Der amerikanische Blockbuster
Erlösmechanismen der US-Filmindustrie und die steigende Kommerzialisierung des Hollywoodfilms
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jens Dudda
- Abgabedatum: März 2007
- Umfang: 89 Seiten
- Dateigröße: 1,3 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Rheinische Fachhochschule Köln Deutschland
- Bibliografie: ca. 74
- ISBN (eBook): 978-3-8366-2110-6
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Dudda, Jens März 2007: Der amerikanische Blockbuster, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Hollywood, Filmindustrie, Kommerzialisierung, Blockbuster, US-Film
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Diplomarbeit von Jens Dudda
Einleitung:
2007 wird das Jahr des Hollywood- Blockbusters. Dieser Sommer verspricht die beste Kinosaison der amerikanischen Filmgeschichte zu werden. Grund dafür sind aufwendig produzierte Fortsetzungen wie Ocean´s Thirteen, Shrek 3, Harry Potter 5 oder Spiderman 3, der mit knapp 300 Millionen US Dollar Produktionskosten der teuerste Film aller Zeiten ist.1 Die Major- Studios setzen auf bereits etablierte Vorlagen und versuchen demographisch betrachtet, jegliche Altersgruppen anzusprechen. Denn wie jedes Geschäft existiert auch das Filmbusiness, um Geld zu machen. Die amerikanische Filmindustrie ist ohne Zweifel ein komplexes ökonomisches Gebilde, welches auf seine eigene Weise, letztendlich aber wie jedes andere Unternehmen auch, den Film als Produkt herstellt, in der Hoffnung, diesen möglichst erfolgreich verkaufen zu können, um so mit den erzielten Gewinnen die Basis für die Produktion neuer Filme zu haben. Jedoch wird in keinem anderen Wirtschaftszweig ein Einzelprodukt mit Investitionen in Millionenhöhe vollkommen fertig produziert, ohne eine wirkliche Gewährleistung, dass der Besucher es auch kauft, das heißt, die Kinokasse betritt. Die Kosten sind irreversibel, so genannte sunk costs.Im wahrsten Sinne des Wortes geht es hier um eine Industrie, die sich auf Träumen gründet, welche jedoch immer kostenintensiver werden.
Douglas Gomery beschreibt das Hollywood Studio System wie folgt: The Hollywood studio system never died - it was simply transformed and is still made up of a small set of corporations that produce, distribute and present films for profit.
Was jedoch, wenn infolge dieser Umwandlung, bedingt durch die Globalisierung und den Prozess der vertikalen Integration von Marketing und Distribution, die Studios großen international aufgestellten Konglomeraten angehören, deren Aufgabe einzig darin besteht, die notwendigen finanziellen Mittel zur Produktion, Vermarktung und Distribution von Filmen zur Verfügung zu stellen ?
Da diese Konzerne über ein enormes wirtschaftliches Potential verfügen, kommt es zu einem drastischen Anstieg der Produktionskosten und verstärkter Herstellung von so genannten Blockbustern, also Filmen, die mit einem hohen Budget produziert werden und deren oberstes Ziel in der profitablen Vermarktung liegt.
Was folgt, ist die steigende Kommerzialisierung des Hollywoodfilms, angefangen von den wachsenden Produktions- und Vermarktungskosten, bis hin zur umfassenden Ausschöpfung in den verschiedenen Verwertungsstufen.
Aber in Amerikas Traumfabrik ist eine neue Ära angebrochen. Stars wie Tom Cruise sind der Filmindustrie inzwischen zu teuer, obwohl er dem Major- Studio Paramount in 14 Jahren fast drei Milliarden US- Dollar eingespielt hat. Auf rund hundert Millionen Dollar stiegen die Produktions- und Vermarktungskosten von Hollywoodfilmen im Durchschnitt in den vergangenen Jahren. Viele hoch budgetierte Filme sind, obwohl sie Umsätze in Millionenhöhe generiert haben, für die Filmwirtschaft nicht rentabel.
Ziel dieser Diplomarbeit ist es genau diese Entwicklung der dem Profitprinzip untergeordneten Filmwirtschaft aufzuzeigen und zu prognostizieren, wie weit die amerikanischen Filmstudios noch mit dem drastischen Anstieg der Produktions- und Vermarktungskosten mithalten können, bis die Schwelle erreicht ist, ab der ein Hollywood- Blockbuster nicht mehr rentabel sein kann.
Hierfür ist es zunächst einmal wichtig, einen Einblick in das Hollywood- Studiosystem zu geben. Im ersten Teil der Arbeit wird deshalb eine strategische Analyse der amerikanischen Filmindustrie erfolgen. Diese wird von den Anfängen des Studiosystems der USA ausgehen, um darauf aufbauend die einzelnen Studioprofile abzubilden. Am Ende der strategischen Analyse steht die Entwicklung des „Neuen Hollywood“, wie sie seit Mitte der 70er Jahre eingesetzt und die Kommerzialisierung des Hollywoodfilms eingeläutet hat.
Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Produktion und Finanzierung, Verwertung und Vorführung von Hollywood- Blockbustern. Sowohl die Produktionsarten in Form der Produktionsbeteiligten, als auch die Finanzierungsmöglichkeiten haben sich im Laufe der Zeit stark verändert und sollen in ihrem Wandel beschrieben werden.
Auf der Erlösseite sind es längst nicht mehr nur die Kinobesucher allein, die einen Film refinanzieren. Sicherlich dienen die Box Office Ergebnisse des ersten Besuchwochenendes immer noch als Indiz für einen Blockbusterstatus. Jedoch ist gerade mit dem Einzug der Digitalisierung und der Entwicklung der Digital Versatile Disc (DVD), der Home Video Markt zu einem bestimmenden Faktor geworden. Aber auch Pay- TV, Cable- TV, Merchandising, Product Placement und der Zukunftsmarkt, die direkte Distribution des Filmes über das Internet, sind zu hohen Umsatz einbringenden Formen der Verwertung in den USA geworden. Auch das Kino selbst hat sich im Zuge der stetigen Herstellung von Blockbustern in seiner Struktur stark gewandelt, wollte es doch seinen Status als „ best place to see a film“ beibehalten. Der Anstieg der Multiplex Kinos in den USA ist hier nur ein Faktor, der genannt werden soll. Ebenso wie im Home Video Sektor ist auch der Einzug der Digitalisierung in den US- Kinos gravierend gewesen. Dies betrifft nicht nur Bild und Tonqualität des Films, sondern auch die neue Form der Distribution von Filmen, welche erschlossen werden konnte. Im dritten Teil der Arbeit wird dann, aufbauend auf der Struktur und den Erlösmechanismen der amerikanischen Filmwirtschaft, das Problem der steigenden Kosten, bzw. die Aufteilung der Kosten erörtert. Um dies zu veranschaulichen, wird zunächst ein Budgetvergleich zweier Filme aus dem Jahre 1942 und 2004 vorgenommen, um den Anstieg und den Wandel der Verteilung zu erörtern. Zwei Hauptursachen für die zunehmende Kostensteigerung sind zum einen die anschwellenden Marketingkosten.
Einst wenig beachtet, sind sie nun zu dem Auswahlkriterium geworden, ob ein Film produziert wird oder nicht. Die andere Ursache ist die von Hollywoodstars immer höher geforderte Gage und der stetig zunehmende Einfluss, den sie auf die eigentliche Filmproduktion haben. Längst haben Stars wie Mel Gibson oder Tom Cruise ihre eigenen Produktionsfirmen, handeln so neben ihrer fixen Gage einen prozentualen Anteil am Gesamtgewinn des Films aus. Dass sich mit zunehmender Anpassung an Rentabilität und Profit auch das Genre an sich verändert hat, wird im Folgenden beschrieben.
