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Aktienbasierte Managementvergütung - Eine aktuelle Analyse

Autor/in Christian J. Bährens
Umfang 78 Seiten
Hochschule / Bildungseinrichtung Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2010
Note 1,3
Sprache Deutsch
Bestellnummer 90016161

Inhaltsangabe
Einleitung:

Ziel der Arbeit:

Im letzten Jahrzehnt haben sowohl Großkonzerne wie auch mittelständische Unternehmen in Deutschland aktienbasierende Vergütungsinstrumente als Bestandteil der Gesamtvergütung des Managements eingeführt. Damit wird seitens der Unternehmenseigentümer die Absicht verfolgt, dass das Management mittels einer direkten Beteiligung am Unternehmen sein Handeln an langfristigen strategischen Zielen orientiert. Diese Art der Managementvergütung war bis dahin nur aus den USA bekannt. Aktuell verfügt nahezu jedes Unternehmen des deutschen Aktienindexes (DAX) über langfristig ausgelegte aktienbasierte Vergütungsinstrumente.

Im Rahmen dieser Arbeit werden die maßgeblichen Facetten und Aspekte aktienbasierter Managementvergütung untersucht.

Ziel ist es, ausgehend von der theoretischen Rechtfertigung, einen Überblick über die möglichen Ausgestaltungsarten aktienbasierter Vergütungsinstrumente zu geben. Der Fokus liegt dabei auf denjenigen Modellen, die sich an den langfristigen Erfolgszielen eines Unternehmens orientieren. Mit Hilfe derartiger Modelle soll aufgezeigt werden, dass Führungskräfte nicht auf Basis von kurzfristig ausgelegtem Handeln entlohnt werden und somit, soweit wie möglich, ein sogenannter Selbstbedienungseffekt seitens des Managements, einhergehend mit exzessiven Gehaltshöhen, verhindert werden soll. Detailliert analysiert werden die US-amerikanischen Vergütungspraktiken aufgrund ihrer Vorreiterrolle, Bedeutung für die Gesamtentwicklung und der immer wieder öffentlich in die Kritik geratenen Entlohnung ihrer Top-Manager. Hierdurch sollen gleichermaßen die kritischen Folgen und Grenzen aktienbasierter Managementvergütung aufgezeigt werden.

Gang der Untersuchung:

Im ersten Hauptkapitel werden zunächst Zielsetzungen aktienbasierter Managementvergütungen erläutert. Anhand der Darstellung der Prinzipal - Agenten Theorie soll aufgezeigt werden, welche theoretischen Überlegungen dazu führen, den vorhandenen Interessenkonflikt zwischen Eigentümern und Management mittels einer auf Aktien basierenden, anreizkompatiblen Vergütung zu lösen. Im Anschluss daran erfolgt, vor dem Hintergrund, dass der aktienbasierten Vergütung Prinzipien zu Grunde liegen, welche sich konkret aus der wertorientierten Unternehmensführung ableiten lassen, eine exemplarische Abhandlung des Shareholder Value Konzeptes.

Das zweite Hauptkapitel soll einen fundierten Überblick darüber geben, welche in der Praxis angewandten Modelle existieren, mit deren Hilfe Führungskräfte und Top-Management mittels aktienbasierter Vergütung entlohnt werden können. Der Fokus liegt dabei auf den sogenannten Long-Term Incentive (LTI) Modellen. Diese Art der Entlohungsmethodik orientiert sich explizit an langfristigen Erfolgszielen. Damit sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, auf welche Art und Weise die Managementvergütung in einem angemessenen Rahmen an die nachhaltige Performance des Unternehmens koppelt. Ausgehend von den verschiedenen Planarten wie beispielsweise Aktienoptionen, Phantomplänen oder etwa Cash-basierenden Plänen, werden des weiteren auch die damit verbundenen Erfolgsziele und Modalitäten der konkreten Ausübung abgehandelt.

Gegenstand der Analyse des dritten Hauptkapitels ist die kritische Auseinandersetzung mit der aktienbasierten Vergütungspraxis in den USA während der neunziger Jahre beziehungsweise dem Zeitraum von 1992 bis 2002. Im Blickpunkt liegt hierbei die Analyse der durch den Aktienoptionen-Boom entstandenen Problematiken hinsichtlich der Managementvergütung. Zunächst wird auf die Trendentwicklung der Aktienoptionen und auf die Effizienz dieses LTI- Instrumentes, besonders der in den USA anwandten Form, eingegangen. Anschließend werden mögliche Gründe für den exzessiven Anstieg der vielfach kolportierten Gehälter US- amerikanischer Spitzenmanager im erwähnten Zeitraum dargestellt, wie beispielsweise die Rolle der Aktienoptionen, der Managerial Rent Seeking bzw. Managerial Power - Ansatz oder die Perceived Cost Hypothese. Darauffolgend wird auf den Prozess der Entkoppelung der Managervergütung von der individuellen Leistung eingegangen.

Im vierten Hauptkapitel erfolgt eine Auswahl aktueller Entwicklungen auf dem Gebiet der aktienbasierten Vergütung. Im ersten Teil wird das seit Januar 2009 eingeführte Vergütungssystem der Schweizer Großbank UBS dargestellt und analysiert. Ausgesucht wurde diese Case Study aus dem Grund, weil die UBS als erstes Finanzinstitut auf die Finanzkrise reagiert hat und ein an neuen Leitlinien und Strukturen ausgerichtetes Vergütungssystem entwickelt hat, welche sich signifikant von den zuvor existierenden aktienbasierenden Vergütungsmodellen unterscheidet. Im zweiten Teil des vierten Hauptkapitels wird, basierend auf einer empirischen Studie in 21 Ländern, eine Marktübersicht aktienbasierter Managementvergütung präsentiert.

Im Schlussteil dieser Arbeit werden die aus der vorangegangenen Analyse resultierenden Implikationen zusammengefasst und gesellschaftskritisch eingeordnet.

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