Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Die Zukunft des deutschen Gesundheitsmarkts

Patient Relationship Management als strategische Option für die pharmazeutische Industrie

Die Zukunft des deutschen Gesundheitsmarkts
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Catherine Holtgräfe
  • Abgabedatum: Januar 2007
  • Umfang: 131 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität des Saarlandes Deutschland
  • Originaltitel: Status Quo und Herausforderungen im Gesundheitsmarkt. Patient Realationship Management als strategische Option der pharmazeutischen Industrie
  • Bibliografie: ca. 190
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0362-1
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0362-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Holtgräfe, Catherine Januar 2007: Die Zukunft des deutschen Gesundheitsmarkts, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Deutschland, Pharmazeutische Industrie, Kundenmanagement, Patient, Customer Relationship Management

In den Warenkorb
48,00 €

Diplomarbeit von Catherine Holtgräfe

Einleitung:

„Gesundheit ist nicht alles – aber alles ist nichts ohne Gesundheit“. Inwiefern dieses Zitat die allgemeine Stimmung des neuen Jahrtausends trifft, beweisen Prognosen führender Volkswirtschaftler zu der nächsten Langzeitfluktuation: „Gesundheit“ wird der sechste Kondratieff-Zyklus. Was dies bedeutet? Gesundheit wird den aktuellen fünften Zyklus der Informationstechnik bzw. Informations- und Kommunikationsgesellschaft ablösen und DIE treibende Kraft der Ökonomien der Welt im neuen Jahrtausend werden.

Die Veränderungen, die hinter dieser Prognose stehen, betreffen alle Akteure des Gesundheitsmarkts. „Der souveräne Patient“, „Anti-Aging-Gesellschaft“, „Privatisierung“ oder „Gesundheitsreform“ sind nur einige der Schlagwörter in diesem Kontext. Auch die pharmazeutische Industrie wird neue Strategien entwickeln müssen, um sich auf dem „Markt der Gesundheit“ behaupten zu können. Im Fokus wird der Verbraucher bzw. der Patient stehen. Die vorliegende Arbeit wird das im Konsumgüter- und Dienstleistungsmarkt angewandte Konzept des Customer Relationship Management als Patient Relationship Management (PRM) in seinen Anwendungsmöglichkeiten für den Gesundheitsmarkt untersuchen.

Aufbauend auf einer Erörterung des Status quo und der Herausforderungen des Gesundheitsmarkts in Deutschland, wird das Konzept des PRM zunächst theoretisch und danach praktisch anhand der Operationalisierung des Marketing-Mix erläutert. Der Fokus liegt dabei auf der Beziehung und Interaktion zwischen Patient und pharmazeutischer Industrie. Abschließend soll in einer kritischen Auseinandersetzung die Bedeutung des PRMKonzepts für pharmazeutische Industrie wie auch für die sonstigen Akteure des Gesundheitsmarkts dargelegt werden.

Obwohl die Begriffe Gesundheitsmarkt oder Gesundheitswirtschaft immer häufiger verwendet werden, sind die Vorstellungen darüber, was der Gesundheitsmarkt im Rahmen der Volkswirtschaft bedeutet, welchen Stellenwert er hat und aus welchen Teilmärkten er besteht, immer noch verschwommen. Nach der WHO handelt es sich bei „Gesundheit“ um einen „Zustand vollständigen körperlichen, geistigen, mentalen und sozialen Wohlbefindens“ und nicht allein um eine Umschreibung i.S.v. Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen. Neben der Begrifflichkeit der „Gesundheit als Zustand“ unterscheidet Weilnhammer noch zwischen „Gesundheit als Wirtschaftsgut im weiteren Sinn“, die durch das Individuum selbst, der Nutzung von Gesundheitsleistungen und der sonstigen Umweltfaktoren bestimmt wird, sowie „GesundheitsStatus quo und Herausforderungen im Gesundheitsmarkt – Patient Relationship Management als strategische Option der pharmazeutischen Industrieleistungen als materielle Güter und immaterielle Dienstleistungen im engeren Sinn“, die zur Sicherstellung der Gesundheit der Patienten genutzt werden.

