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Der digitale Rundfunk

Ein erbitterter Kampf deutscher TV-Konzerne um Präsenz, Zuschauer und Quoten

Der digitale Rundfunk
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Christian Ries
  • Abgabedatum: Oktober 2006
  • Umfang: 56 Seiten
  • Dateigröße: 535,5 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Augsburg Deutschland
  • Originaltitel: Die Digitalisierung des Rundfunks – Das Mediensystem erneut im Wandel? Eine Recherche und Auswertung aktueller Untersuchungen zum Rezipientenverhalten beim digitalen Rundfunk seitens der Medienakteure und Forschungsinstitute in der Bundesrepublik Deu
  • Bibliografie: ca. 55
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0310-2
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0310-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ries, Christian Oktober 2006: Der digitale Rundfunk, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Deutschland, Digitaler Rundfunk, Rundfunkmarkt, Medien, DVB-T

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Bachelorarbeit von Christian Ries

Einleitung:

Die Digitalisierung des Rundfunks stellt vor allem die großen TV-Anbieter vor neue Herausforderungen. Bislang besaßen diese eine enorme Macht und Gate-Keeping-Funktion. Für einen Großteil der deutschen Bevölkerung bestimmten über 50 Jahre die Sender der ARD, seit 45 Jahren das ZDF, sowie ab 1985 die RTL- und die ProSiebenSat.1-Gruppe plus weniger weiterer kleiner Rundfunkveranstalter, was über die heimischen Bildschirme Deutschlands flimmerte. Dies gestaltete sich bis dato auch relativ einfach. Zunächst hatte der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der BRD das Regiment in der Hand, weitere Programmanbieter kamen nicht in Frage, denn unabhängig vom Bedarf waren terrestrische Antennenfrequenzen stark begrenzt.

Mitte der 50er Jahre wurde der VHF-Bereich auf den UHF-Frequenzbereich erweitert. Dies ermöglichte, – für damalige Verhältnisse revolutionär – „dass in diesem Wellenbereich eine annähernd vollständige Versorgung mit zwei weiteren Fernsehprogrammen möglich sein würde.“ Es war also Platz geschaffen worden für das ZDF und die regionalen dritten Programme der ARD. Anfang der 80er Jahre schließlich war es technisch und nach dem so genannten dritten Fernsehurteil (FRAG-Urteil), worin explizit auf die Länderkompetenz im Rundfunkwesen hingewiesen wurde, den Bundesländern auch rechtlich möglich, privat-kommerziellen Rundfunk zuzulassen. Daraufhin folgte ein regelrechter Boom von neuen privat-kommerziellen Radio- und Fernsehsendern bis zur Konsolidierungsphase Ende der Neunziger Jahre. Aber auch diese Übertragungswege waren technisch überschaubar und begrenzt.

Heute, am Beginn der Digitalisierung des Rundfunks, zeichnet sich eine entscheidende Veränderung ab: Telefonleitungen, sprich das Internet (IP-TV), Mobilfunknetze (T-DMB, DVB-H, UMTS), digitale Satelliten-, Kabel-, und Antennenplätze (DVB-S, DVB-C, DVB-T) bieten schier unbegrenzte Verbreitungsmöglichkeiten von TV- und Radioprogrammen. Dabei etablieren sich zahlreiche neue Spartensender. Gerade die großen Konzerne versuchen nun ihre Präsenz zu stärken, was fast an die Gründertage des Privatfernsehens erinnert. Die ProSiebenSat.1-Gruppe startete Anfang Juni 2006 die zwei Pay-TV-Spartensender Sat.1 Comedy und Kabel 1 Classics. Außerdem wurden aktuell Zulassungsanträge bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg für fünf weitere Spartenkanäle der ProSiebenSat.1 Media AG eingereicht.

Auch die öffentlich-rechtlichen Anstalten bauten ihr digitales Programmbouquet aus, ZDF Doku oder EINS Festival sind nur zwei der zahlreichen Beispiele. Und das dritte große TV-Unternehmen in Deutschland, die RTL-Gruppe, hat neben der Ankündigung von neuen Spartenkanälen, wie auch die Viacom-Gruppe, mit dem in der BRD dominierten Satellitenbetreiber SES Astra Verträge zu einer Grundverschlüsselung ihrer aktuellen „Free-TV“-Sender unterzeichnet. Die digitale terrestrische Ausstrahlung (DVB-T) und die Verbreitung über Kabel sollen ebenfalls verschlüsselt werden. Das hieße ein Ende des frei empfangbaren (Privat-)fernsehens: Nur noch Pay-TV, auf exakte Zielgruppen ausgerichtete Spartensender und Spielfilme oder TV-Programm auf Abruf, on Demand, wie es in der Branche bezeichnet wird.

Bei all diesen Neuerungen sollte aber keinesfalls vergessen werden, was der Rezipient, also der Kunde eigentlich will. Möchte er interaktiv seine Mediennutzung mitbestimmen oder möchte er ein überschaubares TV-Programm vorgesetzt bekommen, das heißt auch weiterhin passiv Rundfunk nutzen können? Funktioniert Rundfunk, also das bisherige Mediensystem überhaupt, wenn es kein Massenpublikum mehr gibt, das dieselben Inhalte konsumiert? Oder tragen diese Entwicklungen zu einer Umverteilung und Aufspaltung der TV-Konsumenten auf die eben beschriebenen neuen digitalen Sender und Dienste und damit auf mögliche neue Anbieter bei, was am Ende vielleicht gar der Meinungsvielfalt zugute käme? Um diese Fragen zu beantworten, muss das aktuelle Nutzerverhalten untersucht werden. Denn nur so können Prognosen über zukünftige Entwicklungen in dieser Hinsicht erstellt werden.

Was diese Arbeit nicht soll:

Diese Arbeit soll und kann keine flächendeckenden Daten über das aktuelle Nutzerverhalten des digitalen Rundfunks erheben. Dafür ist der zeitliche und finanzielle Aufwand im Rahmen einer Bachelorarbeit zu groß, wenn die Ergebnisse von sinnvollem Nutzen sein sollen. Außerdem kann diese Arbeit aufgrund des Untersuchungsgegenstandes keine eindeutigen Ergebnisse garantieren, sondern lediglich Tendenzen aufspüren.

Was diese Arbeit soll:

Diese Arbeit versucht stattdessen, zugängliche Studien aller größeren Medienunternehmen in der Bundesrepublik Deutschland, sowie wichtiger deutscher Forschungsinstitute zusammenzutragen, die sich mit dem Nutzer-/Rezipientenverhalten befassen bezüglich Digitalen Spartenprogrammen:

„herkömmlichen“ digitalisierten Verbreitungswegen (DVB-T, DVB-S, DVB-C, (LDTV-HD-TV)) neuen digitalen Verbreitungs-/Vertriebswegen, (in der Regel kostenpflichtig: VoD, IP-TV, Handy-TV (T-DMB, DVB-H, UMTS)).

Dies geschieht, um einen sinnvoll strukturierten Überblick über die aktuelle Rezipientenforschung bezüglich der Digitalisierung des Rundfunks zu geben und um diese Studien untereinander in der Herangehensweise und den Ergebnissen vergleichen und im Hinblick auf die Forschungsfrage auswerten zu können.

Die vorliegende Arbeit stützt sich dabei auf folgende Forschungsfrage:

Bleiben etablierte Rundfunkanbieter mit ihren häufig genutzten, klassischen TV-Sendern und ihren hohen Zuschaueranteilen bestehen oder verteilen sich die Rezipienten auf mehrere Kanäle (Spartensender, Video on Demand, Handy- und IP-TV, etc.) und damit auch auf mögliche neue Anbieter, was die publizistische Einflussnahme der großen deutschen Medienkonzerne verringern würde?

