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Die erkenntnistheoretische Höhle in der konstruktivistischen Museumspädogogik für Erwachsene

Die erkenntnistheoretische Höhle in der konstruktivistischen Museumspädogogik für Erwachsene
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Markus Bürger
  • Abgabedatum: Juli 1999
  • Umfang: 174 Seiten
  • Dateigröße: 9,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2047-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2047-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2047-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bürger, Markus Juli 1999: Die erkenntnistheoretische Höhle in der konstruktivistischen Museumspädogogik für Erwachsene, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Konstruktivismus, Erkenntnistheorien, Museumspädagogik

Diplomarbeit von Markus Bürger

Einleitung:

Die in dieser Arbeit aufgezeigte Traditionslinie hat ihren Ursprung in der Naturphilosophie Parmenides. Dieser liegt die Annahme zugrunde, daß wahre Objekte des Wissens diejenigen sind, die Sein besitzen, vor und unabhängig von der Handlung des Erkennenden. Diese Lehre wird in Platons Höhlengleichnis modifiziert und bringt die Trennung der Erkenntnis von der empirischen Wahrnehmung mit sich. Descartes Verdienst beim Weiterknüpfen der Traditionslinie ist vor allem die Subjektbetontheit des Individuums, die in der Welt Platons in einer solchen Weise nicht vorherrscht. Kant hingegen gelang die kopernikanische Wende mit der Rehabilitierung der empirischen Welt. Die Subjektzentrierung Descartes verliert so an Stringenz zugunsten der sinnlichen Wahrnehmung. Die Trennung der rationalen Welt von der sinnlichen beruht auf einem bestimmten Deutungsschema. Deshalb ist es von Bedeutung, sich der philosophiegeschichtlichen Traditionslinie bewußt zu werden, um zu erkennen, in welcher Welt man selbst zu Hause ist. Diesbezüglich betont der erkenntnistheoretische Konstruktivismus, daß Erkennen nicht Akt eines außenstehenden Beobachters sein kann, sondern daß es der eines Teilnehmers innerhalb einer Operation ist. In der konstruktivistischen Museumspädagogik für Erwachsene wird bei der coached tour das Objekt der Betrachtung in die reflexive und zirkuläre Erkenntniswelt des Individuums eingeflochten. Es ist ein Reframing von Mental Maps, die durch neue Erkenntnisse erweitert werden. Das Museum als Lernort ermöglicht so auch ein Erkennen der Erkenntnis. Das Streben nach Erkenntnis scheint ein Verlangen zu sein, das eng mit dem Menschsein überhaupt verknüpft ist. Dabei ist das Wissen um die eigenen kulturellen Wurzeln, zu denen auch die dargestellte philosophische Traditionslinie gehört, unabdingbar, um die eigenen biographischen Deutungen reflexiv wahrzunehmen. Aus diesem Selbstbewußtsein heraus kann individuell Platons Kraft des Eros wirken. "Die erkenntnistheoretische Höhle in der konstruktivistischen Museumspädagogik für Erwachsene" ist deshalb nicht wie im Höhlengleichnis dualistisch zu verstehen, sondern konzentriert sich ganz auf die konstruktivistische Höhle selbst, in der Rationalismus und Empirismus zirkulär vernetzt sind.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Kyoko Date 2
3. Konstruktion von Wirklichkeit 5
4. Der Wissensbegriff 7
I. Erkenntnistheorien von Parmenides bis Kant 11
I.1 Die erkenntnistheoretische Philosophie Parmenides 11
I.1.1 Der eleatische Naturphilosoph Parmenides 12
I.1.2 Parmenides‘ Philosophie im Diskurs mit Heraklit 13
I.1.3 Der parmenideische Wahrheitsbegriff 18
I.1.4 Tertium non datur 20
I.2 Die erkenntnistheoretische Philosophie Platons 22
I.2.1 Das Erbe Parmenides und die Sophisten 24
I.2.2 Platons Biographie 25
I.2.3 Das Allgemeine 27
I.2.4 Das Sein 28
I.2.5 Die Dialektik 30
I.2.6 Das Höhlengleichnis 33
I.2.7 Interpretation des Höhlengleichnisses 35
I.2.8 Der Aufstieg des Eros 41
I.3 Die erkenntnistheoretische Philosophie Descartes 43
I.3.1 Descartes Biographie 43
I.3.2 Je pense, donc je suis 47
I.3.3 Der methodische Selbstzweifel 49
I.3.4 Der Dualismus von Geist und Materie 50
I.3.5 Exkurs: Empirismus und Rationalismus 53
I.4 Die erkenntnistheoretische Philosophie Kants 58
I.4.1 Kants Biographie 59
I.4.2 Synthese von Rationalismus und Empirismus 59
I.4.3 Die dritte Freiheitsantinomie 62
I.4.4 Erkenntnistheorien und Kants kopernikanische Tat 65
II. Konstruktivistische Erkenntnistheorie 71
II.1 Konstruktivistisches Wissen im Kontext der philosophischen Tradition 71
II.2 Tertium non datur, Syllogismus und Tautologie 78
II.3 Konstruktivistisches in der Umgangssprache und Sprachmuster 84
II.4 Vom Behaviorismus zur Kybernetik 89
II.5 Viabilität 94
II.6 Mental Maps 95
II.7 Konstruktivistische Wahrnehmung 97
II.8 Eigendynamik und Pluralität 100
II.9 Biographisches Deutungslernen 102
II.10 Reframing 105
II.11 Zirkularität 106
II.12 Ordnungssysteme der Beobachtung 108
II.13 Reflexion und Intuition 111
II.14 Autopoietische Systeme 113
II.15 Ordnung durch Störung: der Tanz 119
III. Konstruktivistische Museumspädagogik für Erwachsene 123
III.1 Das Museum für Post und Kommunikation Frankfurt am Main 124
III.2 Das Museum als autopoietisches System 125
III.3 Museale Ästhetik 129
III.4 Konstruktivistische Museumspädagogik für Erwachsene 130
III.5 Die coached tour 132
III.6 Nam June Paik 136
III.6.1 Die Fluxusbewegung 138
III.6.2 Videokunst 139
III.6.3 Paik und sein Verhältnis zur Musik 140
III.6.4 Pre Bell Man (500.000 BC-1860 AD) 142
III.6.4.1 500.000 BC-1860 AD 143
III.6.4.2 Condottiere Colleoni und Don Quijote 145
III.6.4.3 Die Einzelelemente 149
III.6.4.4 Die Autopoiesis der medialen Skulptur 152
5. Das Moment der Liebe 154
6. "Love Communication" 156
7. Schlußbetrachtung 159

Arbeit zitieren:
Bürger, Markus Juli 1999: Die erkenntnistheoretische Höhle in der konstruktivistischen Museumspädogogik für Erwachsene, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Konstruktivismus, Erkenntnistheorien, Museumspädagogik

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