Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Der digitale Film

Filmökonomie und Filmästhetik unter dem Einfluss digitaler Technik

Der digitale Film
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Gierke
  • Abgabedatum: Februar 2001
  • Umfang: 107 Seiten
  • Dateigröße: 2,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Offenburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4248-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4248-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4248-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gierke, Christian Februar 2001: Der digitale Film, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Filmökonomie, Filmästhetik, Interaktiver Film, Digitale Filmtechnik, Digitalfilm

Diplomarbeit von Christian Gierke

Einleitung:

Digitaler Film bedeutet mehr als nur Special Effects: Zum ersten Mal in über 100 Jahren Filmgeschichte verändert sich die grundlegende Basistechnologie des analogen, photochemischen Filmmaterials. Der Film ist nicht länger an die physisch erfahrbare Materie gebunden. Nicht mehr Silberkristalle werden belichtet, sondern digitale Daten abgespeichert. An die Stelle des chemischen Prozesses tritt ein digitaler Rechenvorgang.

Die Folgen dieser Veränderung sind kaum abzusehen. Gewaltige Kosteneinsparungen erhoffen sich Produzenten und Filmverleiher von der digitalen Technik - aber gleichzeitig explodieren die Budgets der digitalen Effektfilme Hollywoods. Etablierte Filmemacher befürchten mit wachsendem Entsetzen das Verschwinden langjähriger Traditionen, während experimentierfreudige Filmkünstler mit Begeisterung die neuen Möglichkeiten erwarten.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit den Auswirkungen der neuen digitalen Technik auf gestalterische und wirtschaftliche Aspekte des Kinofilms. Denn Film bewegt sich immer im Spannungsdreieck zwischen Gestaltung, Technik und Wirtschaft. Die Wechselwirkungen zwischen diesen Aspekten sind vielfältig und kaum isoliert zu betrachten.

Gang der Untersuchung:

Ein einführendes Kapitel beschäftigt sich in allgemeiner Form mit der zwiespältigen Beziehung zwischen Film und Filmtechnik. Auch eine kurze Geschichte der Filmtechnik ist enthalten, denn nur wer die Auswirkungen von früheren Entwicklungen wie dem Ton- und Farbfilm versteht, vermag die Auswirkungen der digitalen Revolution abzuschätzen.

Im Hauptteil werden nach einer allgemeinen Einführung über das Wesen des Digitalen einzelne wirtschaftliche und ästhetische Aspekte betrachtet. Besondere Berücksichtigung finden die oft gegensätzlichen Auswirkungen beim hochindustrialisierten Mainstream-Film und dem unabhängigen „Low-Budget“-Film.

Auch auf absehbare Grenzen und weit verbreitete falsche Annahmen über die Zukunft der digitalen Filmtechnik wird hingewiesen.

Abschließend folgt eine zusammenfassende Betrachtung über die Zukunft des Films, die nicht nur Aspekte der Digitalisierung, sondern auch darüber hinaus gehende Tendenzen für Filmgestaltung, -produktion und -vertrieb berücksichtigt.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINFÜHRUNG 1
1.1 Einleitung, Idee 2
1.2 Ziele der Arbeit 2
1.3 Begriffswelt 3
2. FILM UND TECHNIK 5
2.1 Film als technisches Medium 6
2.2 Geschichte der Filmtechnik 7
2.2.1 Die Anfänge 9
2.2.2 Stummfilm 10
2.2.3 Tonfilm 17
2.2.4 Farbfilm 18
2.2.5 Elektronik 19
2.2.6 Digitaltechnik 21
3. DER DIGITALE FILM 22
3.1 Das Wesen des Digitalen 23
3.2 Thesen zum Fortschritt der Digitaltechnik 28
3.3 Filmproduktion 35
3.3.1 Produktionsvorbereitung (Preproduction) 41
3.3.2 Produktion 43
3.3.3 Nachbearbeitung (Postproduction) 46
3.3.4 Distribution 48
3.4 Filmästhetik
3.4.1 Geschichten und Drehbücher 55
3.4.2 Darsteller 57
3.4.3 Bildästhetik 59
3.4.4 Ton 62
3.4.5 Inszenierung - Mise en scène 64
3.4.6 Montage 68
3.5 Bewertung/Abschätzung der Auswirkungen der neuen Technik 72
3.6 Grenzen der digitalen Illusionstechnik 79
3.7 Utopien und moderne Mythen 83
4. DIE ZUKUNFT DES FILMS 88
5. ANHANG
5.1 Literaturverzeichnis 93
5.3 Bildquellen 101
5.2 Filmtitelregister 102

Automatisiert erstellter Textauszug:

Bis in die 60er Jahre hinein gibt es kaum Filme, die – beispielsweise bei Aufnahmen von Personen in Fahrzeugen – nicht im Studio mit Rückprojektionstechniken produziert wurden. Doch schon mit Beginn der Farbfilmära verringerte sich der Anteil der Studioproduktionen, da beim Farbfilm Studiotechniken wie gemalte Hintergründe oder Rückprojektionen nur noch unbefriedigende ästhetische Ergebnisse lieferten. Der Grund hierfür liegt, wie schon in 2.2.4 erwähnt, in der äußerst schwierigen Abstimmung der Farb- und Lichtstimmung von Kulisse und Vordergrund. Die digitale Technik verspricht die Lösung dieses Problems, da die Kulisse auch nach der Aufnahme noch beliebig farblich manipuliert werden kann (Color Matching). Dies hat große wirtschaftliche Vorteile, denn die Unwägbarkeiten von Realschauplätzen sind erheblich, insbesondere bei Außendrehs: Unterbrechungen durch schlechtes Wetter beispielsweise stellen einen enormen Kostenfaktor dar. Und selbst bei optimalen Drehbedingungen bleibt der bedeutende Aufwand, gesamte Filmteams an den Drehort zu bringen und zu versorgen. Es ist daher anzunehmen, daß der Trend zum Dreh im Studio stark zunehmen wird, sobald die digitale Technik den wohl unvermeidlichen ästhetischen Nachteil klein genug erscheinen läßt. George Lucas hat treffend erkannt, daß digitale Effekte die Fließband-Effektivität der Studio-Ära in die Filmproduktion zurückbringen können: [...]

Ausleuchtung im Sinne von »hell genug für die Kamera« ist bei heutigem Filmmaterial in den meisten Situationen schon lange nicht mehr notwendig. Licht ist dagegen eines der zentralen Gestaltungsmittel der Bildkomposition – diese Bedeutung wird durch digitale Aufnahmeverfahren in keiner Weise verringert.18 Wer also glaubt, digitaler Film komme ernsthaft mit weniger Licht im Sinne der Anzahl und Stärke der Scheinwerfer aus, der irrt. Im Gegenteil: bisher ist der Dynamikumfang aller digitalen Kameras dem von Filmmaterial weit unterlegen. Das bedeutet in der Praxis, daß der Helligkeitsunterschied zwischen der dunkelsten und hellsten Bildstelle nicht zu groß werden darf. Folglich ist bisher bei digitalen Kameras sogar mehr Licht notwendig als bei Filmmaterial, da hohe Bildkontraste durch zusätzliches Licht verringert werden müssen. Digitale Kameras erreichen auch noch lange nicht die Lichtempfindlichkeit von hochwertigem Filmmaterial. Moderne Filme wie beispielsweise der Kodak Vision 800 T, »the world’s fastest color negative motion picture film«19 [Kodak-Prospekt], ermöglichen bei extrem hoher Lichtempfindlichkeit (ASA-Wert: 800) noch klare, rauscharme Bilder. Zum Vergleich: die aktuelle Sony 24P-Kamera weist in der Standardeinstellung einen Lichtempfindlichkeitswert von 250 ASA auf, das einstellbare Erhöhen der Empfindlichkeit führt bei den verwendeten CCD-Chips schnell zu sichtbarem Bildrauschen. [...]

Selznick war dennoch über Hitchcocks ökonomische Technik des Drehens äußerst irritiert, und aus Irritation wurde blanker Zorn. Normalerweise hatte Hitchcock bisher seine Produzenten mit seiner berühmten Technik, den Film bereits »in der Kamera zu montieren«, eher erfreut. Denn das bedeutete, daß er nur jene Kameraeinstellungen drehte, die er dann auch wirklich bei der Montage des Films verwendete. Selznick merkte schnell, daß diese Technik ihm als Produzenten so gut wie keinen Spielraum zu eigenen kreativen Änderungen beim späteren Schnitt des Films ließ. Das war natürlich genau, was Hitchcock bezweckte und was Selznick andererseits vermeiden wollte – nämlich Hitchcocks Händen die Gestaltungsmacht über den Film zu lassen, bevor der überhaupt den Schneideraum gesehen hatte. [Spoto, 1983] [...]

Arbeit zitieren:
Gierke, Christian Februar 2001: Der digitale Film, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Filmökonomie, Filmästhetik, Interaktiver Film, Digitale Filmtechnik, Digitalfilm

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren