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Zukunftspotenziale im Gesundheitstourismus - Erfolgversprechende Angebotsfelder und -nischen für Heilbäder und Kurorte

Zukunftspotenziale im Gesundheitstourismus - Erfolgversprechende Angebotsfelder und -nischen für Heilbäder und Kurorte
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Tina Polster
  • Abgabedatum: November 2006
  • Umfang: 111 Seiten
  • Dateigröße: 1,8 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Schmalkalden Deutschland
  • Bibliografie: ca. 78
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0196-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0196-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0196-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Polster, Tina November 2006: Zukunftspotenziale im Gesundheitstourismus - Erfolgversprechende Angebotsfelder und -nischen für Heilbäder und Kurorte, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kur, Wellness, Trend, Trendforschung, Gesundheitstourismus

Diplomarbeit von Tina Polster

Einleitung:

Die 374 hochprädikatisierten deutschen Heilbäder und Kurorte stellen knapp ein Drittel aller Übernachtungen im Deutschlandtourismus. Im vergangenen Jahr wurde ein Gesamtumsatz von über 26 Mrd. Euro erwirtschaftet. Gleichzeitig konnten 17,6 Mio. Gäste und nahezu 100 Mio. Übernachtungen verzeichnet werden. Diese Zahlen verdeutlichen die starke Stellung des Kur- und Bäderwesens innerhalb des Tourismus sowie als potenten Wirtschafts-, aber auch Beschäftigungssektor.

Dennoch bleibt die wirtschaftliche Situation in den Heilbädern und Kurorten angespannt. In den letzten Jahren erfuhr der Kurtourismus auf Grund der verschiedenen Stufen der Gesundheitsstrukturreformen große Patientenrückgänge aus dem Sozialkurbereich. Obwohl die Prävention und Rehabilitation einen wachsenden Wirtschaftsfaktor darstellen, wird das finanzielle Engagement der Sozialschutzsysteme in diesem Sektor erwartungsgemäß weiter abnehmen.

Hinzu kommt das aggressive Verkaufen von Kuren im europäischen Ausland durch einige Krankenkassen. Zwar sind die deutschen Heilbäder und Kurorte europaweit qualitätsführend, jedoch sind auch die Kosten einer Kur in Deutschland vergleichsweise hoch. So bewirkt eine immer kürzer werdende Aufenthaltsdauer trotz der seit 1999 wieder stetig steigenden Ankünfte rückläufige Übernachtungszahlen und damit auch Einkommenseinbußen für die Kurorte und dessen Einrichtungen.

Die Kurorte und Heilbäder sehen sich daher veranlasst, sich neuen Zielgruppen zu öffnen und ihre Infrastruktur nicht nur dem Kur-, sondern auch dem Urlaubs-, Erholungs- und Gesundheitstourismus zur Verfügung zu stellen. Der Wachstumsmarkt Gesundheit bildet dabei die Grundlage, an den Selbstzahler als gewinnbringenden Gast heranzutreten. Bereits jetzt haben diese einen Anteil von rund 80% an dem Gesamtgästeaufkommen in den Kurorten.

So konnten Einnahmequellen gesichert werden, die wesentlich unabhängiger von der aktuellen Entwicklung des deutschen Sozialsystems sind. Die erzielten Erfolge sind dabei als Ergebnis eines investitionsintensiven Ausbaus der kurörtlichen Infrastruktur zu bewerten. War bis Anfang der 90er Jahre kein marktgerecht ausgerichtetes Angebot vorhanden, so führten die Anstrengungen einer Angebotsdiversifizierung zu neuen Offerten in beträchtlichem Umfang vor allem in den Bereichen Wellness, Fitness und Beauty.

Die meisten Experten sind sich darüber einig, dass sich der Markt für Gesundheit auch in den folgenden Jahren überaus positiv entwickeln wird. Leo Nefiodow bezeichnet den Gesundheitsmarkt gar als die Wachstumslokomotive im 21. Jahrhundert. Daher verwundert es nicht, dass der Markt zunehmend durch eine Vielzahl von Anbietern mit einem breiten gesundheitstouristischen Angebot auch außerhalb der Heilbäder und Kurorte geprägt ist. Aus dieser Standortkonkurrenz um den gesundheitsorientierten Gast erwächst nun die zentrale Herausforderung, sich durch die präzise Ausrichtung des Freizeit- und Tourismusangebotes an den Bedürfnissen ausgewählter Zielgruppen zu orientieren und mit einer hohen Professionalität diesen anspruchsvollen Markt zu bedienen.

