Von blauen und von grauen Tagen - Alter, Krankheit und Tod im Spiegel der Kinderbuch-Literatur
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Miriam Staab
- Abgabedatum: März 2009
- Umfang: 100 Seiten
- Dateigröße: 1,8 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Katholische Fachhochschule Freiburg Deutschland
- Bibliografie: ca. 71
- ISBN (eBook): 978-3-8366-3383-3
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Staab, Miriam März 2009: Von blauen und von grauen Tagen - Alter, Krankheit und Tod im Spiegel der Kinderbuch-Literatur, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Alter, Krankheit, Tod, Kinderbuch, Generation
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Diplomarbeit von Miriam Staab
Einleitung:
Die vorliegende Arbeit handelt von dem kindlichen Umgang mit den Themen Alter, Krankheit und Tod. Zentraler Gegenstand der Betrachtung ist dabei die Kinderbuch-Literatur, als eine von vielen Möglichkeiten der thematischen Berührung in der Lebenswelt von Kindern. Wie die Literatur im Allgemeinen ist auch sie darstellendes und vermittelndes Medium zugleich. Das bearbeitete Thema eröffnet so zwei grundsätzliche Aspekte – Alter, Krankheit und Tod als Objekt der Darstellung und die Vermittlung an die jungen Leser, bzw. Betrachter, also das Warum und Wie dieser Darstellung. Es soll daher auch zweierlei Fragestellungen nachgegangen werden: Erstens, ob und inwiefern sich die gewählte Thematik in der Kinderbuch-Literatur repräsentiert findet. Zweitens, ob und inwiefern die Kinderbuch-Literatur als eine Möglichkeit des thematischen Zugangs geeignet ist.
Die Zielsetzung dieser Arbeit liegt, neben einer möglichst umfassenden Beantwortung dieser Fragen, in dem Versuch, die gewonnen Erkenntnisse in einem konkreten Projekt zu vereinen. Nicht der literaturwissenschaftliche Blick, sondern vielmehr die interdisziplinäre Sichtweise, die uns die Soziale Arbeit eröffnet, kann und soll dieser Betrachtung zu Grunde liegen.
Gang der Untersuchung:
Gegliedert ist der Kern dieser Arbeit in einen theoretischen, einen praxisorientierten und einen praktischen Teil, dazwischen werden die Ergebnisse mit einem eigenen Teil gewürdigt:
Zunächst folgt, als Fundament für weitere Überlegungen, mit Teil II ein theoretischer Überblick zu den relevanten Gesichtspunkten, die sich aus den obigen Fragestellungen ergeben. In Teil III schließt sich dann eine Darstellung wesentlicher Aspekte an, die sich nun an der (sozial)pädagogischen und literarischen Wirklichkeit orientieren. Jetzt wird es möglich: Die zusammengefassten Rückschlüsse präsentieren uns Antworten auf die gestellten Fragen und fließen in Empfehlungen für die praktische Umsetzung ein (Teil IV). Der praktische Teil V bildet so die Kür dieser Arbeit – hier soll beschrieben werden, wie die erzielten Ergebnisse greifbar werden können und damit ihren Niederschlag in der Praxis finden.
Der gewählte inhaltliche Schwerpunkt dieser Arbeit liegt dabei auf dem Altersaspekt – das Alter selbst, altersbedingte Krankheiten und der Tod im Alter sowie die Verbindung dieser Themen zu der ‘Enkel-Generation’ und deren Spiegelung in der Kinderbuch-Literatur. Die Selbstverständlichkeit, die eigentlich - aber manchmal eben nur eigentlich - in der Begegnung von Jung und Alt und in dem natürlichen Lauf des Lebens liegt, sowie das Interesse an der literarischen Verwirklichung dieser Begegnung, dem Dialog der Generationen, waren für die vorgenommenen Akzentuierung ausschlaggebend.
