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Zusammenhang zwischen atmosphärischen Telekonnektionen und stratosphärischer Ozonverteilung

Zusammenhang zwischen atmosphärischen Telekonnektionen und stratosphärischer Ozonverteilung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Claudia Hak
  • Abgabedatum: Dezember 2001
  • Umfang: 92 Seiten
  • Dateigröße: 12,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5046-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5046-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5046-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hak, Claudia Dezember 2001: Zusammenhang zwischen atmosphärischen Telekonnektionen und stratosphärischer Ozonverteilung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: stratosphärisches, Atmosphärenphysik, NAO, Telekonnektion, Korrelationsanalyse

Diplomarbeit von Claudia Hak

Zusammenfassung:

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Änderungen in der stratosphärischen Ozonverteilung hoher nördlicher Breiten im Winter im Zusammenhang mit atmosphärischen Telekonnektionen zu untersuchen. Die Untersuchung schließt die erwähnte Nordatlantische Oszillation und Polar-Eurasische Telekonnektion mit ein und eine weitere Telekonnektion der Nordhemisphäre, die Ostatlantische Telekonnektion. Dazu werden statistische Verfahren der Korrelationsanalyse und der Analyse mittels Empirischer Orthogonaler Funktionen (EOF) angewendet, die durch höhenabhängige Untersuchung Einblick in die dynamisch bedingte Ozonvariabilität gewähren.

Aus der Analyse der Ergebnisse können Hypothesen möglicher Mechanismen entwickelt werden, welche die beobachtete Variabilität herbeiführen. Hierfür werden zusätzlich Untersuchungen des PV-Feldes im Zusammenhang mit den Telekonnektionen durchgeführt, welches die Dynamik der Stratosphäre maßgeblich beherrscht und auch mit der polaren Ozonverteilung eng verbunden ist. Eine höhenaufgelöste Untersuchung wird durch Verwendung von Ozondaten aus Satelliten-Okkultationsmessungen und Ozonsondenprofilen einer arktischen Station ermöglicht. Die Satellitenmessungen gewährleisten eine kontinuierliche Überdeckung hoher Breiten und erfassen einen größeren Höhenbereich als Ballonsondierungen.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 1
1. Grundgrößen der Stratosphäre 4
1.1 Thermischer Aufbau der Atmosphäre 4
1.2 Potentielle Temperatur 5
1.3 Potentielle Vorticity 6
2. Ozon und Dynamik der Stratosphäre 8
2.1 Messgrößen für Ozon 8
2.2 Ozonchemie 9
2.2.1 Chapman-Chemie 9
2.2.2 Katalytische Zyklen 10
2.3 Vertikale und globale Ozonverteilung 12
2.4 Polarwirbel und stratosphärische Zirkulation 14
2.5 Prozesse im polaren Sommer 15
2.6 Unterschiede nord- und südhemisphärischer Polarwirbel 17
3. Telekonnektion 19
3.1 Telekonnektionskarten 20
3.2 Methode der rotierten Empirischen Orthogonalfunktionen 20
3.3 Verwendete Telekonnektionen 21
3.3.1 Nordatlantische Oszillation – NAO 21
3.3.2 Polar-Eurasisches Muster – POL 23
3.3.3 Ostatlantisches Muster – EA 24
4. Verwendete Ozondaten 26
4.1 Satellitenfernerkundung von Ozonvertikalverteilungen 26
4.1.1 Okkultations-Beobachtung 27
4.1.2 Limb-Messung (Horizontsondierung) 28
4.2 Satelliten-Meßinstrumente 29
4.2.1 Polar Ozone and Aerosol Measurement (POAM-II und -III) 29
4.2.2 Improved Limb Atmospheric Spectrometer (ILAS) 30
4.2.3 Microwave Limb Sounder (MLS) 31
4.3 Ozonsonden 32
5. Analyse des Ozonfeldes mittels Empirischer Orthogonalfunktionen (EOF) 33
5.1 Führende EOFs 33
5.2 Zeitliche Entwicklungskoeffizienten (PCs) 36
5.3 Physikalische Deutung 37
6. Korrelationsuntersuchung 39
6.1 Methode 39
6.2 Idee und Vorgehen 40
6.3 Grundlegende Zusammenhänge zur Interpretation der Korrelationsplots 41
6.3.1 Bedeutung der Lage horizontaler Gradienten 41
6.3.2 Chemische Lebensdauer von Ozon 42
6.3.3 Diabatische Lebensdauer der Temperatur 43
6.4 Datenübersicht 45
6.5 Korrelationsanalyse: Nordatlantische Oszillation 46
6.5.1 Beobachtung: Satelliten- und Sondendaten 47
6.5.2 Interpretation 49
6.6 Korrelationsanalyse: Polar Eurasische Telekonnektion 54
6.6.1 Beobachtung instantaner und zeitlich verschobener Zusammenhänge 54
6.6.2 Interpretation 58
6.7 Korrelationsanalyse: Ostatlantische Telekonnektion 63
6.7.1 Beobachtung: Satelliten- und Sondendaten 63
6.7.2 Interpretation anhand eines Modells 65
Zusammenfassung und Ausblick 70
Verwendete Symbole und Abkürzungen 72
Anhang 73
A. Statistische Verfahren 73
B. Breitenvariation der Satelliten 78
Literaturverzeichnis 80

Automatisiert erstellter Textauszug:

Da SPOT sich in einem polaren sonnensynchronen Orbit bewegt, sieht POAM bei jedem Umlauf die Sonne über hohen nördlichen Breiten aufgehen. Der SPOT-Satellit absolviert täglich 14,2 Umläufe, d.h. 14,2 Sonnenauf- und -untergänge, damit erhält man ca. 28 Okkultationsmessungen pro Tag - etwa 14 Messungen entlang eines Breitenkreises auf der Nordhemisphäre und etwa 14 entlang eines Breitenkreises auf der Südhemisphäre. Über ein gesamtes Jahr betrachtet, variieren die Breiten, in denen die Messungen stattfinden, mit etwa halbjährlicher Periode auf der Nordhemisphäre zwischen 55° und 71° N (s. Anhang B, Abb. B.1 und B.3), während sie sich auf der Südhemisphäre zwischen 63° bis 88° S bewegen. Diese Breitenüberdeckung erlaubt POAM zwischen Anfang des Winters und Anfang Frühjahr Luftmassen innerhalb und außerhalb des stratosphärischen arktischen Vortex zu beproben. Aufeinanderfolgende Messungen auf der Nordhemisphäre sind breitenabhängig um 700 bis 1600 km westwärts versetzt. POAM erzeugt dadurch tägliche Länge-Höhe-Querschnitte von Ozon und anderen Spurengasen entlang des jeweiligen Breitenkreises. Der Vergleich der Ozonmessungen der Version 5 von POAM-II-Daten mit ECC-Ozonsondenprofilen zeigte in allen Höhen etwas geringere Werte der Satellitenmessungen. Die Abweichung reichte von 2-3% in den untersten und obersten Bereichen des Überlapps der Profile (17 und 30 km) bis 7,6% von 21 bis 24 km, was mit den berechneten Fehlern beider Instrumente vergleichbar ist [Deniel et al., 1997]. Hier wurde die Version 6 der POAM-II-Daten verwendet. Die Validierung der Ozondaten der Version 1.4 von POAM-III wurde ebenfalls anhand von Vergleichen mit ECC-Ozonsonden durchgeführt. Diese wiesen im Höhenbereich von 15 km bis 38 km gute Übereinstimmung auf (besser als 10%). In den meisten Höhen waren die mittleren Differenzen geringer als die Unsicherheit dieser Mittelwerte, was auf keine statistisch signifikanten Abweichungen hinweist. Größere Unterschiede (10-20%) werden unter 15 km verzeichnet [Lucke et al., 1999]. Eine höhere Genauigkeit wird bei der hier verwendeten Version 3 angenommen. [...]

Die Sensoren POAM-II und -III (Polar Ozone and Aerosol Measurement) wurden vom US Naval Research Laboratory (NRL) entwickelt, um Vertikalprofile der Ozonkonzentration und von Konzentrationen anderer Spurengase und Aerosole in der polaren Stratosphäre mittels solarer Okkultation zu messen. POAM-II wurde im September 1993 auf dem französischen Satelliten SPOT-3 (Système Pour l’Observation de la Terre) in einen sonnensynchronen polaren Orbit gestartet. Das Photometer POAM-II und sein Nachfolger POAM-III erfaßt in neun schmalbandigen Kanälen den Spektralbereich von 352 bis 1060 nm. Für die Extinktionsmessung von Ozon verwendet POAM-II den Kanal der Wellenlänge 600 nm (POAM-III: 603,4 nm; beide mit einer Breite von 17,7 nm), die in der Chappuis-Bande im sichtbaren Teil des Spektrums liegt. Die Ozonprofile werden im Höhenbereich von etwa 15 bis 50 km (bzw. 10 bis 60 km für POAM-III) mit einer vertikalen Auflösung von 1 km zwischen 20-40 km und etwa 1,5 km in höheren und tieferen Höhen erfaßt und auf einem 1 km Höhengitter abgeleitet. Für einen Vertikalscan benötigt POAM etwa 10 Sekunden. Nach drei Jahren Betriebsdauer versagte SPOT-3 im November 1996. POAM-III wurde entworfen, um die POAM-II Messungen zeitlich zu erweitern. Das Instrument ist daher in Design und Funktion sehr ähnlich zu seinem Vorgänger, wurde aber in mehreren Bereichen verbessert. Zu den Verbesserungen zählt eine starke Verbesserung des Signal-RauschVerhältnisses der Messungen, was zu genaueren Meßergebnissen führt. Der Sensor wurde im März 1998 an Bord des Erdbeobachtungssatelliten SPOT-4 des CNES (Centre National d’Études Spatiales) ins All gebracht und befindet sich noch im Routinebetrieb. SPOT-4 hat dieselbe Umlaufbahn wie SPOT-3, daher ist auch das durch die Messungen erfaßte Gebiet identisch. Der Orbit der Satelliten SPOT 3 und 4 überdeckt alle geographischen Längen jeden Tag. Durch den Orbit von SPOT finden die solaren Okkultationsereignisse im Nordwinter nahe dem Nordpol statt. [...]

Limb-Messungen, im Deutschen als horizontsondierende Beobachtungen bezeichnet, basieren auf derselben Beobachtungsgeometrie wie solare Okkultations-Messungen (s. Abb. 4.2). Bei der Limb-Messung wird die oberhalb des Horizonts in Richtung Instrument gestreute Strahlung und/ oder die thermische Emission der atmosphärischen Bestandteile als Funktion der Höhe über der Erdoberfläche (Tangentenhöhen) gemessen. Eine vertikale Abtastung der mittleren und hohen Atmosphäre wird durch Blick des Meßinstruments entlang verschiedener Sekanten durch die Erdatmosphäre ermöglicht. Diese Beobachtungsgeometrie gestattet es, auf einfache Weise sehr genaue Profilinformation über die Atmosphäre zu gewinnen. Wegen ihrer guten vertikalen Auflösung und der langen Weglängen durch die Atmosphäre werden Limb-Messungen zu chemischen Beobachtungen von Stoffen geringer Konzentrationen herangezogen. Zur Troposphärensondierung läßt sich das Ver1. sonnensynchron: Die Ebene der Umlaufbahn bildet einen konstanten Winkel mit der Linie Erde-Sonne. [...]

Arbeit zitieren:
Hak, Claudia Dezember 2001: Zusammenhang zwischen atmosphärischen Telekonnektionen und stratosphärischer Ozonverteilung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
stratosphärisches, Atmosphärenphysik, NAO, Telekonnektion, Korrelationsanalyse

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