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Die Zukunft der Tageszeitung angesichts neuer Medien

Die Zukunft der Tageszeitung angesichts neuer Medien
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Stefan Soder
  • Abgabedatum: November 1999
  • Umfang: 114 Seiten
  • Dateigröße: 4,3 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2168-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2168-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2168-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Soder, Stefan November 1999: Die Zukunft der Tageszeitung angesichts neuer Medien, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internet, Zeitung, Zukunft, Neue Medien, Online

Diplomarbeit von Stefan Soder

Einleitung:

In dieser Diplomarbeit möchte ich auf die Frage nach der Zukunft der Tageszeitung am Medienmarkt Antworten finden, einen Blick auf den Markt der Printmedien im Angesicht "Neuer Medien" am Beispiel von Tageszeitungen werfen.

Vom Gedankengang her komme ich zu der konkreten Problemstellung, wenn ich mich in die Lage eines Strategen in einem Medienkonzern versetze: Da ist dieses neue Medium Internet. Wie reagiere ich mit meiner (meinen) Tageszeitung(en) auf die Entwicklung? Gerade den Verlegern, Herausgebern und Geschäftsführern in den Verlagen mangelt es jedoch oft an der nötigen Zeit, sich ausreichend Gedanken über langfristige Entwicklungen zu machen; zu sehr sind sie mit den alltäglichen Problemen, der ohnedies schon turbulenten Umwelt einer Tageszeitung beschäftigt. Es gilt, täglich eine (alte) Verpackung mit einem (neuen) Produkt zu füllen.

Indizien für eine mögliche Entwicklung zu sammeln und am Ende dieser Arbeit einige fundierte Aussagen auf diese Fragen geben zu können, das sind die Ziele der folgenden Seiten.

Solche Indizien lassen sich in der Umfrage im Mittelteil meiner Arbeit finden und sollen im Hauptteil in den Kapiteln "Meinungen" und "Strategische Überlegungen" einfließen.

Dabei habe ich nur wenige Werke in der traditionellen Literatur gefunden, dafür vermehrt Meinungen aus der Tagespresse verwendet.

Inhaltsverzeichnis:

VORWORT 4
EINLEITUNG 5
AUSGANGSPOSITION UND PROBLEMSTELLUNG 7
AUSGANGSPOSITION: INFORMATIONSGESELLSCHAFT ODER MEDIENGESELLSCHAFT? 7
PROBLEMSTELLUNG 11
BEGRIFFSDEFINITIONEN 12
Neue Medien 12
Auflage 12
Reichweite 12
Hits 13
Visits 13
Page-Impressions (=PageViews) 13
EMPIRISCHER TEIL 14
ÜBERLEGUNGEN ZUM EMPIRISCHEN TEIL 14
EXKURS: DIE BEFRAGUNG 17
DIESER FRAGEBOGEN 18
demographisch-personale Fragen (Fragen 1 bis 6) 18
Fragen zum aktuellen Leseverhalten (Fragen 7 bis 12) 18
Fragen zur Prognose des Leseverhaltens (Fragen 13 und 14) 18
Die drei Messniveaus 19
DIE STICHPROBE 20
DIE HYPOTHESEN 21
Hypothese 1 21
Hypothese 2 21
Hypothese 3 22
ABLAUF DER BEFRAGUNG 22
ERGEBNISSE: GRAFIKEN UND INTERPRETATIONEN 23
ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE DES EMPIRISCHEN TEILES 57
HAUPTTEIL 59
IN KURZEN AUSZÜGEN: DIE GESCHICHTE DER ZEITUNG 59
IN KURZEN AUSZÜGEN: DIE GESCHICHTE DES INTERNETS 60
WIRTSCHAFTSDATEN VON ZEITUNGEN 62
DISKUSSION: KANN PROGNOSE WISSENSCHAFTLICH VORGENOMMEN WERDEN? 65
PROGNOSEMODELLE 67
MEINUNGEN VON EXPERTEN 68
Sammlung von Zitaten 68
Kurzzusammenfassung 77
BESONDERHEITEN VON MEDIENMÄRKTEN 78
Reguliertheit 78
Besonderheit der Kundenbeziehung 78
Das Riepl`sche Gesetz 79
STRATEGISCHE ÜBERLEGUNGEN 80
Zitate von Experten 80
Neue Konkurrenten: Die Online-Dienste 84
Schnelligkeit 84
Flexibilität 84
Das Finanzierungsproblem im Internet 85
Exkurs: Prinzipielle Möglichkeiten für Einnahmen im Online-Bereich 85
Besinnung auf die Kernkompetenzen 86
Die große Chance: Eine neue Kundennähe 87
Kurzzusammenfassung und Schlußfolgerungen 88
SCHLUßBETRACHTUNG UND AUSBLICK: 90
LITERATURVERZEICHNIS 91
ANHANG 94
DER FRAGEBOGEN IN DEUTSCH 94
DER FRAGEBOGEN IN ENGLISCH 96
VERWENDETE HYPOTHESENTESTS 99
Chi-Quadrat-Test 99
T-Tests 99
Mann-Whitney-Tests (U-Test von Mann-Whitney) 99
Die Testergebnisse 100
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG 108

