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Die betrieblichen und die gesetzlichen Abwehrmaßnahmen zur Eindämmung des Ladendiebstahls im Einzelhandel

Die betrieblichen und die gesetzlichen Abwehrmaßnahmen zur Eindämmung des Ladendiebstahls im Einzelhandel
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Birgitta Porepp
  • Abgabedatum: Februar 1999
  • Umfang: 94 Seiten
  • Dateigröße: 692,0 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule Bremen, University of Applied Sciences Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1630-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1630-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1630-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Porepp, Birgitta Februar 1999: Die betrieblichen und die gesetzlichen Abwehrmaßnahmen zur Eindämmung des Ladendiebstahls im Einzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Täterpsychologie, Umfang von Ladendiebstahl, Sicherheitskonzept, Ermittlung von Ladendiebstahlszahlen

Diplomarbeit von Birgitta Porepp

Gang der Untersuchung:

Der Aufbau dieser Arbeit gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil werden die theoretischen Grundlagen des Ladendiebstahls erörtert. Aufgezeigt werden die Probleme des Handels bei der Vorgehensweise der Ermittlung von Ladendiebstahlszahlen im Rahmen der jährlichen Inventur. Zu diesem Punkt gehören die Vermutungen des Handels über die durch Ladendiebstahl entstehende Schadenshöhe sowie die anteilige Verteilung der fehlenden Artikel an der Höhe der Inventurdifferenzen. Anschließend geht die Arbeit auf die Psychologie der Täter ein. Hier werden Einzelheiten über Täteranalyse und -merkmale aufgezeigt sowie die Motivation, die zum Ladendiebstahl führen kann. Im letzten Abschnitt dieses Teils wird der dem Handel verursachte Umfang des Schadens durch Ladendiebstahl ermittelt. Zum Zweck der Darstellung der Gründe und Ursachen von Ladendiebstählen erschien mir die Erörterung des theoretischen Sachverhaltes vor der Darstellung der Abwehrmaßnahmen sinnvoll.

Der steigenden Zahl der Ladendiebstähle im Einzelhandel kann durch unterschiedliche betriebliche und gesetzliche Abwehrmaßnahmen entgegengewirkt werden. Die Aufzählung und Erläuterungen dieser Abwehrmöglichkeiten soll Ziel dieser Arbeit sein. Den Ladendiebstahl vollständig zu verhindern, wird jedoch nie ganz gelingen. Das ist bereits jetzt deutlich. Durch Sicherheits- und Kontrolltechniken können Ladendiebe jedoch in vielen Fällen an ihren Taten gehindert werden. Der Grundzweck dieser Techniken dient der Aufdeckung von Diebstählen.

Der zweite Teil dieser Arbeit untergliedert sich in die betrieblichen und die gesetzlichen Abwehrmaßnahmen zur Eindämmung des Ladendiebstahls im Einzelhandel. Die Darstellung dieser Maßnahmen ist der Schwerpunkt meiner Arbeit. Die durch Ladendiebstahl entstehenden finanziellen Einbußen sind für die Einzelhändler entsprechend den genannten Verlustzahlen groß und zeigen zwingenden Handlungsbedarf auf.

Es erfolgt zuerst eine Bestandsaufnahme über die gebräuchlichen und im Einzelhandel verbreiteten Abwehrmöglichkeiten mit der Interpretation und der Bewertung dieser betrieblichen Vorkehrungen. Danach schließt sich die Erläuterung der gesetzlichen Abwehrmaßnahmen gegen Ladendiebe durch das Strafrecht und das Zivilrecht an. Zur Darstellung der Abwehrmaßnahmen durch das Strafrecht gehört die Erklärung der Strafbarkeit des Ladendiebstahls, also die Erläuterung der Grundlagen der Verhängung von Strafen, der Strafverfolgung von Amts wegen bzw. auf Antrag des Geschädigten und der Strafvollstreckung. Abschließend werden in diesem Teil der Arbeit die gesetzlichen Abwehrmaßnahmen gegen Ladendiebe durch das Zivilrecht aufgezeigt. Hierbei handelt es sich um Schritte, die ein geschädigter Kaufmann in Selbsthilfe gegen einen gefaßten Ladendieb unternehmen kann.

