Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Zielgruppe Senioren: Betrachtung eines Marktsegments aus Sicht der Tourismusbranche

Die Studie wurde mit dem 3. Preis des Silver Awards der Meyer-Hentschel Management Consulting aus Saarbrücken ausgezeichnet.
Zielgruppe Senioren: Betrachtung eines Marktsegments aus Sicht der Tourismusbranche
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: André Heeren
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 149 Seiten
  • Dateigröße: 3,9 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule Bremen, University of Applied Sciences Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6098-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6098-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6098-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie wurde mit dem 3. Preis des Silver Awards der Meyer-Hentschel Management Consulting aus Saarbrücken ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Heeren, André Juli 2002: Zielgruppe Senioren: Betrachtung eines Marktsegments aus Sicht der Tourismusbranche, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: dienstleistungsmarketing, tourismusmarketing, distinationsmarketing, teneriffa, 50plus-generation

Diplomarbeit von André Heeren

Einleitung:

Über lange Zeit hinweg galt das Alter im gesellschaftlichen Bewusstsein als ein Stadium schlechter Gesundheit, finanzieller Unsicherheit und persönlicher Isolierung. Doch diese klischeebesetzten Einstellungsmuster befinden sich seit einigen Jahren in der Wandlung. Zunehmend tritt an die Stelle des gebrechlichen und konsumfeindlichen Greises der interessierte und bis ins hohe Lebensalter dynamisch und unternehmungslustig gebliebene Senior. „Nicht mehr passiv auf das Lebensende warten, nicht mehr selbstgenügsam die Ersparnisse für die Kinder horten, sondern Wohlergehen und aktive Lebensgestaltung“, beschreibt Sigrid Artho in ihrer Dissertation „die Lebensziele der heutigen und zukünftigen Senioren.“ Diese veränderte Lebenseinstellung, eine gute gesundheitliche Konstitution, zunehmender Wohlstand und vor allem die demographische Entwicklung rücken den Senior auch verstärkt in den Brennpunkt wirtschaftlichen Interesses. Die Touristikunternehmen beschäftigen sich mit dieser anscheinend lukrativen Konsumentengruppe bislang allerdings nur aus der Distanz. Dabei findet das Reisen nach Ansicht einiger Sozialwissenschaftler insbesondere in der Seniorengeneration ein zunehmendes Gefallen. Die Senioren könnten demnach einen ergiebigen Markt für die Tourismusbranche darstellen.

Dringend erforderlich scheinen folglich Anstrengungen, die veränderte Marktsituation zu analysieren und die damit entstehenden Chancen und Perspektiven für die Tourismusindustrie herauszuarbeiten.

Der Verfasser hat sich dieser Aufgabe gestellt und entsprechend die Klärung folgender Fragen zum Ziel dieser Arbeit gesetzt:

Stellen die heutigen und zukünftigen Seniorengenerationen überhaupt ein attraktives Potential für die Tourismusbranche dar?

Welche spezifischen Ansprüche stellen die Senioren an ihre Ferienunterkunft?

Gang der Untersuchung:

Zu Beginn dieser Untersuchung wird zunächst die Problematik diskutiert, den Senior von anderen Bevölkerungsgruppen zu differenzieren. In diesem Zusammenhang wird die Heterogenität dieses Marktsegments erörtert und verschiedene Formen der Segmentierung dieser Konsumentengruppe vorgestellt.

Eine Situationsanalyse des Seniorenmarktes in Deutschland bildet den zweiten inhaltlichen Schwerpunkt. In diesem Abschnitt werden die Auswirkungen der demographischen Verschiebung und die wirtschaftliche Situation der älteren Generation beleuchtet. Mit der darauffolgenden Betrachtung des Wertewandels in unserer Gesellschaft wird der Argumentationsbogen zum veränderten Reiseverhalten der Bundesbürger gespannt und die speziellen Reisegewohnheiten der Senioren untersucht.