Der Markt als weiterer Teilaspekt des „Gesundheitsmarkts“ ist allgemein als ökonomischer Ort des Austauschs von Gütern oder Dienstleistungen definiert. Jedoch wird hierunter auch der Vorgang verstanden, bei dem aufeinander treffende Anbieter und Nachfrager, eingebettet in einen Wettbewerbsprozess, Leistungen austauschen. Der Markt ist dabei in räumlicher, zeitlicher und/oder sachlicher Hinsicht abzugrenzen. Im Folgenden wird vom volkswirtschaftlichen Gesamtmarkt nur der Teilmarkt des Gesundheitswesens betrachtet. Das Gesundheitswesen umfasst die „Gesamtheit aller Einrichtungen des Staates, die der Förderung u. Erhaltung der Gesundheit sowie der Vorbeugung u. Bekämpfung von Krankheiten dienen“.

Zu den Akteuren des deutschen Gesundheitswesens gehören dabei zum einen die „Leistungsanbieter bzw. -vermittler“ wie die pharmazeutische oder die Medizintechnik-Industrie, aber auch Ärzte, Apotheken, Sanitätshäuser, Krankenhäuser oder Heilmittelerbringer wie Krankengymnasten und Heilpraktiker. Von Bedeutung sind auch sog. „Regulatoren“, die in Form von Regierung, Parteien, Behörden, Krankenkassen, Verbänden und Interessengruppen auftreten. Als dritte Partei werden in der Literatur die „Kostenträger“ herausgestellt, d.h. der Staat, die Länder, Kommunen, Arbeitgeber, Krankenkassen und Patienten. Letztere bilden außerdem die gesonderte Gruppe der „Nachfrager“.

Das Gesundheitswesen bildet somit den strukturellen, ökonomischen und rechtlichen Rahmen für den PRM-Ansatz, wobei dieser in direkter Wechselwirkung mit aktuellen Reformbemühungen im Gesundheitswesen steht. Allerdings hat der am Sozialversicherungsrecht orientierte Begriff des „Gesundheitswesens“ zu keiner Zeit den gesamten Markt abgedeckt, auf dem Produkte und Dienstleistungen angeboten und nachgefragt werden, die unmittelbar oder mittelbar mit Gesundheit in Beziehung stehen. Der Gesundheitsmarkt enthält auch die Gesundheitsleistungen, die bspw. privat nachgefragt und finanziert wurden, wobei der pharmazeutische Teilmarkt, der im Folgenden im Fokus steht, einige Besonderheiten im Vergleich zu anderen Märkten aufweist.

Inhaltsverzeichnis:

I. Inhaltsverzeichnis I
II. Abkürzungsverzeichnis IV
III. Tabellenverzeichnis VI
IV. Abbildungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
2. Begriffliche Abgrenzungen 1
2.1 Gesundheitsmarkt 1
2.2 Customer Relationship Management 3
2.2.1 Definition 3
2.2.2 Aufbau und Funktionalitäten 5
2.3 Patient Relationship Management 6
2.3.1 Definition 6
2.3.2 Einordnung des PRM in das Gesundheits- bzw. Pharmamarketing 7
3. Status quo im Gesundheitsmarkt 8
3.1 Charakteristika des deutschen Gesundheitsmarkts 8
3.2 Akteure des Gesundheitsmarkts 10
3.2.1 Überblick 10
3.2.2 Leistungsanbieter bzw. –vermittler 10
3.2.3 Regulatoren und Kostenträger 16
3.2.4 Nachfrager 18
3.3 Gesetzliche Rahmenbedingungen 19
3.3.1 Von Forschung bis Vertrieb von Arzneimitteln 19
3.3.2 Werbung für Arzneimittel 22
3.3.3 Gesetzliche Neuerungen im Gesundheitsmarkt 23
3.4 Wandel im Gesundheitsmarkt 26
3.4.1 Wirtschaftlichkeitsorientierung 26
3.4.2 Wandel der Geschäftsbeziehungen 27
3.4.3 Charakterisierung des Patienten als Kunde des Gesundheitsmarkts 29
4. Herausforderungen im Gesundheitsmarkt 30
4.1 Allgemeiner Überblick 30
4.2 Herausforderungen für die pharmazeutische Industrie im Speziellen 32
4.3 Patientenorientiertes Beziehungsmanagement als Lösungsansatz 33
5. Patient Relationship Management – Konzept 34
5.1 Allgemeine Darstellung des PRM-Konzepts 34
5.2 Ziel- und Strategiedefinition 35
5.3 Patientensegmentierung 37
5.3.1 Definition der Kundensegmentierung 37
5.3.2 Patientensegmentierung nach allgemeinen Verbrauchermerkmalen 38
5.3.3 Patientensegmentierung nach speziellen Verhaltensmerkmalen 38
5.4 Patientenwertermittlung und –analyse 43
5.5 Patientenbearbeitung 45
5.5.1 Segmentspezifische Patientenbearbeitung 45
5.5.2 Lebenszyklusspezifische Patientenbearbeitung 47
5.6 Patientendatenmanagement 53
5.7 Voraussetzungen zur Verwirklichung des PRM-Konzepts 55
5.7.1 Erfahrungen mit der CRM-Umsetzung 55
5.7.2 Anforderungen an die pharmazeutische Industrie 56
5.7.3 Anforderungen an die Patienten 57
5.7.4 Anforderungen an das PRM-Konzept 58
6. Operationalisierung des PRM-Konzepts im Marketing-Mix 59
6.1 Allgemeine Darstellung des Marketing-Mix der Pharmabranche 59
6.2 Produkt- und Programmpolitik 61
6.2.1 Die auf die Hardware-bezogene Produkt- und Programmpolitik 61
6.2.1.1 Innovationspolitik 61
6.2.1.2 Variations- und Differenzierungspolitik 63
6.2.1.3 Imitations- und Lizenzpolitik 64
6.2.2 Die auf die Software bezogene Produkt- und Programmpolitik 65
6.2.3 Marken- bzw. Namenspolitik 67
6.3 Preispolitik 68
6.3.1 Innovative Präparate und Me too-Präparate 68
6.3.2 Rx- und OTC-Präparate 69
6.3.3 Value-Added-Services 70
6.4 Kommunikationspolitik 71
6.4.1 Klassische Instrumente der Pharmakommunikation 71
6.4.2 Spezifika der Patientenkommunikation und DTC als Lösungsansatz 76
6.4.3 Neue Instrumente der Patientenkommunikation 77
6.5 Distributionspolitik 81
6.5.1 Regulärer Vertrieb von OTC- und Rx-Präparaten 81
6.5.2 Neue Vertriebsmodelle 82
7. Kritische Auseinandersetzung 83
7.1 Bedeutung des PRM-Konzepts für die pharmazeutische Industrie 83
7.2 Bedeutung des PRM-Konzepts für die sonstigen Gesundheitsmarktakteure 84
8. Fazit 85
V. Literaturverzeichnis 87
VI. Verzeichnis der Gesprächspartner 108
VII. Eidesstattliche Erklärung 109

Inhaltsverzeichnis:

I. Inhaltsverzeichnis I
II. Abkürzungsverzeichnis IV
III. Tabellenverzeichnis VI
IV. Abbildungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
2. Begriffliche Abgrenzungen 1
2.1 Gesundheitsmarkt 1
2.2 Customer Relationship Management 3
2.2.1 Definition 3
2.2.2 Aufbau und Funktionalitäten 5
2.3 Patient Relationship Management 6
2.3.1 Definition 6
2.3.2 Einordnung des PRM in das Gesundheits- bzw. Pharmamarketing 7
3. Status quo im Gesundheitsmarkt 8
3.1 Charakteristika des deutschen Gesundheitsmarkts 8
3.2 Akteure des Gesundheitsmarkts 10
3.2.1 Überblick 10
3.2.2 Leistungsanbieter bzw. –vermittler 10
3.2.3 Regulatoren und Kostenträger 16
3.2.4 Nachfrager 18
3.3 Gesetzliche Rahmenbedingungen 19
3.3.1 Von Forschung bis Vertrieb von Arzneimitteln 19
3.3.2 Werbung für Arzneimittel 22
3.3.3 Gesetzliche Neuerungen im Gesundheitsmarkt 23
3.4 Wandel im Gesundheitsmarkt 26
3.4.1 Wirtschaftlichkeitsorientierung 26
3.4.2 Wandel der Geschäftsbeziehungen 27
3.4.3 Charakterisierung des Patienten als Kunde des Gesundheitsmarkts 29
4. Herausforderungen im Gesundheitsmarkt 30
4.1 Allgemeiner Überblick 30
4.2 Herausforderungen für die pharmazeutische Industrie im Speziellen 32
4.3 Patientenorientiertes Beziehungsmanagement als Lösungsansatz 33
5. Patient Relationship Management – Konzept 34
5.1 Allgemeine Darstellung des PRM-Konzepts 34
5.2 Ziel- und Strategiedefinition 35
5.3 Patientensegmentierung 37
5.3.1 Definition der Kundensegmentierung 37
5.3.2 Patientensegmentierung nach allgemeinen Verbrauchermerkmalen 38
5.3.3 Patientensegmentierung nach speziellen Verhaltensmerkmalen 38
5.4 Patientenwertermittlung und –analyse 43
5.5 Patientenbearbeitung 45
5.5.1 Segmentspezifische Patientenbearbeitung 45
5.5.2 Lebenszyklusspezifische Patientenbearbeitung 47
5.6 Patientendatenmanagement 53
5.7 Voraussetzungen zur Verwirklichung des PRM-Konzepts 55
5.7.1 Erfahrungen mit der CRM-Umsetzung 55
5.7.2 Anforderungen an die pharmazeutische Industrie 56
5.7.3 Anforderungen an die Patienten 57
5.7.4 Anforderungen an das PRM-Konzept 58
6. Operationalisierung des PRM-Konzepts im Marketing-Mix 59
6.1 Allgemeine Darstellung des Marketing-Mix der Pharmabranche 59
6.2 Produkt- und Programmpolitik 61
6.2.1 Die auf die Hardware-bezogene Produkt- und Programmpolitik 61
6.2.1.1 Innovationspolitik 61
6.2.1.2 Variations- und Differenzierungspolitik 63
6.2.1.3 Imitations- und Lizenzpolitik 64
6.2.2 Die auf die Software bezogene Produkt- und Programmpolitik 65
6.2.3 Marken- bzw. Namenspolitik 67
6.3 Preispolitik 68
6.3.1 Innovative Präparate und Me too-Präparate 68
6.3.2 Rx- und OTC-Präparate 69
6.3.3 Value-Added-Services 70
6.4 Kommunikationspolitik 71
6.4.1 Klassische Instrumente der Pharmakommunikation 71
6.4.2 Spezifika der Patientenkommunikation und DTC als Lösungsansatz 76
6.4.3 Neue Instrumente der Patientenkommunikation 77
6.5 Distributionspolitik 81
6.5.1 Regulärer Vertrieb von OTC- und Rx-Präparaten 81
6.5.2 Neue Vertriebsmodelle 82
7. Kritische Auseinandersetzung 83
7.1 Bedeutung des PRM-Konzepts für die pharmazeutische Industrie 83
7.2 Bedeutung des PRM-Konzepts für die sonstigen Gesundheitsmarktakteure 84
8. Fazit 85
V. Literaturverzeichnis 87
VI. Verzeichnis der Gesprächspartner 108
VII. Eidesstattliche Erklärung 109

Textprobe:

Kapitel 3.3.1, Von Forschung bis Vertrieb von Arzneimitteln:

Der Gesundheitsmarkt wird durch eine Vielzahl von Gesetzen reguliert. Für den pharmazeutischen Markt bildet das Arzneimittelgesetz (AMG) den entscheidenden Rahmen. Zweck des AMG ist es, „im Interesse einer ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung von Mensch und Tier für die Sicherheit im Verkehr mit Arzneimitteln, insbesondere für die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Arzneimittel (…) zu sorgen“ (AMG 2006, § 1). In diesem Sinne werden mittels des AMG Herstellung, Zulassung, Registrierung sowie Sicherung und Kontrolle der Qualität von Arzneimitteln geregelt. Außerdem werden Umfang und Adressatenkreis von Informationen der pharmazeutischen Industrie sowie die Beschäftigung eines Informationsbeauftragten geregelt (AMG 2006, §11a, 74a-76). In Tab. 10 sind den Phasen des Produktlebenszyklus die gesetzlichen Grundlagen gegenübergestellt. Der Aspekt der Informationsbereitstellung der pharmazeutischen Industrie wird im Rahmen der Kommunikationspolitik (Kapitel 6.4) näher erläutert. Grundlegend für eine individuelle Informationsbereitstellung oder für eine patientenorientierte Produktentwicklung sind vorhandene Kontakte zu Patienten bzw. Patientendaten unter Beachtung der EUDatenschutzrichtlinien sowie des BDSG.

Das Bearbeiten von Daten, die direkt oder indirekt Zudem ist die pharmazeutische Industrie zur Offenlegung des Bearbeitungszwecks sowie der Information bei Weitergabe der Daten an Dritte verpflichtet. Erfolgt der Kontakt zu den Patienten bzw. Kunden über das Internet, sind digitale Signaturverfahren einzusetzen und die Vertraulichkeit durch wirksame Verschlüsselungsmechanismen sicherzustellen. Des Weiteren sei hier das Patentgesetz angeführt, nach dem der pharmazeutische Hersteller als Erfinder eines neuen Erzeugnisses das Recht auf ein 20jähriges Patent hat (Patentgesetz 2005, § 6), während dessen er über den Verkaufspreis für das Originalpräparat die Kosten für F&E decken und Gewinn erzielen kann.

Danach ist der Wirkstoff auch von anderen Herstellern als Generika vermarktbar. Außerdem ist es möglich, auf Arzneimittel, die sich lediglich durch Molekülvarianten, nicht aber durch ihre Wirkung von dem Originalpräparat unterscheiden (Analogpräparate oder Me-too-Präparate), Patent anzumelden. Bevor Generika Status quo und Herausforderungen im Gesundheitsmarkt – Patient Relationship Management als strategische Option der pharmazeutischen Industrie vermarktet werden dürfen, müssen sie jedoch in gleicher Weise wie Originalpräparate von der zuständigen Behörde zugelassen werden (Glossar AVWG 2006).

Die Aufgabe der Apotheken wurde bereits in Kapitel 3.2.2 erläutert. Der Arzneimittelversand ist gemäß ApoG §11a daran geknüpft, parallel eine öffentliche Apotheke betreiben sowie Qualitäts- und Liefervorschriften einhalten zu müssen. Dagegen können nichtapothekenpflichtige und nicht-rezeptfplichtige Arzneimittel auch in Drogerien, Discountern oder Warenhäusern vertrieben werden. Der Einzelhandel mit diesen freiverkäuflichen Arzneimitteln setzt aber voraus, dass das damit beauftragte Unternehmen die erforderliche Sachkenntnis nach AMG §50, Abs. 2 besitzt. Die Preisbildung für apothekenpflichtige Arzneimittel erfolgt nach den Vorgaben des Fünften Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB V), sowie der Arzneimittelpreisverordnung Rückschlüsse auf den psychischen oder physischen Gesundheitszustand einer Person ermöglichen, unterliegt dabei Restriktionen.

Kapitel 3.3.2, Werbung für Arzneimittel:

Neben der Preispolitik unterscheidet sich auch die Werbung für Arzneimittel bei Laien bzw. Nicht-Fachkreisen von der von Konsumgütern. Mit dem Begriff der „Fachkreise“ werden im Folgenden die „Angehörige der Heilberufe oder des Heilgewerbes, Einrichtungen, die der Gesundheit von Mensch oder Tier dienen, oder sonstige Personen, soweit sie mit Arzneimittel, Medizinprodukten, Verfahren, Behandlungen, Gegenständen oder anderen Mitteln erlaubterweise Handel treiben oder sie in Ausübung ihres Berufes anwenden“ (HWG 2006, §2) umschrieben. Die Basis für die Werbeaktivitäten der pharmazeutischen Industrie stellt das Heilmittelwerbegesetz dar.

In den Warenkorb
48,00 €

Arbeit zitieren:
Holtgräfe, Catherine Januar 2007: Die Zukunft des deutschen Gesundheitsmarkts, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Deutschland, Pharmazeutische Industrie, Kundenmanagement, Patient, Customer Relationship Management

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren