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Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente und Grunderfahrungen

Theoretische Aspekte und erste praktische Erfahrungen

Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente und Grunderfahrungen
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Doreen Werner
  • Abgabedatum: August 2008
  • Umfang: 153 Seiten
  • Dateigröße: 9,7 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Fulda Deutschland
  • Bibliografie: ca. 62
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-1998-1
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Werner, Doreen August 2008: Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente und Grunderfahrungen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ernährung, Experimente, Naturwissenschaft, Schule, Gender

Bachelorarbeit von Doreen Werner

Problemstellung:

Die Banken stehen heutzutage vor der Herausforderung, dass die Kunden einerseits eine höhere Beratungsqualität, andererseits aber auch niedrigere Abwicklungspreise fordern. Diese Zielvorstellungen sind für die Banken mit dem traditionellen Vergütungssystem nicht vereinbar. Die meisten Institute bieten ihre Beratung im Mengenkundengeschäft bis dato kostenfrei an. Der Kunde nimmt die Leistung ‘Beratung’ nicht als werthaltige Leistung wahr. Hier fehlt zum einen die Stofflichkeit, zum anderen ist es schwierig, eine qualitativ hochwertige Beratung zu messen. Kann die Honorarberatung für die Banken ein geeignetes Mittel sein, um auf immer anspruchsvollere und verschiedenere Kunden zu reagieren?

Die Beratung stellt einen sehr wichtigen Teil der Kunde-Bank-Beziehung dar. Diese birgt allerdings einen Interessenkonflikt. Der Kunde erwartet eine objektive Beratung seitens der Bank. Diese strebt jedoch den Absatz ihrer hauseigenen, für sie ertragreicheren Produkte an. Im Mengenkundengeschäft bieten die Banken standardisierte Leistungen an. Die Produkte der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich kaum, da hier die dazu nötige Patentierfähigkeit fehlt. Dies erschwert es der Bank enorm, ein Alleinstellungsmerkmal zu generieren. Über die Beratungsqualität kann sich die Bank von den Mitbewerbern abheben. Sie stellt die einzige Chance dar, Heterogenität in den sonst sehr ähnlich angebotenen Leistungen und Produkten herzustellen. Um das Retail-Geschäft noch ertragreicher gestalten zu können, sind Optimierungen bei der Produktgestaltung, den Vertriebswegen und der Preissetzung zwingend erforderlich. Die Aktienkurseinbrüche von 2000 bis 2003 trugen unter anderem dazu bei, die Einstellung der Banken, sich in erster Linie auf kurzlebige Gewinne zu verlassen, zu überdenken. Das Geschäft muss wieder langfristig stabil und zu einem größeren Teil konjunkturunabhängig werden, um auf lange Sicht Erträge sichern zu können.

Der deutsche Bankenmarkt gilt als overbanked. Im Vergleich zum EU-Durchschnitt, der bei 2.500 Einwohnern pro Bankfiliale liegt, kommen in Deutschland 1.600 Bürger auf eine Filiale. Eine Verteilung von 3.000 bis 3.500 Einwohner pro Filiale gilt als betriebswirtschaftlich sinnvoll. Die immer geringer werdenden Margen des Massengeschäftes werden dadurch weiter geschmälert. Dennoch ist der Kampf um das deutsche Retail-Geschäft, unter anderem aufgrund seines Volumens, in den letzten Jahren enorm gestiegen. Die Zielgruppe Retail-Kunden wurde wieder entdeckt. Ausländische Banken sowie Non- und Nearbanks erschärfen durch ihren immer stärker werdenden Auftritt den Wertbewerb enorm. Sie bieten neben günstigen Konditionen auch eine schnelle und effiziente Abwicklung.

In anderen Bereichen, wie zum Beispiel bei den Rechtsanwälten, ist die Ertragsgenerierung über Honorareinnahmen ein wesentlicher Bestandteil und wird von den Klienten als selbstverständlich angesehen. Auch im Bankenbereich, beispielsweise im gehobenen Privatkundensegment, ist die Honorarberatung ein integrierter Bestandteil. Auf ihren Verzicht im Retail-Geschäft ist kritisch Bezug zu nehmen, denn die Beratung des Kunden ist der eigentliche Aufwand der Filialbank.

Gang der Untersuchung:

Ziel dieser Arbeit ist es, die Vor- und Nachteile der Honorarberatung im Retail-Geschäft abzuwägen und eine Aussage über die Machbarkeit der Einführung sowie der damit verbundenen Chancen und Risiken zu treffen. Die Umfeldanalyse liefert zunächst den Überblick der externen Rahmenbedingungen. Aufgrund der aktuellen Megatrends entstandene Kundentypen werden vorgestellt. Anschließend wird die Honorarberatung mit der klassischen Preisgestaltung verglichen, sowie die Vor- und Nachteile des neuen Konzepts analysiert. Die empirische Untersuchung liefert Aussagen, ob und unter welchen Voraussetzungen Retail-Kunden bereit sind, eine separate Gebühr für ihre Beratung zu entrichten.

