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Zeitmanagement im Zeitalter der globalen Gleichzeitigkeit

Zeitmanagement im Zeitalter der globalen Gleichzeitigkeit
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marius Walter
  • Abgabedatum: August 2004
  • Umfang: 90 Seiten
  • Dateigröße: 6,9 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule der Medien (ehem. Hochschule für Druck und Medien Stuttgart (FH)) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8361-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8361-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8361-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Walter, Marius August 2004: Zeitmanagement im Zeitalter der globalen Gleichzeitigkeit, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Zeitmanagement, Zeitkulturen, Zeit, Zeitmessung, Zeitbewußtsein

Diplomarbeit von Marius Walter

Einleitung:

Das tägliche Zusammenleben der Menschen, die Verrichtung der Arbeit, die gemeinsame Kommunikation, jegliche Tätigkeiten und Abläufe sind immer auch in ein Zeitraster eingebettet. So können wir z.B. messen, wie lange wir für eine Entfernung von A nach B benötigen, oder wie lange es von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang dauert. Unser heutiges Verständnis von Zeit hat einen Entwicklungsprozess durchlaufen.

Es war nicht selbstverständlich die Zeit in immer kleinere Einheiten zu unterteilen oder gar von Zeitknappheit zu sprechen. Der technologische Fortschritt und die Industrialisierung haben das Zeitverständnis der Menschen verändert und Globalisierung erst möglich gemacht. Das Übermitteln von Nachrichten über elektronische Leitungen geschieht heutzutage mit Lichtgeschwindigkeit. 1869 benötigte man für die Übermittlung eines Ereignisses von London nach Australien aufgrund fehlender technologischer Möglichkeiten 60 Tage, da die Information ihre Reise von A nach B per Schiff antreten musste.

Die Errichtung der Telegrafenverbindung London-Australien 1871 reduzierte diese Zeitspanne bereits auf max. 48 Stunden. 1918 sorgte die drahtlose Telegrafie dafür, dass Informationen zwischen London und Australien innerhalb weniger Sekunden ausgetauscht werden konnten. Auch bei der Personenbeförderung konnte man eine ähnliche Entwicklung beobachten. Dauerte es 1868 noch 60 Tage, um Personen von Großbritannien nach Australien zu transportieren, so reduzierte sich diese Zeit 1920 auf 13 Tage und ab den 1960er Jahren auf ca. 20 Stunden.

Dieser enorme Zeit-Gewinn als Folge des technologischen Fortschritts hat dazu geführt, dass wir uns nicht mehr wie früher nach den Gezeiten der Natur richten, sondern unsere Zeit individuell gestalten. Alles geschieht gleichzeitig und überall, so wird z.B. an der Börse rund um die Uhr gehandelt (schließt die Börse in Tokio, öffnet sie in London usw.) Unternehmen nutzen die Zeitverschiebung um 24h am Tag zu produzieren.

Call- Center sind stets erreichbar, indem sie Ihre Hotline je nach Bedarf an verschiedene Standorte mit unterschiedlichen Zeit-Zonen weiterleiten. Wir befinden uns in einem Zeitalter der globalen Gleichzeitigkeit, welches mit der Errichtung von Weitstreckentelegrafenverbindungen eingeläutet wurde und seinen vorläufigen Höhepunkt in der globalen Vernetzung durch das Internet erhält. Um heutzutage nicht den Überblick darüber zu verlieren, was, wann, wo und zu welcher Zeit getan werden muss, ist es sinnvoll sich mit Zeit- und Selbstmanagementtechniken auseinander zusetzen und diese in die eigene Tagesplanung zu integrieren.

Inhaltsverzeichnis:

Kurzfassung 2
Abstract 2
Inhaltsverzeichnis 3
Einleitung 5
1. Über das Erleben und den Umgang mit der Zeit 6
2. Die Vormoderne 7
2.1 Die Zeit der Moderne 9
2.2 Postmoderne Zeiten 12
2.3 Zeitmessung 15
2.3.1 Der Kalender 15
2.3.2 Die Sonnenuhr 17
2.3.3 Die Wasseruhr 18
2.3.4 Mechanische Zeitmesser 19
2.3.5 Digital-Uhren 21
2.3.6 Chronologie der Zeitmessung 22
2.4 Zeitbewusstsein 24
2.4.1 Die Zeitperspektive 25
2.4.2 Der Umgang mit der Zeit 25
2.4.3 Zeiterleben 26
2.5 Zeitkulturen 27
2.6 Ereigniszeit und Uhrzeit 31
3. Zeitmanagement 33
3.1 Philosophie und Methodik des klassischen Zeitmanagements 34
3.1.1 Zielsetzung 35
3.1.2 Erstellung von Plänen 37
3.1.3 Entscheidung 39
3.1.4 Realisierung 43
3.1.5 Kontrolle 45
3.1.6 Information und Kommunikation 45
3.2 Kritik am klassischen Zeitmanagement 48
3.3 Das neue Zeitmanagement in einer beschleunigten Welt 50
3.3.1 Zeitmanagement als Speed-Management 50
3.3.2 Entschleunigung - das Langsamkeitsparadigma 51
3.3.3 Veränderungen im Zeitmanagement 52
3.3.4 Die Balance zwischen Schnelligkeit und Vergnügen 59
3.3.5 Ganzheitliches Zeit- und Lebensmanagement 60
3.3.6 Sieben Schritte zur persönlichen Zeitsouveränität 62
4. Globale Gleichzeitigkeit durch die elektronischen Medien 68
4.1 Die Entwicklung von Kommunikationssystemen 68
4.1.1 Optische Telegrafie 68
4.1.2 Elektrische Telegrafie 69
4.1.3 Telefonie 70
4.1.4 Der Funktelegraf 71
4.1.5 Hörfunk 71
4.1.6 Fernsehen 72
4.2 Das Internet 72
4.2.1 Entstehung des Internet 73
4.2.2 Das World-Wide-Web 73
4.3 Groupware 74
4.3.1 E-Mail 74
4.3.2 Textkonferenzsysteme 74
4.3.3 Videokonferenzsysteme 75
4.3.4 Das Intranet 75
4.4 Auswirkungen auf die Gesellschaft 76
4.4.1 Globalisierung 76
4.4.2 Outsourcing 76
4.4.3 Die Nonstop-Gesellschaft und ihr Preis 77
4.4.4 Alles zu seiner Zeit und an seinem Ort 78
5. Fazit 79
Literaturverzeichnis 80
Erklärung 88

