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Aktuelles Thema

Die women&work in Bonn

Understatement ist out: (Be-)Werbungstipps für Frauen

Die Karrieremesse women&work am 8. Juni 2013 in Bonn

Zur women&work, der Karrieremesse für Frauen, gibt Initiatorin Melanie Vogel Tipps, wie Frauen sich angemessen und wirkungsvoll bewerben können. Eine ansprechende Bewerbung öffnet die Türen in das Personalbüro und ist ein wichtiger Schritt in den Berufsstart oder beim Jobwechsel. Dennoch zeigen viele Frauen ein gewisses Understatement wenn es darum geht, die eigenen Stärken und Qualifikationen zu verkaufen. "Im Bewerbungsprozess die (Be-)Werbung in eigener Sache das A und O", so Melanie Vogel.

Unwissenheit über die Anforderungen an die 'richtige' Bewerbung führt häufig zu Unsicherheiten, die sich oftmals durch den gesamten Bewerbungsprozess ziehen. Dabei ist die Bewerbung bei ganz sachlicher Betrachtung nicht mehr als eine nutzerfreundliche Zusammenstellung des eigenen Werdegangs (Lebenslauf) und ein freundlicher Geschäftsbrief, in dem sich die Bewerberin als Mitarbeiterin empfiehlt (Anschreiben). Zeugnisse und Qualifikationen, die mitgeschickt werden, untermauern lediglich die 'technischen Daten' aus dem Lebenslauf.

Das Anschreiben ist der wichtigste Teil der Bewerbungsmappe und hat zwei wichtige Funktionen: Zum einen soll es die Motivation der Bewerberin für das Unternehmen deutlich machen und zum anderen müssen Bewerberinnen in dem Anschreiben ihre Persönlichkeit zum Ausdruck bringen. Es ist daher wichtig, dass Frauen in ihrem Anschreiben immer auch auf Daten und Erfahrungen aus ihrem Leben zurückgreifen und diese als plastische Beispiele heranziehen. Dazu ist es notwendig, dass sich Frauen darüber Gedanken machen, was sie als Person für dieses Unternehmen leisten können und welche Vorteile das Unternehmen durch die Zusammenarbeit genau mit ihnen hat.

Bei der Erstellung des Lebenslaufs ist es wichtig darauf zu achten, dass er optisch gut gestaltet, übersichtlich und schnell zu überfliegen ist. Insbesondere bei Berufserfahrung, Praktika oder Nebenjobs dürfen und sollten Bewerberinnen mit kurzen Stichpunkten die wichtigsten Aufgaben der jeweiligen Station nennen. Sie ermöglichen dem Leser eine schnelle Übersicht über die vorhandenen praktischen Erfahrungen.

"Frauen neigen dazu, im Bewerbungsprozess und später auch bei Gehaltsverhandlungen die Understatement-Strategie zu verfolgen", so die Karriere-Expertin Vogel. "Anstatt ihre eigene Leistung herauszustellen und auch mit einem monetären Wert zu hinterlegen, stapeln Frauen tief und stellen sich damit selbst ins Abseits oder verkaufen sich schon beim Berufseinstieg unter Wert."

Frauen müssen sich also, genau wie ihre männlichen Kontrahenten, bei der Erstellung der Bewerbungen bewusst sein, wer sie sind, was sie können, wo ihre Stärken liegen und - ganz wichtig - was ihre beruflichen Ambitionen und Wünsche sind. "Der Bewerbungsprozess beginnt mit der Bewerbung und endet – vorerst – mit der Verhandlung des eigenen Gehaltes. Es geht hier auf Unternehmensseite ganz wirtschaftlich um die Kosten-Nutzen-Relation", weiß die Unternehmerin. "Je besser eine Bewerberin herausstreicht, welchen wirtschaftlichen Nutzen sie dem Unternehmen bringt, umso besser ist ihre Verhandlungsposition und das Ergebnis zeigt sich dann im verhandelten Einstiegsgehalt."

Bei der Erstellung der Bewerbungsmappe ist es daher wichtig, mit viel gesundem Menschenverstand vorzugehen und darauf zu verzichten, Bewerbungshandbücher zu wälzen oder Musterlebensläufe und -anschreiben zu nutzen. Die Bücher verleiten nur dazu, Sätze oder Textblöcke zu kopieren. Das eigentliche Ziel, dass Bewerberinnen sich mit sich selbst beschäftigen und ihre Karrierewünsche und Ambitionen in eigene Worte fassen und mit ihrer Bewerbung individuelles und authentisches Selbstmarketing betreiben, wird damit untergraben.

Fazit:
Clevere Bewerberinnen nehmen im Vorfeld eine ehrliche Eigenanalyse vor und überlegen sich strategisch ganz genau, in welchen Bereichen sie vermutlich langfristig motiviert und mit Spaß arbeiten werden und welche Branchen / Unternehmen ihnen dieses Arbeitsumfeld am ehesten bieten können. Diese Motivation und dieser Eigenantrieb spiegelt sich im Anschreiben und wird durch einen optisch gut strukturierten und übersichtlichen Lebenslauf untermauert. Diese authentische Bewerbung ist der erste Schritt zur optimalen Eigenvermarktung, denn erst jetzt können Bewerberinnen offensiv nach außen treten und erfolgreich Marketing in eigener Sache betreiben.


Die
women&work am 8. Juni in Bonn – das Karriere-Highlight für Frauen
www.womenandwork.de

Eine gute Möglichkeit für Frauen, ihr eigenes Selbst-Marketing zu testen, bietet der Messe-Kongress women&work, der am 8. Juni 2013 von 10:00 bis 17:30 Uhr in Bonn stattfindet. Ob Studentin, Absolventin, erfahrene Fachfrau, Wiedereinsteigerin, Führungskraft oder einfach nur ambitioniert – auf der women&work  können Besucherinnen knapp 100 Unternehmen treffen, die nach weiblicher Verstärkung Ausschau halten.


Mehr als 40 Vorträge & Workshops, beim Company-SLAM in 60 Sekunden mehr über den Wunsch-Arbeitgeber erfahren, beim Women MINT-Slam von erfahrenen Frauen lernen, sich bei Mentoring4Minutes als Mentee versuchen und sich mit erfahrenen Führungsfrauen austauschen oder VIPs wie Jörg Schönenborn, Bascha Mika und Thomas Sattelberger live erleben – das alles bietet die women&work von 10:00 – 17:30 Uhr. Der Messebesuch ist kostenfrei!


Weitere Infos zur Messe unter www.womenandwork.de*

 

* Für den Inhalt der o.g. Links sind die Veranstalter der women&work verantwortlich.

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