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Das aid-Medium '5-Sterne für's Frühstücken'

Evaluation der medialen Umsetzung im Rahmen von Ernährungserziehung an vier Grundschulen. Eine empirische Untersuchung

Das aid-Medium '5-Sterne für's Frühstücken'
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Uta Eickmeier
  • Abgabedatum: Februar 2004
  • Umfang: 184 Seiten
  • Dateigröße: 6,9 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9726-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9726-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9726-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Eickmeier, Uta Februar 2004: Das aid-Medium '5-Sterne für's Frühstücken', Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Gesundheitsförderung, Prävention, Ernährungsunterricht, Übergewicht, Adipositas

Diplomarbeit von Uta Eickmeier

Problemstellung:

Das Zentrale Problem ist der Gesundheitsstatus der Kinder. Ein Artikel aus der Bonner Rundschau im Sommer 2003 schreibt: „Jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche in Deutschland sind zu dick“. Solche und ähnliche Schlagzeilen finden sich heute in jedem Gesundheitsmagazin. Es wird über die Gründe des vielschichtigen Problems parliert und diskutiert. Übergewicht ist aber nur eine Erkrankung, die sich auf falsches Essverhalten zurückführen lässt. Im Laufe der Arbeit kommen noch weitere ernährungsbedingte Erkrankungen kurz zur Sprache.

Fakt ist, dass diese Krankheitsbilder dem heutigen Ernährungsverhalten, hier als das gewohnheitsmäßige Essen und Trinken verstanden, zu Grunde liegen, die die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen widerspiegeln, unter denen die Kinder aufgewachsen sind. Die Schlagwörter lauten: Quantität statt Qualität, Eile statt Genuss. Bundesverbraucherministerin Renate Künast will vor allem dem Übergewicht der Jugend zu Leibe rücken. Auf dem Kongress „Kinder und Ernährung“ in Berlin sagt die Ministerin: „Wir brauchen eine neue Esskultur, das heißt aber nicht weniger Genuss“.

In der modernen Gesellschaft steht als der zentrale Vermittler dieser neuen Esskultur die Schule. Die Schule nimmt damit einen hohen Stellenwert in der Ernährungserziehung ein. Vor allem die Grundschule, speziell der Sachunterricht, ist zu einem Ort der primärpräventiven Gesundheitsförderung mit Familien ergänzender Bedeutung geworden. Der Ernährungsunterricht unterscheidet sich aber von vielen anderen Unterrichtsthemen dadurch, dass nicht in erster Linie Wissen vermittelt, sondern das Verhalten beeinflusst werden soll. Die Schülerinnen und Schüler sollen dazu befähigt und motiviert werden, sich gesünder zu ernähren.

Für die Schule (Grundschule) ist deshalb eine Reihe von Unterrichtsangeboten für die Gesundheitserziehung, speziell Ernährungserziehung, entwickelt und veröffentlich worden, die das Verhalten der Schülerinnen und Schüler positiv beeinflussen sollen. Und genau hier liegt die eigentliche Problemstellung: Die Wirksamkeit schulischer Unterrichtsmaterialien (hier: Printmedien) für die Ernährungserziehung ist wenig erforscht. Es besteht damit Handlungsbedarf in diesem Bereich. Einvernehmen besteht aber darüber, dass verschiedene Faktoren dazu beitragen können, dass eine positive Beeinflussung des Verhaltens ganz oder teilweise misslingt. So hat eine falsche Ernährung keine unmittelbaren Sanktionen. Die Gesundheit ist nicht unmittelbar gefährdet. Ebenfalls weichen viele Empfehlungen stark voneinander ab. Dies führt zu einer Verunsicherung der Verbraucher. Auch Vorbildfunktionen von Eltern und Lehrkräften sind stark eingeschränkt. Unter solch erschwerten Bedingungen das Verhalten der Schüler zu beeinflussen, kann zu einer paradoxen Wirkung mit gesundheits- schädlichen Folgen führen.

