Umstrukturierungen außerhalb des Umwandlungssteuergesetzes 24
4.1 Übertragungen einzelner Wirtschaftsgüter nach § 6 (5) EStG 24
4.1.1 Die Überführungs- und Übertragungsmöglichkeiten im Überblick 24
4.1.2 Rechtsfolgen 25
4.1.3 Missbrauchsregelungen 27
4.2 Die Realteilung einer Personengesellschaft 28
4.2.1 Voraussetzungen einer gewinnneutralen Realteilung 29
4.2.2 Rechtsfolgen einer gewinnneutralen Realteilung 29
4.2.3 Die gewinnrealisierende Realteilung 31
4.2.4 Abgrenzungen zu anderen Vorschriften 33
5. Die Optimierung der Umstrukturierung von Personengesellschaften 34
5.1 Optimierung bei der Einbringung in eine Kapitalgesellschaft 34
5.1.1 Das Entscheidungsmodell zur optimierten Einbringung 34
5.1.1.1 Die Methode des Vorteilsvergleichs 34
5.1.1.2 Die Grundannahmen des Vorteilsvergleichs 35
5.1.2 Die Analyse von Einflussfaktoren auf die Wahlrechtsausübung bei der Einbringung in eine Kapitalgesellschaft 38
5.1.2.1 Die Höhe der Zinssätze 38
5.1.2.2 Die Höhe des Gewerbesteuerhebesatzes 39
5.1.2.3 Der Anteil nicht abschreibungsfähiger Wirtschaftsgüter 39
5.1.2.4 Ein vorhandener Verlustvortrag beim Einbringenden 40
5.1.2.5 Die zukünftige Gewinnentwicklung bei der Kapitalgesellschaft 41
5.1.2.6 Die Höhe der Restnutzungsdauer der einzubringenden Wirtschaftsgüter 42
5.1.2.7 Gesamtrechtsnachfolge vs. Einzelrechtsnachfolge 43
5.1.2.8 Weitere Einflussfaktoren und deren Kombination 44
5.1.2.9 Die Progression bei der Einkommensteuer 47
5.1.2.10 Interessenkonflikte bei der Einbringung in eine bestehende Kapitalgesellschaft 48
5.2 Optimierung bei der Einbringung in eine Personengesellschaft 49
5.3 Optimierung bei der Übertragung einzelner Wirtschaftsgüter nach § 6 (5) EStG 51
5.4 Optimierung bei der Realteilung einer Personengesellschaft 52
6. Zusammenfassung und Empfehlungen 52
Anhang 56-130
Literaturverzeichnis 131-141

Textprobe:

Kapitel 4.1.2, Rechtsfolgen: Im Unterschied zu § 24 UmwStG besteht bei der Überführung oder Übertragung von Wirtschaftsgütern nach § 6 (5) EStG kein entsprechendes Wahlrecht beim Ansatz der übergehenden Wirtschaftsgüter zum Buch-, Zwischen- oder Teilwert, sondern ein Zwang zur Fortführung der Buchwerte (§ 6 (5) S. 1, 2 und 3 EStG).

Erfolgt die Gutschrift (meist zum Teilwert der übertragenen Wirtschaftsgüter) für unentgeltliche Übertragungen oder Übertragungen gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten nach § 6 (5) S. 3 EStG auf dem variablen Gesellschafterkonto des einbringenden Gesellschafters, so ist die Differenz zwischen der Gutschrift (i.H.d. Teilwerts) und dem übernommenen Buchwert (stille Reserven) in einer negativen Ergänzungsbilanz des einbringenden Gesellschafters zu erfassen.

Hierdurch bleiben die stillen Reserven auch bei dem einbringenden Gesellschafter steuerverstrickt, der sie erwirtschaftet hat. Werden Wirtschaftsgüter des Sonderbetriebsvermögen unentgeltlich in das Sonderbetriebsvermögen eines anderen Mitunternehmers bei derselben Mitunternehmerschaft übertragen, findet dagegen zwangsläufig eine Verschiebung stiller Reserven von einem Steuerpflichtigen auf einen anderen Steuerpflichtigen statt. Das Gleiche gilt, wenn der Gesellschafter keine Gutschrift auf seinem Kapitalkonto erhält, sondern der Buchwert dem gesamthänderisch gebundenen Rücklagenkonto gutgeschrieben wird.

Erhält ein Gesellschafter, gegen Minderung seiner Gesellschaftsrechte, als Abfindung einzelne Wirtschaftsgüter des Gesamthandsvermögens (Sachwertabfindung) die er in sein Betriebsvermögen übernimmt, so hat dies nach § 6 (5) S. 3 EStG zwingend zu Buchwerten zu erfolgen. Da die Personenidentität der stillen Reserven im Fall der Sachwertabfindung nicht über die Aufstellung von Ergänzungsbilanzen sichergestellt werden kann, werden hierbei stille Reserven interpersonell verlagert. Dies gilt sowohl bei der Sachwertabfindung mit Ausscheiden eines Gesellschafters wie auch bei der Sachwertabfindung ohne Ausscheiden eines Gesellschafters.

Wird ein einzelnes Wirtschaftsgut zu einem Kaufpreis übertragen, der unterhalb des Teilwerts des Wirtschaftsguts liegt, oder werden im Rahmen der Übertragung Verbindlichkeiten übernommen, die unterhalb des Teilwerts liegen, so kommt es aufgrund der Trennungstheorie zu einer teilentgeltlichen Übertragung, die in ein voll entgeltliches und ein voll unentgeltliches Geschäft aufzuteilen ist.

Arbeit zitieren:
Unger, Markus Oktober 2006: Die ertragsteuerliche Optimierung der Umstrukturierung von Personengesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Endwertmodell, Personengesellschaft, Finanzplan, Realteilung, Umwandlungssteuergesetz

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