Andere Dimensionen von Abschied, Verlust und Trauer sollen aber nicht gänzlich übergangen werden, sondern bei sinnvollen Zusammenhängen mit einfließen. Und gerade im praktischen Teil, in dem es um die ‘Geburt’ eines neuen Medienkoffers für die Stadtbibliothek Freiburg geht, würden sonst viele gute und bedeutende Werke für Kinder ausgeklammert werden, die aber in einem erstmaligen Angebot zu dieser Thematik nicht fehlen sollten.
‘Alter, Krankheit und Tod’ mag nach einer sich steigernden Negativ-Aufzählung klingen, sind diese drei Begriffe doch in der Regel von einer ‘unheilbringenden Aura’ umgegeben und steht der Tod als logische Konsequenz, oder sogar als Erlösung, schließlich für das unvermeidliche Ende von Allem. Daher soll von Anfang an betont werden, dass die Aufmerksamkeit auch auf die durchaus positiven Aspekte dieses Lebensabschnittes gelenkt wird und diese besonders gewürdigt werden sollen. Die vorliegenden Arbeit beruht auf einer ganzheitlichen Betrachtung des Lebens, die daher auch alles mit einbezieht und vor sogenannten Tabuthemen und vermeintlichen Kuriositäten (erst recht) keinen Halt macht. Und gerade der Blick durch Kinder-Augen, bzw. der Blick für Kinder-Augen in den für sie geschaffenen Medien, hat glücklicherweise ein ganz besonderes Talent dazu, das Schöne und das Hässliche, das Lustige und das Traurige, das Gute und das Böse, wie in einer wohl- arrangierten Tragik-Komödie zu vereinen. Eben wie der Titel dieser Arbeit schon verrät, alles spielt sich irgendwo ab ‘zwischen blauen und grauen Tagen’...
Inhaltsverzeichnis:
| I | ZUR EINFÜHRUNG | 9 |
| II | THEORETISCHER TEIL | 11 |
| A | KINDER BEGEGNEN ALTER, KRANKHEIT UND TOD | 11 |
| 1. | Wie Kinder Alter, Krankheit und Tod in unserer Gesellschaft erleben | 11 |
| 1.1 | Die Tabuisierung der Thematik | 12 |
| 1.2 | Alter, Krankheit und Tod in den Medien | 16 |
| 1.3 | Kulturelle und religiöse Aspekte der thematischen Betrachtung | 18 |
| 2. | Die altersabhängige Vorstellungskraft des Kindes | 20 |
| 2.1 | Die Entwicklung der Zeitwahrnehmung | 21 |
| 2.2 | Das Todeskonzept des Kindes in verschiedenen Entwicklungsstufen | 22 |
| 2.3 | Altersbilder junger Menschen | 29 |
| 3. | Die kindlichen Erfahrungen mit Alter, Krankheit und Tod | 32 |
| 3.1 | Alltagserfahrungen von Kindern | 32 |
| 3.2 | Abschiede in der kindlichen Lebenswelt | 35 |
| 3.3 | Der Tod greift in die Familie des Kindes ein | 37 |
| B | DIE LITERARISCHE SPARTE DES KINDERBUCHES | 38 |
| 1. | Die Geschichte der Kinderbuch-Literatur | 38 |
| 1.1 | Historischer Abriss zur Literatur für Kinder | 39 |
| 1.2 | Der Wandel der Kindheit innerhalb der Literatur für Kinder | 42 |
| 2. | Entwicklungspsychologische Aspekte bei der Aufnahme von Bild und Text | 44 |
| 2.1 | Die Affektentwicklung des Säuglings | 44 |
| 2.2 | Die Entwicklung der Symbolisierungsfähigkeit und Fantasietätigkeit | 45 |
| 2.3 | Die Unterscheidung von Fantasie und Realität | 45 |
| 3. | Kinderbuch-Literatur und ihre Erscheinungsformen | 46 |
| 3.1 | Gattungen der Kinderbuch-Literatur | 46 |
| 3.2 | Kinderbuch-Literatur im Medienverbund | 49 |
| III | PRAXISORIENTIERTER TEIL | 52 |
| A | PÄDAGOGISCHE ÜBERLEGUNGEN ZUM KINDLICHEN UMGANG MIT ALTER, KRANKHEIT UND TOD | 52 |
| 1. | Die Bedeutung einer pädagogischen Auseinandersetzung mit der Thematik | 52 |
| 2. | Die Begleitung von trauernden Kindern | 53 |
| 2.1 | Die Aufgaben der Trauer | 53 |
| 2.2 | Was trauernde Kinder brauchen | 54 |
| B | KINDERBUCH-LITERATUR IN DER PÄDAGOGISCHEN PRAXIS | 55 |
| 1. | Die Bedeutung der Literatur für die Entwicklung des Kindes | 55 |
| 1.1 | Kinder brauchen Bücher | 56 |
| 1.2 | Die Schlüsselkompetenz Lesen | 57 |
| 2. | Kinderbücher - die gedruckten Helfer | 58 |
| 3. | Bewertungskriterien für Kinderbuch-Literatur | 59 |
| C | DIE DARSTELLUNG VON ALTER; KRANKHEIT UND TOD IN DER KINDERBUCH-LITERATUR | 61 |
| 1. | Entwicklungslinien der thematischen Darstellung in den vergangenen Jahrzehnten | 61 |
| 2. | Die Darstellung der Thematik in der aktuellen Kinderbuch-Literatur | 63 |
| 2.1 | Das Alter | 63 |
| 2.2 | Altersbedingte Krankheiten | 66 |
| 2.3 | Sterben und Tod im Alter | 68 |
| IV | ZUSAMMENFASSUNG UND ERGEBNISSE | 70 |
| V | PRAKTISCHER TEIL | 72 |
| A | DIE KOOPERATION ZWISCHEN STADTBIBLIOTHEK UND GRUNDSCHULEN IN FREIBURG | 72 |
| 1. | Der Runde Tisch ‘Grundschule und Bibliothek | 72 |
| 2. | Klassenführungsmodelle der Stadtbibliothek | 73 |
| 3. | Die Medienkoffer der Stadtbibliothek Freiburg | 74 |
| B | DER NEUE MEDIENKOFFER ‘GENERATIONEN: ALTER, KRANKHEIT, TOD’ | 75 |
| 1. | Organisatorischer Rahmen und Durchführung | 75 |
| 2. | Zielsetzung bei der Zusammenstellung und Auswahlkriterien | 77 |
| 3. | Inhalt des Medienkoffers | 78 |
| 3.1 | Bilderbuch-Geschichten | 78 |
| 3.2 | Vor- und (Erst-)Lesebücher | 82 |
| 3.3 | Sachbücher | 87 |
| 3.4 | Kinderbuch-Literatur im Medienverbund | 87 |
| Literaturverzeichnis | 89 | |
| Anhang | 93 |
Textprobe:
Auszug aus Kapitel 2.2, Das Todeskonzept des Kindes in verschiedenen Entwicklungsstufen:
Die Hauptaufgabe des Kindes während der Entwicklung seines Todeskonzeptes liegt darin, zu lernen, mit der intuitiven Angst vor dem Tod zu leben und den Zwiespalt auszuhalten, ‘der aus der Betroffenheit über die Bedrohung des Todes und der Abwehr dieser Betroffenheit besteht’.
Der Umgang mit kindlichen Todesvorstellungen verlangt von den Älteren viel Einfühlungsvermögen und Offenheit, da die persönlichen Bilder des Kindes und die, vom eigenen Kinderglauben losgelösten, ‘erwachsenen’ Ansichten oftmals in einem gewissen Spannungsfeld stehen. ‘Für die Lösung einer solchen Spannung gilt, dass wir die Kinder auf keinen Fall auf unsere eigenen Vorstellungen festlegen sollten. Dabei hilft, sich eine Erfahrung zu vergegenwärtigen, die wir mit den Kindern gemeinsam haben: Wir sind noch nicht gestorben. Also kann es auch keine allgemeingültige Antwort auf den Tod und ein mögliches Leben danach geben’.
