Diplomarbeiten

 
(Fachbereiche): Medien- und Kommunikationswissenschaften Medienpädagogik Kinder / Jugendliche und Medien

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Titel Entdecke die Welt ... and get into English! 
Untertitel Eine Zielgruppenbefragung zum Leseverhalten des zweisprachigen Kindermagazins National Geographic WORLD unter besonderer Berücksichtigung des Umgangs mit dem immersiven Sprachkonzept 
AutorIn Julia Stander 
Seiten 126 Seiten 
Hochschule Friedrich-Schiller-Universität Jena Deutschland 
Art der Arbeit Magisterarbeit 
Abgabe 2005 
Note
Preis 74,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 35009824 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe  
Einleitung:

Hin und wieder lohnt es sich, ein bestimmtes Produkt des Medienmarktes herauszupicken und unter die Lupe zu nehmen, vor allem dann, wenn es exemplarisch für eine Entwicklungstendenz steht. Ein sich besonders in den letzten Jahren etablierender Trend basiert auf dem Schlagwort Wissenschaft. Themen, welche einen mehr oder weniger wissenschaftlichen Hintergrund haben, werden je nach Zielgruppe so verständlich wie möglich aufbereitet.

Nach "Info-" und "Edu-" ist nun "Sciencetainment" das Schlagwort für eine Palette neuer Medienprodukte. "Science sells" ersetzt das Jahrzehnte von der Werbeindustrie verfolge Credo "Sex sells", vermutet die WELT am 13.08. 2005. Vermittelt wird in der Regel eher eine Art "Instant Wissen", das dem Rezipienten zu ausgewählten Themen Hintergrundinformationen so komprimiert wie möglich darbietet. Der Appetit wird schnell gestillt, doch das so erworbene Wissen kann keine dauerhafte Sättigung bieten, weil die Grundlage fehlt, oder? Bei so viel Angebot stellt sich die Frage nach der Qualität, vor allem dann, wenn es um Medienprodukte für Kinder geht.

Die Idee für die vorliegende Arbeit hat ihren Ursprung in der Beobachtung eines in dieser Hinsicht völlig neuartigen Medienprojektes, welches sich nicht nur mit Wissenskonzept verkauft, sondern noch etwas draufsetzt: es will auch Sprache vermitteln. National Geographic WORLD heißt die neue Marke, welche seit 2003 gleich über mehrere mediale Kanäle versucht, sich im Kindersegment zu etablieren. Der Wunschtraum vieler Eltern, dass ihre Kinder sich beim bloßen Vergnügen so viel Wissen wie möglich aneignen, kann nun gleich in mehreren Dimensionen ermöglicht werden. Die Werbung klingt ähnlich viel versprechend und führt automatisch gleich zu mehreren spannenden Fragen. Ist die Ambition Wissen zu erwerben oder eine Sprache zu lernen für Kinder tatsächlich ein Motiv für den freizeitlichen Medienkonsum? Geht eine hohe Akzeptanz eines solchen Konzeptes automatisch einher mit besonders intensiven Rezeptionsmustern?

Wie viel Sprache kann durch ein Medium wirklich "spielerisch" vermittelt werden oder müssen dafür erst einmal andere Voraussetzungen erfüllt sein? Diese Fragen waren ausschlaggebend für die Entwicklung einer empirischen Untersuchung, in deren Fokus insbesondere ein Produkt aus dem Medienverbund stehen sollte. Dass die Wahl dabei auf die Zeitschrift fiel, ist mit zwei Tatsachen zu begründen. Erstens bietet die Zeitschrift die vielfältigste Umsetzung, sowohl des Wissens- als auch des Sprachkonzeptes und zweitens ist sie als Untersuchungsmaterial in der Praxis verhältnismäßig unkompliziert einsetzbar.

Als "Stiefkind der Medienforschung", wird die Zeitschriftenforschung mittlerweile bezeichnet . Kapitel 1 erklärt zunächst dieses geschwundene Interesse und begründet, warum es dennoch lohnt, Entwicklungen wie die des National Geographic WORLD Projektes am Zeitschriftenmarkt zu verfolgen. In der zweiten Hälfte geht es im Hinblick auf den empirischen Teil um die Funktionen und Aufgaben des Printmediums für seine Zielgruppe, sowie die Interessen und Besonderheiten letzterer.

Kapitel 2 beschäftigt sich eingehend mit der immersiven Sprachvermittlung und erläutert wichtige Grundlagen sowie Vorraussetzungen für dessen Funktionieren. Zu Beginn des Kapitels war es mir wichtig, einen kurzen Exkurs auf europäische Debatten und Maßnahmen zum Thema Spracherwerb zu begehen, welcher oftmals auch in der Entwicklung von Medienprodukten eine entscheidende Rolle spielt. Weiterhin unternehme ich in diesem Kapitel den Versuch, auf der Grundlage dargestellter psycholinguistischer Erkenntnisse des Spracherwerbs, Möglichkeiten und Grenzen der immersiven Sprachvermittlung durch Massenmedien zu diskutieren.

Kapitel 3 ist ausschließlich dem Gesamtprojekt National Geographic WORLD gewidmet. Es führt kurz die Entwicklungsgeschichte auf, erläutert Konzept und Intention der verschiedenen Module, sowie deren Umsetzung und Besonderheiten. Darauf folgend geht es in Kapitel 4 allein um die Zeitschrift, die ein Hauptgegenstand und Stimulusmaterial für die Untersuchung ist. Generell soll in diesem Teil beurteilt werden, inwiefern sie den Maßstäben einer guten Kinderzeitschrift entspricht und wie speziell in diesem Medium das immersive Sprachkonzept zum Tragen kommt.

Die Darstellung dieser Analyse vermittelt dem Leser tief greifende Kenntnis über formelle und inhaltliche Aspekte, welche wichtig auf dem Weg zur Untersuchungskonzeption sind. Kapitel 5 und 6 sind der empirische Teil dieser Arbeit. Hier werden noch mal im Detail die Fragestellung und die sich aus theoretischen Überlegungen ergebenden Hypothesen erläutert. Des Weiteren werden Variablen Operationalisierung und Konstruktion der Erhebungsinstrumente dargelegt, bevor ich zu allen durchgeführten Untersuchungen und auftretenden Probleme komme. Kapitel 6 enthält ausgewählte Ergebnisse aller Untersuchungen, sowie eine Beantwortung der Fragestellung. Letztere wird im 7. Kapitel nochmals zusammengefasst und im globaleren Zusammenhang diskutiert.

Inhaltsverzeichnis:

Danksagung IV
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VII
Abstract VIII
Einleitung 1
1. (Kinder)Zeitschriften als Untersuchungsgegenstand 3
1.1 Die Rolle der Zeitschriften in der Medienforschung 3
1.2. Markttendenzen und Trends 5
1.3 Die Kinderzeitschrift 7
1.4 Die Zielgruppe 11
2. Spracherwerb durch "Eintauchen" - Das Konzept des Immersive Learning 13
Exkurs Sprachpolitik: Die Notwendigkeit mehrere Sprachen zu beherrschen 13
2.1 Psycholinguistische Grundlagen des Erstspracherwerbs und des Fremdspracherwerbs 15
2.2 Zur Idee des Immersive Learning 21
2.3 Immersion durch Massenmedien - Grenzen und Perspektiven 24
3. Das Projekt "National Geographic WORLD" 29
3.1 Entwicklung und Intention 29
3.2 Das Konzept 32
3.3 Die crossmediale Umsetzung 34
3.4 National Geographic WORLD Lehrerservice 38
4. Eine Charakterisierung der Zeitschrift "National Geographic World" 39
4.1 Allgemein: gewählte Beurteilungskriterien 39
4.2 Anwendung der Beurteilungskriterien 42
4.2.1 Inhaltliche Gestaltung NG WORLD 43
4.2.2 Sprachliche Gestaltung NG WORLD 46
4.2.3 Graphische Gestaltung NG WORLD 48
4.2.4 Umsetzung des immersiven Sprachkonzeptes 52
5. Der Untersuchungsablauf 57
5.1 Fragestellung und Hypothesen 57
5.2 Variablen und Operationalisierung 59
5.3 Das Methodendesign 63
5.4 Zur Auswahl der Stichprobe 67
5.5 Die Erhebungsinstrumente 67
5.5.1 Zur Fragebogenkonstruktion 68
5.5.2 Zeitschriftenevaluation mittels "Smiley-Methode" 72
5.5.3 Zur Konstruktion des Interviewleitfadens 73
5.6 Durchführung der Untersuchung 75
5.6.1 Der Pretest 75
5.6.2 Hauptuntersuchungen in Hamburg und Kiel 79
6. Ergebnisse 82
6.1 Rücklauf und Beschreibung der Stichprobe 82
6.2 Fragebogenauswertung und Hypothesenprüfung 85
6.3 Die Zeitschriftenbewertung 103
6.4 Die Interviews 107
6.5 Zusammenfassung 110
7. Diskussion & Ausblick 112
Anhang: Literatur- und Quellenverzeichnis 115
Anhang:Fragebogen 116
Anhang: Interviewleifaden 117
 
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