Der Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und beruflicher Leistung – Eine Feldstudie
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Johannes Walser
- Abgabedatum: August 2011
- Umfang: 102 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt Deutschland
- Bibliografie: ca. 50
- ISBN (eBook): 978-3-8428-2387-7
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Walser, Johannes August 2011: Der Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und beruflicher Leistung – Eine Feldstudie, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Arbeitszufriedenheit, berufliche Leistung, Organisationspsychologie, Arbeitswissenschaf, Personalmanagement
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Bachelorarbeit von Johannes Walser
Einleitung:
Viele Unternehmen betreiben einen großen Aufwand damit, öffentlichkeitswirksam die Organisationskultur zu beleben und die interne Struktur der Organisation durch Mitarbeiterbindung und Arbeitszufriedenheit zu festigen. Die Marktverschiebung des Verhältnisses von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt verschiedener Branchen drängt Unternehmen zu einem Paradigmenwechsel mit dem Erfordernis, dem Fachkräftemangel mit attraktiven Arbeitsplätzen zu begegnen. Ein weiteres Unternehmensziel ist stets die Leistungssteigerung der Organisation, der oft die Annahme zugrunde liegt, mit der Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter auch deren Leistungsfähigkeit zu erhöhen.
Doch ob die Förderung von Arbeitszufriedenheit die berufliche Leistung der Mitarbeiter tatsächlich steigern kann, soll in der hier dargelegten Schrift aufgeklärt werden. Es wird ein Versuch unternommen, die so oft in der Arbeitswissenschaft erforschten Zusammenhänge zwischen Arbeitszufriedenheit und beruflicher Leistung anhand einer Feldstudie in einem großen mittelständischen Unternehmen aufzudecken.
Die umfassende Erklärung der Begriffe Arbeitszufriedenheit und berufliche Leistung soll in Kapitel 1 vor dem Hintergrund psychologischer Motivationstheorien und wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Leistungsforschung zu dieser komplexen Thematik hinführen. Auch werden die Möglichkeiten der Messung dieser beiden Phänomene kritisch betrachtet. In Kapitel 3 wird der Forschungsstand mit den wichtigsten Ergebnissen aus nahezu 60 Jahren Arbeitszufriedenheitsforschung aufgearbeitet. Dieser ist Ausgangspunkt für die methodische Entwicklung der Feldstudie in Kapitel 4. Die Darstellung der Ergebnisse aus der Feldstudie erfolgt in Kapitel 5, dessen Ergebnisse und die daraus resultierenden Konsequenzen für das Personalmanagement und die Wissenschaft in Kapitel 6 kritisch diskutiert werden.
Zur Gewährleistung einer flüssigeren Lesbarkeit wurde im Text durchgehend die maskuline Form für Begriffe wie Mitarbeiter oder Teilnehmer etc. gewählt. Selbstverständlich sind damit jedoch alle Geschlechter gemeint.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Theoretische Grundlagen | 2 |
| 2.1 | Arbeitszufriedenheit | 2 |
| 2.1.1 | Begriff ‘Arbeitszufriedenheit’ | 2 |
| 2.1.2 | Motivationstheorien zur Erklärung von Arbeitszufriedenheit | 4 |
| 2.1.2.1 | Inhaltstheorien | 4 |
| 2.1.2.1.1 | Maslows Bedürfnistheorie | 5 |
| 2.1.2.1.2 | Alderfers ERG-Theorie | 7 |
| 2.1.2.1.3 | Die Theorie der gelernten Bedürfnisse von McClelland | 7 |
| 2.1.2.1.4 | Herzbergs Zweifaktorentheorie | 8 |
| 2.1.2.1.5 | Modell der Arbeitscharakterisika von Hackman & Oldham | 9 |
| 2.1.2.2 | Prozesstheorien | 10 |
| 2.1.2.2.1 | Vrooms VIE-Theorie | 11 |
| 2.1.2.2.2 | Motivationsmodell von Porter & Lawler | 12 |
| 2.1.2.2.3 | Zielsetzungstheorie von Locke und Latham | 13 |
| 2.1.2.2.4 | Equity-Theorie von Adams | 14 |
| 2.1.2.2.5 | Leistungsdeterminantenkonzept | 15 |
| 2.1.3 | Fragebogenkonzeptionen zur Messung von Arbeitszufriedenheit | 17 |
| 2.1.3.1 | Das Porter-Instrument | 17 |
| 2.1.3.2 | Job Descriptive Index (JDI) | 17 |
| 2.1.3.3 | Job Diagnostic Survey (JDS) | 18 |
| 2.1.3.4 | Skala zur Messung von Arbeitszufriedenheit (SAZ) von Fischer und Lück | 18 |
| 2.1.3.5 | Arbeitsbeschreibungsbogen (ABB) von Neuberger und Allerbeck | 19 |
| 2.1.4 | Zusammenfassende Bewertung | 19 |
| 2.2 | Leistung | 21 |
| 2.2.1 | Begriff’Berufliche Leistung’ | 21 |
| 2.2.2 | Leistungsverhalten | 22 |
| 2.2.2.1 | Produktives Leistungsverhalten | 23 |
| 2.2.2.1.1 | Leistungsmodell von Campbell | 23 |
| 2.2.2.1.2 | Bartrams hierarchisches Leistungsmodell | 25 |
| 2.2.2.2 | Extraproduktive Leistung | 25 |
| 2.2.2.2.1 | Organizational Citicenship Behavior (OCB) | 26 |
| 2.2.2.2.2 | Contextual Performance (CP) | 26 |
| 2.2.2.2.3 | Persönliche Initiative (PI) | 27 |
| 2.2.2.4 | Kontraproduktives Leistungsverhalten | 27 |
| 2.2.3 | Messung von Leistung | 28 |
| 2.2.3.1 | Objektive Leistungsbeurteilung | 29 |
| 2.2.3.2 | Subjektive Leistungsbeurteilung | 30 |
| 2.2.3.2.1 | Messverfahren zur subjektiven Leistungsbeurteilung | 30 |
| 2.2.3.2.2 | Fremd- und Selbstbeurteilung | 31 |
| 2.2.3.2.3 | 360°-Beurteilung | 32 |
| 2.1.3 | Zusammenfassende Bewertung | 33 |
| 3. | Forschungsstand zur Arbeitszufriedenheitsmessung | 34 |
| 3.1 | Kausalitätsmodelle der Arbeitszufriedenheitsforschung | 34 |
| 3.1.1 | Empirische Befunde über den Zusammenhang von AZ und AL | 35 |
| 3.1.2 | Die Bedeutung der Moderator- und Mediatorvariablen | 39 |
| 3.1.3 | Zusammenfassende Bewertung des Forschungsstandes | 41 |
| 4. | Methodische Aspekte der Feldstudie | 43 |
| 4.1 | Forschungsdesiderat | 43 |
| 4.2 | Hypothesenbildung | 43 |
| 4.3 | Festlegung der Variablen | 44 |
| 4.4 | Forschungsdesign | 46 |
| 4.4.1 | Stichprobe und Auswahlverfahren | 46 |
| 4.4.2 | Definition der Grundgesamtheit | 46 |
| 4.4.3 | Das Unternehmen | 47 |
| 4.4.4 | Erhebungsmethode | 48 |
| 4.4.4.1 | Rechtliche Grundlagen im Sinne des BetrVG und BDSG | 48 |
| 4.4.4.2 | Fragebogenkonstruktion | 49 |
| 4.4.4.2.1 | Themenbereiche des Fragebogens | 49 |
| 4.4.4.2.2 | Fragebogeninstruktion | 52 |
| 4.4.4.3 | Die Objektivität, Reliabilität und Validität als testtheoretische Gütekriterien | 52 |
| 4.4.4.4 | Pretest des Instruments | 53 |
| 4.4.4.5 | Durchführung und Rücklauf der Befragung | 54 |
| 5. | Darstellung der Ergebnisse | 55 |
| 5.1 | Deskriptive Darstellung der Ergebnisse | 55 |
| 5.2 | Inferenzstatistische Analyse des Zusammenhangs von AZ und AL | 61 |
| 5.3 | Analyse der Drittvariablen | 65 |
| 5.4 | Interpretation der Ergebnisse | 69 |
| 6. | Diskussion | 71 |
| 6.1 | Zusammenfassung der Ergebnisse | 71 |
| 6.2 | Bewertung der Hypothesen | 72 |
| 6.2 | Schlussfolgerungen und Ausblick | 73 |
| 7. | Literaturverzeichnis | 75 |
| 8. | Anhang | 79 |
Textprobe:
Kapitel 4.4.4, Erhebungsmethode:
Erhebungsmethode ist eine schriftliche vollstandardisierte Befragung der Mitarbeiter. Das heißt, alle Mitarbeiter erhalten einen Fragebogen, der die gleichen Items umfasst. Dabei sind die Antwortkategorien nominal- oder intervallskaliert vorgegeben. Die Fragebögen werden über die Hauspost des Unternehmens zugestellt und in einem speziell dafür vorgesehenen Briefkasten gesammelt. Dieses Verfahren sichert die Möglichkeit mit einer kurzen Befragungsdauer eine große Stichprobe zu erfassen, gewährleistet durch die hohe Anonymität eine große Teilnahmebereitschaft und verhindert den suggestiven Einfluss durch einen Interviewer.
4.4.4.1, Rechtliche Grundlagen im Sinne des BetrVG und BDSG:
Eine Mitarbeiterbefragung ist rechtlichen Grundsätzen unterworfen, die eine Befragungsprozedur beeinträchtigen können. So fordert der §94 Abs. 1 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG): ‘Personalfragebogen bedürfen der Zustimmung des Betriebsrats’. Auch sichern die §§ 87 ff. BetrVG dem Betriebsrat umfassende Mitbestimmungsrechte, die eine Mitarbeiterbefragung betreffen. Für die in diesem Text beschriebene Mitarbeiterbefragung wurde das Unternehmen vorab unterrichtet, dass Betriebsräte in diesem Kontext ein Mitbestimmungsrecht haben und gehört werden müssen. Die Unternehmensleitung bestätigte, dass es keinen Betriebsrat gebe.
Datenschutzrechtlich ist die Befragung durch ihre Struktur unbedenklich, da der Fragebogen anonymisiert ist und keine personenbezogenen Daten erhoben werden und somit sichergestellt ist, dass einzelne Personen durch ihre Angaben nicht zurückverfolgt werden können. So sieht das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) den Anwendungsbereich des Gesetzes laut §1 Abs. 1 BDSG darin, ‘den Einzelnen davor zu schützen, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird’. Per Legaldefinition im Sinne des §3 Abs. 1 BDSG sind personenbezogene Daten ‘Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person’. Somit gewinnt auch die elektronische Datenverarbeitung dieser Angaben im Sinne der §§27ff. BDSG an Rechtssicherheit.
4.4.4.2, Fragebogenkonstruktion:
Der Fragebogen soll so konstruiert sein, dass der Adressat dazu in der Lage ist, das Dokument selbständig zu bearbeiten. Dafür ist einerseits eine ausführliche und selbsterklärende Instruktion erforderlich, andererseits müssen die Items so formuliert sein, dass sie von jedem Teilnehmer verstanden und richtig interpretiert werden. Diese Kriterien können erfüllt werden, wenn die Items eindimensional, bedeutungsäquivalent und kategorial überlappungsfrei sind. Im Weiteren werden die Themenbereiche unter Berücksichtigung etablierter Erhebungsinstrumente behandelt, aus denen die Items generiert werden sollen. Ebenfalls wird die für diese Befragung entwickelte Teilnehmerinstruktion dargestellt.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783842823877
Arbeit zitieren:
Walser, Johannes August 2011: Der Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und beruflicher Leistung – Eine Feldstudie, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Arbeitszufriedenheit, berufliche Leistung, Organisationspsychologie, Arbeitswissenschaf, Personalmanagement



