Zielvereinbarung - Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Dörte Lukas, geb. Cermak
- Abgabedatum: November 2004
- Umfang: 91 Seiten
- Dateigröße: 698,5 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Lausitz Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9276-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9276-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9276-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Lukas, geb. Cermak, Dörte November 2004: Zielvereinbarung - Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Mitarbeitermotivation, Mitarbeitergespräch, Reifegradmodell, Personalentwicklung, Ursachenanalyse
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Diplomarbeit von Dörte Lukas, geb. Cermak
Einleitung:
Zielvereinbarungen werden in der Praxis zunehmend akzeptiert und gewinnen in deutschen Unternehmen an Bedeutung. Das Zielvereinbarungssystem ist notwendig, damit Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können. Dennoch ist die Implementierung von Zielvereinbarungen mit unterschiedlichen Erwartungen sowie zahlreichen Vorbehalten und Ängsten verbunden. Zu nennen ist unter anderem der zeitaufwendige Kommunikations- und Koordinationsaufwand.
Dennoch ist fraglich, wie sich der Unternehmenserfolg entwickelt, wenn an der erforderlichen Zeit gespart wird. Die Einführung und Umsetzung von Zielvereinbarungssystemen induziert explizite Erwartungen bezüglich der Effizienz des Unternehmens. Ebenso resultieren aus der Realisierung für die Führungskraft sowie für den Mitarbeiter positive Aspekte. Der weitverbreiteten Meinung, Zielvereinbarungssysteme seien zu kostenintensiv, ist entgegenzusetzen, dass der Nutzen die Kosten erheblich übersteigt.
Zielvereinbarungssysteme werden implementiert, um einerseits eine Unternehmenssicherung und andererseits eine Leistungsverbesserung zu erzielen. Folgende Teilfunktionen von Zielvereinbarungen werden in den Kapiteln explizit erläutert:
- Verteilungsfunktion – klare Ressourcenzuweisungen.
- Beurteilungsfunktion – eindeutige Maßstabsvorgabe für die Leistung.
- Empowermentfunktion – Erzeugung von kreativen Freiräumen.
- Orientierungsfunktion – Unterstützungszusagen.
- Informationsfunktion – Erzeugung von Transparenz, Offenheit und Vergleichbarkeit der Leistungsstandards.
- Optimierungsfunktion – Vorgabe von herausfordernden Zielen.
- Organisationsfunktion – Ableitung und Abstimmung der Ziele.
- Motivationsfunktion.
Gang der Untersuchung:
Zielvereinbarungssysteme werden häufig kritisiert, nicht den erwünschten Erfolg zu bringen. Die Ursachen liegen jedoch nicht im System, sondern vielmehr an seiner Betrachtung, Gestaltung und Anwendung.
Ziel der Arbeit ist die Darstellung der Zielentwicklung und -vereinbarung sowie notwendige Faktoren, die eine erfolgreiche Umsetzung von Zielvereinbarungssystemen ermöglichen.
Die Arbeit gliedert sich in zwei Hauptteile, den theoretischen Teil, Kapitel zwei bis fünf und den praktischen Teil, Kapitel sechs, welches sich mit einer, von der Autorin durchgeführten, empirischen Untersuchung befasst.
Der theoretische Teil beschäftigt sich mit der Funktion sowie der Betrachtung von Zielvereinbarungen. Es werden positive Aspekte, wie beispielsweise der Nutzen für alle Beteiligten als auch mögliche Bedenken darstellt und auf die verhaltenspsychologische Sicht explizit eingegangen. Die elementare Voraussetzung für den Erfolg einer Zielvereinbarung ist eine positive und aussagekräftige Zielformulierung. Es wird aufgezeigt, wie solche Ziele definiert werden.
Des Weiteren wird die erfolgsversprechende Durchführung von einem Zielvereinbarungsgespräch, Meilensteingesprächen sowie des Zielüberprüfungsgesprächs vermittelt. Die erforderlichen Rahmenbedingungen für die Einführung von Zielvereinbarungen werden im fünften Kapitel beschrieben. Es wird auf das Balanceproblem zwischen den Führungsstilen eingegangen. Das Zielvereinbarungssystem stellt verschiedene Anforderungen an Führungskräfte und Mitarbeiter. Diese werden dargestellt, unter Einbeziehung der Qualifikationsmaßnahmen.
Im letzen Kapitel, dem praktischen Teil dieser Arbeit, wird die Methodik und Durchführung der Befragung explizit erläutert. Anschließend erfolgt eine detaillierte Ergebnisbewertung. Die abschließende Interpretation der Ergebnisse der Erhebung gibt Aufschluss über die Art und Weise der Anwendung von Zielvereinbarungen in den befragten Unternehmen und lässt einen Vergleich zum theoretischen Teil zu.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Zielvereinbarungssystem als Instrument der Unternehmenssteuerung | 2 |
| 2.1 | Zielvereinbarung aus Sicht der Organisation | 3 |
| 2.2 | Zielvereinbarung aus Sicht der Führungskraft | 4 |
| 2.3 | Zielvereinbarung aus Sicht des Mitarbeiters | 5 |
| 3. | Der Weg zur Zielvereinbarung | 6 |
| 3.1 | Wirkungsverlauf von Zielvereinbarungen aus verhaltenspsychologischer Sicht | 6 |
| 3.1.1 | Zielformulierung | 7 |
| 3.1.2 | Motivationspsychologische Aspekte | 10 |
| 3.2 | Information der Beteiligten | 13 |
| 3.2.1 | Information der Führungskräfte | 13 |
| 3.2.2 | Information der Mitarbeiter | 14 |
| 4. | Das Zielvereinbarungsgespräch | 15 |
| 4.1 | Vorbereitung | 16 |
| 4.1.1 | Vorbereitung der Führungskräfte | 17 |
| 4.1.2 | Vorbereitung der Mitarbeiter | 18 |
| 4.2 | Durchführung | 19 |
| 4.2.1 | Gesprächseröffnung | 19 |
| 4.2 2 | Hauptteil | 20 |
| 4.2.3 | Gesprächsabschluss | 21 |
| 4.3 | Meilensteingespräch | 21 |
| 4.4 | Das Zielüberprüfungsgespräch | 23 |
| 4.4.1 | Ergebnisbewertung | 24 |
| 4.4.2 | Ursachenanalyse | 24 |
| 4.4.3 | Entwicklung von Maßnahmeplänen | 25 |
| 4.5 | Feedback | 26 |
| 5. | Implementierung von Zielvereinbarungssystemen | 28 |
| 5.1 | Rahmenbedingungen | 28 |
| 5.1.1 | Institutionelle Voraussetzungen | 28 |
| 5.1.2 | Kulturelle Voraussetzungen | 30 |
| 5.1.3 | Personelle Voraussetzungen | 30 |
| 5.2 | Anforderungen an Führungskräfte | 31 |
| 5.3 | Anforderungen an Mitarbeiter | 33 |
| 5.4 | Qualifikation zum Führen von Zielvereinbarungsgesprächen | 37 |
| 6. | Empirische Ermittlung der Umsetzung von Zielvereinbarungen | 38 |
| 6.1 | Methodik und Durchführung der Befragung | 38 |
| 6.2 | Ergebnisdarstellung | 39 |
| 6.3 | Interpretation | 54 |
| 7. | Zusammenfassung | 59 |
| Literaturverzeichnis | 60 | |
| Anhang 1. | Beispiel-Formular zum Zielvereinbarungsgespräch | 67 |
| Anhang 2. | Reife-Test-Bogen | 69 |
| Anhang 3. | Anschreiben und Fragebogen | 71 |
| Anhang 4. | Häufigkeitstabellen und Tabellenband | 78 |
Des Weiteren ist zu prüfen, ob bezüglich der Unternehmenskultur Defizite bestehen. In die Planung sowie Gestaltung von Zielvereinbarungssystemen sind die Führungskräfte einzubeziehen. Um die Akzeptanz auf allen Unternehmensebenen zu sichern, müssen das Zielvereinbarungssystem sowohl von den Führungskräften, den Mitarbeitern als auch von der gesamten Unternehmensspitze ernst genommen werden. Um das Zielvereinbarungssystem in den nachgelagerten Ebenen durchsetzen zu können und eventuelle Widerstände der Mitarbeiter zu überwinden, benötigen die Führungskräfte den Rückhalt des Top-Managements. Müssen sie erst aufwendige Genehmigungsverfahren absolvieren, verlieren sie ihr eventuell gewonnenes Interesse an dem System und empfinden es als mühsam und anstrengend. Die Akzeptanz und Nichtakzeptanz in der Unternehmensleitung ziehen sich durch das gesamte Unternehmen in alle Ebenen (Prohaska, 2004, S.32). Durch Workshops sowie psychologische Einzelcoachings, in denen die Führungskräfte gezielt auf das Zielvereinbarungssystem vorbereitet werden, entsteht eine höhere Akzeptanz (Eyer/Hausmann, 2001, S.120 f.). 5.1.3 Personelle Rahmenbedingungen [...]
