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(Fachbereiche): Medizin Medizin allgemein

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Titel Entwicklung und Einsatz der Dialyse - Ein Vergleich zwischen der BRD und Polen 
Untertitel  
AutorIn Rafal Andrzej Odon 
Seiten 346 Seiten 
Hochschule Justus-Liebig-Universität Gießen Deutschland 
Art der Arbeit Dissertation / Doktorarbeit 
Abgabe 2003 
Note
Preis 74,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 45008510 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe  
Problemstellung:

Das Ziel dieser Arbeit ist also der Vergleich der historischen Entwicklung der Dialyse in zwei benachbarten Ländern - Deutschland und Polen, in der Zeitspanne von den Anfängen der Dialyse bis zum Jahre 1980. Der Vergleich der Dialyseentwicklung fällt in die Zeit, wo beide Länder in verschiedenen gesellschaftlich-politischen Systemen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedingungen verortet waren, was eine interessante Fragestellung ergibt. Die zeitliche Grenze im Jahre 1980 schien mir deshalb angebracht zu sein, weil die Dialyse zu diesem Zeitpunkt sich in beiden Ländern auf fortgeschrittenem Niveau befand und ganz verbreitet war.

Die Entwicklung der Dialyse in der ehemaligen DDR, wie auch in den anderen sozialistischen Ländern wurde nicht in die Untersuchung mit einbezogen, da es den Rahmen dieser Arbeit gesprengt hätte.

Im einleitendem Teil (I.) meiner Arbeit - im 2. Kapitel - in der "Einleitung" wird der Begriff der Dialyse erklärt und erläutert, worin die dialytische Trennung besteht und wie sie in der Medizin gebraucht wird.

Das 3. Kapitel - "Vorgeschichte der Dialyse" greift dagegen in die weite Vergangenheit zurück und erläutert, wie, wann und von wem die Grundlagen zum Einsatz der Dialyse in der Medizin geschaffen wurden, also wie die Dialyse als Methode entdeckt wurde.

Der Hauptteil meiner Arbeit gliedert sich in zwei Teile: der erste befasst sich mit der Entwicklung und dem Einsatz der Dialyse in der BRD, der zweite behandelt die Entwicklung und Anwendung der Dialyse in Polen.

Kapitel 6 und 7 beinhalten den Vergleich der Entwicklung der Dialyse in der BRD und Polen. Kapitel 6 - "Statistischer Vergleich" enthält eine Darstellung der Statistiken, die sich auf die Dialyse beziehen, einschließlich des Versuchs entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen.

Das 7. Kapitel "Zusammenfassung" dient der Zusammenstellung der Erkenntnisse über die Entwicklung der Dialyse, dabei werden die Ergebnisse meiner Arbeit rekapituliert. Dieses Kapitel enthält eine Tabelle, die die wichtigsten Ergebnisse des Vergleichs in übersichtlicher Form darstellt.

In der Geschichte der Entwicklung der Dialyse gab es drei Methoden des Dialyseverfahrens: Intestinaldialyse, Peritonealdialyse und Hämodialyse, wobei sich bis heute nur die zwei letzten durchgesetzt haben.

In der Intestinaldialyse versuchte man durch die Darmwandschleimhaut zu dialysieren.

In der Peritonealdialyse wird ein Katheter in die Bauchhöhle eingeführt und das Peritoneum mit der Dialysierflüssigkeit gespült. Die Lösung verweilt dort eine gewisse Zeit, bis sie ausgetauscht wird. Die Behandlung dauert länger als Hämodialyse.

Während der Hämodialyse dagegen wird das Blut des Patienten in einen aus der semipermeablen Membran angefertigten Schlauch geleitet, der in einem Gefäß mit der Dialysierflüssigkeit eingetaucht ist. Das Blut wird aus der Arterie (z. B. Arteria radialis) abgenommen, und nach dem Dialysieren in die Vene (z. B. Vena cephalica) zurückgeführt. Heute werden zu diesem Zweck arteriovenöse Shunts oder subkutane arteriovenöse Fisteln verwendet.