Aus dieser Erkenntnis heraus entsteht der Ansatz für ein erfolgreiches Unterrichtskonzept, das auf eine Ernährungsumstellung als Unterrichtsziel abzielt, indem es auf das Lehren von Empfehlungen und Werten von Essgewohnheiten verzichtet. Es sollten keine pauschalen Regeln und Empfehlungen weitergegeben werden; vielmehr sollte der Erwerb von Handlungsfähigkeit dazu führen, dass es durch die eigenständige Entscheidungsfindung zu einem reflektierten individuellen Ernährungsverhalten kommt. So sollte vor allem der individuelle Umgang mit dem reichhaltigen Lebensmittelangebot unterstützt werden. Hieraus folgt als Konsequenz, dass die schulischen Lerninhalte und ihre Umsetzungsstrategien einer stetigen Reflexion bedürfen. Folglich sollen die Unterrichtsmaterialien als Leitfäden der Lehrer zur Unterrichtsgestaltung dienen, die Lerninhalte vergeben und Gestaltungsvorschläge machen. Sie sollen nicht nur dem naturwissenschaftlichen Aspekt, sondern auch der Entwicklung gesellschafts- und sozialwissenschaftlicher Aspekte gerecht werden.

Die Effektivität einer erfolgreichen Ernährungserziehung besteht darin, dass es neben der Vermittlung von Fachwissen bei den Kindern auch zum Erwerb von Handlungsfähigkeit kommt. Damit wird die Qualität des Ernährungsunterrichts durch die Effektivität und Effizienz des didaktischen Prozesses bestimmt. Der didaktische Prozess setzt sich aus den Elementen Lernziele, Lerninhalte und Gestaltungsprinzipien zusammen. Im Sinne der Qualitätssicherung ist es aber auch erforderlich, dass die Unterrichtsmaterialien auf die Akzeptanz und Zufriedenheit der Multiplikatoren stoßen. So wird die Ernährungserziehung im Interventionsfeld Schule von den Multiplikatoren geleistet. Maßnahmen zur schulischen Ernährungserziehung werden nur dann im Unterricht umgesetzt, wenn die Bedürfnisse der Multiplikatoren hinreichend berücksichtigt werden.

Aus dem zentralen Anliegen heraus, die Schüler handlungsfähig zu machen, indem sie lernen und erfahren, dass gute und gesunde Ernährung auch schmeckt und Spaß macht, soll das Aktionsheft „5 Sterne fürs Frühstücken“, dass für die Ernährungserziehung in den Klassen 1-4 der Grundschule konzipiert wurde, evaluiert werden.

Gang der Untersuchung:

Um der Arbeit einen Rahmen zu geben, waren für das Zusammenstellen der hier publizierten Arbeitsergebnisse folgende Überlegungen maßgeblich:

Wesentlich ist, dass sich die vorliegende Arbeit auf einen spezifischen Bereich schulischer Qualität - auf Unterricht - konzentriert. Wie oben festgestellt, dürfen die weiteren Überlegungen nicht rein naturwissenschaftlicher Art sein. Entscheidend ist, dass der Mensch die Mitte des Lernprozesses bildet. So sollen in den folgenden Kapiteln Leitgedanken von Didaktikern, Gesellschaftswissenschaftlern und Naturwissenschaftlern, die sich für eine wirksamen Ernährungserziehung im Unterricht aussprechen, aufgegriffen und beschrieben werden.

Den praktischen Teil bildet der Evaluationsbericht über den Ablauf der Unterrichtseinheit mit dem aid-Heft „5 Sterne fürs Frühstücken“ und der zusätzlichen postalischen Befragung weiterer Multiplikatoren. Am Ende folgt die Auseinandersetzung, ob und inwiefern die angestrebten Ziele erreicht wurden und mögliche Konsequenzen aus den Ergebnissen für diese und weitere Publikationen gezogen werden können. Zu den einzelnen Kapiteln lässt sich Folgendes sagen:

Kapitel zwei dient als Grundlage für den praktischen Teil der vorliegenden Arbeit. Hier wird zunächst die Ernährung der Kinder, d.h. die gesundheitliche Situation, die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung und die Essgewohnheiten der Kinder, beschrieben. Im zweiten Teil dieses Kapitels soll die Ernährungserziehung in der Schule (Grundschule) als Interventionsfeld für primärpräventive Maßnahmen in den Mittelpunkt rücken. Gleich einem geschichtlichen Rückblick bis in die Gegenwart soll die schulische Gesundheitsförderung dokumentiert werden. Dabei soll vor allem dem neuen schulischen Konzept, dem „Ganzheitskonzept“, besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dementsprechend sollen Aufgaben und Ziele und die damit verbundenen Probleme des Sachunterrichts, der die Ernährungserziehung als Schwerpunktthema im Lehrplan legitimiert, dargelegt werden.

