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Zielgerichtete Einsatzmöglichkeiten und Bewertung des Couponing aus Sicht der Vobis Microcomputer AG

Zielgerichtete Einsatzmöglichkeiten und Bewertung des Couponing aus Sicht der Vobis Microcomputer AG
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Verena Voigt
  • Abgabedatum: April 2003
  • Umfang: 189 Seiten
  • Dateigröße: 2,9 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Aachen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6817-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6817-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6817-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Voigt, Verena April 2003: Zielgerichtete Einsatzmöglichkeiten und Bewertung des Couponing aus Sicht der Vobis Microcomputer AG, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Coupons, Verkaufsförderung, Bonus-Rabatte, Kundenbindung, Coupon-Aktion

Diplomarbeit von Verena Voigt

Einleitung:

Ein Großteil der Anbieter versucht potentielle Kunden mit Sonderpreisaktionen oder Dauerniedrigpreisen, gekoppelt mit einer spürbaren Ausweitung der Werbeausgaben, zum Kauf ihres Produktes zu bewegen. Dieses Vorgehen führt u.U. sogar kurzfristig zu einer Absatzmengensteigerung, geht aber zunehmend einher mit sinkenden Deckungsbeiträgen. Nachahmer auf der Anbieterseite führen schnell zu einer generellen Senkung des produktbezogenen Preisniveaus. Um sich dieser Tendenz eines ruinösen Preiswettbewerbs zu entziehen, suchen sowohl Hersteller als auch Handel nach neuartigen Lösungsansätzen. Traditionell verschaffen Innovationen, wie z.B. völlig neue Produkte für neue Anwendungsbereiche oder Produktverbesserungen den Herstellern aus Sicht der Kunden einen „echten“, wahrnehmbaren Wettbewerbsvorteil. Darüber hinaus versuchen viele Anbieter mit einer eindeutigen Positionierung eine starke Marke mit einer unverwechselbaren Identität im jeweiligen Zielsegment aufzubauen.

Neben diesen bereits seit Jahren bekannten Möglichkeiten der Schaffung eines Wettbewerbsvorteils rückt seit dem Wegfall des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung in Deutschland im Jahr 2001 auch das „Couponing“ in den Mittelpunkt des unternehmerischen Interesses. Bei der Durchführung einer Coupon-Aktion handelt es sich um eine Verkaufsförderungsaktivität, die jedoch anders als eine Sonderpreisaktion, nicht für die gesamte Käuferschaft gilt, sondern nur den Teil der Zielgruppe erreicht, die den Gutschein entdeckt, ausschneidet und beim Kauf des Produktes entsprechend einlöst. Nur dieser Ausschnitt der Zielgruppe kommt, je nach Coupon-Art, in den Genuss eines Preisrabatts oder einer zusätzlichen Waren- bzw. Dienstleistung. Der tatsächliche Marktpreis des Produktes bleibt, insbesondere für die Kunden, die keinen Coupon nutzen, vollkommen unberührt. Dementsprechend eignet sich der Einsatz von Coupons für Markenprodukte, da hierdurch das Preisniveau nicht tangiert wird und dementsprechend negative Imageeffekte vermieden werden.

Vor dem Hintergrund dieser positiven Erkenntnisse möchte ein erfolgreicher deutscher Hersteller und Händler von Hardware- und Softwareprodukten Coupons im deutschen Markt einsetzen, um neue Kunden zu gewinnen. Diese unternehmerische Zielsetzung lässt sich in zwei relevante Fragestellungen zusammenfassen:

- Welche Arten von Coupons eignen sich zur Neukundengewinnung?

- Welche couponbezogenen Distributionskanäle sind zur Neukundengewinnung zu empfehlen?

Gang der Untersuchung:

Das Ziel der Arbeit ist die Erstellung und Anwendung eines strukturierten Prozessablaufschemas, welches eine Entscheidungs- und Planungshilfe zur Bestimmung erfolgversprechender Coupon-Arten sowie effizienter Distributionskanäle darstellt.