Im letzten Teil der Arbeit steht die seniorengerechte Produktpolitik der Hotellerie zur Diskussion. Eine vom Verfasser im Sommer 2001 im Orotava-Tal (Teneriffa) vorgenommene Gästebefragung wird helfen, die wesentlichen Wünsche der Senioren an das Beherbergungsgewerbe zu präzisieren.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Abgrenzung des Seniorenbegriffs 2
2.1 Chronologische Abgrenzung 3
2.2 Soziologische Abgrenzung 6
2.3 Medizinisch-biologische Abgrenzung 9
2.3.1 Physische Veränderungen 9
2.3.2 Psychische Veränderungen 11
3. Segmentierung des Seniorenmarktes 14
3.1 Theoretische Grundlagen der Marktsegmentierung 15
3.2 Segmentierungsansätze für die Zielgruppe Senioren 18
4. Situationsanalyse des Seniorenmarktes 22
4.1 Demographischer Wandel 23
4.1.1 Reduktion der Geburtenzahlen 23
4.1.2 Anstieg der Lebenserwartungen 25
4.1.3 Migration 27
4.2 Ökonomische Ressourcen der Senioren 30
4.2.1 Bezieher von Hilfe zum Lebensunterhalt 30
4.2.2 Einkommensverhältnisse 34
4.2.3 Vermögensbestände und Kaufkraft 37
4.3 Wertewandel 39
4.3.1 Reisen als Freizeitbeschäftigung 44
4.3.2 Entwicklung des Fremdenverkehrs 46
4.3.3 Reiseverhalten der Senioren 53
5. Kundenorientierung im Seniorentourismus - eine empirische Untersuchung 59
5.1 Abgrenzung der Untersuchungseinheit 60
5.2 Das Zielgebiet - Teneriffa 65
5.3 Die Erhebung in Form einer Gästebefragung 70
5.3.1 Methodik des Erhebungsverfahrens und Vorgehen 71
5.3.2 Auswertung und Ergebnisse der Erhebung 75
5.3.3 Gebäudebereich und Außenanlagen 76
5.3.4 Die Gästezimmer 80
5.3.5 Gastronomie 84
5.3.6 Serviceleistungen 88
5.3.7 Animation 92
5.4 Schlußfolgerung für eine „seniorengerechte“ Beherbergungsleistung 97
6. Schlußbetrachtung 103
Anlagenverzeichnis 106
Anlagen 107
Literaturverzeichnis 125

Automatisiert erstellter Textauszug:

Das am häufigsten benutzte Reisemittel war auch im Jahr 2000 der Pkw. „Jeder zehnte Autokilometer [Hervorhebung im Original, A.H.] wird heute nach Ermittlungen des Bundesministeriums für Verkehr nur für Urlaubszwecke [Hervorhebung im Original, A.H.] zurückgelegt.“206 Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Auto aber weniger häufig genutzt. Die Gründe für den Rückgang des Autos als Reiseverkehrsmittel untersuchten die Forscher des B⋅A⋅T Instituts. Nach diesen repräsentativ ermittelten Ergebnissen über die Reiseerfahrungen der Bundesbürger ist o das Auto im Vergleich zur Bahn und zum Flugzeug nicht schnell und sicher genug o die Reise mit dem Flugzeug, der Bahn, dem Schiff und selbst mit dem Reisebus bequemer, geselliger, umweltfreundlicher streßfreier und erholsamer. Zwar weisen auch die Bahn und Busse seit Jahren rückläufige Nutzungszahlen auf, doch stellen diese Transfermittel für verschiedene Zielgruppen, z.B. für die Senioren, eine zunehmend attraktive Reisemöglichkeit dar.207 Einen ungebrochenen Wachstumstrend -von den Auswirkungen des „11. Septembers“ einmal abgesehen- kann aber nach wie vor das Flugzeug als Reisemittel aufweisen. [...]

Um dennoch die gestiegene Bedeutung der Urlaubsreisen zu demonstrieren, wurden zunächst vornehmlich die Daten der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (F.U.R.) benutzt. Denn trotz der vorhandenen Differenzen zu den Ergebnissen anderer Forschungsinstitute spiegeln sie den bestehenden Trend zweckmäßig wider. Darüber hinaus gehören insbesondere die Veröffentlichungen der F.U.R. über das Urlaubsverhalten der Deutschen zur „Pflichtlektüre für die gesamte Reisebranche“202. Im weiteren Verlauf der Untersuchung wird deshalb nach wie vor auf die Angaben der F.U.R., aber auch auf das Zahlenmaterial anderer Forschungseinrichtungen, zurückgegriffen. Nach Ergebnissen der von der F.U.R erstellten 32. Reiseanalyse verreisten 48,8 Millionen Bundesbürger im Jahr 2001, was einer im Vergleich zum Vorjahr (48,4 Mio. Urlaubsreisende) leicht gestiegenen Reiseintensität von 75,9 auf 76,1 Prozent entspricht. Im Mittel verreiste jeder Deutsche damit knapp 1,3 Mal für fünf und mehr Tage pro Jahr. Dieser Wert kommt in etwa auch den Ergebnissen der Vorjahre gleich.203 Im Gegensatz zum relativ geringen Wachstum der Reiseintensität sind die Urlaubsausgaben deutlich stärker gestiegen. Insgesamt haben sich die Deutschen das Urlaubsvergnügen im Jahr 2000 rund DM 96 Milliarden kosten lassen und damit nahezu zehn Prozent mehr als 1999 ausgegeben (1999: DM 89 Mrd.). Durchschnittlich ließ sich damit jeder Deutsche seine Reise DM 1.549 kosten. Der größte Zuwachs der Reiseausgaben ist vor allem im Luxussegment, also Reisen bei denen pro Person mehr als DM 9.000 pro Person ausgegeben werden, zu finden.204 Einen abschließenden Überblick über die Entwicklung des Reiseverhaltens der Bundesbürger vermittelt anhand ausgewählter Faktoren die nachfolgende tabellarische Übersicht: [...]

Nach Ergebnissen der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen wurden Anfang der siebziger Jahre nahezu 25 Millionen Urlaubsreisen von Deutschen unternommen; bis zum Jahr 2001 hat sich die Zahl der Reisen mehr als verdoppelt (63,4 Mio). Die durchschnittliche Reisedauer beträgt dabei seit Jahren etwa 2 Wochen. Darüber hinaus wurden von den Bundesbürgern noch über 58 Millionen sog. Kurzurlaubsreisen mit einer Dauer von 2-4 Tagen unternommen.196 Daß die Deutschen den Ruf „Weltmeister des Reisens“197 zu Recht tragen, belegt auch die Urlaubsreiseintensität. Sie ist die „entscheidende Kennzahl“198 bei der Betrachtung des Reiseverhaltens. Unter der Urlaubsreiseintensität wird der Anteil der Bevölkerung von über 16 Jahren verstanden, der mindestens eine Urlaubsreise mit vier und mehr Übernachtungen unternimmt.199 Obwohl führende Politiker die Tourismusbranche als „ein Paradebeispiel für wachsende Nachfrage nach Dienstleistungen“200 bezeichnen, hat es die Politik bislang versäumt, eine amtliche Tourismus-Statistik zu entwickeln. Entsprechend steht der Tourismusforschung in Deutschland bislang keine einheitliche, systematische Erfassung von Tourismusdaten zur Verfügung. Statt dessen „kursieren in der Branche mitunter schwer vergleichbare, z.T. auch abweichende Zahlen“201. Ein Bei195 196 [...]

Arbeit zitieren:
Heeren, André Juli 2002: Zielgruppe Senioren: Betrachtung eines Marktsegments aus Sicht der Tourismusbranche, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
dienstleistungsmarketing, tourismusmarketing, distinationsmarketing, teneriffa, 50plus-generation

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren