Die antipluralistische Tendenz der Geschichtsdeutung der Neuen Rechten und ihrer daraus abgeleiteten Vorstellungen über die Gestaltung der heutigen Gesellschaft
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Martin Braun
- Abgabedatum: September 1996
- Umfang: 103 Seiten
- Dateigröße: 5,3 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Konstanz Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0019-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0019-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0019-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Braun, Martin September 1996: Die antipluralistische Tendenz der Geschichtsdeutung der Neuen Rechten und ihrer daraus abgeleiteten Vorstellungen über die Gestaltung der heutigen Gesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Geschichtsinterpretation, Gesellschaftsmodell, Moderne, Sonderweg
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Magisterarbeit von Martin Braun
Zusammenfassung:
Zum einen wird der Frage nachgegangen, inwieweit über die von neurechten Historikern betriebene Geschichtsschreibung der deutsche Sonderweg als normatives Konzept gegen westliche Einflüsse, gegen den Pluralismus affirmiert wird.
Zum anderen wird der Versuch unternommen, ein Gesellschaftsmodell (einschließlich der außenpolitischen Komponente) zu charakterisieren, wie es die Neuen Rechten aus ihrer Geschichtsinterpretation herleiten, es sollen also die Schlußfolgerungen dieser Wissenschaftler hinsichtlich der Erfordernisse der heutigen Gesellschaft, die sie aus ihrer Deutung des historischen Stoffes gewinnen, analysiert werden.
Forschungsleitende Fragen: Wie wird Geschichte von den Neuen Rechten interpretiert? Welche Folgerungen ziehen sie daraus für die Gesellschaftsgestaltung? Inwieweit kommen in beidem antipluralistische Tendenzen zum Ausdruck?
Diese Fragen werden zunächst an drei Historikern abgearbeitet: Rainer Zitelmann, Karlheinz Weißmann und Heimo Schwilk. Durch die so gegliederte Darstellung ihres jeweiligen Werks wird Material bereitgestellt aus dem zentrale, verallgemeinerbare Begriffe und Konzepte destilliert werden können. Diese werden in einem themenorientierten Teil der Arbeit explorierend zusammengestellt. Zu Beginn eines thematischen Abschnitts findet sich jeweils eine Zusammenfassung von Gemeinsamkeiten und Divergenzen der drei Historiker. Anschließend wird der Kreis der behandelten Autoren ausgeweitet.
In einem Zwischenschritt werden dann zentrale Themen der Neuen Rechten allgemein herausgearbeitet, sowohl um transparent zu machen, inwieweit die von den Historikern transportierten Ideologeme repräsentativ für die Gesamtströmung sind, als auch zur zusätzlichen Absicherung ihrer Zuordnung zu dieser Strömung. Danach werden die in der Arbeit gewonnenen Erkenntnisse über Begriffe und Konzepte der neurechten Historiker in einem übergreifenden Modell synthetisiert. Abschließend wird die Frage nach der politischen Relevanz des neurechten Diskurses aufgeworfen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1. | Problemstellung | 1 |
| 1.2. | Erkenntnisinteresse | 4 |
| 1.3. | Vorgehensweise | 4 |
| 2. | Personenbezogene Untersuchung der Forschungsfrage | 8 |
| 2.1. | Rainer Zitelmann | 8 |
| 2.1.1. | Zitelmanns Interpretation der deutschen Nationalgeschichte | 10 |
| 2.1.2. | Zitelmanns Schlußfolgerungen für heutige Gesellschaftsgestaltung in Deutschland | 15 |
| 2.1.3. | Antipluralismus in Zitelmanns Werk | 20 |
| 2.2. | Karlheinz Weißmann | 24 |
| 2.2.1. | Weißmanns Interpretation der deutschen Nationalgeschichte | 25 |
| 2.2.2. | Weißmanns Schlußfolgerungen für heutige Gesellschaftsgestaltung in Deutschland | 29 |
| 2.2.3. | Antipluralismus in Weißmanns Werk | 33 |
| 2.3. | Heimo Schwilk | 36 |
| 2.3.1. | Schwilks Interpretation der deutschen Nationalgeschichte | 36 |
| 2.3.2. | Schwilks Schlußfolgerungen für heutige Gesellschaftsgestaltung in Deutschland | 38 |
| 2.3.3. | Antipluralismus in Schwilks Werk | 41 |
| 3. | Themenbezogene Untersuchung der Forschungsfragen | 42 |
| 3.1. | Neue Rechte und Geschichtsdeutung | 46 |
| 3.1.1. | Historismus | 46 |
| 3.1.2. | Historisierung | 48 |
| 3.1.3. | Sonderweg Nation | 50 |
| 3.1.4 | 1968 | 53 |
| 3.1.5 | Zusammenfassung | 54 |
| 3.2. | Neue Rechte zur Gesellschaftsgestaltung | 55 |
| 3.2.1. | Vergangenheitsbewältigung | 55 |
| 3.2.2. | Westbindung | 57 |
| 3.2.3. | Dezisionismus | 59 |
| 3.2.4. | Mittellage Geopolitik | 61 |
| 3.2.5. | Umbruch Metapolitik | 62 |
| 3.2.6. | Zusammenfassung | 64 |
| 3.3. | Neue Rechte und Antipluralismus | 65 |
| 3.3.1. | Faschistische Option | 65 |
| 3.3.2. | Pluralismus | 66 |
| 3.3.3. | Demokratie | 67 |
| 3.3.4. | Staat | 68 |
| 3.3.5. | Feminismus - Biologismus | 70 |
| 3.3.6. | Aufklärung - anthropologischer Pessimismus/Ethnopluralismus | 71 |
| 3.3.7. | Moderne | 73 |
| 3.3.8. | Kulturelle Hegemonie | 74 |
| 3.3.9. | Zusammenfässung | 75 |
| 4. | Zusammenfassung und Perspektiven | 77 |
| 4.1. | Zentrale Themen der Neuen Rechten | 77 |
| 4.2. | Synthese der in der neurechten Geschichtsdeutung angelegten Ideologeme | 79 |
| 4.3. | Zusammenfassende Einschätzung: Neurechte Historiker und ihre Ideologie | 80 |
| 4.4. | Politische Relevanz | 84 |
| Bibliographie | 88 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832400194
Arbeit zitieren:
Braun, Martin September 1996: Die antipluralistische Tendenz der Geschichtsdeutung der Neuen Rechten und ihrer daraus abgeleiteten Vorstellungen über die Gestaltung der heutigen Gesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Geschichtsinterpretation, Gesellschaftsmodell, Moderne, Sonderweg