Im dritten Teil werden diejenigen didaktisch-methodischen Ansätze in den Mittelpunkt gestellt, die zur Umsetzung des „Ganzheitskonzepts“ im Rahmen der Ernährungserziehung notwendig sind. Nachfolgend sollen an einem theoretischen Beispiel, dem Schulfrühstück, die didaktischen Leitgedanken für ein gesundheitserhaltendes und –förderndes Essen und Trinken veranschaulicht werden.

Die Kapitel drei bis sieben stellen den empirischen Teil der Arbeit dar. Vor der Evaluation sollen die Struktur der Unterrichtsmaterialien des Frühstücksbausteins und die Ziele der zuvor festgelegten Zielgruppen (Grundschullehrer, Schüler und Multiplikatoren) beschrieben werden. Die geforderten Ziele sollen die Qualität des Frühstücksbausteins sichern. Näheres zum Untersuchungsdesign kann den Kapiteln drei, vier und sechs entnommen werden. Die Evaluation im ersten Teil dient der Unterrichtserprobung der Materialien in der Schulpraxis. Die Funktion des Projekts ist die Beschreibung von Stärken und Schwächen der Unterrichtsmaterialien sowie die Aufklärung von Verwendungsvarianten. Durch die Ergebnisse können die so gewonnenen Erfahrungen in neue Unterrichtsmedien aufgenommen werden und sodann mögliche Revisionen erfolgen.

An das vierte Kapitel werden die Ergebnisse der Praxisevaluation anschaulich dargestellt. Die postalische Befragung der Multiplikatoren im zweiten Teil der Evaluation (s. Kap. 6), bei der auf komplizierte und tief greifende Fragen verzichtet werden muss, soll vorrangig den Verwendungszweck ermitteln.

Im Anschluss an die empirische Untersuchung werden auch hier die Ergebnisse anschaulich präsentiert (s. Kap. 7). In Kapitel acht erfolgt die Diskussion aller Ergebnisse unter Einbeziehung der gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die Kapitel neun bis zwölf bilden den Schluss der wissenschaftlichen Arbeit. Im Anschluss an Kapitel acht folgt zunächst in Deutsch und dann in Englisch eine Schlussbetrachtung der wesentlichen theoretischen Erkenntnisse und der diskutierten Ergebnisse aus der empirischen Untersuchung.

Nach Kapitel elf, dem Literaturverzeichnis, finden sich im Anhang für den interessierten Leser statistische Auswertungen aller Ergebnisse, ein Begleitschreiben für die postalische Befragung, alle verwendeten Fragebögen sowie eine dokumentierte Fotoaktion, die die Praxisevaluation visualisiert.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis VII
Bildverzeichnis IX
1. Einführung 1
1.1 Evaluationsauftrag 1
1.2 Problemstellung 1
1.3 Inhaltlicher Überblick 3
2. Ernährungserziehung und Gesundheitsförderung als primärpräventive Maßnahme in der Grundschule 5
2.1 Ernährung im Kindesalter 5
2.1.1 Gesundheitsstatus der Kinder 5
2.1.2 Bedeutung der Ernährung im Kindesalter 5
2.1.3 Essgewohnheiten der Schüler “Ist-Situation“ 6
2.2 Gesundheitsförderung im Schulalltag 7
2.2.1 Begriffsbestimmung “Gesundheitsförderung“ 7
2.2.2 Gesundheitsförderung im Wandel 8
2.2.3 Umsetzung des Ganzheitskonzepts 9
2.2.4 Stand und Perspektiven des Sachunterrichts 10
2.2.4.1 Begriffsbestimmung „Sachunterricht“ 10
2.2.4.2 Aufgaben und Ziele 10
2.2.4.3 Problematik des Sachunterrichts 11
2.2.4.4 Qualität des Sachunterrichts 12
2.3 Didaktik effektiver Ernährungserziehung 12
2.3.1 Begriffsbestimmung “Ernährungerziehung“ 12
2.3.2 Effektiver Ernährungsunterricht 13
2.3.3 Grundsätze effektiver Unterrichtsgestaltung 13
2.2.3.1 Handlungsorientiert 14
2.2.3.2 Schülerorientiert 14
2.2.3.3 Sachorientiert 15
2.3.3.4 Elternkooperation 15
2.3.3.5 Anthropogene Voraussetzungen von Lehrern und Schülern 16
2.4 Die Thematik des Schulfrühstücks „Ein Beitrag zum Ernährungslernen“ 18
3. Evaluation des Printmediums „5 Sterne fürs Frühstücken“ 20
3.1 Struktur der Unterrichtsmaterialien 20
3.2 Ziele und Zielgruppen 21
4. Empirische Untersuchung des Frühstücksbausteins durch die Befragung der Grundschullehrer und Schüler im Unterricht 22
4.1 Evaluationsdesign „Lehrer- und Schülerbefragung“ 22
4.2 Leitfragen und Hypothesen 24
4.3 Auswahl der Schulen 25
4.4 Ablaufplan 25
4.5 Methoden 27
4.5.1 Lehrerbefragung 28
4.5.2 Schülerbefragung vor der Unterrichtsreihe mit dem Frühstücksbaustein 29
4.5.3 Schülerbefragung nach der Unterrichtsreihe mit dem Frühstücksbaustein 31
4.5.4 Teilnehmende Beobachtung 31
4.5.5 Fotodokumentation 32
4.6 Inhaltlicher Aufbau der Fragebögen 32
4.6.1 Lehrerfragebogen 32
4.6.2 Schülerfragebogen vor der Unterrichtsreihe mit dem Frühstücksbaustein 36
4.6.3 Schülerfragebogen nach der Unterrichtsreihe mit dem Frühstücksbaustein 38
5. Ergebnisse des Frühstücksbausteins durch die Befragung der Grundschullehrer und Schüler im Unterricht 39
5.1 Befragungsergebnisse Lehrer 40
5.1.1 Beschreibung der Teilnehmer 40
5.1.2 Handhabung 41
5.1.3 Unterrichtsgestaltung 46
5.1.3.1 Handlungsorientiertes Unterrichten 46
5.1.3.2 Schülerorientiertes Unterrichten 50
5.1.3.3 Sachorientiertes Unterrichten 53
5.1.4 Elternzusammenarbeit 54
5.1.5 Anthropogene ernährungsbezogene Voraussetzungen 55
5.2 Befragungsergebnisse der Schüler vor der Unterrichtsreihe mit dem Frühstücksbaustein 56
5.2.1 Beschreibung der Teilnehmer 56
5.2.2 Anthropogene ernährungsbezogene Voraussetzungen 56
5.2.3 Lerntest 58
5.3 Befragungsergebnisse der Schüler nach der Unterrichtsreihe mit dem Frühstücksbaustein 58
5.3.1 Beschreibung der Teilnehmer 58
5.3.2 Anthropogene ernährungsbezogene Voraussetzungen 58
5.3.3 Akzeptanz und Zufriedenheit 59
5.3.4 Lerntest 63
5.4 Ergebnisse teilnehmende Beobachtung 64
6. Empirische Untersuchung des Frühstücksbausteins durch die Befragung der Multiplikatoren 64
6.1 Evaluationsdesign „Multiplikatorenbefragung“ 64
6.2 Leitfragen 65
6.3 Auswahl der Multiplikatoren 65
6.4 Methoden 66
6.5 Inhaltlicher Aufbau des Fragebogens 67
7. Ergebnisse des Frühstücksbausteins durch die Befragung der Multiplikatoren 68
7.1 Beschreibung der Teilnehmer 69
7.2 Verwendungszweck 70
7.3 Aktionsformen und Nutzungsgrad 71
7.4 Akzeptanz und Zufriedenheit 71
7.5 Kaufentscheidung 72
7.6 Verbesserungsvorschläge 73
7.7 Themenwünsche 74
8. Diskussion 74
8.1 Grundschullehrer 74
8.2 Schüler 79
8.3 Multiplikatoren 83
9. Zusammenfassung 84
10 Summary 88
11 Literaturverzeichnis 92
12 Anhang A1
12.1 Postalische Befragung A2
12.1.1 Begleitschreiben A2
12.1.2 Fragebogen A3
12.2 Praxisevaluation A5
12.2.1 Lehrerfragebogen A5
12.2.1 Erster Schülerfragebogen A14
12.2.2 Zweiter Schülerfragebogen A18
12.3 Fotodokumentation A36
12.3.1 Vorwort A37
12.3.2 Der Besuch auf dem Bauernhof A38
12.3.3 Frühstücken mal anders A42
12.3.4 Die fleißigen Bäcker A47
12.4 Auswertungen der Fragebögen A51
12.4.1 Auswertung Lehrerfragebögen A51
12.4.2 Auswertung Schülerfragebögen 1 und 2 A67
12.4.3 Auswertung Multiplikatorenfragebögen A84

