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Absentismus: Der Mißbrauch der Entgeltfortzahlung als Folge motivationsbedingter Abwesenheitszeiten im Betrieb
Reduzierungsmaßnahmen des Arbeitgebers unter arbeitsrechtlichen Aspekten

Autor/in Paul-Gerhard Eckert-Schwegler
Umfang 82 Seiten
Hochschule / Bildungseinrichtung Bayerische Hochschule Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1996
Note
Sprache Deutsch
Bestellnummer 90000006
Bezugspreis eBook (PDF-Datei) als CD-ROM eBook EUR 38,00 inkl MwSt.

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Inhaltsangabe
Gang der Untersuchung:

Die Arbeit ist aus Gründen einer besseren Übersichtlichkeit in drei Teile gegliedert. Zunächst beschäftigt sich Teil A mit der Darstellung grundlegender Zusammenhänge. Im Zentrum stehen dabei begriffliche Abgrenzungen und Definitionen und eine Beleuchtung des Phänomens der "Abwesenheitsentscheidung". Anschließend findet eine kurze Zusammenfassung der gesetzlichen Regelungen zur Entgeltfortzahlung statt, auf die im weiteren Verlauf des öfteren zurückgegriffen wird.

Teil B ist der eigentliche Kein der Arbeit. In jedem Kapitel wird ein Instrument vorgestellt, das dem Arbeitgeber zur Bekämpfung des Mißbrauchs zur Verfügung steht. Die Gewichtung der einzelnen Kapitel ist unterschiedlich. Sie hängt sowohl von der arbeitsrechtlichen "Ergiebigkeit" des jeweiligen Instruments als natürlich auch von meiner subjektiven Einschätzung über dessen Bedeutung ab. So nimmt das Krankengespräch und die ausführliche Erörterung der betriebsrätlichen Mitbestimmung ebenso wie das vom Gesetzgeber primär vorgesehene Instrument der Mißbrauchsbekämpfung, die Einschaltung des Medizinischen Dienstes, einen weitaus größeren Umfang ein als "Randerscheinungen" wie Krankenbesuche oder Detektiveinsätze.

Die einzelnen Kapitel in Teil B unterscheiden sich in ihrer grundlegenden Struktur nicht wesentlich: Eingangs wird die jeweilige Maßnahme in ihren Grundzügen beschrieben. Dann folgt eine Erörterung der im Zusammenhang mit der Maßnahme relevanten arbeitsrechtlichen Aspekte. Hierbei steht vor allem die Frage, unter welchen Voraussetzungen die Anwendung eines Instruments zulässig ist, sowie die Mitbestimmung des Betriebsrats im Zentrum der Betrachtung. Am Ende jedes Kapitels wird untersucht, inwieweit und unter welchen Gegebenheiten die Durchführung der Maßnahme erfolgversprechend ist und welche Probleme sie ggf. mit sich bringen kann.

Abschließend wird in Teil C die Quintessenz der durch diese Arbeit gewonnenen Erkenntnisse in knapper Form geschildert.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einführung in die Themenstellung 1
1.1 Problembeschreibung und Zielsetzung der Arbeit 1
1.2 Eingrenzung der Themenstellung 1
1.3 Vorgehensweise 3
TEIL A: Grundlagen
2. Erläuterung und Abgrenzung relevanter Begriffe 4
2.1 Fehlzeiten 4
2.2 Krankenstand, Krankheitszeiten und Arbeitsunfähigkeitszeiten 4
2.3 Krankheit 5
2.4 Arbeitsunfähigkeit 6
2.5 Absentismus 7
3. Ursachen von Absentismus 8
4. Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall 9
4.1 Normative Ausgangslage 9
4.2 Voraussetzungen für den Anspruch auf Entgeltfortzahlung 10
4.2.1 Kausalität von Krankheit, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitsausfall 10
4.2.2 Unverschuldetheit der Arbeitsunfähigkeit 10
4.3 Anzeige- und Nachweispflichten des Arbeitnehmers 10
4.4 Dauer und Höhe von Entgeltfortzahlung und Krankengeld 11
4.5 Der Beweiswert der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung 12
TEIL B: Maßnahmen des Arbeitgebers
5. Einschaltung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen 14
5.1 Voraussetzungen für das Antragsrecht des Arbeitgebers 14
5.1.1 Betroffener Personenkreis 14
5.1.2 Zweifel des Arbeitgebers an der Arbeitsunfähigkeit 14
5.2 Verfahren 16
5.3 Rechtsfolgen der Begutachtung 17
5.4 Schwachstellen des Instruments 18
5.5 Eignung des Instruments 19
6. Krankengespräche 21
6.1 Arten von Krankengesprächen 21
6.2 Motive zur Führung von Krankengesprächen 22
6.3 Das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats 23
6.3.1 Das Schutzbedürfnis der Arbeitnehmer 24
6.3.2 Allgemeine Voraussetzungen für das Mitbestimmungsrecht in sozialen Angelegenheiten 26
6.3.2.1 Die Kollektivität einer Maßnahme 26
6.3.2.2 Das Fehlen einer gesetzlichen Regelung 28
6.3.3 Die Mitbestimmung des Betriebsrats nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG 29
6.3.3.1 Die Differenzierung zwischen Arbeits- und Ordnungsverhalten 29
6.3.3.2 Die Zuordnung der Maßnahme "Durchführung von Krankengesprächen" zum Ordnungsverhalten in der Rechtsprechung 30
6.3.4 Die Mitbestimmung des Betriebsrats nach § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG 32
6.3.5 Resümee 32
6.4 Anwendung, Eignung und Problematik des Instruments 33
7. Verweigerung der Entgeltfortzahlung 36
7.1 Das Leistungsverweigerungsrecht nach § 7 EFZG 37
7.1.1 Voraussetzungen für das Leistungsverweigerungsrecht des Arbeitgebers nach § 7 Abs. 1 Nr. 1 EFZG 37
7.1.2 Rechtswirkungen 38
7.1.3 Grenzen des Leistungsverweigerungsrechts 40
7.2 Verweigerung der Entgeltfortzahlung aus anderen Gründen 40
7.3 Eignung und Problematik des Instruments 41
8. Bezahlung von Anwesenheitsprämien 42
8.1 Begriff und Wesen der Anwesenheitsprämie 42
8.2 Gestaltungsmöglichkeiten anwesenheitsabhängiger Sonderzahlungen 43
8.3 Zweck der Anwesenheitsprämie 44
8.4 Zulässigkeit der Kürzung von Anwesenheitsprämien bei krankheitsbedingten Fehlzeiten 44
8.5 Kritik an der Rechtsprechung des BAG 47
8.6 Die Mitbestimmung des Betriebsrats 50
8.7 Eignung und Problematik des Instruments 51
9. Weitere Maßnahmen 53
9.1 Krankenbesuche 53
9.1.1 Arten von Krankenbesuchen 53
9.1.2 Rechtliche Aspekte 54
9.1.3 Fazit 55
9.2 Überwachung des Arbeitnehmers durch Detektive 55
9.2.1 Zulässigkeit eines Detektiveinsatzes 56
9.2.2 Das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats 57
9.2.3 Anspruch auf Erstattung von Detektivkosten 58
9.2.4 Fazit 59
Teil C: Schlußbetrachtung 60
Literaturverzeichnis X
Erklärung XIX

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