Die Indikationen für die beiden Arten der Dialyse sind ähnlich. Bei den meisten Patienten sind beide Arten wirksam. Ausnahmen, bei denen die Peritonealdialyse weniger wünschenswert ist, sind Patienten mit verminderter Durchlässigkeit der Peritonealmembran, was bei der systemischen Sklerose der Fall ist, oder auch solche, bei denen die Schnelligkeit dieses langsameren Verfahrens bei akutem Krankheitszustand unzureichend ist.

Bei Blutgerinnungsstörungen ist die Peritonealdialyse zu bevorzugen, um gerinnungshemmende Mittel zu vermeiden, welche die Blutungsneigung noch vergrößern.

Die Dialyse ist notwendig, wenn beim chronischen Nierenversagen die GFR unter 5-8 ml/Min. sinkt. Viele Zentren beginnen mit der Dialyse, wenn der Patient nicht länger seinen gewohnten Aktivitäten nachgehen kann. Intoxikationen mit verschiedenen Giftsubstanzen sind auch oft eine Indikation für die Dialyse.

Eine "Akutindikation" für die Dialyse stellen auf jeden Fall die Symptome der Vergiftung des Organismus mit harnpflichtigen Stoffen dar: unbeeinflussbare Übelkeit und Erbrechen, urämische Enzephalopathie und Neuropathie, denen sich zudem noch Perikarditis und Pleuritis anschließen können.

Es braucht nicht erwähnt zu werden, wie nützlich die Erfindung der Dialyse sich für die Menschheit herausgestellt hatte. Dank ihr kann das Leben von Tausenden von Menschen gerettet werden.

Inhaltsverzeichnis:

I. Einführung
1. Ziel der Arbeit und Methoden 7
2. Einleitung 10
3. Vorgeschichte der Dialyse 15
3.1 Von den Anfängen bis zur Entdeckung der dialytischen Trennung 15
3.2 Die ersten Versuche der Hämodialyse im Tierversuch 26
3.3 Untersuchungen über die Dialyse, die zur Entdeckung der Peritonealdialyse beigetragen haben 32
II. Hauptteil
4. Entwicklung und klinische Anwendung der Dialyse in der BRD 35
4.1 Intestinaldialyse und andere historische Dialyseverfahren 36
4.2 Peritonealdialyse 42
4.3 Hämodialyse 68
4.3.1 Diskussion über die Hämodialyse in den 50er Jahren in Deutschland 103
4.3.2 Weitere technische Entwicklung 121
4.3.3 Heimdialyse 138
4.3.4 Dialyse im Kinderalter 142
4.3.5 Ein grundlegendes Problem: der Gefäßzugang 146
4.3.6 Bedarf und Umfang des Therapieangebots 155
4.3.7 Komplikationen, welche die Dialyse begleitet haben 157
4.3.8 Andere gegenwärtige Urämiebehandlungsverfahren 161
4.3.9 Statistische Auswertung der Fachliteratur von 1965-1984 nach Themenschwerpunkten 163
4.3.10 Hämodialyse in Bezug auf den Patienten 167
4.3.10.1 Die ethische Dimension - das Patientenauswahlverfahren 167
4.3.10.2 Der Dialysepatient 177
4.3.11 Hämodialyse und was weiter??? 182
5. Entwicklung und klinische Anwendung der Dialyse in Polen 188
5.1 Vorbemerkung 189
5.2 Hämodialyse in Polen 191
5.2.1 Technische Ausstattung 222
5.2.2 Indikationen 224
5.2.3 Shunt 234
5.2.4 Dialyse von Kindern 237
5.2.5.1 Die Psyche 243
5.2.5.2 Fallberichte 253
5.2.6 Ausstattung der Dialysezentren 256
5.3 Andere Methoden der Dialyse in Polen 264
5.3.1 Lymphdialyse 264
5.3.2 Intestinaldialyse 265
5.3.3 Peritonealdialyse 270
III. Ergebnisse
6. Statistischer Vergleich 284
6.1 Kommentar zu den statistischen Daten 311
7. Zusammenfassung 318
IV. Literaturverzeichnis 327
V. Abkürzungenverzeichnis 342
VI. Curriculum vitae 345
 
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