Sind es doch ganz bestimmte Filme, die Umsätze in Milliardehöhe generiert und sämtliche Box Office Rekorde gebrochen haben; angepasst an den demographischen Wandel der amerikanischen Gesellschaft, produziert nach der „High Concept“ Strategie, also nur, um eine höchstmöglich profitable Vermarktung zu garantieren. Zum Schluss wird dann die resultierende „Überkommerzialisierung“ des Hollywood- Blockbusters, durch Darstellung der eskalierenden Kosten für eine Majorproduktion und die Zukunftsaussichten des Blockbusters dargestellt.
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Begründung | 1 |
| 1.2 | Ziel und Vorgehensweise | 2 |
| 2. | Strategische Analyse der amerikanischen Filmindustrie | 4 |
| 2.1 | Studiosystem der USA | 4 |
| 2.2 | Studioprofile | 7 |
| 2.2.1 | Time Warner (Warner Bros., New Line Cinema) | 8 |
| 2.2.2 | NBC Universal(Universal Studios) | 10 |
| 2.2.3 | News Corporation (20th Century Fox) | 13 |
| 2.2.4 | Viacom(Paramount Pictures).152.2.5Sony Corp. (Sony Pictures) | 18 |
| 2.2.6 | Walt Disney Company(Walt Disney Studios) | 21 |
| 2.3 | Geschichte des „Neuen Hollywoods“ | 23 |
| 3. | Stragtegische Option der Produktion, Verwertung und Vorführung von Hollywood- Blockbustern | 27 |
| 3.1 | Produktion und Formen der Finanzierung des Blockbusters | 27 |
| 3.1.1 | Produktionsbeteiligung und die Rolle des Produzenten | 27 |
| 3.1.2 | Realisierungsprozess für Hollywoodfilme | 29 |
| 3.2 | Verwertungsprozess des Blockbusters | 32 |
| 3.2.1 | Box Office | 33 |
| 3.2.2 | Home Video | 36 |
| 3.2.3 | Video- on- Demand/ Pay- TV/ Cable- TV | 39 |
| 3.2.4 | Sonstige Verwertungsformen des Blockbusters | 44 |
| 3.2.5 | Zukunftsmarkt Internet Distribution | 48 |
| 3.3 | Kino im Zeitalter des Blockbusters | 50 |
| 3.3.1 | Strukturwandel der US- Kinos | 50 |
| 3.3.2 | Einzug der Digitalisierung in die US- Kinos | 52 |
| 4. | Kommerzialisierung des Hollywood- Blockbusters | 54 |
| 4.1 | Wandel der Budgetaufteilung | 55 |
| 4.2 | Wachsende Bedeutung des Movie-Marketings | 61 |
| 4.3 | Stargagen und Beteiligungsmechanismen in Hollywood | 64 |
| 4.4 | Genre: Event Movie | 67 |
| 4.5 | Folgen der Überkommerzialisierung | 74 |
| 5. | Fazit | 77 |
| Darstellungsverzeichnis | 81 | |
| Tabellenverzeichnis | 82 | |
| Literaturverzeichnis | 83 |
Textprobe:
Kapitel 2, Strategische Analyse der amerikanischen Filmindustrie: Kapitel 2.1, Studiosystem der USA: Spricht man von der Goldenen Ära Hollywoods oder dem Zeitalter des klassischen Studio Systems, so ist die Zeit zwischen 1920 bis 1950 gemeint. Die großen Filmstudios Warner Bros., MGM, 20th Century Fox, Paramount und Universal fungierten als vertikal integrierte Unternehmen, die neben Produktion und Distribution auch das Recht der Ausstrahlung ihrer Filme innehielten.
Die Ausstrahlung erfolgte direkt über den Eigenbesitz der wichtigsten Kinoketten des Landes. Zahlenmäßig befanden sich zwar nur 2.600 Häuser, bzw. 16% des amerikanischen Kinobestandes in den Händen der Majors, diese stellten jedoch rund 70% der so genannten First Run Houses (Premierenkinos) in den dicht besiedelten Städten der USA. Damit erzielten sie rund 75% des gesamten amerikanischen Kinoumsatzes.
Bezeichnenderweise flossen rund 94% der Investitionen der Majors in die großen, urbanen Filmpaläste und nur 6% in die Bereiche Produktion und Distribution. Die Major- Studios waren somit vornehmlich Kinobesitzer, die ihr eigenes Programm produzierten.
Das Ende dieser Disposition kam mit dem so genannten Paramount Decree von 1949, ein auf Bestreben unabhängiger Kinobesitzer und des amerikanischen Justice Departments erwirkter Beschluss des Supreme Courts gegen die oligopolistische Stellung der Majors. Dieser Beschluss stellte sie vor die Wahl, entweder die Kontrolle über die Distribution ihrer Filme oder den Ausstrahlungssektor aufzugeben. Die Studios zogen die letztere Variante vor. Die akzeptierten Anerkennungsurteile verlangten von den Majors, sich binnen einer Frist von fünf Jahren von ihren Kinoketten zu trennen. Daneben wurde die als wettbewerbswidrig erachtete Praktik des Block Booking verboten.
Eine Verkaufsstrategie, die, wie heute im Fernsehsektor wieder üblich, unabhängige Kinobetreiber zwang, mit einem höherwertigen Film den man erwarb, auch zweitklassige Produktionen mit zu akquirieren.
Aus rückwärtiger Sicht hätten die Majors unter den gegebenen Umständen keine günstigere Entscheidung treffen können. Erstens erlaubte es ihnen im Produktions- und vor allem auch im Distributionsbereich weiterhin den Markt zu kontrollieren. Zweitens zwang das Paramount Decree die Major- Studios zum Ausstieg aus der direkten Beteiligung in einen Sektor, dem mit der Entwicklung des Fernsehens eine bis heute nie mehr überwundene Degradierung bevorstand. Mit dem Verlust der Kinosäle ging den Studios zwar ein Großteil ihrer bisherigen Einnahmen verloren, gleichzeitig bewahrte der Beschluss sie aber auch vor einer doppelten Exponierung in der sich mit Auslauf der Trennungsfrist bereits deutlich abzeichnenden Krise des Kinos. Daneben hatte der Beschluss aber auch direkte Auswirkungen auf die organisatorische Struktur der Filmindustrie. Mit dem Verlust der Kontrolle über den Ausstrahlungssektor und dem finanziellen Einbruch wurde erstmals die fließbandartige Filmmassenproduktion der Studios in Frage gestellt und damit auch die Rentabilität des bislang üblichen Betriebs. Veranschaulicht werden kann dies mit Abbildung 1, welche die Anzahl der produzierten Filme der Major- Unternehmen pro Jahr darstellt.
Die Hollywood- Majors produzierten in den 30er Jahren mindestens einen Film pro Woche. Bedingt durch den zweiten Weltkrieg kam es zu einem ersten großen Einbruch ab 1940 und dann erneut Ende der 40er durch das Paramount Decree. Ein Aufwärtstrend erfolgt seit 1975, dem Zeitalter des Neuen Hollywood, welches später beschrieben wird. Wenn Filmhistoriker das Ende der klassischen Studioära erwähnen, so ist damit nicht der Untergang der alten, etablierten Major- Studios gemeint. Bedingt durch die neue strategische Ausrichtung auf den Produktions- und Distributionssektor trugen Majors ihre Bezeichnung aufgrund ihres ökonomischen Volumens und ihrer dominanten Position im amerikanischen und internationalen Filmgeschäft. Diese Stellung ergab sich als Resultat ihrer Distributionsnetzwerke und Vermarktungskraft.
Alle Majors sind heute Teil von mehr oder weniger auf Medien spezialisierten Konglomeraten und bilden gemeinsam die Trägerschaft der Motion Picture Association of America. Ihre Mitglieder Warner Bros., Universal, 20th Century Fox, Paramount und Columbia sollen im weiteren Verlauf beschrieben werden. Zudem Walt Disney, welches als Animationsstudio seit den Dreißigerjahren existiert, aber erst seit seinem Aufstieg und Vorstoß in den Unterhaltungsmarkt in den Achtzigerjahren als Major- Studio bezeichnet wird.