Altersbilder junger Menschen:
‘Altern’ beschreibt einen lebenslangen, kontinuierlichen Prozess, der von Veränderungen des Organismus bestimmt ist (Biomorphose). ‘Alter’ hingegen stellt einen eigenen Lebensabschnitt, bzw. eine eigene Lebensphase dar, die nicht nur von der biologischen Wandlung bestimmt wird, sondern vielmehr das Ergebnis gesellschaftlicher Konventionen ist. Diese Altersbilder sind so weniger Abbilder der Realität, als vielmehr selektiv wahrgenommene Wirklichkeitsausschnitte aus dem Leben alter Menschen, die zu einem Bild zusammengefügt werden.
Das Bild, das Menschen verschiedener Altersgruppen vom Alter haben, gibt Hinweise auf die Bedeutung des Alters in individueller und gesellschaftlicher Sicht. Das Selbst- und das Fremdbild der Alten, bzw. des Alters hat darüber hinaus eine normative Kraft – es beschreibt Erwartungen, die man an sich selbst oder die Gesellschaft richtet, bzw. von ihr empfängt und diese beeinflussen wiederum das persönliche Verhalten. Altersfremdbilder üben einen Einfluss auf Altersselbstbilder aus, bestimmen diese aber nicht unbedingt: ‘Die Stärke der Beeinflussung ist individuell verschieden und hängt insbesondere von der Ausprägung des Selbst bzw. der Umgehensweise dessen mit Erwartungen und Vorstellungen der Umwelt ab’.
Im Folgenden sollen die Ergebnisse dreier Studien, die sich mit Altersbildern von Kindern befassen, kurz vorgestellt werden:
Die Untersuchung von Isaacs und Bearison mit 144 Vor- und Grundschulkindern stützte sich auf zwei Verfahren. Im ersten Teil wurde den Kindern jeweils ein Foto einer Person mittleren Alters (35 bis 50 Jahre alt) sowie einer älteren Person (70 bis 85 Jahre alt) gezeigt. Daraufhin wurden den Kindern Fragen zu positiven und negativen sozialen Begebenheiten dieser Personen gestellt – die Einschätzungen der Kinder wurden in einer Punkteliste festgehalten und in Vorurteilsgrade umgerechnet.
Während des zweiten Teils der Untersuchung wurden Messungen des kindlichen Verhaltens in der Interaktion mit Erwachsenen vorgenommen. Jeweils eine ältere, oder zum Vergleich, jüngere Person half den Kindern beim Legen eines Puzzles. Dabei wurden die gezeigten, verbalen und non-verbalen, Äußerungen des Kindes festgehalten.
Die Fragebogenerhebung anhand der Fotos brachte bei den Kindern signifikante Vorurteile ans Licht. Während die Vierjährigen noch keine Vorurteilswerte aufwiesen, stiegen diese bei den Sechsjährigen deutlich an. Eine weitere Steigerung des Wertes bei den Achtjährigen zeigte sich nicht. Gegenüber den abgebildeten älteren Frauen waren die Kinder vorurteilsbehafteter als gegenüber den älteren Männern. Das Geschlecht der teilnehmenden Kinder schien keine Auswirkungen zu haben. Auch die Verhaltens-Messungen führte zur Feststellung von kindlichen Vorurteilen gegenüber Älteren – die Kinder suchten bei ihnen beispielsweise seltener Augenkontakt, Konversation und Bestärkung, oder nahmen deutlich mehr Körperabstand ein.
Eine Analyse von 13.839 Kinderzeichnungen aus 33 Ländern legten Hummel, Rey und Lalive d´Epinay vor. Die Bildersammlung war das Ergebnis eines internationalen Malwettbewerbs für sechs- bis vierzehnjährige Kinder mit dem Titel ‘Zeichne deine Großmutter’ (die Wettbewerbsanweisungen schlossen die Zeichnung eines Großvaters aber nicht allgemein aus). Die eingegangenen Bilder wurden auf die zwei Hauptaspekte ‘Charaktere selbst’ und ‘Aktivitäten der Charaktere’ hin untersucht.
Die Forscher kamen, unter der Annahme, dass Kinderzeichnungen intergenerationale Strukturen der jeweiligen Gesellschaft abbilden, u.a. zu folgenden Ergebnissen: Die weit überwiegende Mehrheit der Großelternteile wurde separat - d.h. ohne Partner, andere Erwachsene oder dem Enkelkind - abgebildet. Hummel et al. vermuteten daher, dass die Kinder sich selbst möglicherweise nicht als Teil der großelterlichen Umgebung betrachten und ihre Großeltern auch aus der sonstigen sozialen Umwelt ausschließen. Die dargestellten Großväter sind auf den Bildern weit weniger aktiv als die Großmütter. Während diese besonders bei Hausarbeiten oder Tätigkeiten für andere gezeichnet wurden, waren die Männer häufiger außerhalb des Hauses abgebildet und pflegten ihre eigenen Interessen.
Blunk und Williams fertigten eine Studie zu den Vorurteilen von vier- bis fünfjährigen Kindern gegenüber älteren Menschen sowie der Beeinflussbarkeit dieser Einstellungen. Im Rahmen einer Unterrichtseinheit in der Vorschule wurde zu Beginn und gegen Ende die Haltung der Kinder mit Hilfe eines Fragebogens (in Anlehnung an Isaacs und Bearison) erhoben. Das achtwöchige Programm zum Thema ‘Familie’ zielte darauf ab, Tatsacheninformationen über die Kennzeichen und Fähigkeiten Älterer zu verschaffen und dabei ihre Stärken und positiven Eigenschaften zu betonen. Die Forscher stellten negative Wahrnehmungen von älteren Menschen seitens der Kinder fest – die kindlichen Vorstellungen von den instrumentellen Fähigkeiten Älterer waren dabei stärker negativ geprägt als die von ihren sozialen Kompetenzen. Nach Abschluss der Unterrichtseinheit wiesen die Vorschüler weniger Vorurteile gegenüber Älteren auf, während die Vorurteile derjenigen Kinder, die nicht an diesem Programm teilnahmen, zunahmen.
Pries-Kümmel unterzieht die vorgestellten Studien, die ein vorwiegend negatives Altersbild bei Kindern feststellen, einer kritischen Prüfung: ‘Wenngleich die Ergebnisse nicht unterschätzt werden sollen, interessante Ansätze und Überlegungen bieten, stehen einige doch ganz im Zeichen des vor allem in den USA verbreiteten Kampfs gegen ´Ageism` und gegen ein angeblich am Defizitmodell orientiertes Altersbild’. Die Autorin kritisiert insbesondere die Gleichsetzung einer realistischen mit einer so positiv wie möglichen Sicht des Alters und fragt (provokant), ‘ob einige der befragten Kinder eventuell einen unverhohleneren Blick auf Seiten des Alters haben, als ihre ´Interviewer`, die – vielleicht aus Angst vor dem eigenen Alter? – die Existenz negativer Alterserscheinungen bei Seite schieben’.
So entwickelte beispielsweise auch Jürgen Hohmeier in seinem Text ‘Alter als Stigma’ eine Theorie, die das Phänomen des Alters als Produkt gesellschaftlicher Zuschreibungsprozesse begreift.
Die Darstellung der Studien wurde bei Pries-Kümmel entnommen - die Autorin merkt u.a. an, dass sich die (bisherigen) Studien auf Grund ihres Entstehungszeitraumes und –Ortes nicht ohne Weiteres auf heutige Altersbilder von Kindern westlicher Kulturen übertragen lassen.
Somit sind seit der Entstehung dieser Studie schon über zwei Jahrzehnte vergangen, das angewandte Verfahren und der verwendete Fragebogen besitzen dennoch Aktualität.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836633833
Arbeit zitieren:
Staab, Miriam März 2009: Von blauen und von grauen Tagen - Alter, Krankheit und Tod im Spiegel der Kinderbuch-Literatur, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Alter, Krankheit, Tod, Kinderbuch, Generation