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die letzte Funktion des Zeitmanagement-Regelkreises nach Müller-Klement und Seiwert ist die Information und Kommunikation. Sie bildet die zentrale Schlüsselstelle, denn alle anderen Prozesse funktionieren nur, wenn Information und Kommunikation stattfindet. „Information und Kommunikation sind die Schlüsselfunktionen jedes Führungs- und (Zeit-) Managementprozesses, von Beziehungen, von sozialen Systemen, ja des menschlichen Daseins überhaupt.“ (Müller-Klement, Seiwert, Zielwirksam arbeiten, S.66) 50% der im Betrieb umlaufenden Informationen im Betrieb sind nach Müller-Klement und Seiwert überflüssig. Daher gilt: „Schwimmen Sie in der Informationsflut wie ein Fisch, und beißen Sie sich die besten Brocken heraus.“ (Dittrich, Zeit besser nutzen, S.61) Informations- und Kommunikationsabläufe sollen möglichst vorbereitet und rationell bewältigt werden. [...]

Kontrolle ist notwendig, um die erzielten Resultate (Ist-Zustand) mit dem angestrebten Ziel (Soll-Zustand) zu vergleichen. So kann man mögliche Abweichungen feststellen und Gegenmaßnahmen treffen. Außerdem steigern erfolgreich abgeschlossene Aufgaben die Arbeitsmotivation und vermitteln ein Erfolgserlebnis. Leitfragen, die man sich am Abend eines jeden Arbeitstages stellen sollte, sind: • • • • • • • 3.1.6 Was habe ich heute geleistet? Wo habe ich positiv auf andere gewirkt? Wo und wie habe ich meinen Arbeitskollegen einen Nutzen gegeben? Was hat mir Freude bereitet? Hat mich der heutige Tag näher an meine Ziele herangeführt? Habe ich die richtigen Aufgaben gemacht? Was hätte ich anders machen können? Information und Kommunikation [...]

Damit die tägliche Organisation und Durchführung der geplanten Aktivitäten gelingt, schlagen Müller-Klement und Seiwert einige Regeln vor, die eine erfolgreiche Realisierung begünstigen. Wer den Tag unausgeschlafen, lustlos und womöglich ohne Frühstück beginnt und nicht pünktlich zur Arbeit erscheint, weil er zu wenig Zeit eingeplant hat läuft Gefahr, dass ihm gleiches bei der Umsetzung der Tages-Aktivitäten widerfährt. Deshalb ist es wichtig, • • • • den Tag möglichst mit guter Laune zu beginnen. ein Frühstück einzunehmen, und ohne Eile zur Arbeit zu fahren. den Arbeitstag mit der Erledigung von A-Aufgaben zu beginnen. einen Tages-Plan zu erstellen, der die Kriterien Dringlichkeit und Wichtigkeit berücksichtigt und darüber hinaus Pufferzeiten für unerwartete Aktivitäten berücksichtigt. optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen, indem man alle Termine sorgfältig koordiniert. (Eine Sekretärin kann diese Aufgaben übernehmen) für eine gute Arbeitsvorbereitung zu sorgen und das Verhältnis von Arbeitsvorbereitung zu Arbeitsdurchführung zu optimieren. für Termine, die ungünstig für die eigene Tagesplanung sind, einen AusweichTermin zu finden. die eigene Leistungskurve zu berücksichtigen. Die Leistungsfähigkeit eines Menschen unterliegt während des Tages charakteristischen Schwankungen. Vormittags ist das Leistungs-Niveau am größten. Es sinkt dann bis zum Nachmittag kontinuierlich ab, steigt am frühen Abend letztmals kurzzeitig an und erreicht dann einige Stunden nach Mitternacht den absoluten Tiefpunkt. den eigenen Biorhythmus zu beachten. Die Lehre vom Biorhythmus unterscheidet zwischen Körper-Rhythmus, seelischem Rhythmus und dem GeistesRhythmus. Der Körper-Rhythmus dauert 23 Tage und beeinflusst alle körperlichen und vom eigenen Willen angetriebene Kräfte. Der seelische Rhythmus hat die Dauer von 28 Tagen und wirkt auf Gefühle, Stimmungen und schöpferische Kräfte ein. Der Geistes-Rhythmus beeinflusst Konzentration und Geistesgegenwart und besitzt eine Zeitspanne von 33 Tagen. Da diese drei Phasen unter- [...]

Arbeit zitieren:
Walter, Marius August 2004: Zeitmanagement im Zeitalter der globalen Gleichzeitigkeit, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Zeitmanagement, Zeitkulturen, Zeit, Zeitmessung, Zeitbewußtsein

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