Das erste Kapitel umfasst die Vorstellung der Ausgangssituation, die Beschreibung der Zielsetzungen sowie die Darstellung des Aufbaus der Arbeit. Kapitel 2 beinhaltet die allgemeinen Grundlagen des Couponing. Dabei werden zunächst die der Arbeit zugrundeliegenden Begriffe abgegrenzt. Anschließend erfolgt die Einordnung des Begriffs Couponing in den Marketing-Instrumenten-Katalog. Abgerundet wird das Grundlagenkapitel mit der Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen, einer Beschreibung der allgemeinen Situation in Deutschland, der Beschreibung der bei der Planung und Umsetzung einer zielgerichteten Coupon-Aktion festzulegenden Gestaltungsparameter sowie der Darstellung der couponbezogenen Ziele. In Kapitel 3 wird das Unternehmen Vobis kurz vorgestellt. Kapitel 2 und 3 bilden schließlich die Grundlage für den in Kapitel 4 zu entwickelnden Bewertungsansatz zur zielgerichteten Planung und Umsetzung einer Coupon-Aktion für die Kundenneugewinnung der Vobis AG. Anschließend wird die auf Basis der Bewertungsergebnisse empfohlene Coupon-Art mit dem jeweils vorteilhaftesten Distributionskanal zusammengeführt. Die im Rahmen der Anwendung des Bewertungsansatzes generierten Ergebnisse werden mit den vorliegenden empirischen Befunden durchgeführter Coupon-Aktionen der Vobis AG verglichen und interpretiert. Im fünften Kapitel erfolgt eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Arbeit sowie eine Kennzeichnung des zukünftigen Handlungsbedarfes hinsichtlich eines zielgerichteten Coupon-Einsatzes.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 6
Abbildungsverzeichnis 7
1. Couponing als neue Herausforderung für das Marketing 10
1.1 Ausgangssituation 10
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit 12
2. Grundlagen des Couponing 14
2.1 Begriffliche Eingrenzungen und Einordnung in das Marketing 14
2.1.1 Couponing Begriff 14
2.1.2 Couponing im Marketing-Mix 15
2.1.2.1 Einordnung der Verkaufsförderung in den Marketing-Mix 16
2.1.2.2 Couponing als Verkaufsförderungsinstrument 17
2.1.2.3 Coupons in der Kommunikationspolitik 18
2.1.2.4 Coupons in der Preispolitik 19
2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen 22
2.2.1 Aufhebung von Rabattgesetz und Zugabeverordnung 22
2.2.2 Rechtliche Besonderheiten des Couponing 24
2.2.2.1 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb 25
2.2.2.2 Preisangabenverordnung 27
2.2.2.3 Datenschutzgesetz 27
2.2.2.4 Fazit 28
2.3 Aktuelle Marktsituation 28
2.3.1 Couponing in Deutschland 28
2.3.2 Einsatz von Coupons seitens der Unternehmen 30
2.3.3 Akzeptanz von Coupons bei den Kunden 31
2.3.4 Aufwand und Nutzen von Coupons für die Kunden 33
2.4 Gestaltungsparameter einer Coupon-Aktion 37
2.4.1 Coupon-Arten 38
2.4.2 Distributionsformen 41
2.4.2.1 Offline Distribution 42
2.4.2.2 Online Distribution 44
2.4.3 Andere Gestaltungsparameter 47
2.4.4 Der Couponing-Prozess 49
2.5 Ziele des Coupon-Einsatzes 51
3. Die Vobis AG und die Entwicklung des PC Marktes 55
3.1 Das Unternehmensporträt der Vobis AG 55
3.2 Kommunikationsauftritt der Vobis AG 57
3.3 Entwicklung des PC-Marktes 59
3.4 Schlussfolgerungen 62
4. Zielgerichtete Bewertung und Auswahl von Coupons 64
4.1 Ausgangssituation 64
4.2 Entwicklung eines Bewertungsansatzes zur Neukundengewinnung 65
4.2.1 Allgemeine Zielsetzung und Festlegung der relevanten Coupons 65
4.2.2 Struktur des Bewertungsansatzes 75
4.2.3 Erstellung und Anwendung eines Scoringmodells zur Bewertung und Auswahl der Coupon-Arten 78
4.2.3.1 Generierung relevanter Bewertungskriterien 78
4.2.3.2 Gewichtung der Bewertungskriterien 84
4.2.3.3 Festlegung der Bewertungsskala und Punktintervalle 85
4.2.3.4 Durchführung der Bewertung 87
4.2.4 Erstellung und Anwendung eines Scoringmodells zur Bewertung und Auswahl von offline Distributionskanälen 105
4.2.4.1 Generierung relevanter Bewertungskriterien 105
4.2.4.2 Gewichtung der Bewertungskriterien 113
4.2.4.3 Festlegung der Bewertungsskala und Punktintervalle 115
4.2.4.4 Durchführung der Bewertung 116
4.2.5 Erstellung und Anwendung eines Scoringmodells zur Bewertung und Auswahl von online Distributionskanälen 129
4.2.5.1 Generierung relevanter Bewertungskriterien 129
4.2.5.2 Gewichtung der Bewertungskriterien 136
4.2.5.3 Festlegung der Bewertungsskala und Punktintervalle 137
4.2.5.4 Durchführung der Bewertung 138
4.2.6 Zusammenführung der Bewertungsergebnisse 152
4.3 Abgleich der Bewertungsergebnisse zur couponbezogenen Neukundengewinnung mit empirischen Befunden der Vobis AG 157
5. Schlussbetrachtung 165
Anhang 167
Literaturverzeichnis 178

