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Zukunftsperspektiven im Financial Planning

Handlungsbedarf und Erfolgsfaktoren für Anbieter der Beratungsdienstleistung in Deutschland

Zukunftsperspektiven im Financial Planning
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Susanne Hanisch
  • Abgabedatum: Februar 2002
  • Umfang: 121 Seiten
  • Dateigröße: 1,5 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Duale Hochschule Baden-Württemberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5617-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5617-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5617-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hanisch, Susanne Februar 2002: Zukunftsperspektiven im Financial Planning, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Private Finanzplanung, Private Banking, ganzheitliche Finanzberatung, Vermögensstrukturanalyse, vermögende Privatkunden

Diplomarbeit von Susanne Hanisch

Einleitung:

Das Geschäft mit vermögenden Privatkunden ist ein Marktsegment mit beträchtlichen Wachstumschancen. Innerhalb der Jahre 2000 bis 2005 erwartet man zum Beispiel ein Wachstum des Privatvermögens der „Reichen“ (d.h. Personen mit mehr als einer Million US-Dollar liquidem Vermögen) in Westeuropa um 7,84 % p.a. von 7,2 auf 10,5 Billionen US-Dollar.

Anbieter von Finanzdienstleistungen möchten die daraus resultierenden Chancen nutzen und ihr Angebot entsprechend ausrichten. Immer häufiger tritt dabei der Begriff Financial Planning in Erscheinung, jedoch verbirgt sich dahinter eine Fülle von qualitativ unterschiedlichen Dienstleistungen. Ziel dieser Arbeit ist daher die Darstellung des Financial Planning auf dem deutschen Markt. Ferner erfolgt eine Ermittlungen der zukünftigen Anforderungen an Anbieter, die in diesem Segment erfolgreich sein möchten. Die dazu durchgeführte Befragung von Finanzplanern liefert aufschlussreiche Ergebnisse, die graphisch, tabellarisch und verbal im Anhang dargestellt sind.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit ist in fünf Teile untergliedert. Eine Einleitung stellt den ersten Teil dar. Im Rahmen des zweiten Kapitels erfolgt eine Charakterisierung des Financial Planning, die die Finanzdienstleistung sowie deren Anbieter- und Nachfragerstruktur vorstellt. Es beinhaltet ferner eine selbst verfasste Definition des Financial Planning, die für die gesamte Arbeit gültig sein soll. Anschließend wird im dritten Teil die durchgeführte empirische Untersuchung mit einem Überblick über ihr Ergebnis dargestellt. Die Erkenntnisse werden dem vierten Kapitel zugrunde gelegt, in dem Qualitätsmerkmale des Financial Planning thematisiert sind. Aus der prognostizierten anbieter- sowie nachfragerseitigen Entwicklung des Financial Planning werden Erfolgspotenzial und Handlungsbedarf für Anbieter des deutschen Marktes abgeleitet. Die Arbeit schließt mit Teil fünf, einer thesenartigen Zusammenfassung der Ergebnisse.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
2. Charakterisierung des Financial Planning 3
2.1 Definition, Einordnung und Abgrenzung des Begriffs 3
2.2 Konzeption der Beratungsdienstleistung 5
2.2.1 Ziele des Financial Planning 5
2.2.2 Rechtliche Situation 6
2.2.3 Bestandteile 7
2.2.3.1 Die Privatbilanz 7
2.2.3.2 Die private Gewinn- und Verlustrechnung 8
2.2.3.3 Liquiditätsmanagement 9
2.2.3.4 Bestehende Risikofaktoren 9
2.2.3.5 Die Investitionsplanung 9
2.2.4 Struktur des Beratungsprozesses 10
2.2.4.1 Übersicht 10
2.2.4.2 Datenerfassung 11
2.2.4.3 Analyse und Strategieerarbeitung 12
2.2.4.4 Strategiegespräch 14
2.2.4.5 Umsetzungsphase 14
2.2.5 Arten von Finanzplänen 15
2.3 Die Kundenstruktur 16
2.3.1 Kundentypen, Anlegermentalität und Kundenbedürfnisse 16
2.3.2 Problembereiche vermögender Privatkunden 19
2.3.3 Konsequenzen für das Financial Planning 20
2.4 Die Anbieterseite 21
2.4.1 Das Berufsbild des Finanzplaners 21
2.4.2 Kreditinstitute 22
2.4.3 Unabhängige Finanzdienstleister 23
2.4.4 Versicherungen 24
2.4.5 Steuerberater 24
2.4.6 Zusammenfassende Übersicht 25
2.5 Beurteilung der Beratungsdienstleistung 25
2.5.1 Nutzen und Nachteile aus Kundensicht 25
2.5.2 Vorteile und Schwierigkeiten aus Anbietersicht 28
3. Empirische Untersuchung zu Angebot, Nachfrage und Qualität des Financial Planning 29
3.1 Gegenstand, Umfang und Zielsetzung der Befragung 29
3.2 Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Untersuchung 30
4. Die Zukunft des Financial Planning unter dem Aspekt der Qualität 32
4.1 Die zukünftige Entwicklung des Financial Planning 32
4.1.1 Nachfrageseite 32
4.1.2 Anbieterseite 32
4.2 Erfolgsfaktoren im Financial Planning unter Berücksichtigung der zukünftigen Anforderungen an seine Anbieter 33
4.2.1 Vorbemerkungen 33
4.2.2 Personal 34
4.2.3 Organisation 35
4.2.4 Leistungsangebot 36
4.2.4.1 Strategische Komponente 36
4.2.4.2 Zielkunden und deren Ansprache 37
4.2.4.3 Konzeptionen der Finanzpläne 38
4.2.5 Marketing/Kommunikation 40
4.2.6 EDV-Unterstützung 41
5. Thesenartige Zusammenfassung 41
Anhang
Abbildungen
Fragebogen
Einzelergebnisse der empirischen Untersuchung
Quellenverzeichnis
Literaturverzeichnis
Internetquellen
Fachgespräche
Ehrenwörtliche Erklärung

Automatisiert erstellter Textauszug:

Entwicklungen. Vorteilhaft für den Kunden ist, dass Finanzplanung ein komplexes Vermögen ordnet und strukturiert. Detailliert informiert der Finanzplan über jedes Vermögensteilsegment.162 Des weiteren wird der Vermögensinhaber auf Schwachstellen und Deckungslücken in seiner Vermögensstruktur aufmerksam gemacht. Bei künftigen Entscheidungen kann er sich am Finanzplan und dessen Empfehlungen zur Umsetzung orientieren. Dadurch dass mit der Durchführung einer Risikoanalyse ein worst-case-Szenario erstellt wurde und sich der Kunde daraufhin gegen die existenzbedrohenden Fälle absichern kann, wird sein Sicherheitsbedürfnis befriedigt.163 Mit der Durchführung einer professionellen Finanzplanung erreicht der Kunde, dass er bedarfsgerechte, optimale Empfehlungen zu seinem Vermögen aus einer Hand bekommt, die auf Basis einer ganzheitlichen Betrachtung getroffen wurden.164 Die empfohlenen Maßnahmen werden nachvollziehbar, da ihre Auswirkungen auf das Gesamtvermögen dargestellt werden.165 Dadurch dass der Kunde frei entscheiden kann, ob und bei welchem Anbieter er die Vorschläge umsetzt, erhält er eine unabhängige Beratung.166 Im Vordergrund stehen seine Ziele und Probleme, nicht die Produkte. Außer den bisher beschriebenen qualitativen Vorteilen bietet Financial Planning auch einen quantitativen Mehrwert. Durch eine Steigerung der Rendite und die gleichzeitige Minderung der Ausgaben - vor allem Steuerausgaben - erfährt der Auftraggeber einen geldwerten Vorteil. Umfragen haben ergeben, dass der qualitative Nutzen der Privaten Finanzplanung höher als der quantitative eingeschätzt wird.167 Die mögliche Renditesteigerung wird in einer Erhebung der CFM belegt: nach ihren Angaben kann eine kurzfristige Renditesteigerung um 27,8 % auf durchschnittlich 5,46 % nach Steuern erzielt werden. Der Kundennutzen durch eine Finanzplanung liegt im ersten Jahr bei durchschnittlich 9.700 €.168 Zugleich können sich Durchschnitts- und Spitzensteuersatz reduzieren.169 [...]

Ursprünglich waren im Bereich der Finanzplanung kaum Versicherer vertreten.143 Ihr Marktanteil nimmt jedoch zu; er wurde für das Jahr 2002 auf etwa 7 % prognostiziert.144 Dass Versicherungen bereits mit Fragen der Planung von Risiko- und Finanzangelegenheiten vertraut sind und verstärkt im Bereich Altersvorsorge Lösungen anbieten, verleiht ihnen entscheidende Vorteile als Finanzplanungsanbieter.145 Zusätzlich dazu besteht der Vorteil, dass Versicherer schon seit der Allfinanzstrategien der 80er-Jahre im Rahmen eines produktorientierten Beratungsansatzes zum gesamten Lebenszyklus eines Privathaushaltes passende Produkte anbieten.146 Problematisch ist jedoch zu sehen, dass Versicherer meist eine punktuelle und produktorientierte Beratung durchführen und der ganzheitliche Beratungsansatz nicht zu ihrer klassischen Vertriebsrolle passt.147 Außerdem besteht eindeutig Nachholbedarf in den Gebieten Kundenorientierung, Management von Kundenbeziehungen und fachliches Know-how.148 2.4.5. Steuerberater149 [...]

Unabhängige Finanzdienstleister weisen aktuell ein beträchtliches Wachstum im Bereich Financial Planning auf. Im Gegensatz zu Banken heben sie hervor, unabhängig, d.h. neutral, bedarfsorientiert und objektiv, zu beraten. Unabhängige Finanzberater bieten ihre Dienstleistung in der Regel gegen Honorar an. Dabei stellt der Experte dem Anleger seine Leistung in Rechnung, nimmt aber bei der Vermittlung eines Anlageprodukts keine zusätzliche Provision mehr ein.140 Als Nachteile dieser Anbieter von Finanzplanung sehen Kunden die hohen Kosten der Beratung. Zusätzlich zu den hohen Stundensätzen der unabhängigen Finanzplaner erweist es sich als sehr schwierig für den Kunden, die Anbieter nach Qualität zu beurteilen.141 Da unabhängige Finanzdienstleister in vielen Fällen vertragliche Bindungen mit Finanzproduktanbietern haben und Provisionen erhalten, wenn sie deren Produkte verkaufen, ist ihre Neutralität in Frage zu stellen. [...]

Arbeit zitieren:
Hanisch, Susanne Februar 2002: Zukunftsperspektiven im Financial Planning, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Private Finanzplanung, Private Banking, ganzheitliche Finanzberatung, Vermögensstrukturanalyse, vermögende Privatkunden

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