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Zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung

Neue Konzepte für eine moderne Arbeitsorganisation

Zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Roland Jäger
  • Abgabedatum: Februar 1996
  • Umfang: 147 Seiten
  • Dateigröße: 8,9 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Universität Augsburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0426-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0426-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0426-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Jäger, Roland Februar 1996: Zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Roland Jäger

Einleitung:

Bestand und Weiterentwicklung einer Gesellschaft, gleich weicher Organisationsform sind davon abhängig, daß deren Mitgliedern Kenntnisse, Fertigkeiten und Verhaltensweisen vermittelt werden. Inhalt und Art der Vermittlung sind wohl entscheidend, in welchem Umfang die Vermittlung als gelungen bezeichnet werden darf. Wichtig ist heute wie nie zuvor, eine antizipative, d.h. die zukünftigen Anforderungen vorwegnehmende, Aus- und Weiterbildung, die die Menschen befähigt, alle zukünftig auftretenden Problemfelder zu bewältigen. Somit müssen wir nicht nur unser Tun verantworten, sondern in selbem Maße unser Unterlassen, sofern es uns nicht gelingt, den Lernenden in der Aus- und Weiterbildung eben die Qualifikationen zu vermitteln, die sie zu dieser Bewältigung befähigen Thema, Inhalt und Aufbau dieser Arbeit ergaben sich aus meiner Tätigkeit als Hilfswissenschaftlicher Mitarbeiter (HIWI) beim Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart im Anschluß an meine Diplomhauptprüfung. Mein Aufgabengebiet liegt dabei in der Unterstützung von MitarbeiterInnen im Bereich des Personalmanagements. Themenfelder dieser Abteilung sind Qualifikation und Qualifizierung mit den Schwerpunkten: Entwicklung, Durchführung und Bewertung von Qualifizierungkonzepten, Qualifizierungsstrategien sowie Methoden und Konzepte der Personal- und Organisationsentwicklung.

Diese Diplomarbeit versucht eine Integration von Aus- und Weiterbildung sowohl aus betriebswirtschaftlicher als auch aus betriebspädagogischer Sicht. Ich werde betriebswirtschaftliche Erfordernisse benennen und diese dann pädagogisch so umsetzten, daß sich daraus Elemente für neue Kozepte ableiten lassen.

Es soll aufgezeigt werden, welche Inhalte und Methoden notwendig sind, um von einer zukunftsorientierten Aus- und Weiterbildung sprechen zu können und um entsprechende Konzepte für eine moderne Arbeitsorganisation aufzustellen. Dabei wird "Konzept" (Brockhaus-Enzyklopädie, 19. Auflage 1990) im Sinne eines Entwurfes verstanden. Die Arbeit will kein, wie auch immer ausgestattetes Konzept liefern, noch soll ein Vergleich verschiedener Konzeptionen in der Aus- und Weiterbildung stattfinden, sondern sie will vielmehr die vorwiegend pädagogisch aufgearbeiteten Grundlagen für zukunftsorientierte Konzepte bereitstellen, die jedoch von Unternehmen selbständig und betriebsspezifisch ausgestaltet werden müssen. Jeder Versuch, eine Konzeption zu liefern, die auf Unternehmen mit verschiedenen Produktgruppen anwendbar sein soll, ist m.E. schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt. Man denke nur an die unterschiedlichen Qualifikationen, die von MitarbeiterInnen aus dem Bereich produzierendes Gewerbe und dem Bereich Dienstleistungen gefordert werden. Um ein gelungenes betriebseigenes Konzept erstellen zu können, sind zudem sowohl Mitarbeiteranforderungen wie Produktgegebenheiten und Kundenwünsche zu berücksichtigen. Als mögliche Umsetzung dieser Erfordernisse möchte ich am Ende dieser Diplomarbeit ein Beispiel aus der Praxis der Fraunhofer Gesellschaft anfügen.

Gang der Untersuchung:

Im Anschluß an die Einleitung definiere ich in Kapitel die für die Arbeit wichtigen grundlegenden Begriffe. Danach kläre ich in Kapitel II, weswegen es notwendig wird, über neue Wege in der Aus- und Weiterbildung nachzudenken. Was ist unzureichend an der bisherigen betrieblichen Bildung, oder ist sie einfach nicht mehr auf dem Stand der Zeit? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir unsere Gesellschaft als ein mit allen Bereichen im Wandel befindliches Gebilde von Individuen betrachten. Zudem ergibt sich die Begründung für neue Konzepte aus der Entwicklung der Arbeitsorganisation. Neue Managementformen bedingen neue Wege in der betrieblichen Bildung ebenso, wie Erkenntnisse aus der Lernpsychologie und dem Erwachsenenlernen. In Kapitel werde ich versuchen, diese Ausgangslage in Inhalte und Methoden für die Aus- und Weiterbildung umzusetzen. Wenn wir eine im Wandel begriffene Gesellschaft, neue Unternehmensformen und neue Erkenntnisse aus der Lernpsychologie haben, so müssen diese auch in veränderte Inhalte einfließen und damit letztendlich in effektivere Methoden.

Schließlich bleibt noch zu untersuchen, inwiefern "Zukunftstechnologien" zu effektivem Lernen beitragen können und ob wir zukünftig dem Begriff des "multimedialen Lernens'' höhere Gewichtung in der Betriebspädagogik einräumen müssen. In Kapitel I füge ich ein Beispiel aus der Arbeit des Fraunhofer Institutes an und zeige auf, inwiefern dieses die Kriterien zukunftsorientierter Aus- und Weiterbildung erfüllt. Abschließen möchte ich die Diplomarbeit mit einer kurzen Zusammenfassung und einer Schlußbetrachtung in Kapitel V.

