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Zypernpolitik der Bundesrepublik Deutschland von 1990 bis zum Ende der Regierung Kohl

Zypernpolitik der Bundesrepublik Deutschland von 1990 bis zum Ende der Regierung Kohl
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Maike Hübner
  • Abgabedatum: Juni 2000
  • Umfang: 135 Seiten
  • Dateigröße: 6,0 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2991-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2991-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2991-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hübner, Maike Juni 2000: Zypernpolitik der Bundesrepublik Deutschland von 1990 bis zum Ende der Regierung Kohl, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wiedervereinigung, Europäische Union, Zypern, Volksgruppenkonflikt, Außenpolitik

Magisterarbeit von Maike Hübner

Einleitung:

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der Teilung Zyperns speziell aus dem Blickwinkel Deutschlands.

Zu dem Zypern-Konflikt wurde und wird viel geschrieben. Die Weltöffentlichkeit beschäftigt sich jedoch hauptsächlich mit dem Beitritt Zyperns zur Europäischen Union oder mit dem Dauerzwist der beiden NATO-Partner Griechenland und Türkei um diese Insel.

Hier geht es nun darum, den bundesdeutschen Standpunkt zu beleuchten - haben Deutschland und Zypern doch mehr gemein als die anderen in den Konflikt involvierten Staaten.

Nikosia ist seit 1990 die nunmehr einzige noch zweigeteilte Hauptstadt der Welt. Bis dahin verband sie dieses Schicksal mit Berlin. Im Zuge des europäischen Zusammenwachsens und der lange für unmöglich gehaltenen Wiedervereinigung Deutschlands genießt Zypern ein ganz besonderes Augenmerk, auch wenn der Konflikt dort vielerorts eher dem Vergessen und der Verdrängung unterworfen war. Zumindest bis zum Sommer 1996 hatte die Situation Zyperns wenig Nachrichtenwert; jahrelang fielen auf der Insel keine Schüsse, die den Konflikt, wie etwa auf dem Balkan oder wenige Jahre zuvor im Golfkrieg, in das Blickfeld der Weltöffentlichkeit hätten rücken können.

Dies änderte sich jedoch im August 1996, als in der von der UNO kontrollierten Pufferzone zwei junge griechische Zyprioten im Zuge von Demonstrationen getötet wurden. Bis dahin hatte sich die europäische Öffentlichkeit nahezu an den Status quo auf Zypern gewöhnt, und selbst bei den Griechen war laut Meinungsumfrage das Interesse am Zypern-Konflikt stark zurückgegangen.

Die Ereignisse von 1989/90 in Deutschland gaben den Zyprioten Anlass zu der Hoffnung, dass auch die eigene Grenze nun bald fallen werde. Man darf aber nicht außer acht lassen, dass im Falle Deutschlands die Teilung „lediglich“ ideologische Grundlagen hatte, die nationale Identität jedoch hat eine Trennung durch Mauer und Stacheldraht überdauert. Auf Zypern aber sind Faktoren wie unterschiedliche Sprache und Religion bestimmend, man muss daher von zwei nationalen Identitäten ausgehen.

1990 ist aber auch das Jahr, in dem Zypern den Antrag auf Vollmitgliedschaft in der EU stellte und die Republik Zypern ihr 30jähriges Bestehen feierte.

Somit eignet sich dieses Datum besonders gut als Einstieg in die Problematik. Nichtsdestotrotz soll zu Beginn ein kurzer historischer Überblick gegeben werden, um das Entstehen und Eskalieren des Konfliktes und die Ereignisse, die zur Teilung der Insel führten, kurz zu skizzieren. Der Rückblick beginnt mit der britischen Kolonialherrschaft auf Zypern.

Ein Kapitel ist den politischen Ereignissen auf und um Zypern gewidmet, sowohl in Hinblick auf die beantragte EU-Vollmitgliedschaft wie auch auf den Verlauf des Konfliktes mit der Türkei.

Eine Chronik der deutsch-zypriotischen Beziehungen für den Zeitraum 1990 bis 1998 bildet den Hauptteil der Arbeit; wobei sowohl kultur- als auch wirtschaftspolitische Aspekte Berücksichtigung finden sollen. Interaktionen fanden jedoch häufig auf nicht-gouvernementaler Ebene statt; ebenso darf auch der internationale Rahmen bei dieser Betrachtung nicht ignoriert werden.

Mit der Ära Kohl endet auch der Betrachtungszeitraum dieser Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 3
2. Historischer Überblick 6
2.1 Die britische Kolonialherrschaft 6
2.2 Enosis oder Taksim - Zyperns Weg zur Unabhängigkeit 10
2.3 Die junge Republik 13
2.4 Putsch und Invasion 1974 20
2.5 Die Entwicklung nach 1974 23
3. Zypern seit 1990 27
3.1 Das Scheitern des New Yorker Zyperngipfels 27
3.2 Zypern stellt Antrag auf Vollmitgliedschaft in der EU 28
3.3 Die weiteren Ereignisse der 90er Jahre im Überblick 31
4. Die wirtschaftliche Situation Zyperns 42
4.1 Zyperns Wirtschaftslage nach der Unabhängigkeit 42
4.2 Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Invasion von 1974 44
4.3 Wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und Zypern 47
5. Chronik der deutsch-zypriotischen Beziehungen von 1990 bis 1998 50
5.1 Die Ära Adenauer 51
5.2 1990: Wiedervereinigung der BRD - 30 Jahre Republik Zypern 53
5.3 1991: Golfkrieg überschattet Zypernkonflikt 59
5.4 1992: Deutsche Waffen für die Türkei!? 62
5.5 1993: Präsidentschaftswechsel auf Zypern - „Zoff“ in der SPD 68
5.6 1994: Deutsche Unterstützung für EU-Beitritt Zyperns 73
5.7 1995: „Deutschland muss Führungsrolle übernehmen“ 77
5.8 1996: Gewalttätige Auseinandersetzungen auf Zypern 80
5.9 1997: Die Diskussion um die deutschen Waffen setzt sich fort / Türkei bricht Dialog mit der EU ab! 92
5.10 1998: Regierungswechsel in Bonn 106
6. Zypern-Initiativen in Deutschland 113
6.1 Das Deutsch-Zyprische Forum (DZF) 113
6.2 Die Deutsch-Zypriotische Parlamentariergruppe 115
7. Schlussbetrachtung 118
8. Literaturverzeichnis 123

Arbeit zitieren:
Hübner, Maike Juni 2000: Zypernpolitik der Bundesrepublik Deutschland von 1990 bis zum Ende der Regierung Kohl, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wiedervereinigung, Europäische Union, Zypern, Volksgruppenkonflikt, Außenpolitik

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