Inhaltsverzeichnis:

Verzeichnis der Abbildungen 4
Verzeichnis der Tabellen 4
1. Einleitung: Motivation zu dieser Arbeit, Hinleitung zur Forschungsfrage und die Notwendigkeit der Eingrenzung5
2. Digitaler Rundfunk: Medienpolitischer und technischer Überblick 8
2.1 Hörfunk (DAB, DRM, ADR) 9
2.2 Fernsehen (DVB-T, DVB-C, DVB-S, DVB-H, T-DMB, UMTS) 11
3. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Bundesrepublik Deutschland: Überblick und Engagement im digitalen Fernsehen15
3.1 ARD 15
3.2 ZDF 16
3.3 Studien von ARD und ZDF 17
3.3.1 Langzeitstudie: Massenkommunikation 17
3.3.2 Studie: Marktchancen von DAB und DVB-T 19
3.3.3 Studie: Wie viele Programme nutzen die Zuschauer? 20
3.3.4 ARD/ZDF-Online Studie 2006 21
3.3.5 Studie: SES Astra-Satelliten-Monitor 2004/2005 24
3.4 Zwischenfazit 25
4. Die Akteure des privat-kommerziellen Rundfunks in der Bundesrepublik Deutschland: Senderstruktur, Überblick und Engagement im digitalen Fernsehen 26
4.1 EM.TV AG 27
4.2 Kabel-Deutschland-Gruppe 27
4.3 Liberty Media Corporation, John Malone und Primacom AG 28
4.3.1 Studie: Fernsehen in digitalen Medienumgebungen 29
4.4 NBC Universal Global Networks Deutschland GmbH 31
4.4.1 Studie: Fata Morgana Digital – Die Zukunft der TV-Spartenkanäle in Deutschland 32
4.4.2 Studie: Mobile TV 2010 – Marktpotentiale für Mobile TV über T-DMB und DVB-H in Deutschland 33
4.5 Premiere Fernsehen GmbH & Co. KG 34
4.6 ProSiebenSAT.1 Media AG 35
4.6.1 Studie: FutureTV – Die Zukunft des Fernsehens 36
4.7 RTL Groupe 38
4.8 Tele-München-Gruppe 39
4.9 Walt Disney Company 39
4.10 ViacomGruppe 40
4.11 Zwischenfazit 41
5. Weitere deutsche Forschungsinstitute und Einrichtungen, welche sich mit dem Nutzerverhalten bei der Digitalisierung des Fernsehens beschäftigen 41
5.1 ALM Digitalisierungsbericht 2005 41
5.2 GFK: Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) 44
5.3 Hans-Bredow-Institut 45
5.3.1 Studie: TV 2010 – Die Digitalisierung des Fernsehens 46
5.3.2 Studie: Media Transmission Infrastructures 2009 47
5.3.3 Studie: Mobinet 2005 47
5.4 Sonstige Forschungsinstitute 48
6. Auswertung der vorgestellten Studien im Hinblick auf die Forschungsfrage 48
7. Kritische Würdigung der Arbeit und Ansatzpunkte zur weiteren Forschung 50
8. Verzeichnisse 51
8.1 Literaturverzeichnis 51
8.2 Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen 54
9. Anhang 55
9.1 Graphiken, Anfrage 55
9.2 Eidesstattliche Erklärung 67

Inhaltsverzeichnis:

Verzeichnis der Abbildungen 4
Verzeichnis der Tabellen 4
1. Einleitung: Motivation zu dieser Arbeit, Hinleitung zur Forschungsfrage und die Notwendigkeit der Eingrenzung5
2. Digitaler Rundfunk: Medienpolitischer und technischer Überblick 8
2.1 Hörfunk (DAB, DRM, ADR) 9
2.2 Fernsehen (DVB-T, DVB-C, DVB-S, DVB-H, T-DMB, UMTS) 11
3. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Bundesrepublik Deutschland: Überblick und Engagement im digitalen Fernsehen15
3.1 ARD 15
3.2 ZDF 16
3.3 Studien von ARD und ZDF 17
3.3.1 Langzeitstudie: Massenkommunikation 17
3.3.2 Studie: Marktchancen von DAB und DVB-T 19
3.3.3 Studie: Wie viele Programme nutzen die Zuschauer? 20
3.3.4 ARD/ZDF-Online Studie 2006 21
3.3.5 Studie: SES Astra-Satelliten-Monitor 2004/2005 24
3.4 Zwischenfazit 25
4. Die Akteure des privat-kommerziellen Rundfunks in der Bundesrepublik Deutschland: Senderstruktur, Überblick und Engagement im digitalen Fernsehen 26
4.1 EM.TV AG 27
4.2 Kabel-Deutschland-Gruppe 27
4.3 Liberty Media Corporation, John Malone und Primacom AG 28
4.3.1 Studie: Fernsehen in digitalen Medienumgebungen 29
4.4 NBC Universal Global Networks Deutschland GmbH 31
4.4.1 Studie: Fata Morgana Digital – Die Zukunft der TV-Spartenkanäle in Deutschland 32
4.4.2 Studie: Mobile TV 2010 – Marktpotentiale für Mobile TV über T-DMB und DVB-H in Deutschland 33
4.5 Premiere Fernsehen GmbH & Co. KG 34
4.6 ProSiebenSAT.1 Media AG 35
4.6.1 Studie: FutureTV – Die Zukunft des Fernsehens 36
4.7 RTL Groupe 38
4.8 Tele-München-Gruppe 39
4.9 Walt Disney Company 39
4.10 ViacomGruppe 40
4.11 Zwischenfazit 41
5. Weitere deutsche Forschungsinstitute und Einrichtungen, welche sich mit dem Nutzerverhalten bei der Digitalisierung des Fernsehens beschäftigen 41
5.1 ALM Digitalisierungsbericht 2005 41
5.2 GFK: Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) 44
5.3 Hans-Bredow-Institut 45
5.3.1 Studie: TV 2010 – Die Digitalisierung des Fernsehens 46
5.3.2 Studie: Media Transmission Infrastructures 2009 47
5.3.3 Studie: Mobinet 2005 47
5.4 Sonstige Forschungsinstitute 48
6. Auswertung der vorgestellten Studien im Hinblick auf die Forschungsfrage 48
7. Kritische Würdigung der Arbeit und Ansatzpunkte zur weiteren Forschung 50
8. Verzeichnisse 51
8.1 Literaturverzeichnis 51
8.2 Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen 54
9. Anhang 55
9.1 Graphiken, Anfrage 55
9.2 Eidesstattliche Erklärung 67

Textprobe:

Kapitel 4., Die Akteure des privat-kommerziellen Rundfunks in der Bundesrepublik Deutschland: Senderstruktur, Entwicklung und Engagement im digitalen Fernsehen:

Neben den öffentlich-rechtlichen Anstalten wurden natürlich auch die privaten Medienkonzerne vom Autor hinsichtlich ihres Forschungsstandes beim Rezipientenverhalten bezüglich der Digitalisierung des Fernsehens angegangen. Die nachfolgenden Darstellungen stützen sich im Wesentlichen auf die zwei letzten Jahresberichte (2005 und 2006) der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK), sowie die Jahrbücher der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten in der Bundesrepublik Deutschland (ALM) von 1997/98 bis einschließlich 2005.

Für aktuellere Entwicklungen wurden vom Autor die einschlägigen Fachzeitschriften (Print- und, soweit vorhanden, Online-Ausgaben) für das Jahr 2006 beobachtet. Die nachfolgende Auflistung der Medienunternehmen, die zu Anbietern von privat-kommerziellem Rundfunk in der BRD gerechnet werden, orientiert sich ebenfalls an den KEKJahresberichten 2005 und 2006. Die Auflistung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge. Die folgenden Unternehmen wurden kontaktiert und bezüglich deren Forschung zum Rezipientenverhalten von digitalem Fernsehen angefragt. Die übrigen Anbieter sind von so geringer Größe (in der Regel Veranstalter oder gar nur Beteiligungsgesellschaft eines einzigen TV-Programms), dass davon ausgegangen werden kann, dass dort keine eigenen Medienforschungsabteilungen unterhalten werden. Im Folgenden werden die agierenden Medienunternehmen, deren Struktur und das Engagement im digitalen Fernsehen kurz umrissen und anschließend – soweit vorhanden – deren Studien zum Nutzerverhalten bei der Digitalisierung des Fernsehens vorgestellt.