Eine Darstellung von Aufbau und Inhalt der Diplomarbeit in Form eines Mind-Maps findet sich im dritten Kapitel.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 8
EINLEITUNG
1. Hintergrund und Zielsetzung der Arbeit 9
2. Aufbau der Diplomarbeit 10
3. Anmerkungen zur Erstellung der Arbeit 11
KAPITEL I: BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
1. Aus- und Weiterbildung 12
1.1 Betriebliche Berufsausbildung 13
1.2 Weiterbildung 16
1.3 Exkurs: Der Betrieb als Ort der Weiterbildung: Bildung versus Qualifizierung 19
2. Personalentwicklung 23
2.1 Notwendigkeit und Ziele der Personalentwicklung 24
2.2 Maßnahmen und Gestaltung der Personalentwicklung 27
2.3 Probleme der Personalentwicklung und neuere Ansätze 29
3. Organisationsentwicklung 32
3.1 Begriff, Grundannahmen, Ziele, Strategien und Probleme der OE 33
3.2 Zum Zusammenhang von OE und PE 35
3.3 Organisationsentwicklung und lernende Organisation 36
3.3.1 Lernunternehmen nach A.P. Schmidt 37
3.3.2 Organisationslernen und lernende Organisation 38
KAP. II: URSACHEN UND NOTWENDIGKEIT NEUER KONZEPTE
1. Gewandelte Rolle der MitarbeiterInnen in der Geschichte der Arbeitsorganisation 41
1.1 Scientific Management 41
1.2 Paradigma der Human-Relation-Ansätze 42
1.3 Human Resource Management (HRM) 42
2. Neue Arbeitsstrukturen durch neue Unternehmenskonzepte 44
2.1 Grundlegende Strategien der Unternehmenskonzepte 45
2.2 Kurzcharakteristik von Total Quality Management (TQM) 46
2.3 Forderungen für die Aus- und Weiterbildung 48
2.4 Beispiel: Flexibilisierung von Arbeitszeit 48
3. Umfassende Technisierung und ihre Bedeutung 50
3.1 Herausforderung Mikroelektronik 50
3.2 Konsequenzen für die betriebliche Bildungsarbeit 51
4. Der demographische Wandel 53
4.1 Geburtenrückgang und Zuwanderungen 53
4.2 Veränderte Qualifikationen aufgrund höherer Bildungsabschlüsse 56
5. Elemente des gesellschaftlichen Wertewandels 58
5.1 Werte und Wertewandel 58
5.2 Wertewandel und Wandel der Arbeit 60
5.3 Wertewandel und Teilnehmerorientierung in der Bildungsarbeit 63
6. Der Trend zur Informationsgesellschaft 64
6.1 Qualifizierung für neue Informationstechnologien 64
6.2 Qualifizierung durch neue Informationstechnologien 65
7. Lernpsychologische Erkenntnisse und Erwachsenenlernen 66
7.1 Klassische Lerntheorien 66
7.1.1 Behavioristische Theorien: 67
7.1.2 Kognitive Theorien 67
7.2 Neuzeitliche Ansätze des Lernens 69
7.3 Besonderheiten des Erwachsenenlernens 71
8. Zusammenfassung der Notwendigkeit 78
KAP. III: INHALTE UND METHODEN EINER INNOVATIVEN AUS- UND WEITERBILDUNG
1. Zum Begriff der Innovation 80
2. Zum Methodischen in der Pädagogik: Ziele, Inhalte, Methoden 81
2.1 Der Zielaspekt des Methodischen 81
2.2 Der Inhaltsaspekt des Methodischen 83
3. Inhalte einer innovativen betrieblichen Aus- und Weiterbildung 84
3.1 Schlüsselqualifikationen als integrierte Lerninhalte 84
3.2 Zum Begriff der Schlüsselqualifikationen 85
3.2.1 Das Konzept der Schlüsselqualifikationen nach Mertens 85
3.2.2 Neuzeitliche Begriffsbestimmungen 87
3.2.3 Zur Systematisierung von Schlüsselqualifikationen 87
3.3 Schlüsselqualifikationen in der Diskussion 92
3.4 Konsequenzen für die betriebliche Bildung: Lehren des Unlehrbaren 94
4. Methoden einer innovativen betrieblichen Bildungsarbeit 97
4.1 Themenzentrierte Interaktion (TZI) 98
4.1.1 Grundannahmen der TZI 98
4.1.2 Modell der TZI 98
4.1.3 Axiome Postulate und Hilfsregeln der TZI 99
4.2 Rollenspiel 101
4.2.1 Lernziele des Rollenspiels 101
4.2.2 Durchführung des Rollenspiels und Auswertung 102
4.3 Suggestopädie 104
4.3.1 Der suggestopädische Kreislauf 105
4.3.2 Elemente der Suggestopädie 106
4.3.3 Bewertung und Eignung für die betriebliche Bildung 108
4.4 Mind Mapping 109
4.4.1 Funktionsweisen der Gehirnhälften 109
4.4.2 'Ganzhirniges' Denken erschließt neue Potentiale: Erstellen von Mind Maps 111
4.4.3 Ein Beispiel: Mind Map der Diplomarbeit 111
4.5 Leittext-gestütztes Lernen 113
4.5.1 Begriffsbestimmung und Merkmale des Leittext-gestützten Lernens 113
4.5.2 Verlauf des Leittext-gestützten Lernens 114
4.5.3 Bewertung des Leittext-gestützten Lernens 116
4.5.4 Sonderform des Leittext-gestützten Lernens: die Projekt-Leittext-Methode 117
4.6 Multimedia 118
4.6.1 Begriff und Inhalt von Multimedia 118
4.6.2 Multimedia und Lernen 119
4.6.3 Eignung für die betriebliche Bildungsarbeit 120
4.7 Neue Tendenz der betrieblichen Bildung: Erlebnispädagogik 121
4.8 Lernstatt 122
4.8.1 Begriff und Organisation der Lernstatt 123
4.8.2 Zusammenfassung und Bewertung der Lernstatt 124
KAP. IV: PRAXISBEISPIEL DER FHG
1. Vorbemerkung 125
2. Dezentrales Lernen - der Modellversuch 126
3. Didaktisch-methodische Konzeption 127
4. Von der Arbeitsaufgabe zur Lernaufgabe 128
5. Arbeiten mit den Lernmaterialien 129
6. Erste Ergebnisse und Ausblick 131
KAP. V: ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUßBETRACHTUNG 132
Literatur- und Videoverzeichnis 134

Arbeit zitieren:
Jäger, Roland Februar 1996: Zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung, Hamburg: Diplomica Verlag

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