Die wichtigste Voraussetzung ist das Vorhandensein einer Unternehmensstrategie, die als Leitbild für Führungskräfte und Mitarbeiter bezüglich ihrer Arbeitsweise, fungiert. In der Fachliteratur wird die Top-Down–Steuerung bevorzugt, in welcher die Ziele der obersten mit den nachgelagerten Ebenen abgestimmt und abgeglichen werden. (Eyer/Hausmann, 2001, S.45, 119, 231; Breisig, 2001, S.307). Die Unternehmensspitze legt den Gesamtrahmen fest, dass heißt die wichtigsten Ziele und beispielsweise die Budgetplanung (Scheitler, 1999, S.498). Aus den Unternehmenszielen werden individuelle Leistungsziele für den einzelnen Mitarbeiter abgeleitet (Fersch, 2002, S.104). Auf Grund des Vorliegens dieser zwei elementaren Bedingungen ist es dem Unternehmen möglich, die Ziele sowohl vertikal als auch horizontal, im Sinne einer Zielkaskade, aufeinander abzustimmen (Eyer/Hausmann, 2001, S.119 f.). Auf diese Weise minimiert sich die Gefahr, dass in nachgeordneten Hierarchieebenen widersprüchliche Ziele vereinbart werden und suboptimale Ressourcenallokationen auftreten. Die Abstimmung ermöglicht komplementäre Ziele und damit einen höheren Grad der Zielerreichung (Schwaab, 2001, S.32). Dennoch bedeutet Zielvereinbarung nicht eine direkte Ableitung der jeweiligen Ziele der Mitarbeiter aus den Unternehmenszielen, sondern ist das Ergebnis eines intensiven Verhandlungsprozesses (Scheitler, 1999, S.498 f.). 28 [...]
Das Zielvereinbarungsgespräch fester Bestandteil der Personalpolitik werden. Für die Realisierung sind ausreichend Möglichkeiten gegeben, wie beispielsweise die Ausarbeitung von Fragebögen oder auch anonyme Abfragen. (Pietschmann/Huppertz, 1999, S.510). Ebenso lassen sich zeitweise kompetente Feedbackgeber in Form von externen Beratern einbeziehen, was aber mit finanziellen Aufwendungen verbunden ist. Das Feedback ist im Anschluss an das Zielvereinbarungsgespräch oder in Teamsitzungen möglich (Kunz, 2003, S.62, 181 f.). Bei der Verwirklichung eines wirkungsvollen Feedbacks sind grundlegende Voraussetzungen zu beachten. Das Feedback muss konkrete Informationen enthalten und es darf keinesfalls zur Rechtfertigung führen. Ein Feedback stellt keine negative Kritik dar, sondern gibt dem zu Beurteilenden die Möglichkeit, positive Aspekte in Bezug auf das eigene Verhalten zu erkennen (Koreimann, 2003, S.46 f., 77 f.). Letztlich spart ein konsequent durchgeführtes Feedbacksystem Geld. Personen, die durch andere kein Feedback erhalten, suchen die Anerkennung in Form von monetären Belohnungen, wie einer Gehaltserhöhung (Becker, 2004, S.34). [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832492762
Arbeit zitieren:
Lukas, geb. Cermak, Dörte November 2004: Zielvereinbarung - Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Mitarbeitermotivation, Mitarbeitergespräch, Reifegradmodell, Personalentwicklung, Ursachenanalyse