Daher sollen in dieser Arbeit konkrete Angebotsfelder aufgezeigt werden, die für die deutsche Bäderwirtschaft Möglichkeiten bieten, sich spezialisiert an ausgewählte Teilmärkte zu richten. Insbesondere Produktinnovationen und die Suche nach Nischen können hierbei für den Erfolg entscheidend sein. Anhand von Trends sollen daher Erfolg versprechende Themen abgeleitet werden und in einer übersichtlichen Darstellung mit konkreten Programminhalten und einer abschließenden Bewertung durch Experten das sich bietende Potential verdeutlicht werden.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in sechs Kapitel. Das einleitende Kapitel soll auf die Thematik hinführen und die gewählte Vorgehensweise erläutern.

Um anschließend mit den Untersuchungen über die Trends im Gesundheitstourismus beginnen zu können, ist es zunächst notwendig, den Begriff Gesundheitstourismus, der heute viel benutzt, aber oft mit unterschiedlichen Inhalten belegt ist, klar abzugrenzen. Daher erfolgt eine kurze theoretische Abhandlung zum Thema Gesundheitstourismus im zweiten Kapitel.

Im darauf folgenden dritten Kapitel soll das Wirkungsgeflecht verschiedener Trends auf den Gesundheitstourismus näher untersucht und wesentliche Motoren der Entwicklung identifiziert werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei einerseits auf den für die Entwicklung des Gesundheitsbewusstseins maßgeblichen gesamtgesellschaftlichen Pushfaktoren sowie andererseits auf den zu beachtenden Nachfragetrends im Tourismus.

Im vierten Kapitel sollen die vorhergehend erarbeiteten Ergebnisse in komplexe Angebote transferiert werden. Dazu werden konkrete Inhalte wie auch eventuell schon bestehende Beispiele aus der Praxis angeführt.

Im fünften Kapitel sollen diese erarbeiteten Angebote durch eine Expertenbefragung anhand spezifischer Kriterien quantitativ empirisch bewertet werden. Dazu werden vorrangig Direktoren aus den Kurorten sowie Leiter verschiedener kurörtlicher Einrichtungen mit gesundheitstouristischen Angebot befragt.

Abschließend findet im letzten Kapitel eine Diskussion der gewonnenen Ergebnisse und eine Auseinandersetzung mit den wichtigsten Erkenntnissen für die deutschen Heilbäder und Kurorte statt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis V
Anhangsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 1
1.2 Aufbau und Methodik 2
2. Der Gesundheitstourismus 3
2.1 Definitionen und Begriffsabgrenzung 3
2.2 Erscheinungsformen 4
2.3 Nachfrageseitige Betrachtung 6
2.3.1 Nachfragevolumen und Entwicklungstendenzen 6
2.3.2 Der typische Gesundheitstourist 8
2.4 Angebotsseitige Betrachtung 10
2.4.1 Anforderungen an das Angebot 10
2.4.2 Anbietersituation und wirtschaftliche Implikationen 12
3. Das Wirkungsgeflecht von Trends auf die Entwicklung der gesundheitstouristischen Nachfrage 14
3.1 Theoretische Grundlagen zur Trendforschung 15
3.1.1 Definition und Abgrenzung von Trends 15
3.1.2 Trendforschung und die Probleme bei der Trendermittlung 16
3.2 Übergeordnete gesellschaftliche Entwicklungen 17
3.2.1 Demographischer Wandel 17
3.2.1.1 Bevölkerungsrückgang und Überalterung der Gesellschaft 18
3.2.1.2 Quantitative Veränderungen des Nachfragevolumens im Gesundheitstourismus 20
3.2.1.3 Qualitative Veränderung des Nachfragevolumens im Gesundheitstourismus 22
3.2.2 Zivilisationskrankheiten 23
3.2.2.1 Steigender Lebensstandard und Krankheitsentstehen 23
3.2.2.2 Charakteristische Eignung für ganzheitsorientierte Gesundheitsangebote 25
3.2.3 Gesundheitsbewusstsein 26
3.2.3.1 Sensibilisierung der Bevölkerung durch die Medien 26
3.2.3.2 Wertewandel und neue Sichtweisen 27
3.2.4 Stärkung der Eigenverantwortung 28
3.2.4.1 Die höhere Patientensouveränität 29
3.2.4.2 Sinkendes Engagement der Sozialversicherungen 29
3.2.4.3 Wachsende Selbstzahlerbereitschaft für Gesundheit 30
3.3 Allgemeine Nachfragetrends 31
3.3.1 Wachsende Volatilität und Pluralismus 31
3.3.2 Zeitknappheit 32
3.3.3 Individualisierung 33
3.3.4 Hybridität und Multioptionalität 34
3.3.5 Preissensibilität und Konsumpolarisierung 35
3.3.6 Erlebnisorientierung und Inszenierung 37
3.3.7 Selektiver Luxus 38
3.3.8 Convenience 38
3.3.9 Suche nach Balance 39
3.3.10 Resourcing 40
3.4 Gesundheitsspezifische Nachfragetrends 41
3.4.1 Nachfrage nach ganzheitlich medizinischen Konzepten 41
3.4.2 Wellness unter medizinischen Aspekten 42
3.4.3 Wellness als aktive Selbstkompetenz 42
3.4.4 Naturerlebnis und Gesundheit 44
3.4.5 Verlangen nach alternativen Heilmethoden als komplementäres Angebot 44
3.4.6 Wunsch nach „Unberührtem“, Authentizität 46
3.4.7 Gesunder Hedonismus 46
3.4.8 Suche nach Spiritualität und sinnstiftenden Lebensformen 47
3.4.9 Gesunde Ernährung 48
3.4.10 Trend zu „sanften“ Sportarten 49
3.4.11 Nichtakzeptanz chronischer Schmerzen 50
3.5 Anforderungen an das gesundheitsspezifische Angebot 51
4. Ableitung zukunftsträchtiger Angebotsfelder für Heilbäder und Kurorte 54
4.1 Geroprophylaktische Angebote 54
4.1.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 54
4.1.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 55
4.2 Sekundärpräventive Angebote 56
4.2.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 56
4.2.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 57
4.3 Aktivangebote Wandern und Radfahren 58
4.3.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 58
4.3.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 59
4.4 Alternativmedizinische Angebote 60
4.4.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 60
4.4.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 61
4.5 Präventive Kurzzeitangebote für Berufstätige 61
4.5.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 61
4.5.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 62
4.6 Sportartenspezifische Fitnessangebote unter Fachkompetenz 64
4.6.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 64
4.6.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 64
4.7 Gesundheitsangebote in Verbindung mit Kongress-, Tagungs- und Seminartourismus 65
4.7.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 65
4.7.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 66
4.8 Primärpräventive Angebote mit Möglichkeiten zur Selbstentfaltung 66
4.8.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 66
4.8.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 67
4.9 Angebote für Menschen in persönlichen Krisensituationen 69
4.9.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 69
4.9.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 69
4.10 Betreuungsangebote für den kranken Partner oder Angehörigen 70
4.10.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 70
4.10.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 71
5. Empirische Untersuchung zur Marktattraktivität der Angebotsfelder aus Sicht der Anbieter 72
5.1 Methodik und Befragtenstruktur 72
5.2 Auswertung der Untersuchungsergebnisse 73
5.3 Schlussfolgerungen aus den Untersuchungsergebnissen 78
6. Schlussbetrachtung 80
Anhang 84
Literaturverzeichnis 97
Erklärung 107