Der dritte Teil ist meine Schlußfolgerung aus den ersten beiden Teilen. Dieser Teil besteht aus dem Entwurf eines Sicherungskonzeptes für ein Einzelhandelsunternehmen. Der Entwurf dient als Anregung für unternehmerisches Handeln zum Zweck der Eindämmung des Ladendiebstahls im Einzelhandel. Im Anschluß daran folgen meine Forderungen an den Gesetzgeber zur Eindämmung des Ladendiebstahls im Handel und der gleichzeitigen Abschreckung von Ladendieben.

Inhaltsverzeichnis:

I. Teil: Die theoretischen Aspekte des Ladendiebstahls: Vermutungen und Fakten 1
1. Einführung 1
1.1 Problemstellung 2
1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit 3
1.3 Definitionen und Abgrenzung der Arbeit 4
1.3.1 Definition des Begriffes Ladendiebstahl 4
1.3.2 Der Begriff Ladendiebstahl in Abgrenzung zu ähnlichen Delikten 5
1.3.3 Definition des Begriffes Abwehrmaßnahmen 6
1.3.4 Definition des Begriffes Einzelhandel 6
2. Probleme bei der Ermittlung von Ladendiebstahlszahlen 7
2.1 Das Problem der Dunkelziffer des Ladendiebstahls 7
2.2 Inventurdifferenzen und deren Verursacher 8
2.3 Entstehungsorte von Inventurdifferenzen 10
3. Täterpsychologie 11
3.1 Demographische Merkmale 11
3.2 Psychographische Merkmale 12
3.2.1 Der Gelegenheitsdieb 13
3.2.2 Der professionelle Ladendieb 14
3.2.3 Jugendliche und heranwachsende Ladendiebe 15
3.2.4 Psychisch kranke Ladendiebe 16
3.2.5 Mitarbeiter 17
4. Umfang des durch Ladendiebstahl verursachten Schadens 19
4.1 Schadenshöhe 20
4.2 Anzahl und Qualität der entwendeten Gegenstände 21
4.3 Ökonomische Auswirkungen des Ladendiebstahls 22
4.4 Preiskalkulation 22
II. Teil: Die betrieblichen und die gesetzlichen Abwehrmaßnahmen gegen Ladendiebstahl 24
5. Betriebliche Abwehrmaßnahmen gegen Ladendiebstahl 24
5.1 Elektronische Artikelsicherung 25
5.1.1 Radiofrequenztechnik 27
5.1.2 Elektromagnetische Technik 27
5.1.3 Akustomagnetische Technik 28
5.1.4 Elektronische Leinensicherung 28
5.1.5 Sensormatte 29
5.1.6 Fernseh- und Videoüberwachung 30
5.1.7 Kosten der elektronischen Abwehrmaßnahmen 30
5.1.8 Bewertung der elektronischen Abwehrmaßnahmen 31
5.2 Personelle Abwehrmaßnahmen 32
5.2.1 Schulung der Mitarbeiter 32
5.2.2 Einsatz von Detektiven 33
5.2.3 Bewertung der personellen Abwehrmaßnahmen 35
5.3 Verkaufsraumgestaltung 35
5.3.1 Sortimentspolitik 36
5.3.2 Warenpräsentation 37
5.3.3 Bewertung der Verkaufsraumgestaltung als Abwehrmaßnahme 38