Automatisiert erstellter Textauszug:

bezug auf den Zielerreichungsgrad bestimmen lässt. Die Erstellung eines Punktbewertungssystems erscheint zweckmäßig, da das Scoringmodell sehr flexibel auf die entsprechende Entscheidungssituation angepasst werden kann und die Ergebnisse für die Vobis AG jederzeit nachvollziehbar bleiben1. Das Scoringmodell dient insbesondere dazu, auf Basis entscheidungsrelevanter Kriterien zuvor festgelegter Alternativen vergleichend zu bewerten, um so die effizienteste Coupon-Art zu ermitteln. In Anlehnung an die Zielsetzung Neukundengewinnung werden zunächst relevante Bewertungskriterien generiert und anschließend gewichtet2. Es erfolgt die Festlegung einer geeigneten Bewertungsskala für die einzelnen Bewertungskriterien und die Definition von Punktintervallen, die ausgehend von der Differenz der zu erreichenden Maximal- und Minimalpunktzahl des Scoringmodells gebildet werden. Diese Intervalle vereinfachen die abschließende Selektion bzw. die Vergleichbarkeit der zu bewertenden Coupon-Arten. Im letzten Teilschritt wird die eigentliche Bewertung der Coupon-Arten durchgeführt. Die Coupon-Art mit der höchsten Punktzahl weist in Bezug auf die definierte Zielsetzung die höchste Vorteilhaftigkeit im Vergleich zu den anderen Coupon-Arten auf und stellt dementsprechend ein erstes Teilergebnis des Bewertungsprozesses dar. Wie bereits im vorherigen Abschnitt erläutert, wird im Rahmen der Bewertung kein Intermedia-Vergleich zwischen online- und offline Kanälen durchgeführt, sondern die einzelnen Medien sollen innerhalb des jeweiligen Kanals durch einen Intramedia-Vergleich anhand festgelegter Kriterien bewertet werden. Dementsprechend wird in einem zweiten Arbeitsschritt ein Scoringmodell für die Bewertung der zur Disposition stehenden offline Distributionskanäle entwickelt. Vergleichbar mit dem Scoringmodell zur Bewertung der Coupon-Arten müssen auch hier zunächst relevante Bewertungskriterien generiert und dann gewichtet werden. Anschließend erfolgt die Bestimmung einer geeigneten Bewertungsskala sowie die Definition von Punktintervallen. Im letzten Teilschritt wird der bestmögliche offline Distributionskanal bestimmt. Anschließend erfolgt im Rahmen eines dritten Teilschrittes die Bestimmung des bestmöglichen online Distributionskanals anhand eines zuvor, vergleichbar wie im zweiten Arbeitsschritt beschrieben, aufgestellten Scoringmodells. [...]