Anschließend verbindet die Bewertung der Chancen und Risiken die Theorie mit den Ergebnissen aus der Analyse der empirischen Untersuchung. Aus diesen Erkenntnissen wird eine Handlungsempfehlung für die Bank erstellt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 8
1.1 Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume Baden-Württemberg 8
1.2 Fragestellung der Arbeit 8
1.3 Aufbau der Arbeit 9
2. Kooperation der Landesinitiativen ‚BeKi’ und ‚Blickpunkt Ernährung’ in Baden-Württemberg mit dem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GHS) Schwäbisch Gmünd 11
2.1 Zwei Landesinitiativen mit Zukunft 11
2.1.1 BeKi - Bewusste Kinderernährung 11
2.1.2 Blickpunkt Ernährung 13
2.2 Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GHS) Schwäbisch Gmünd 14
2.3 Ziele der Kooperation 15
2.4 Zusammenfassung 16
3. Naturwissenschaftliche Experimente - Theoretische Aspekte 17
3.1 Naturwissenschaftliches Arbeiten 17
3.1.1 Begriffsdefinitionen 17
3.1.2 Bedeutung 18
3.1.3 Zusammenfassung 21
3.2 Naturwissenschaftliche Experimente im Sachunterricht 22
3.2.1 Bildungsplan in Baden-Württemberg 22
3.2.2 Sachunterricht, Kompetenzfelder und Realität 24
3.2.3 Zusammenfassung 27
3.3 Martin Wagenschein 28
3.3.1 Biographie 28
3.3.2 Genetisch-exemplarisch-sokratisches Entdecken 30
3.3.3 Zusammenfassung 35
3.4 Zusammenfassung 36
4 ‚Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente’ - Vorstellung der Stationen in Theorie und Praxis 39
4.1 Vorgehensweise und Methodenwahl 39
4.2 Zielgruppe und Ziele 40
4.3 Aufbau der Stationen 41
4.3.1 Station Getränke 44
4.3.2 Station Gemüse 45
4.3.3 Station Obst 46
4.3.4 Station Kartoffeln 47
4.3.5 Station Getreide 47
4.3.6 Station Milch 48
4.3.7 Station Eier 48
4.3.8 Station Fett 49
4.4 Stationen in der Praxis - ein erster Erfahrungsbericht 50
4.4.1 Vorgehensweise 50
4.4.2 Bewertung SchülerInnen 51
4.4.3 Bewertung LehrerInnen 52
4.4.4 Diskussion der Ergebnisse 54
4.5 Zusammenfassung 56
5. Gender 58
5.1 Begriffsklärung 58
5.2 Gibt es einen Ingenieurmangel in Deutschland? 61
5.2.1 Rolle der Frau in den Naturwissenschaften 61
5.2.2 Möglichkeiten zur Interessenförderung 64
5.3 Zusammenfassung 67
6. Resümee 68
Abkürzungen 71
Literaturverzeichnis 72
Abbildungsverzeichnis 80
Tabellenverzeichnis 81
Anhang 82

Textprobe:

Kapitel 4: Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente – Vorstellung der Stationen in Theorie und Praxis:

Vorgehensweise und Methodenwahl:

(…) Stellt man die Frage, warum wir überhaupt Experimente aus der Küche wählten, so gibt es hierfür eine einfache Erklärung: Die Küche bietet unserer Zielgruppe einen direkten Alltags- und Lebensweltbezug. Alltagserfahrungen können auf diese Weise mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen verknüpft werden. Durch sensorische Tests schulen die SchülerInnen ihre sinnliche Wahrnehmung, erwerben Wissen und Kompetenzen zur bewussten Ernährung und schlussendlich reden sie über Essen und Trinken und reflektieren damit ihre individuellen Erfahrungen.

Zielgruppe und Ziele:

Die Zielgruppe der Stationen sind SchülerInnen und LehrerInnen der Klassen drei bis sechs. Die Legitimation experimentellen Handelns in diesen Klassenstufen ist eindeutig: Kinder sind Forscher. Kinder sind naturgemäß neugierig, entwickeln mit viel Kreativität, Kraft und Beharrlichkeit einen Forscherdrang, der so manches Elternteil oder auch LehrerInnen ins Schwitzen bringen kann. Im Verlauf ihrer ‘Forschungen’ variieren die ‘jungen Forscher’ Bedingungen, entwickeln Fragen, überprüfen Erklärungskonzepte und finden so Lösungen und Gesetzmäßigkeiten. Nicht zuletzt versuchen Kinder alles in Worte zu fassen, sie argumentieren, begründen und tauschen aus.

Die Ziele der Stationen ‘Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Erfahrungen’ können aus drei verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Zum einen sollen die SchülerInnen die Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Phänomene entdecken. Zum anderen sollen neben der Freude an den Naturwissenschaften Grunderfahrungen gesammelt sowie Kompetenzen erkannt, gestärkt und ausgebaut werden. Für die LehrerInnen dienen die Stationen als Unterstützung und Anregungs-hilfe für die Umsetzung der Anforderungen des Bildungsplans, insbesondere im Fächerverbund Mensch, Natur, Kultur und Wirtschaft, Arbeit, Gesundheit. Nicht zuletzt möchte sich BeKi als Kooperationspartner in Sachen Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bildungsbereich platzieren und dem Thema (bewusste) Ernährung einen festen Stellenwert im Setting Schule einräumen.

Aufbau der Stationen:

Das Modul ‘Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Erfahrungen’ besteht aus den acht Stationen Getränke, Gemüse, Obst, Getreide, Kartoffeln, Milch, Eier sowie Fette. Jede Station ist identisch aufgebaut. Dies gewährleistet neben dem Wiedererkennungseffekt auch eine leichtere Handhabung. Die Stationen bestehen aus folgenden Elementen:

- einer Lehrerseite.

- den Arbeitsblättern zur Station.

- dem Werkzeugkoffer.

- dem Didaktik-Log.

Die Lehrerseite führt die LehrerInnen mit einer kurzen, wissenschaftlich fundierten Ernährungsinformation zu dem jeweiligen Segment des Ernährungskreises in die Station ein. Gleichzeitig dient sie den Lehrkräften als Orientierung, welche Phänomene mit den jeweiligen Stationen von den SchülerInnen ‘entdeckt’ werden können. Die Ziele der jeweiligen Station sind an dieser Stelle explizit beschrieben. Auf der Lehrerseite befinden sich zudem Informationen über alle benötigten Materialien zur Durchführung des/der Experimente(s).

Auf den Schülerseiten (den Arbeitsblättern) ist zunächst eine Möglichkeit für eine Gruppendiskussion – zur Einführung in das Thema der Station – dargeboten. Daran anschließend folgen die Versuchsdurchführung, welche immer aus den Teilen Vermutung, Beobachtung und Schlussfolgerung besteht, sowie der Verweis auf den Werkzeugkoffer. Die Materialien im Werkzeugkoffer dienen entweder der Über-prüfung des zuvor ‘entdeckten’ Phänomens oder geben zusätzliche Informationen zum besseren Verständnis.

Das Didaktik-Log ist ausschließlich für die Lehrkräfte gedacht. Die Auflistung der Kompetenzfelder zu den Fächerverbünden des Bildungsplans 2004 in Baden-Württemberg soll die Unterrichtsplanung ebenso erleichtern, wie die Anleitungen zur Durchführung der Versuche. Alle Versuche wurden im Vorfeld praktisch erprobt. Da die jeweiligen räumlichen und personellen Gegebenheiten jedoch natürlichen Schwankungen unterworfen sein werden, können die Angaben zur Bearbeitungszeit nur einen unverbindlichen Nährwert darstellen.

In den nachfolgenden Erläuterungen sollen die physiologischen Bedeutungen der Lebensmittelgruppen – anhand derer sich die Stationen orientieren – sowie einige Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Experimenten gegeben werden.

Station Getränke:

Eine der zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (kurz: DGE) lautet ‘Reichlich Flüssigkeit’. (BiGr07) Wasser ist daher auch das zentrale Element des Lebensmittelkreises oder anders formuliert: ein essentieller Nährstoff. (BiGr07, ReDa02) Dies zeigt schon die Tatsache, dass ein erwachsener, ‘normalgewichtiger’ Mensch zu zweidritteln aus Wasser besteht. (Gole04, ReDa02) ‘Der Mensch kann (zwar) mehrere wochenlang auf (die) Zufuhr von anderen Nährstoffen verzichten, ein absoluter Mangel an Wasser ist dagegen nur wenige Tage mit dem Leben vereinbar.’ (ReDa02, S. 259) Eine ausgeglichene Wasserbilanz, bei der ‘obligate und fakultative Wasserverluste (…) innerhalb kurzer Zeit durch (die) Zufuhr einer adäquaten Wassermenge kompensiert werden’, bilden die Basis einer langanhaltenden Leistungsfähigkeit. (ReDa02, S. 259) Entscheidend ist jedoch nicht nur, dass man trinkt, sondern auch, was man trinkt. Bevorzugt werden sollten kalorienarme bzw. -freie Getränke, wie beispielsweise Mineral- und Leitungswasser oder ungesüßte Früchte- und Kräutertees. (Schl05) Gänzlich ungeeignet sind hingegen Limonaden, gesüßte Fruchtsäfte oder alkoholhaltige Getränke. (Schl05).

Relevanz der Experimente der Station Getränke in der Küche:

Kinder und Jugendliche sollen viel trinken. Die Getränkeindustrie hat sich diesen Sachverhalt schon lange zu Nutze gemacht. Es werden immer mehr Getränke ent-wickelt, die dem Verbraucher sensorisch einen weitaus geringeren Zuckergehalt als tatsächlich vorhanden, suggerieren. Mit dem Experiment ‘Süß oder sauer?’ kann auf einprägsame Weise das Phänomen ‘Zitronensäure’ untersucht werden.

Arbeit zitieren:
Werner, Doreen August 2008: Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente und Grunderfahrungen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ernährung, Experimente, Naturwissenschaft, Schule, Gender

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