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Mobiliarsicherheiten in Spanien und Deutschland
Eine rechtsvergleichende Untersuchung

Autor/in Ines Rahmlow
Umfang 97 Seiten
Hochschule / Bildungseinrichtung Leuphana Universität Lüneburg Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1998
Note 2
Sprache Deutsch
Bestellnummer 90001544
Bezugspreis eBook (PDF-Datei) als CD-ROM eBook EUR 38,00 inkl MwSt.

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Inhaltsangabe
Einleitung:

Am 1.1.1993 startete der Europäische Binnenmarkt. Dieser garantiert die Freizügigkeit von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Menschen.

Damit verbunden ist ein Zuwachs von Warenveräußerungen und eine steigende Mobilität von Personen und Unternehmen. Spanien nimmt hinsichtlich seiner Exporte und Importe mit Deutschland im Vergleich zu den anderen EU-Staaten eine mittlere Position ein. Als Urlaubsziel und für einen längeren Aufenthalt, sowohl geschäftlich als auch privat, räumen die Deutschen Spanien Priorität ein. Insofern liegt es nahe, sich im Rahmen des Internationalen Managements zu fragen, welche Konsequenzen sowohl vom vermehrten Außenhandelsgeschäft als auch von der zunehmenden Mobilität von Handelspartnern und/oder Kreditnehmern erwartet werden können.

Bekannt ist, daß die Abwicklung von Außenhandelsgeschäften weit größere Risiken in sich bergen als Inlandsgeschäfte. Die Ursache hierfür liegt an der größeren Entfernung, an unterschiedlichen Handelspraktiken, an der unterschiedlichen Sprache, den verschiedenen wirtschaftlichen Systemen und vor allem an der unterschiedlichen Gesetzgebung. Inwiefern die fremde Gesetzgebung von der eigenen differiert, ist meistens nicht bekannt.

Für "internationale Banken, wenn diese zur Sicherung ihrer Kredite im Lande des Schuldners belegene dingliche Sicherheiten akzeptieren müssen," als auch für Lieferanten von Waren, die großes Interesse daran haben, ihren Lieferantenkredit abzusichern, ist die Bedeutung von Mobiliarsicherheiten aber sehr groß.

Diese werden daher für Spanien und Deutschland in der folgenden Arbeit vergleichend untersucht. Dabei wird als Mobiliarsicherheit das Faustpfandrecht, das besitzlose Pfandrecht, die Mobiliarhypothek, die einfache Sicherungsübereignung und der Eigentumsvorbehalt betrachtet. Nach der jeweiligen vergleichenden nationalen Darstellung der einzelnen Mobiliarsicherheiten, sowohl in Deutschland als auch in Spanien, werden die Probleme im deutsch - spanischem und spanisch - deutschem Handels - und Kreditverkehr erläutert.