kann davon ausgegangen werden, dass bei steigender Bekanntheit der Coupon-Portale diese auch in Deutschland zukünftig häufiger genutzt werden. Auch Internet-Provider (z.B. t-online) können zur Neukundengewinnung durchaus geeignet sein. Diese bieten wiederum anderen Unternehmen an, auf ihren Plattformen Werbeaktionen zu schalten, wodurch auch die Kundschaft des Internet-Providers angesprochen wird. Die oben exemplarisch genannten Websites erzeugen einen extrem hohen „Traffic“1, so dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein entsprechend platzierter Coupon von einer hohen Anzahl potentieller Kunden wahrgenommen und eingelöst wird, als hoch einzustufen ist. Ebenfalls werden Anbieter-Plattformen (z.B. Amazon) in die Bewertung mit aufgenommen, da mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei diesen eine Vielzahl potentieller Neukunden erreicht werden können. Die Vobis AG hat hier die Möglichkeit, von der Frequenz der Homepage bzw. den bereits bestehenden Kunden des Anbieters zu profitieren. Des weiteren wird durch die bereits vorhandene Bekanntheit der jeweiligen Internet-Adresse (z.B. www.amazon.de) ein Vertrauensvorschuss und damit eine attraktive Plattform für Vobis geschaffen2. Von der Möglichkeit, Coupons auf der eigenen Homepage von Vobis zu schalten, wird abgesehen, da diese in hohem Maße von bereits existierenden Vobis-Kunden besucht wird. Andererseits müssen potentielle Kunden das Unternehmen Vobis bzw. die Internetadresse von Vobis kennen, um diese entsprechend aufzusuchen, um dort den Coupon wahrzunehmen. Insgesamt werden dem Coupon-Herausgeber durch online Medien gute Chancen geboten, potentielle Neukunden durch die Coupon-Aktion zu erreichen. Wesentlich stärker als in traditionellen Absatzkanälen können die Kunden zu einem Wechsel bisheriger Konkurrenzanbieter bzw. zu einem Erstkauf bewegt werden. Die Wechselbarrieren der Kunden sind im Internet relativ niedrig, so dass die Kunden eher als in der „realen“ Geschäftswelt dazu bereit sind, den Anbieter für ein präferiertes Angebot zu wechseln. Dies liegt vor allem daran, dass der physische Standort in virtuellen Märkten keine Rolle mehr spielt, so dass für die Kunden die Kosten der Suche, der Preis- und Produktvergleiche und das Wechseln von Anbietern wesentlich geringer sind3. [...]

für ihre Treue belohnt. Den Kunden wird ein bestimmter Betrag auf ihrem Kundenkonto gutgeschrieben oder sie erhalten einen Barbetrag ausgezahlt1. Im Rahmen der Neukundengewinnung sollte dem potentiellen Kunden jedoch ein direkter Anreiz geboten werden, durch den sie veranlasst werden, bei Vobis zu kaufen. Die Vorgehensweise beim Treue Coupon scheint deshalb eher ungeeignet zu sein, da den Kunden nicht nur kein unmittelbarer Anreiz geboten wird, sondern ihnen sogar noch durch das Sammeln der Coupons ein Aufwand entsteht. Hinzu kommt, dass jeder zu sammelnde Coupon außerdem an einen Kauf der Kunden gebunden ist, d.h. sie müssten nicht nur zu einem Erstkauf, sondern weiterhin auch zu Folgekäufen bewegt werden. Somit werden sowohl für Fall 1 als auch für Fall 2 die Treue Coupons für die Bewertung ausgeschlossen2. Bei der Auswahl der Distributionsformen werden ebenfalls nicht alle zur Verfügung stehenden Medien in den Bewertungsprozess mit aufgenommen. Die Selektion erfolgt dabei insbesondere vor dem Hintergrund der Zielgruppe Neukunden und losgelöst vom Preisniveau des Produktes3. Da hier keine weiteren Informationen zur Segmentierung der Zielgruppe vorliegen, werden die Medien einer Bewertung zugeführt, die die Ansprache eines breiten Publikums gewährleistet. Aus diesem Grund bleiben bspw. im Bereich der offline Medien Sonntags- oder Wochenzeitungen unberücksichtigt, da diese (z.B. „Welt am Sonntag“, „Die Zeit“) mit ihrem redaktionellen Beitrag i.d.R. eher auf eine Zielgruppe mit gehobenen Leseansprüchen fokussiert ist4. Auch Fachzeitschriften bzw. Special-Interest-Zeitschriften, die sich bspw. wie Computerfachzeitschriften (z.B. „CT“, „ComputerBild“) monothematisch überwiegend an professionelle EDV-Nutzer wenden, werden bewusst nicht berücksichtigt. Diese Medien decken in Bezug auf die Zielgruppe „potentieller Neukunden“ nur einen ganz speziellen Ausschnitt bzw. eine Nische ab. Wie bereits empirische Befunde seitens Vobis bestätigen, führt eine Couponschaltung in Special-Interest-Medien trotz der scheinbar hohen Zielgruppenaffinität5 zu hohen Streuverlusten bzw. zu einer niedrigen Einlösequote der Coupons. Die Vobis AG fokussiert primär die Zielgruppe der preisbewussten Käufer, während die Leser von Special1 2 [...]

Arbeit zitieren:
Voigt, Verena April 2003: Zielgerichtete Einsatzmöglichkeiten und Bewertung des Couponing aus Sicht der Vobis Microcomputer AG, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Coupons, Verkaufsförderung, Bonus-Rabatte, Kundenbindung, Coupon-Aktion

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