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis V
Anhangsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 1
1.2 Aufbau und Methodik 2
2. Der Gesundheitstourismus 3
2.1 Definitionen und Begriffsabgrenzung 3
2.2 Erscheinungsformen 4
2.3 Nachfrageseitige Betrachtung 6
2.3.1 Nachfragevolumen und Entwicklungstendenzen 6
2.3.2 Der typische Gesundheitstourist 8
2.4 Angebotsseitige Betrachtung 10
2.4.1 Anforderungen an das Angebot 10
2.4.2 Anbietersituation und wirtschaftliche Implikationen 12
3. Das Wirkungsgeflecht von Trends auf die Entwicklung der gesundheitstouristischen Nachfrage 14
3.1 Theoretische Grundlagen zur Trendforschung 15
3.1.1 Definition und Abgrenzung von Trends 15
3.1.2 Trendforschung und die Probleme bei der Trendermittlung 16
3.2 Übergeordnete gesellschaftliche Entwicklungen 17
3.2.1 Demographischer Wandel 17
3.2.1.1 Bevölkerungsrückgang und Überalterung der Gesellschaft 18
3.2.1.2 Quantitative Veränderungen des Nachfragevolumens im Gesundheitstourismus 20
3.2.1.3 Qualitative Veränderung des Nachfragevolumens im Gesundheitstourismus 22
3.2.2 Zivilisationskrankheiten 23
3.2.2.1 Steigender Lebensstandard und Krankheitsentstehen 23
3.2.2.2 Charakteristische Eignung für ganzheitsorientierte Gesundheitsangebote 25
3.2.3 Gesundheitsbewusstsein 26
3.2.3.1 Sensibilisierung der Bevölkerung durch die Medien 26
3.2.3.2 Wertewandel und neue Sichtweisen 27
3.2.4 Stärkung der Eigenverantwortung 28
3.2.4.1 Die höhere Patientensouveränität 29
3.2.4.2 Sinkendes Engagement der Sozialversicherungen 29
3.2.4.3 Wachsende Selbstzahlerbereitschaft für Gesundheit 30
3.3 Allgemeine Nachfragetrends 31
3.3.1 Wachsende Volatilität und Pluralismus 31
3.3.2 Zeitknappheit 32
3.3.3 Individualisierung 33
3.3.4 Hybridität und Multioptionalität 34
3.3.5 Preissensibilität und Konsumpolarisierung 35
3.3.6 Erlebnisorientierung und Inszenierung 37
3.3.7 Selektiver Luxus 38
3.3.8 Convenience 38
3.3.9 Suche nach Balance 39
3.3.10 Resourcing 40
3.4 Gesundheitsspezifische Nachfragetrends 41
3.4.1 Nachfrage nach ganzheitlich medizinischen Konzepten 41
3.4.2 Wellness unter medizinischen Aspekten 42
3.4.3 Wellness als aktive Selbstkompetenz 42
3.4.4 Naturerlebnis und Gesundheit 44
3.4.5 Verlangen nach alternativen Heilmethoden als komplementäres Angebot 44
3.4.6 Wunsch nach „Unberührtem“, Authentizität 46
3.4.7 Gesunder Hedonismus 46
3.4.8 Suche nach Spiritualität und sinnstiftenden Lebensformen 47
3.4.9 Gesunde Ernährung 48
3.4.10 Trend zu „sanften“ Sportarten 49
3.4.11 Nichtakzeptanz chronischer Schmerzen 50
3.5 Anforderungen an das gesundheitsspezifische Angebot 51
4. Ableitung zukunftsträchtiger Angebotsfelder für Heilbäder und Kurorte 54
4.1 Geroprophylaktische Angebote 54
4.1.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 54
4.1.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 55
4.2 Sekundärpräventive Angebote 56
4.2.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 56
4.2.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 57
4.3 Aktivangebote Wandern und Radfahren 58
4.3.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 58
4.3.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 59
4.4 Alternativmedizinische Angebote 60
4.4.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 60
4.4.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 61
4.5 Präventive Kurzzeitangebote für Berufstätige 61
4.5.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 61
4.5.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 62
4.6 Sportartenspezifische Fitnessangebote unter Fachkompetenz 64
4.6.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 64
4.6.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 64
4.7 Gesundheitsangebote in Verbindung mit Kongress-, Tagungs- und Seminartourismus 65
4.7.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 65
4.7.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 66
4.8 Primärpräventive Angebote mit Möglichkeiten zur Selbstentfaltung 66
4.8.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 66
4.8.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 67
4.9 Angebote für Menschen in persönlichen Krisensituationen 69
4.9.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 69
4.9.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 69
4.10 Betreuungsangebote für den kranken Partner oder Angehörigen 70
4.10.1 Angebotsbeschreibung und Zielgruppenbestimmung 70
4.10.2 Inhaltliche Angebotserläuterung 71
5. Empirische Untersuchung zur Marktattraktivität der Angebotsfelder aus Sicht der Anbieter 72
5.1 Methodik und Befragtenstruktur 72
5.2 Auswertung der Untersuchungsergebnisse 73
5.3 Schlussfolgerungen aus den Untersuchungsergebnissen 78
6. Schlussbetrachtung 80
Anhang 84
Literaturverzeichnis 97
Erklärung 107

Textprobe:

Kapitel 4.4, Alternativmedizinische Angebote: Diese Angebote richten sich vorrangig an Personen mit chronischen Krankheiten, wie zum Beispiel Allergien oder auch chronischen Schmerzen, bei denen eine reine schulmedizinische Behandlung keine Linderung mehr erwirkt.

Da ein steigender Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung zu verzeichnen ist und die Anzahl chronischer Erkrankungen mit fortschreitendem Alter zunimmt, wird auch die Zahl der chronisch kranken alten Menschen anwachsen. Da sich zudem häufiger Frauen gegenüber alternativen Therapien öffnen und gleichzeitig auch häufiger von chronischen Schmerzerkrankungen wie Migräne betroffen sind als Männer, wird die Nachfrage nach Meinung der Verfasserin hauptsächlich von Frauen ab 50 Jahren bestimmt.

Das Angebot sollte eine multimodale, ganzheitlich angelegte Therapie mit den Elementen Psychotherapie, Physiotherapie, Entspannung und Bewegung umfassen. Die intensive persönliche Beratung und Betreuung sowie die Betonung der Heilkräfte der Natur stehen im Mittelpunkt. Die Dauer der Angebote sollte mindestens eine, jedoch besser zwei Wochen betragen. So kann es den Gästen ermöglicht werden, auch eine mentale Entspannung zu erreichen. Diese ist notwendig, da chronische Schmerzen fehlerhafte Reizverarbeitungen im menschlichen Gehirn sind, welche sich über lange Zeit im Gedächtnis der Betroffenen ein-geprägt haben.

Eine Hinwendung zur Natur und zu natürlichen Verfahren wird allgemein immer beliebter. Die Vorzüge der Alternativmedizin sind dabei breit gefächert: Zum einen ermöglichen die alternativmedizinischen Methoden eine individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Therapie und damit einen intensiven persönlichen Kontakt zwischen Arzt und Betroffenen. Wünsche und Ängste des Patienten werden eher erkannt und respektiert.

Zum anderen befriedigt die Alternativmedizin das Bedürfnis nach Sinn, Spiritualität und Eigenverantwortungsanspruch und fördert somit auch die Patientensouveränität. Der ganzheitliche Behandlungsansatz enthält zudem kaum bzw. keine Nebenwirkungen. Die Homöopathie ist in Deutschland bereits eine anerkannte „besondere Therapieform“ als Methode zur Behandlung chronischer Krankheiten im Sinne des Sozialgesetzbuches. Für ein ganzheitlich abgestimmtes Angebot sollte auch die angebotene Nahrung aus biologischem Anbau entstammen.

Zur Schmerztherapie können nach HUESMANN, KIRIG und WENZEL neben den bewährten Methoden der Akupunktur, manuellen Therapien und Kneipp-Anwendungen auch Musik und Tanz, spirituelle Angebote und Meditation eingesetzt werden. Der Vielfalt der Ursachen sollte mit einer Vielzahl unterschiedlicher Methoden begegnet werden. Dem Patienten muss dabei verständlich gemacht werden, dass eine Schmerzfreiheit nicht garantiert werden kann, diese jedoch auf ein erträgliches Maß reduziert werden soll.

Diese Angebote sollen in erster Linie das Ziel der Wiederherstellung einer Balance zwischen verschiedenen Spannungsfeldern sowie den Ausgleich beruflicher Belastungen haben. Vor allem die psychische Entspannung und das Verwöhnen sind wichtige Programmelemente. Mit der so genannten „mentalen Wellness“ soll es den Gästen ermöglicht werden, neue Energien zu tanken, um den Belastungen des Alltags weiterhin stand zu halten. Dabei sind auch Fresh-Up Programme denkbar, welche als Zwei- bzw. Drei-Tages-Angebot für Wiederholungsgäste angeboten werden.

Arbeit zitieren:
Polster, Tina November 2006: Zukunftspotenziale im Gesundheitstourismus - Erfolgversprechende Angebotsfelder und -nischen für Heilbäder und Kurorte, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kur, Wellness, Trend, Trendforschung, Gesundheitstourismus

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