Automatisiert erstellter Textauszug:

5.1.4 Elternzusammenarbeit Die Unterrichtsmaterialien als Leitfaden für den Unterricht beinhalten Ideen und Vorschläge für eine Elternkooperation und sollen die Aufgabe für ein erfolgreiches Zusammenarbeiten zwischen Lehrern, Schülern und Eltern erleichtern. Daher stand außer Frage, dass nicht nach dergleichen Unterrichtsangeboten und dem Verwendungsgrad der Arbeitshilfen aus dem Frühstücksbaustein gefragt wurde. Die Frage nach einer möglichen Zusammenarbeit mit den Eltern ergab, dass alle Lehrkräfte eine Teilnahme der Eltern durch das Angebot als realisierbar sehen. Der Einsatz der Formulierungshilfen für einen Elternbrief nutzten 3 Lehrer und den Vorschlag für einen Elternabend nur einer. Der Einbezug der Eltern in den Unterricht wird positiv bewertet. Im Unterricht zeigt sich, dass die Mitwirkung der Eltern bei Gruppenaktivitäten am größten ist. Von 13 geben 6 Lehrerinnen an, dass es durch die [...]

Es soll festgestellt werden, in welchem Mischungsverhältnis die einzelnen Unterrichtsverfahren für die jeweiligen Klassenstufen tatsächlich stattfinden. Der Durchschnitt, berechnet aus der Summe aller Klassenstufen und Lehrer (n=13), zeigt, dass durch das Arbeiten mit dem Frühstücksbaustein, das reine „teaching“ mit einem Anteil von 27 % mit unter einem Drittel am Lernprozess der Schüler beteiligt ist. Die Ausnahme bilden die Klassen des Jahrgangs 1. Hier beträgt der Anteil des „teaching“ 42 %. Grund hierfür ist, dass die kognitiven Anforderungen für die Verfahren „tutoring“ und „coaching“ bei den Erstklässern noch nicht entwickelt genug sind. Im Durchschnitt geben die Lehrer das freie Arbeiten mit 40 % an. Damit stellt dieses Unterrichtsverfahren den größten Anteil. Informationsträger Von den angewandten Medien wurden 46,7 % der Informationen über die unmittelbare Wirklichkeit an die Schüler weitergegeben, 43,3 % der Informationen wurden über die mittelbare Wirklichkeit gelehrt und die restlichen 10 % der Informationen wurden über Texte und Lehrervorträge, sprich dem „dargebotenen Wort“ vermittelt (Abb. 10). [...]

Die Lehrerinnen der verschiedenen Klassen beurteilen die einzelnen Unterrichtsverfahren sehr unterschiedlich. So ist festzustellen, dass die Lehrerinnen des ersten Schuljahres (n=5) die Informationsträger für einen traditionellen Unterricht (teaching) mit einer Durchschnittsnote von 2,2 am besten bewerten, dagegen werden die Unterrichtsmaterialien für die anderen Verfahren für weniger geeignet eingeschätzt (s. Abb. 4). Die Lehrerinnen der Klassen 2 (n=3) beurteilen die Materialien im Durchschnitt mit der Note 2 für den Frontal- und Medien gebundenen Unterricht am besten. Die Lehrerinnen der Klasse 3 (n=3) beurteilen die Unterrichtsmaterialien im Durchschnitt mit der Note 2 für den Medien gebundenen Unterricht am besten. Keine Schwankung in der Benotung zeigt die Lehrerin der vierten Schuljahrgangsklasse. Sie beurteilt die Materialien für die verschiedenen Unterrichtsverfahren durchweg mit der Note 2. Abbildung 9 zeigt die Bewertungen der Unterrichtsmaterialien, hinsichtlich der elementaren Unterrichtsverfahren. [...]

Arbeit zitieren:
Eickmeier, Uta Februar 2004: Das aid-Medium '5-Sterne für's Frühstücken', Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Gesundheitsförderung, Prävention, Ernährungsunterricht, Übergewicht, Adipositas

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