Kapitel 2.2, Studioprofile: Im Moment gehen 90% aller Gesamtumsätze der amerikanischen Filmindustrie von den sechs großen Film- Studios aus. Diese sind die Walt Disney Studios, 20th Century Fox, Paramount Pictures, Sony Pictures, Universal Studios und zusammengefasst Warner Bros. und New Line Cinema. Diese Major- Studios sind Teile eines ihnen jeweils übergeordneten Medien- Konglomerats, wobei jedes einzelne Major- Studio seine eigenen Produktionsstudios aufweist. Zusammen kontrollieren diese Unternehmen den größten Teil der Medien- und Entertainment Landschaft, nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, ebenso wie teilweise in Asien und Lateinamerika und sollen nun einzeln vorgestellt werden.
Kapitel 2.2.1 Time Warner: Der weltweit größte Medienkonzern mit einem Gesamtumsatz von 44,224 Milliarden US Dollar im Jahr 2006 (siehe Tabelle 2), ist das Resultat zahlreicher Fusionen. Wie aus dem Konzernnamen hervorgeht, sind die Eckpfeiler des Konzerns der Time- Verlag und die Warner- Studios. Time Warner beherbergt Firmen wie das Verlaghaus Time Inc., die Major- Studios Warner Bros. und New Line Cinema, die Fernsehsparten HBO und TBS, sowie den Kabelnetzbetreiber Warner Cable Inc.. Sowohl der Umsatz, als auch der Gewinn nach Steuern sind seit 2001 kontinuierlich angestiegen.
Kapitel 2.2.1, Time Warner: Der weltweit größte Medienkonzern mit einem Gesamtumsatz von 44,224 Milliarden US Dollar im Jahr 2006 (siehe Tabelle 2), ist das Resultat zahlreicher Fusionen. Wie aus dem Konzernnamen hervorgeht, sind die Eckpfeiler des Konzerns der Time- Verlag und die Warner- Studios. Time Warner beherbergt Firmen wie das Verlaghaus Time Inc., die Major- Studios Warner Bros. und New Line Cinema, die Fernsehsparten HBO und TBS, sowie den Kabelnetzbetreiber Warner Cable Inc. Sowohl der Umsatz, als auch der Gewinn nach Steuern sind seit 2001 kontinuierlich angestiegen.
Studio- Geschichte Das Filmstudio entstand 1923 in Los Angeles, einem Jahr nach der Gründung des Time Verlages in New York. 1927 gelang mit The Jazz Singer der erste Tonfilm der Geschichte und damit der Durchbruch des Studios. Man setzte nicht so sehr auf glamouröse Monumentalfilme, vielmehr auf Gangsterfilme und Liebesdramen und landete Überraschungserfolge mit Casablanca 1942 und Der Exorzist 1973. In den Fünfziger- und Sechzigerjahren erweiterte Warner sein Geschäftfeld auf die Fernseh- und Schallplattenproduktion. Im Jahre 1989 entschloss man sich zu einer Fusion von Warner und Time zu einem integrierten Medienkonzern, um möglichst viele Mediengattungen unter einem Dach zu vereinen.
1996 akquirierte man zusätzlich die CNN- Gruppe, zu der neben dem gleichnamigen Nachrichtensender auch Themenkanäle wie TNN oder TNT und ein großes Filmlager gehörten. 2000 verschmolz Time Warner mit dem Internetanbieter AOL zu AOL Time Warner. Also der weltgrößte Betreiber klassischer Medien und der erfolgreichste Spieler der neuen digitalen Medienwelt. Es dauerte nicht lange bis die Internet- Blase an den Aktienmärkten platzte, was zu einer Krise des Unternehmens führte. Es galt, den angeschlagenen Konzern zu sanieren und wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Im Herbst 2003 strich man daher neben über 10.000 Arbeitsplätzen auch die Buchstaben AOL aus dem Konzernnamen und war wieder Time Warner.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836621106
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Dudda, Jens März 2007: Der amerikanische Blockbuster, Hamburg: Diplomica Verlag
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Hollywood, Filmindustrie, Kommerzialisierung, Blockbuster, US-Film