Automatisiert erstellter Textauszug:

Bereits zu Beginn der Sechziger Jahre, inmitten des Kalten Krieges, begannen amerikanische Forscher der „RAND Coproration“ nach Möglichkeiten zu suchen, um ein Kommunikationssystem nach einem Nuklearkrieg aufrecht erhalten zu können. Dieses Kommunikationsnetz sollte keine zentrale Steuerung, keine zentrale Autorität benötigen, um das Risiko der Vernichtung nicht auf eine Stelle zu konzentrieren. Weiters sollten die verteilten Komponenten des Systems vollkommen autark funktionieren. Jeder Knoten im Netz sollte Nachrichten erzeugen, empfangen und übertragen können. Die jeweiligen Nachrichten sollten von Knoten (Nutzer) zu Knoten weitergereicht werden. Stück für Stück einen Schritt näher zum Empfänger. Auf diesem Wege kann das Netz auch noch arbeiten, wenn schon große Teile ausgefallen sind. Dafür war es nicht wirklich effizient. Dieses Konzept wurde zwischen den Organisationen RAND, MIT und UCLA herumgereicht, ohne dass sich wirklich ein Fortschritt ergeben hätte. 1968 wurde dann das erste Versuchsnetz installiert. Nicht in den USA, sondern vom National Physical Laboratory in Großbritannien. Auf Initiative des Pentagons wurde im Jahr 1969 auch in den USA mit einem Versuch gestartet. Die Verbindungen wurden zwischen Universitäten geknüpft. 1972 waren es bereits 37 Knoten, die im „ARPA-Net“ beziehungsweise „DARPANet“ existierten. Die ursprünglich wichtige Funktion des Fernbedienens von Computern über das Netz wurde in der Nutzung ganz klar vom Versenden von Nachrichten übertroffen. In weiterer Folge entwickelten sich unterschiedliche Netze, die von einander unabhängig arbeiteten. Ab 1977 setzte sich die Protokollsprache TCP/IP durch. Das war die Grundvoraussetzung für das Zusammenwachsen unterschiedlicher Netze auf der ganzen Welt zum heute bekannten Internet. Die rasant fortschreitende Verbreitung von leistungsfähigen Computern auf aller Welt ist natürlich eine andere Voraussetzung für die schnelle Expansion des Netzes. Um eine Struktur in die bald unüberschaubaren Knoten und Netze zu bringen, führte man Kürzel für die geographische Zugehörigkeit von Adressen ein (Bsp. Austria=.at, Deutschland=.de) und dreistellige [...]

Am 4.12.1501 ist in Deutschland die „Newe zeytung vom Orient u. auffgange“ erschienen. Sie ist das erste Schriftwerk, das den Namen Zeitung trägt. 1609 erscheint die erste zugelassene Zeitung in Deutschland. 1650 erscheint in Leipzig täglich eine Zeitung. Bereits 1780 wird in der Schweiz die ‚Neue Züricher Zeitung“, 1788 in London die ‚Times‘ gegründet. Das enorme Machtpotential der Zeitungen wurde in Mitteleuropa am Totalitärsten ab 1935 gebraucht, als laut dem Schriftleitergesetz hunderte von Zeitungen verschwanden und der Zentralverlag der NSDAP bei den übriggebliebenen Mehrheitseigentümer wurde. 1990 nutzen 96 % der erwachsenen Deutschen das Medium Zeiutng (76 % regelmäßig) und zwar pro Werktag ca. 30 Minuten.46 [...]

32. In der Prognose der Lesehäufigkeit im Bereich der Online-Zeitungen sind sich die Studierenden beider Universitäten weitgehend einig. Es wird mehr gelesen werden. Auffällig die Tatsache, dass von den Studierenden in San Francisco, welche die „Neuen Medien“ schon jetzt mehr nutzen als ihre Kollegen in Österreich (siehe oben) mehr als die Hälfte in Zukunft vermehrt die Online-Tageszeitunge aufsuchen will. Das bedeutet, der Trend hin zur vermehrten Nutzung der Internet-Angebote setzt sich an beiden Studienorten ungebremst fort. In San Francisco wird sich also der Markt in den nächsten Jahren noch weiter ins Netz verschieben. Wenn man von der Vorreiterrolle ausgeht, kann man annehmen, dass dieser Trend in Mitteleuropa tatsächlich noch im Wachstum begriffen ist. Interessant dabei ist auch, dass sowohl in der Prognose des Lesens von Print- als auch von Onlinezeitungen eine Zunahme vermutet wird. Dass also nicht zu Lasten des einen Mediums das andere vermehrt genutzt werden wird, sondern beiden Medien mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. [...]

Arbeit zitieren:
Soder, Stefan November 1999: Die Zukunft der Tageszeitung angesichts neuer Medien, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internet, Zeitung, Zukunft, Neue Medien, Online

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