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Die ertragsteuerliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen

Darstellung und kritische Analyse aus betriebswirtschaftlicher Sicht

Die ertragsteuerliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Fooke
  • Abgabedatum: März 2000
  • Umfang: 70 Seiten
  • Dateigröße: 3,2 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität - Gesamthochschule Essen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2972-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2972-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2972-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fooke, Thomas März 2000: Die ertragsteuerliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Stock Options, Aktienoptionen, Mitarbeiteraktionenoptionen, Stock Appreciation Rights

Diplomarbeit von Thomas Fooke

Einleitung:

Die fortschreitende Globalisierung der Wirtschaft hat in deutschen Unternehmen zu einem verstärkten Nachdenken über den Einsatz von Aktienoptionen als Vergütungsinstrument geführt. Bei dieser Vergütungsform erhalten die Manager einer Gesellschaft einen Teil ihres Gehalts in Optionen auf Aktien des eigenen oder des Mutter-Unternehmens, so dass sie bei steigenden Kursen Ausübungsgewinne realisieren können. Die Koppelung der Entlohnung an den Aktienkurs der Gesellschaft soll die Führungskräfte zu einer unternehmenswertsteigernden Handlungsweise motivieren (Ausrichtung der Führungsentscheidungen am shareholder value). Weiterhin soll durch die Ausrichtung der Führungsentscheidungen am sharholder value der Principal-Agent-Konflikt entschärft werden. Der Interessenskonflikt zwischen dem Aktionär (Principal) und dem Management (Agent) besteht darin, dass der Aktionär in erster Linie an einer Vermögensmehrung des eingesetzten Kapitals interessiert ist, wohingegen das Management andere Ziele verfolgen kann (z. B. die Wahl eines niedrigen Anstrengungsniveaus, ein hoher Konsum am Arbeitsplatz, mehr Macht, Einfluss und Ansehen). Neben dem Ziel der Leistungs- und Motivationssteigerung von Führungskräften sollen Aktienoptionsprogramme dazu dienen, am internationalen Arbeitsmarkt hoch qualifizierte Manager zu finden und diese langfristig an das Unternehmen zu binden. Mit der Einführung des KonTraGs hat der Gesetzgeber Erleichterungen für die Durchführung von Aktienoptionsplänen geschaffen, die einen belebenden Einfluss auf die Realisierung derartiger Programme ausüben dürften.

Die grundlegende Diskussion um die ökonomischen Vor- und Nachteile der Stock Option Plans soll im Folgenden auf ihre steuerliche Erfassung beschränkt werden. Ziel dieser Arbeit ist es die kontrovers diskutierte ertragsteuerliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen darzustellen und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Darauf aufbauend ist zu untersuchen, wie sich die steuerliche Behandlung auf die mit diesen Programmen verbundenen Ziele auswirkt. In der vorliegenden Arbeit soll namentlich der Einfluss von Ertragsteuern auf die Anreizwirkungen von Optionsprogrammen für das Management aufgezeigt werden. Da die Anreizwirkung auf eine Unternehmenswertsteigerung abzielt, ist ebenfalls der steuerliche Einfluss eines Aktienoptionsprogramms auf das Unternehmen zu untersuchen. Im Rahmen dieser Arbeit wird auf Aspekte außerhalb der steuerlichen Betrachtung, die für die Beurteilung bestimmter Gestaltungsmöglichkeiten von Bedeutung sind, nur am Rande eingegangen.

Gang der Untersuchung:

Der erste Hauptabschnitt enthält eine kurze Einführung in das Instrument der Aktienoption sowie eine Darstellung der rechtlichen Konstruktion von Aktienoptionsprogrammen. Auf diese Kenntnisse ist für die ertragsteuerliche Behandlung und Beurteilung von Aktienoptionsprogrammen in den folgenden Abschnitten zurückzugreifen.

Im zweiten Hauptabschnitt wird zunächst die ertragsteuerliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen beim Arbeitgeber behandelt, da ein solches Programm nur dann zum Einsatz kommt, wenn es für das Unternehmen vorteilhaft ist. Hinsichtlich der bilanziellen Behandlung soll zunächst der Einsatz virtueller Optionen betrachtet werden, da sich deren Erfassung auf Grund der rechtlichen Struktur gegenüber dem Einsatz „echter“ Aktienoptionen einfacher gestaltet und sich dennoch einige der hier zu beschreibenden Problemlösungen entsprechend auf die anschließend diskutierten „echten“ Aktienoptionen übertragen lassen. Der zweite Hauptabschnitt endet mit einer Beurteilung der steuerlichen Folgen von Optionsprogrammen und der darauf aufbauenden Gestaltungsüberlegungen für deren Durchführung.

Im dritten Hauptabschnitt wird die Behandlung von Aktienoptionsprogrammen beim Arbeitnehmer erörtert. Zunächst wird die Behandlung von Mitarbeiteraktienoptionen als steuerpflichtige Einkunftsart diskutiert. Daran schließt sich eine steuerliche Betrachtung bei einer grenzüberschreitenden Tätigkeit der Arbeitnehmer an. Vorteilhaftigkeitsüberlegungen über den Besteuerungszeitpunkt und der sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen für die Ausgestaltung des Aktienoptionsprogramms beenden den dritten Hauptabschnitt.

Den Abschluss der Arbeit bildet eine Schlussbetrachtung.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen IV
Abkürzungsverzeichnis V
A. Problemstellung und Aufbau der Arbeit 1
B. Instrument der Aktienoption und rechtliche Konstruktion von Aktienoptionsprogrammen 3
I. Begriff und Funktionsweise von Aktienoptionen 3
Il. Arten und Durchführungsformen von Aktienoptionsprogrammen 6
1. Entlohnung durch „echte“ Aktienoptionen (Stock Options) 6
a. Bedingte Kapitalerhöhung 7
aa Nackte Optionen und bedingtes Kapital 7
a. Anforderungen an den Hauptversammlungsbeschluss 8
b. Anforderungen an die einzelvertragliche Regelung mit den Mitarbeitern 9
bb Wandel- oder Optionsanleihe und bedingtes Kapital 10
b. Erwerb eigener Aktien 11
c. Kooperation mit Dritten 12
d. Sonstige Möglichkeiten 12
2. Entlohnung durch virtuelle Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights) 13
C. Ertragsteuerliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen beim Arbeitgeber 14
I. Zusammenhang zwischen handelsrechtlicher Bilanzierung und ertragssteuerlicher Behandlung von Aktienoptionsprogrammen 14
II. Bilanzielle Behandlung virtueller Optionen (Stock Appreciation Rights) 14
1. Bilanzansatz von virtuellen Optionen 14
2. Bilanzbewertung von virtuellen Optionen 15
a. Im Falle einer Entlohnung für vergangene Perioden 16
b. Im Falle einer Entlohnung für zukünftige Perioden 17
aa Darstellung alternativer Bewertungen 17
bb Diskussion der alternativen Bewertungen 19
III. Bilanzreffe Behandlung von „echten“ Aktienoptionen (Stock Options) 20
1. Im Falle einer bedingten Kapitalerhöhung 20
a. Bilanzansatz 20
aa Bilanzansatz im Zeitpunkt der Zusage der Option 20
a. Vereinbarkeit mit den Zwecken des deutschen Jahresabschlusses 21
b. Vereinbarkeit mit § 272 II HGB (Kapitalrücklage) 22
c. Steuerliche Beurteilung 24
bb Bilanzansatz im Zeitpunkt der Ausübung von Aktienoptionen 25
b. Bilanzbewertung 25
aa Bilanzbewertung im Zeitpunkt der Zusage der Option 26
bb Bilanzbewertung im Zeitpunkt der Ausübung der Option 27
2. Im Falle anderer Formen der Aktienbeschaffung 27
a. Erwerb eigener Aktien 27
b. Kooperation mit Dritten 28
IV. Beurteilung und Gestaltungsüberlegungen 29
D. Ertragsteuerliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen beim Arbeitnehmer 32
I. Mitarbeiteraktienoptionen als steuerpflichtige Einkunftsart 32
1. Veranlassung des Vorteils durch das Dienstverhältnis 32
2. Zufluss des geldwerten Vorteils 34
a. Option als geldwerter Vorteil 34
b. Zuflusszeitpunkt 37
aa Gewährung marktgängig gehandelter Optionen 37
bb Gewährung individueller Arbeitnehmeroptionen 38
a. Zufluss im Zeitpunkt der Ausübung der Option 38
b. Zufluss im Zeitpunkt der Einräumung der Option .38
c. Zufluss nach dem Ende der Ausübungs- oder Veräußerungssperre 41
3. Bewertung des geldwerten Vorteils 42
a. Zufluss im Zeitpunkt der Ausübung der Option 42
b. Zufluss im Zeitpunkt der Einräumung der Option 43
c. Zufluss im Zeitpunkt nach dem Ende der Ausübungs- oder Veräußerungssperre 44
4. Ergebnis und sonstige steuerliche Folgen 44
II. Steuerliche Behandlung von Arbeitnehmeraktienoptionen bei grenzüberschreitender Tätigkeit 46
III. Vorteilhaftigkeitsüberlegungen über den Besteuerungszeitpunkt und der sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen für die Ausgestaltung des Aktienoptionsprogramms 49
E. Schlussbetrachtung 53
Literaturverzeichnis 54
Rechtsprechungsverzeichnis 58
Eidesstattliche Versicherung 59

Arbeit zitieren:
Fooke, Thomas März 2000: Die ertragsteuerliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Stock Options, Aktienoptionen, Mitarbeiteraktionenoptionen, Stock Appreciation Rights

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