Die Zukunft der Rhein-Main-Region
Vernetzung und Kooperation von Initiativen in der Region
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Tschakert
- Abgabedatum: Mai 2006
- Umfang: 138 Seiten
- Dateigröße: 1,4 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9756-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9756-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9756-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Tschakert, Michael Mai 2006: Die Zukunft der Rhein-Main-Region, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kooperation, Netzwerk, Wirtschaftsförderung, Rhein-Main-Region, Politik
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Diplomarbeit von Michael Tschakert
Einleitung:
Ausgangspunkt dieser Arbeit, ist die Überlegung, dass Kommunen in der Regel die eigene und auch die Entwicklung der Region behindern, wenn sie unkoordiniert in einer Art Kirchturmpolitik eigene Ziele und Aktionsfelder zur Stärkung ihres ökonomischen und kulturellen Potentials verfolgen.
Die polyzentrische Region Frankfurt Rhein-Main hat im Gegensatz beispielsweise zu München, Stuttgart oder Berlin mehrere Oberzentren, dadurch wächst die Notwendigkeit der Kooperation, wenn eine gemeinsame Außen- und Innendarstellung der Region angestrebt wird. Eine unzureichende Koordination reduziert die Effizienz von ökonomischen und kulturellen Fördermaßnahmen und Verbesserungen.
Die vielerorts festzustellenden Diskrepanzen zwischen einer zunehmenden funktionalen Verflechtung von Kernstädten und ihren Umlandgemeinden und kleinteiligen politisch-administrativen Strukturen innerhalb von Stadtregionen einerseits sowie eine gleichzeitig immer deutlich werdende Ungleichverteilung von Lasten, Kosten und Einnahmen zwischen den kommunalen Gebietskörperschaften in diesen Räumen anderseits, haben die Forderung nach einer verbesserten interkommunalen Zusammenarbeit auf regionalen Kontext noch verstärkt.
Die Leistungsfähigkeit von Regionen beruht immer stärker auf der kollektiven Nutzung und Weiterentwicklung kontextspezifischer, implizierter Wissensbestände in regionalen Kommunikations- und Kooperationsnetzwerken.
Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind Regionalinitiativen, Regionalförderungsvereine- und gesellschaften, die sich seit den 1990er Jahren in der Region Frankfurt Rhein-Main gegründet haben. Untersucht werden sowohl die Vernetzung der verschiedenen Initiativen untereinander, als auch eine mögliche noch engere Vernetzung der Initiativen in Form eines „Dachverbandes“.
Es soll versucht werden, das Engagement in der Region und für die Region zu analysieren. Dabei werden verschiedene Formen der regionalen Kommunikation und Kooperation und der regionalen Netzwerkbildung aufgezeigt. Zunächst sollen theoretische Konzepte dargestellt werden, die wichtige Erklärungsansätze für die untersuchten Phänomene liefern. Es soll geprüft werden, wer die regionalen Akteure sind und wofür sie sich einsetzen und ob und auf welche Weise sie miteinander kommunizieren bzw. kooperieren.
In der Arbeit der Regionalinitiativen und anderen Akteuren in der Regionalentwicklung kommt der Kommunikation und Kooperation ein zentraler Stellenwert zu. Um gemeinsame Ziele zu erreichen, braucht die Regionalbewegung einen Konsens über die Ziele und eine Zusammenarbeit zwischen möglichst vielen Akteuren. Zudem besteht gerade die Hauptaufgabe vieler regionaler Initiativen darin, Kommunikation und Kooperation in regionalem Kontext zu fördern. Einerseits scheinen sich alle regionalen Akteure in ihrer Zielsetzung einig zu sein, nämlich im Engagement für die Region, aber eine offene Zusammenarbeit scheint manchmal schwierig zu sein, bzw. scheinen auch Konkurrenzsituationen vorzuherrschen, so könnte man nämlich auch die große Anzahl der Initiativen zur Regionalentwicklung interpretieren.
Sowohl in der praktischen Arbeit der Aktivisten der Regionalbewegung als auch in der wissenschaftlichen Betrachtung derselben wird üblicherweise ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass die Intention eines regionalen Handels oder eines lokalen Handelns allein durch die Regionalität bzw. Lokalität bereits ausreichend klar ist. Bei genauerer Betrachtung erweist es sich jedoch häufig als völlig unklar, welche Intention und welche Mittel regionales Handeln impliziert. Dementsprechend handelt es sich bei dieser Arbeit um eine akteurszentrierte Untersuchung der Ziele, Strategien und Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Akteuren der Regionalbewegung.
Auf dem Weg der Analyse des Selbstverständnisses der in der Regionalbewegung engagierten Menschen sowie deren Kommunikations- und Interaktionsprozessen soll zugleich versucht werden, Antworten auf die Frage zu finden, warum es in den vergangenen Jahren überhaupt zur Gründung von so vielen Initiativen gekommen ist. Welche Problemlagen sind es, die solche Strukturen entstehen lassen? Behindern die vielen Initiativen eventuell eine gemeinsame Konsensfindung? Warum können entsprechende Anforderungen offenbar nicht von den bestehenden kommunalen und staatlichen Organisationen erfüllt werden? Warum können die räumlich organisierten Institutionen wie die regionalen Planungsverbände bzw. die Politik auf kommunaler, Landkreis- oder Regierungsbezirksebene anscheinend nicht das leisten, was man von einem regionalen Handeln oder regionaler Politik erwartet? Dabei wird auch auf die in der Region fehlende politische Verfasstheit eingegangen und den daraus entstehenden Schwierigkeiten für die Regionalinitiativen. Anhand einiger Projekte, die von den untersuchten Regionalinitiativen mitinitiiert wurden, soll gezeigt werden, dass sich auch ohne politische Verfasstheit die Region durchaus als solche bezeichnen lässt.
In der regionalwissenschaftlichen Fachliteratur ist oft die Rede von dem Wunsch nach weniger hierarchischen Strukturen sowie nach einem Bedeutungszuwachs der regionalen Ebene. Es wird postuliert, dass die regionalen Akteure ernster genommen werden und an Macht gewinnen, wenn sie sich mit anderen vernetzen und zu größeren effizienteren Organisationen zusammenschließen. Durch ein professionelles Auftreten in der Öffentlichkeit können wesentlich leichter Forderungen an die Politiker artikuliert werden. Hierbei stellt sich aber die Frage, ob diese Zielsetzungen einer Vernetzung und Professionalisierung in der Realität tatsächlich mit den Interessen der Vertreter der Regionalinitiativen übereinstimmen. Deshalb soll danach gefragt werden, ob und inwiefern Zusammenschlüsse und Kooperationen zwischen Initiativen zur Regionalbewegung deren Zielen überhaupt gerecht werden.
Die thematische Beschränkung auf Akteure der Regionalbewegung erfordert eine begriffliche Klärung dessen, was darunter im Rahmen dieser Untersuchung verstanden wird. Die Arbeit legt eine umfassende Definition solcher Akteure zugrunde, nach der das ausschlaggebende Kriterium ist, dass die Orientierung an „der Region“, „dem Regionalen“ oder „dem Lokalen“ im Mittelpunkt des Selbstverständnisses steht. Als eine Initiative der Regionalbewegung im weitesten Sinne werden demnach alle Gruppen angesehen, die als eine Interessensgemeinschaft von mehreren Menschen ein Mindestmaß an formaler Organisation aufweisen und die durch ihre Namensgebung bzw. Selbstbeschreibung verdeutlichen, dass es ihnen um die Region geht.
Sofern das „Regionale“ nur für die räumliche Organisationsstruktur einer Gruppe steht und offensichtlich andere spezielle Themen im Mittelpunkt stehen, handelt es sich nicht um eine Gruppe der Regionalbewegung. Für eine Regionalinitiative im hier verstandenen Sinne ist es geradezu bezeichnend, dass es über regionale und lokale Orientierung hinaus nur relativ geringe thematische Beschränkungen des Tätigkeitsfeldes gibt und es den Initiativen vielmehr um eine umfassende integrative Entwicklung der Region geht. Die Region ist nicht nur die räumliche Begrenzung der Organisation einer solchen Gruppe, sondern die Idee der „Region“, des „Regionalen“ oder der „Regionalisierung“ ist das entscheidende Selbstverständnis dieser Initiative und ihrer Mitglieder.
Die Forschungsfragen mussten während der empirischen Erhebung immer wieder angepasst werden. Einige konnten im Laufe der Arbeit genauer ausdifferenziert werden, anderen Fragen konnte aus quantitativen Gründen nicht weiter nachgegangen werden.
Die folgenden Fragen haben sich als Basisfragen herauskristallisiert:
Wie, wann und warum sind die Initiativen der Regionalbewegung entstanden?
Wie lauten die Zielsetzungen der Initiativen und Akteure?
Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Initiativen?
Welche Arten von Zusammenarbeit existieren überhaupt schon?
Welche Schwierigkeiten sind dabei entstanden und können entstehen?
Ist die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Initiativen sinnvoll und möglich?
Lässt sich die Zusammenarbeit in einem „Dachverband“ besser koordinieren?
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit gliedert sich in sieben Hauptkapitel, wobei Kapitel 2, Vernetzung und Netzwerke als theoretischer Teil der Studie verstanden werden kann, während Kapitel 5 und 6 den empirischen Teil der Arbeit darstellen. Das dritte Kapitel, der Begriff der Region, ist als Bindeglied zwischen den theoriegeleiteten Teil der Diskussion und den praxisbezogenen Ausführungen anzusehen. Kapitel 4 legt die empirische Vorgehensweise dar. Eingefasst werden diese Bereiche durch ein einleitendes Kapitel sowie ein Fazit. Im einzelnem ist die Arbeit wie folgt angelegt:
Zunächst wird, im Anschluss an die Einleitung, mit dem Netzwerkgedanke ein theoretischer Bezugsrahmen formuliert. Ziel hierbei ist es dem Leser den hier zugrunde liegenden Untersuchungsgegenstand aus verschiedenen Blickwinkeln zu präsentieren. An dieser Stelle möchte ich nicht verschweigen, dass im Rahmen der vorliegenden Arbeit nur ein Ausschnitt aus dem weiten Spektrum der Netzwerktheorie, welches ökonomische, geographische, politische und soziologische Ansätze umfasst, beleuchtet werden kann.
Im folgenden Kapitel wird der Begriff der Region dargestellt, und auf die steigende Bedeutung der Regionen in Europa verwiesen, die immer mehr in einem Wettbewerb, um Kapital und Arbeit zu einander stehen. Explizit wird daraufhin die Region Frankfurt Rhein-Main untersucht. Innerhalb dieses Bereiches werden auch die Schwierigkeiten im Zusammenwachsen und in der Weiterentwicklung der Region dargestellt.
Kapitel 4 skizziert die Vorgehensweise in der Feldforschung und die Erhebungsgrundlagen. Im darauf folgenden Kapitel 5 werden Initiativen, die zur Verbesserung der interkommunalen Zusammenarbeit in der Region gegründet wurden aufgezeigt.
Betrachtet werden aber nur einige einzeln ausgewählte Initiativen, die aus der Masse der Initiativen, wegen deren Einfluss und/oder Bedeutung herausstechen. An den ausgewählten Initiativen wird in Kapitel 6 versucht werden, bestehende und zukünftige Vernetzungen aufzuzeigen, Gründe für ein mögliches Scheitern aufzuzählen und auf deren spezifisches Eintreffen hin zu untersuchen. Außerdem wird der Aspekt diskutiert, ob es sinnvoll und möglich ist, die einzelnen Organisationen in einem „Dachverband“ zu vereinigen und damit deren „Stimme“ bzw. „Macht“ zu bündeln, um eine gewichtigere Rolle in der Debatte um die Zukunft der Rhein-Main Region spielen zu können. Zum Schluss dieses Kapitels wird noch auf die Problematik der politischen Verfasstheit der Region eingegangen und Projekte der Akteure in der Regionalentwicklung vorgestellt, die verdeutlichen sollen, dass Rhein-Main sich durchaus als gemeinsame Region bezeichnen kann.
Das Schlusskapitel skizziert einerseits grundlegende Ergebnisse der Arbeit, anderseits versucht es zukünftige Entwicklungstendenzen aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 6 |
| 1.1 | Aufbau der Arbeit | 10 |
| 2. | Vernetzung und Netzwerke | 12 |
| 2.1 | Begriffserklärung Vernetzung/Netzwerk | 12 |
| 2.2 | Netzwerke | 13 |
| 2.2.1 | Definition und Konzepte | 13 |
| 2.3 | Netzwerkmodelle | 21 |
| 2.3.1 | Fragmentierte Struktur | 21 |
| 2.3.2 | Hierarchisches Netzwerk-Modell | 21 |
| 2.3.3 | Netzwerk-Modell mit starker Führerschaft | 22 |
| 2.3.4 | Netzwerk ohne Führerschaft | 22 |
| 2.3.5 | Flexible Netzwerke | 23 |
| 2.4 | Voraussetzung für erfolgreiche Vernetzung | 23 |
| 2.5 | Regionale Kooperation als Netzwerkbildung | 26 |
| 3. | Die Region | 28 |
| 3.1 | Bedeutungszunahme der Region | 28 |
| 3.2 | Die lernende Region | 29 |
| 3.3 | Europäische Metropolregionen | 31 |
| 3.4 | Der Regionsbegriff | 32 |
| 3.4.1 | Die Stadtregion | 32 |
| 3.4.2 | Metropole zwischen Region, Staat und Außenwelt | 33 |
| 3.4.3 | Die Region- ein ungenauer Begriff | 33 |
| 3.4.4 | Kernstadt- Umland- Beziehungen | 35 |
| 3.4.5 | Suburbanisierung und Segregation | 35 |
| 3.4.6 | Wechselseitige Abhängigkeit | 36 |
| 3.4.7 | Regionalbewusstsein oder Kirchturmpolitik? | 37 |
| 3.4.8 | Nationale und internationale Konkurrenz | 38 |
| 3.5 | Die Region Frankfurt Rhein-Main | 39 |
| 3.5.1 | Entwicklung und Bedeutung | 39 |
| 3.5.2 | Abgrenzung | 40 |
| 4. | Empirie | 41 |
| 4.1 | Erhebungstechniken und Grundlagen | 41 |
| 4.2 | Qualitative Interviews | 41 |
| 5.0 | Die Initiativen | 44 |
| 5.1 | Definition und Auswahlkriterien | 44 |
| 5.2 | Wirtschaftsförderverein Region Frankfurt Rhein- Main | 50 |
| 5.2.1 | Gründungsphase und Gründungsmitglieder | 50 |
| 5.2.2 | Ziele des Vereins | 50 |
| 5.2.3 | Territoriale Abgrenzung | 51 |
| 5.3 | Wirtschaftsinitiative Frankfurt Rhein-Main | 51 |
| 5.3.1 | Gründungphase Gründungmitglieder | 51 |
| 5.3.2 | Ziel der Initiative | 52 |
| 5.3.3 | Territoriale Abgrenzung | 52 |
| 5.4 | Kulturinitiative Rhein- Main | 53 |
| 5.4.1 | Gründungsphase und Gründungsmitglieder | 53 |
| 5.4.2 | Ziele der Initiative | 53 |
| 5.4.3 | Territoriale Abgrenzung | 54 |
| 5.5 | Sportinitiative Frankfurt Rhein-Main | 54 |
| 5.5.1 | Gründungsphase und Gründungsmitglieder | 54 |
| 5.5.2 | Ziele der Initiative | 55 |
| 5.5.3 | Territoriale Abgrenzung | 55 |
| 5.6 | Frankfurter Kultur Komitee | 56 |
| 5.6.1 | Gründungsphase und Gründungsmitglieder | 56 |
| 5.6.2 | Ziele der Initiative | 56 |
| 5.6.3 | Territoriale Abgrenzung | 56 |
| 5.7 | Frankfurt RheinMain GmbH International Marketing of the Region | 57 |
| 5.7.1 | Gründungsphase und Gründungsmitglieder | 57 |
| 5.7.2 | Ziel der Gesellschaft | 57 |
| 5.7.3 | Territoriale Abgrenzung | 58 |
| 5.8 | Kultur Region Frankfurt RheinMain GmbH | 58 |
| 5.8.1 | Gründungsphase und Mitglieder | 58 |
| 5.8.2 | Ziele der Gesellschaft | 59 |
| 5.8.3 | Territoriale Abgrenzung | 59 |
| 5.9 | Zusammenfassung | 60 |
| 6. | Kooperation und Vernetzung in der Regionalbewegung | 61 |
| 6.1 | Regionale Kooperation als Netzwerkbildung in der Praxis | 61 |
| 6.2 | Kooperationen und Vernetzungen zwischen den Initiativen | 64 |
| 6.3 | Gründe für ein Scheitern von Kooperationen | 73 |
| 6.4 | Problematik der Anzahl der Initiativen | 77 |
| 6.5 | Möglichkeit der Gründung einer Koordinierungsstelle/Dachverbandes | 82 |
| 6.6 | Das Problem der politischen Verfasstheit | 85 |
| 6.7 | Projekte zur Weiterentwicklung der Region | 87 |
| 7. | Zusammenfassung und Schlussfolgerungen | 95 |
| 8. | Literaturliste | 99 |
| 9. | Anhang | 109 |
Durch die gescheiterte Olympiabewerbung im Jahre 2002 hat sich gezeigt, dass die Region für solche Sportprojekte nicht ausreichend strukturiert ist. Es fehlte an einem Unterbau für solche Sportveranstaltungen. Es wurde die Idee konstruierte, den Profiund Breitensport in der Region unter einem Dach zu vermarkten.128 Daraufhin wurde im November 2002 die gemeinnützige Sportinitiative Frankfurt Rhein-Main gegründet. Parallel zur Wirtschaftsinitiative und zur Kulturinitiative in Frankfurt soll die Sportinitiative die „dritte Säule“129 in der Region werden. Gesellschafter dieser Initiative sind der Breitensport, der Amateurspitzensport und der Profisport, Mehrheitsgesellschafter ist der Sportkreis. Als Profivereine haben sich Eintracht Frankfurt, die Frankfurt Lions, die Opel Skyliners Frankfurt, die SG Wal- [...]
Die Kulturinitiative Frankfurt Rhein-Main wurde am 27.07.1998 in Frankfurt gegründet, sie ist somit die erste Initiative, die sich mit der Verknüpfung von Kultur und Region befasste. Initiatoren waren zum großen Teil Leiterinnen und Leiter von Kulturinstitutionen, darüber hinaus kulturpolitisch und kulturell Engagierte in den Städten Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt und der diese drei Städte umgebenden RheinMain-Region. Die erste gemeinsame Initiative war die Formulierung des "Darmstädter Manifestes". Mit dieser öffentlichen Erklärung wurde das Selbstverständnis von Kultur, aber auch die Forderung nach einer modernen Form staatlicher Unterstützung der Kulturinitiativen niedergelegt. Die steuerliche Förderung von Stiftungen und Vermächtnissen zugunsten der Kultur bleibt ein zentrales Anliegen. Das Darmstädter Manifest war von mehr als 300 Verantwortlichen in Kulturinstitutionen aus der ganzen Bundesrepublik unterzeichnet worden.127 5.4.2. Ziele der Initiative [...]
Ende 1995, kurze Zeit nach der Gründung des Wirtschaftsfördervereins, wurden Überlegungen vertieft, eine weitere Wirtschaftsförderinstitution aufzubauen, deren Träger regionale Unternehmen sein sollten. Ziel war eine Imageverbesserung der Region und die Entwicklung von Visionen für den Wirtschaftsraum. Initiatoren dieser Pläne waren leitende Mitarbeiter der Flughafen Frankfurt/Main AG, der Messe Frankfurt GmbH und der Stadt Frankfurt. Die Gründung der als Wirtschaftsforum, d.h., als Plattform für die gesamte Wirtschaft des Rhein-Main Gebietes122 bezeichneten Wirtschaftsinitiative Frankfurt Rhein-Main e.V., erfolgte am 6.5.1996. Unter den 39 Gründungsmitgliedern123 waren international tätige Konzerne, wie z.B. der Hoechst Konzern, Großbanken (alle Frankfurter Grossbanken waren vertreten), sowie Verkehrsgesellschaften (Flughafen Frankfurt, Deutsche Bahn AG). Momentan hat die Wirtschaftinitiative 160 Unternehmen als Mitglieder gewinnen können.124 5.3.2. Ziel der Initiative [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832497569
Arbeit zitieren:
Tschakert, Michael Mai 2006: Die Zukunft der Rhein-Main-Region, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kooperation, Netzwerk, Wirtschaftsförderung, Rhein-Main-Region, Politik