6. Gesetzliche Abwehrmaßnahmen gegen Ladendiebe durch das Strafrecht 39
6.1 Die Strafbarkeit des Ladendiebes 39
6.1.1 Die Strafbarkeit des Ladendiebstahls (Schuldspruch) 40
6.1.1.1 Zur Historie des Ladendiebstahls 41
6.1.1.2 Der einfache Ladendiebstahl als Straftatbestand des § 242 StGB 42
6.1.2 Strafrechtliche Verfolgung von Hausfriedensbruch nach § 123 StGB 43
6.2 Verhängung von Strafen (Strafausspruch) 43
6.2.1 Der besonders schwere Fall des Diebstahls als Strafzumessungsgrund 44
6.2.2 Zumessung der Strafe nach § 46 StGB 46
6.2.3 Kurze Freiheitsstrafen nur in Ausnahmefällen nach § 47 StGB 47
6.2.4 Geldstrafe nach § 40 I StGB 48
6.2.5 Beispiel zur Strafzumessung 48
6.3 Strafverfolgung 49
6.3.1 Ablauf der gesetzlichen Strafverfolgung 49
6.3.2 Strafbefehl §§ 407 StPO ff. 50
6.3.3 Beschleunigtes Verfahren gegen erwachsene Ladendiebe 51
6.3.4 Diversionsverfahren gegen jugendliche Ladendiebe 52
6.3.5 Ladendiebstahl als Antragsdelikt nach § 248 a StGB 53
6.3.6 Einstellung des Strafverfahrens §§ 153, 153 a StPO 54
6.4 Strafverfolgung gegen besondere Personengruppen 54
6.4.1 Jugendliche und heranwachsende Ladendiebe 54
6.4.2 Mitarbeiter 55
6.5 Strafvollstreckung 57
6.6 Ausblick 57
7. Gesetzliche Abwehrmaßnahmen gegen Ladendiebe durch das ZIVILRECHT 59
7.1 Herausgabe des Diebesgutes 59
7.2 Schadensersatzpflicht und Vertragsstrafe 59
7.3 Unterlassungsklage 60
7.4 Zivilrechtliches Betretungsverbot (Hausverbot) 61
7.5 Prozeßrisiko 61
7.6 Durchsetzung der Sanktionen im Zivilprozeß 62
III. Teil: Entwurf eines Sicherheitskonzeptes und meine Forderungen an den Gesetzgeber zur Eindämmung des Ladendiebstahls im Einzelhandel 63
8. Sicherheitskonzept 63
8.1 Warenwirtschaftssysteme 63
8.2 Personalschulung und -motivation 64
8.3 Organisatorische und technische Maßnahmen 66
8.4 Standortwahl 67
9. Forderungen an den Gesetzgeber zur Eindämmung des Laden-diebstahls im Einzelhandel durch die Möglichkeiten der Justiz 68
9.1 Vorschlag zur Abwehr jugendlicher und heranwachsender Ladendiebe 68
9.1.1 Das erdachte Beispiel 69
9.1.2 Zur Berechnung des Schadens 70
9.1.3 Zumessung der Arbeitsleistung 70
9.1.4 Bewertung des Verfahrens 70
9.2 Vorschlag zur Abwehr erwachsener Ladendiebe 71
9.2.1 Das erdachte Beispiel 71
9.2.2 Bewertung des Verfahrens 72
Anhang 73
Abbildungsverzeichnis 74
Abkürzungsverzeichnis 74
Literaturverzeichnis 75
Quellenverzeichnis 79
Versicherung 80

Automatisiert erstellter Textauszug:

Als Einzelmaßnahme zur Senkung der Ladendiebstahlszahlen ist die Verkaufsraumgestaltung sicher nicht geeignet. Sie kann jedoch als zusätzliche Vorkehrung zu anderen Sicherungsmaßnahmen Ladendiebstähle mindern. Bei der Verkaufsraumgestaltung müssen auch Türen, Zugänge und Fenster gesichert werden. Bestimmte Ladenzonen dürfen nur vom Personal erreichbar sein. Der Dieb darf nicht durch das Gebäude und an Stellen gelangen, an denen er ungehindert stehlen kann. Der Dieb muß durch entsprechende Maßnahmen am Verlassen des Geschäftes mit Diebesgut gehindert werden. Besonders im Handel muß auch die Sicherung von Geldbeständen in ein Sicherheitskonzept mit einbezogen werden. Dazu gehört die Aufbewahrung von Wertgegenständen in im Mauerwerk eingebauten Tresoren zur Verhinderung von Diebstählen. Die Verkaufsraumgestaltung als Unterstützung zur Warensicherung muß daher bei der Einrichtung eines Geschäftes berücksichtigt werden. [...]

Der Abverkauf von Waren aus Vitrinen erscheint mir allerdings schwieriger als der Verkauf von Waren, die der Kunde ohne Behinderung begutachten kann. Da beim Kauf alle Sinne des Käufers angesprochen werden sollen, ist dies verständlich. Die Ware unter Glas ist im Lichtschein des Kaufhauses sichtbehindert und entzieht sich einer deutlichen Betrachtung. Da die Ware nicht angefaßt werden kann, ist ein Befühlen des Gutes unmöglich. Daher unterbleibt eine Betrachtung der Ware im Vorübergehen. Gerade der erste Eindruck ist aber für den Impulskäufer wichtig. Zudem muß sich der Käufer bei Interesse erst einem Verkäufer bemerkbar machen, um direkten Zugang zur Ware zu bekommen. Dies kann einem Kunden mühevoll erscheinen. Die Sicherung von Waren in Vitrinen wirkt sich auf den Verkauf der auf diese Art gesicherten Waren daher vermutlich nachteilig aus. Die Art der Warenpräsentation ist demnach sehr wichtig für den Verkaufserfolg eines Produktes. Die Ware soll sichtbar und gut erreichbar für den Kunden ausliegen. Nur dann kann er den Artikel wahrnehmen und Kaufinteresse bei ihm ausgelöst werden. Allerdings kann der Kunde durch eine zu starke Sicherungsmaßnahme abgeschreckt oder in ihm ein unangenehmes Gefühl der Bewachung geweckt werden. Daher muß eine entsprechende Ausgewogenheit zwischen warenbezogener Präsentation und Sicherung erfolgen. Diese kann nur im Einzelfall beurteilt werden. Eine entsprechende Warensicherung darf aber aufgrund der zu erwartenden Diebstähle nicht fehlen. 5.3.3 Bewertung der Verkaufsraumgestaltung als Abwehrmaßnahme [...]

Jedoch sind nicht alle Waren diebstahlgefährdet. Im Lebensmitteleinzelhandel sollen ca. 5 % 116 bis 10 % aller Artikel eines Sortimentes für über 80 % aller Verluste verantwortlich sein . Dies bedeutet für bestimmte Waren eine geringe Gewinnerzielung, weil die Artikel nicht verkauft, sondern gestohlen werden. Bei der Sicherung kleiner Artikel können sich Schwierigkeiten ergeben in der Handhabung und Durchführung von Sicherungsmaßnahmen, denn kleine Artikel sind leicht zu stehlen. Für die Sicherung kleiner, preiswerter Artikel, z. B Süßigkeiten, ist daher vor Installation eines Sicherungssystems eine Kosten-Nutzen-Analyse zu erstellen. Für diebstahlgefährdete Artikel wie Kosmetika eignet sich meiner Meinung nach die Quellensicherung gut. Das Sicherungsetikett wird direkt in oder auf der Verpackung angebracht. Damit ist der Artikel bereits kurz nach der Produktion gegen Diebstahl gesichert, sofern bereits an dieser Stelle Sicherheitsschleusen vorhanden sind. Bei der Sortimentspolitik ist deshalb die Begehrlichkeit bestimmter Artikel zu berücksichtigen. Diese sind durch besondere Maßnahmen zu sichern. Der Händler kann aber auch bestimmte Artikel ganz aus seinem Verkaufssortiment herausnehmen. 5.3.2 Warenpräsentation [...]

Arbeit zitieren:
Porepp, Birgitta Februar 1999: Die betrieblichen und die gesetzlichen Abwehrmaßnahmen zur Eindämmung des Ladendiebstahls im Einzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Täterpsychologie, Umfang von Ladendiebstahl, Sicherheitskonzept, Ermittlung von Ladendiebstahlszahlen

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