Ziel der Untersuchung ist, einen Überblick über die möglichen und in der Praxis zum Teil angewandten Mobiliarsicherheiten in Spanien zu bekommen und die Unterschiede zwischen deutschen und spanischen Mobiliarsicherheiten zu erkennen. Ferner könnten die Ausführungen dazu dienen, deutschen Exporteuren das Risiko aufzuzeigen, daß sie eingehen, wenn sie ihre Allgemeinen deutschen Geschäftsbedingungen und Handelsusancen auf den Handel mit Spanien übertragen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Problemstellung und Zielsetzung 1
2. Allgemeine Rechtsentwicklung in Deutschland und Spanien 2
3. Publizitätspflichten als wichtiges Mittel zur Rechtssicherung 5
4. Das internationale Privatrecht 7
4.1. Auswirkungen auf die Mobiliarsicherheiten 7
4.2. Anerkennung und Grenzen der Regelungen in Deutschland und Spanien 9
4.3. Varianten beim grenzüberschreitenden Verkehr 10
4.4. Zusammenfassendes Ergebnis 10
5. Das Pfandrecht 11
5.1. Rechtsgrundlagen in Deutschland und Spanien 11
5.2. Grundlagen des Pfandrechts an beweglichen Sachen 12
5.3. Arten des Pfandrechts 13
5.4. Bestellung des Pfandrechts an einer bewegliche Sache 14
5.5. Verwertung des Pfandes 16
5.6. Das Pfandrecht im grenzüberschreitenden Verkehr 18
6. Die Mobiliarhypothek (Registerpfandrecht) und das besitzlose Pfandrecht 19
6.1. Definition und Entwicklung in Spanien 19
6.2. Ausprägung in Deutschland 20
6.3. Anwendung der beiden Sicherheiten in Spanien 22
6.3.1. Gesetzliche Grundlagen 22
6.3.2. Eingrenzende Vorschriften 24
6.4. Bestellung der Mobiliarhypothek und des besitzlosen Pfandes 25
6.5. Rechte und Pflichten des Schuldners und Gläubigers 27
6.6. Besonderheiten der Mobiliarhypothek 29
6.6.1. Allgemeines 29
6.6.2. Mobiliarhypothek an einem Handelsbetrieb 30
6.6.3. Die Mobiliarhypothek an Fahrzeugen 31
6.6.4. Die Mobiliarhypothek an maschinellen Einrichtungen von Industriebetrieben 31
6.7. Besonderheiten des besitzlosen Pfandrechts 32
6.8. Probleme im grenzüberschreitenden Verkehr 33
7. Sicherungsübereignung 34
7.1. Das deutsche Recht 34
7.1.1. Allgemeines 34
7.1.2. Rechtsnatur der Sicherungsübereignung 35
7.1.3. Die Sicherungsabrede 36
7.1.4. Das sachliche Verfügungsgeschäft 37
7.1.5. Die Akzessorietät der Sicherungsübereignung 38
7.1.6. Gegenstand der Sicherungsübereignung 39
7.1.7. Verwertung des Sicherungsgutes 40
7.2. Das spanische Recht 41
7.2.1. Allgemeines 41
7.2.2. Die Doppeleffekt-Theorie und ihre Folgen 42
7.2.3. Die Anerkennung der Sicherungsübereignung heute 44
7.2.4. Wirkung gegenüber Dritten 46
7.2.5. Gegenstand der Sicherungsübereignung 47
7.2.6. Verwertung des Sicherungsgutes 48
7.3. Zusammenfassendes Ergebnis 49
7.4. Probleme im grenzüberschreitenden Verkehr 49
8. Der einfache Eigentumsvorbehalt
8.1. Definition und Entwicklung in beiden Ländern 51
8.2. Entstehung des einfachen Eigentumsvorbehalts 54
8.2.1. In Deutschland 54
8.2.2. In Spanien 55
8.3. Wirkung des einfachen Eigentumsvorbehalts 57
8.3.1. Wirkung zwischen den Parteien 57
8.3.2. Wirkung gegenüber Dritterwerbern 59
8.3.3. Wirkung bei Verbindung, Vermischung, Verarbeitung 62
9. Sonstige Formen des Eigentumsvorbehalts in beiden Ländern 64
9.1. Der verlängerte Eigentumsvorbehalt 64
9.1.1. Entstehung 64
9.1.2. Die Verarbeitungsklausel 65
9.1.2.1. In Deutschland 65
9.1.2.2. In Spanien 65
9.1.3. Vorausabtretungsklausel 66
9.1.3.1. In Deutschland 66
9.1.3.2. In Spanien 67
9.2. Der erweiterte Eigentumsvorbehalt 68
9.2.1. Definition 68
9.2.2. Ausprägung im deutschen Recht 69
9.2.3. Ausprägung im spanischen Recht 70
9.3. Weitere Sonderformen des Eigentumsvorbehalts 71
9.3.1. Weitergeleiteter Eigentumsvorbehalt 71
9.3.2. Nachgeschalteter Eigentumsvorbehalt 71
9.4. Besonderheiten des spanischen Abzahlungsgesetzes 71
9.5. Probleme im grenzüberschreitenden Verkehr 74
10. Schlußbetrachtung 80
Quellenverzeichnis I - IV

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