Kaptiel 4.1 EM.TV AG:

Der EM.TV AG sind die TV-Sender DSF und Junior.TV zuzurechnen. Diese Zurechnungen und die Beteiligungen an den entsprechenden Programmen ergeben sich für die EM.TV AG in der aktuellen Form seit Februar 2005. Das Engagement der EM.TV AG im digitalen Fernsehen ist nicht unerheblich: Der Spartensender für Kinder Junior.TV wird seit seinem Start im Oktober 1999 vollständig digital über diverse Abonnement-TV-Plattformen (unter anderem Premiere) verbreitet. Der Sportspartensender DSF wird momentan nur analog ausgestrahlt, ein Zulassungsantrag für einen digitalen Ableger, DSF digital, wurde von der KEK im März 2004 genehmigt. „Geplant ist, DSF-digital als Pay-TVAngebotüber die digitalen Kabelnetze zu verbreiten“.

Dies ist aber bislang noch nicht verwirklicht worden. Ob die EM.TV AG eine eigene Forschungsabteilung besitzt oder ob dort Daten zur Nutzerforschung des digitalen Rundfunks auch hinsichtlich der Programme von EM.TV gewonnen werden, geht aus der Unternehmensdarstellung der EM.TV AG im Internet nicht hervor. Leider lag dem Autor auch bis zur Fertigstellung dieser Arbeit, trotz mehrmaliger schriftlicher und telefonischer Anfragen keine Antwort und somit auch kein Material vor.

Kapitel 4.2, Kabel-Deutschland-Gruppe (KDG):

Der 1999 aus dem staatlichen Kabelmonopol der deutschen Telekom hervorgegangenen Kabel Deutschland Gruppe werden im aktuellen KEKJahresbericht seit deren Einführung des digitalen Pay-TV-Zusatzpaketes Kabel Digital Home aufgrund der Möglichkeit der Einflussnahme auf Sendeinhalte TV-Programme zugerechnet: Games TV, The History Channel (Germany), Kinowelt TV, Wein TV, tv.gusto, Gute Laune TV und Spiegel TV (xxp digital), sowie Sat.1 Comdey und Kabel eins Classics.

Zusammen mit 25 weiteren Spartenkanälen vermarktet die KDG ein digitales Senderbouquet, das ausschließlich aus digitalen Spartenkanälen besteht, hinzu kommen die frei empfangbaren digitalen Sender von ARD und ZDF. Außerdem vertreibt die KDG diverse Fremdsprachensenderpakete (englisch, russisch, türkisch, polnisch, spanisch, italienisch, portugiesisch und griechisch) auf digitalem Verbreitungsweg in Deutschland, sowie ein Video on Demand-Angebot, select KINO, zum Abruf einzelner Spielfilme.

Bei solch großen Investitionen im digitalen Rundfunk ist davon auszugehen, dass innerhalb der KDG Erhebungen zum Nutzerverhalten bezüglich Digitalfernsehens stattfanden und –finden. Die Kabel Deutschland Gruppe hat auf Anfrage des Autors mitgeteilt, dass „lediglich in sehr beschränktem Maße das Verhalten der Rezipienten [des] digitalen Programmpakets Kabel Digital HOME“ gemessen wird und diese Daten nur für „interne Zwecke“ zur Verfügung stehen. Aussagekräftige Studien wurden demzufolge von der KDG bislang noch nicht in Auftrag gegeben.

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Arbeit zitieren:
Ries, Christian Oktober 2006: Der digitale Rundfunk, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Deutschland, Digitaler Rundfunk, Rundfunkmarkt, Medien, DVB-T

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