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Monitoring von Schuldnern über vertragliche Formulierungen: Behindert die deutsche Rechtsprechung den disziplinierenden Einsatz von Covenants?

Autor/in Constantin Graf Droste zu Vischering
Umfang 164 Seiten
Hochschule / Bildungseinrichtung Universität Regensburg Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2001
Note 1,3
Sprache Deutsch
Bestellnummer 90004117
Bezugspreis eBook (PDF-Datei) als CD-ROM eBook EUR 58,00 inkl MwSt.

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Inhaltsangabe
Einleitung:

Covenants werden in der Vertragspraxis deutscher Kreditinstitute zunehmend verwendet. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass die Verwendung von Covenants im Vergleich zur herkömmlichen Kreditsicherungspraxis vorteilhaft sein kann. Die volle Ausschöpfung der Gestaltungsmöglichkeiten von Covenants birgt jedoch die Gefahr, von Seiten der Rechtsprechung sanktioniert zu werden. Gegenstand dieser Arbeit ist es, die Vor- und Nachteile der Kreditsicherung und des Monitorings durch Covenants zu erörtern, und das sowohl aus ökonomischer als auch aus juristischer Sicht.

Gang der Untersuchung:

Zu diesem Zweck wird zunächst die Theorie des Finanzierungsvertrags im Überblick dargestellt. Aus der Analyse der Interessenverteilung ergeben sich Anreizprobleme, für deren Lösung verschiedene Ansätze existieren. Das Instrument "Covenants" lässt sich einem dieser Ansätze zuordnen.

Anschließend wird eine systematische Ordnung von Covenants vorgestellt. Anhand dieser Systematik werden einzelne Covenants, z.T. mit Hilfe von Formulierungsbeispielen, detailliert betrachtet und einer Bewertung hinsichtlich der Effektivität und Effizienz ihrer Monitoringleistung unterzogen. Schließlich wird versucht, die empirische Bedeutung von Covenants im Kreditgeschäft deutscher Banken zu klären. Dabei sind die Erkenntnisse aus Gesprächen mit Bankpraktikern besonders hilfreich.

Es wird deutlich, dass die Möglichkeit der juristischen Sanktionierung von Covenants in Literatur und Praxis gleichermaßen gesehen wird. Ein weiterer Abschnitt dieser Arbeit versucht daher, anhand der wesentlichen Rechtsnormen, aus denen die deutsche Rechtsprechung in der Vergangenheit Bankenhaftung hergeleitet hat, eine juristische Bewertung von Covenants.

Den Abschluss der Arbeit bildet eine zusammenfassende Würdigung des Intruments "Covenants" unter deutschen Rahmenbedingungen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VII
Teil I: Einführung 1
Problemstellung und Gang der Untersuchung 2
Teil II: Der Finanzierungsvertrag 4
1. Theorie des Finanzierungsvertrages 4
1.1 Ein Grundmodell 4
1.2 Das Costly State Verification Model 5
1.3 Erweiterung des Modells um Moral Hazard 7
1.4 Mehrperiodigkeit 9
2. Anreizprobleme und asymmetrische Information 9
2.1 Qualitätsunsicherheit und Adverse Selektion 10
2.2 Moral Hazard 12
3. Lösungsansätze 12
3.1 Ratingsysteme 12
3.2 Spezielle Kooperationsdesigns bei Moral Hazard 14
3.2.1 Bestrafung und Reputation 15
3.2.2 Sicherheiten 16
3.2.3 Ergebnisbeteiligung 17
Teil III: Covenants in Kreditverträgen 19
1. Definition und geschichtlicher Abriss 19
1.1 Bond Covenants 20
1.2 Credit Covenants 20
2. Zur systematischen Ordnung von Covenants 21
2.1 Die Strukturierung von Covenants 23
2.1.1 "Disziplinierungs"-Covenants versus "Warn"-Covenants 25
2.1.2 Statische Betrachtung versus dynamische Betrachtung 25
2.1.3 Ablauf des Strukturierungsprozesses 27
2.2 Vorschlag eines Ordnungskriteriums 27
3. Vertragspraxis und typische Klauselinhalte 29
3.1 Verwertungspriorität 29
3.1.1 Die Negativerklärung 30
3.1.2 Die Positiverklärung 32
3.1.3 Die Gleichbehandlungsklausel 33
3.2 Bilanzgrößen und Bilanzrelationen 34
3.2.1 Eigenkapitalaustattung 35
3.2.2 Verschuldung 37
3.2.3 Ertragskraft 40
3.2.4 Liquidität 42
3.3 Identität des Schuldnerunternehmens 43
3.4 Informations- und Rechnungslegungspflichten 44
3.5 Definition und Überwachung der Einhaltung von Covenants 45
3.6 Konsequenzen der Nichterfüllung von Covenants 47
4. Covenants in der Bankpraxis 48
4.1 Empirische Bedeutung 48
4.2 Covenants und Bilanzanalyse 51
4.3 Covenants und Bankverhalten 52
Teil IV: Covenants und deutsches Recht 55
1. Vertragsrecht 55
1.1 § 138 BGB 55
1.2 § 9 AGBG 57
1.3 Rechtsprechung 57
2. Gesellschaftsrecht 58
2.1 Direkte Einflussnahme 58
2.2 § 32a GmbHG 59
3. Insolvenzrecht (§129-135 InsO) 61
4. Deliktische Haftung 62
4.1 § 826 BGB 62
4.2 Rechtsprechung 62
Teil V: Ergebnis und Ausblick 65
Anhang 67
Anlage 1: Beispielhafte Definition des Eigenkapitals 67
Anlage 2: Formulierungsbeispiel einer "limitation on indebtedness" 69
Anlage 3: Kreditvertrag der Comcast MH Holdings, Inc. (Auszüge) 70
Literaturverzeichnis VIII
Verzeichnis der Auskunftspersonen XV

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