Yoga - die Kunst, Körper, Geist und Seele zu formen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Carla Vieira
- Abgabedatum: Juni 2004
- Umfang: 80 Seiten
- Dateigröße: 2,6 MB
- Institution / Hochschule: Institut für berufliche Weiterbildung Lörrach Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8708-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8708-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8708-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Vieira, Carla Juni 2004: Yoga - die Kunst, Körper, Geist und Seele zu formen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Yogaübungen, Body, Soul
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Diplomarbeit von Carla Vieira
Einleitung:
Diese Diplomarbeit ist in zwei Teile gegliedert, im ersten Teil werden in Bezug zum Yoga die theoretischen Hintergründe erläutert. Da Yoga Teil einer ganzen Lebensphilosophie ist, wird hier auch ausführlich auf die indische Philosophie - insbesondere die alten Weisheitsschriften - eingegangen. Im zweiten Teil werden dann Yoga Techniken vermittelt, die es dem Übenden erlauben sollen, seinen Körper, Geist und Seele zu formen und zu vervollkommnen.
Yoga ist ein Bestandteil der indischen Lebensweisheit, die im Verlaufe von 2000 Jahren in den Veden, Upanishaden und Baghvadgita festgehalten wurde. Ein Studium des Yoga ohne dessen historische Hintergründe ist unmöglich, da es sich beim Yoga um ein „Mittel“ handelt um höher stehende spirituelle Ziele zu erreichen. Yoga ist somit ein Bestandteil einer Lebensphilosophie, es ist so zu sagen ein Vehikel für den spirituellen Lebensweg. In diesem Sinne bietet das erste Kapitel eine Einführung in die indische Geschichte und Lebensweisheit. Danach wird der Körperaufbau in der indischen Philosophie erläutert und in Bezug zum Yoga gesetzt. In diesem Zusammenhang wird auch auf das Nadissystem und vor allem auf die Chakren eingegangen. Danach wird die Bedeutung der Atmung erläutert und die philosophischen Hintergründe erklärt. Es folgt eine Übersicht über die indische Naturheilkunde – das Ayurveda – und die Bedeutung der Ernährung. Anschliessend werden die verschiedenen Yoga Richtungen erläutert.
Im praktischen Teil werde ich zuerst eine Übung die ich „soul sculpturing“ nenne vorstellen. Diese basiert auf der Philosophie des Raja Yoga, wo es darum geht die Seele von den „Geistesgiften“ zu befreien unseren Egoismus zu überwinden und uns in der „Kunst der Achtsamkeit und des klaren Geistes“ zu schulen. Danach wird eine Übung die ich „face sculpturing“ nenne vorgestellt, hier geht es darum unsere „Gesichtskonturen“ zu formen. Es folgt das Kapitel „body sculpturing“, hier werden ausgewählte Yoga Übungen vorgestellt, die sowohl unseren Körper wie auch unseren Geist formen sollen.
Die indische Religion ist äusserst schwer von der indischen Philosophie zu trennen, zumal es in Indien mehrere Religionen gibt, die jedoch alle in ihren „philosophischen Grundsätzen“ Gemeinsamkeiten aufweisen. Diese sind die Abwendung von der äusseren Welt mittels Askese und Meditation, das Vollziehen geheiligter Rituale und das Singen von Mantras.
In der indischen Philosophie geht es nicht nur um die blosse Welterkenntnis, sie versteht sich vielmehr als eine Anleitung zum richtigen Leben und ist daher von pragmatischer Natur. Die indische Weisheitslehre ist nicht dogmatisch, sie hat deshalb im Laufe der Zeit viele Denkansätze verschiedener philosophischer Richtungen integriert. Zudem ist diese ganzheitlich, denn sie berücksichtigt alle Aspekte des menschlichen Lebens. Sie enthält die indische Gesundheitslehre – auch Ayurveda genannt, Körperübungen – das Yoga, Übungen zur Schulung des Geistes –Meditations- und „Logikübungen“, sowie ethische Grundsätze und Gottesanbetungen – auch Mantras genannt.
Die eigentümliche indische Religion ist der Hinduismus, im Laufe der Zeit kamen aber auch noch der Buddhismus und der Jainismus dazu, deren Grundsätze der hinduistischen Philosophie sehr ähnlich sind.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Vorwort | 1 |
| 2. | Einführung | 2 |
| 3. | Die indische Weisheitslehre | 3 |
| 3.1 | Yoga in der indischen Weisheitslehre | 10 |
| 3.2 | Die Bedeutung des Atmens – Pranayama | 11 |
| 3.2.1 | Pranayamaübung – Wechselatmung | 13 |
| 3.3 | Die Meditation in der indischen Weisheitslehre | 14 |
| 3.3.1 | Meditationsübung | 16 |
| 3.4 | Mudras – Finger Yoga | 17 |
| 3.4.1 | Mudra Übungen | 17 |
| 3.5 | Beziehung Universum, Raum und Körper – Vastu | 21 |
| 3.6 | Der Körperaufbau in der indischen Weisheitslehre | 24 |
| 4. | Die Chakras | 27 |
| 5. | Ayurveda – die indische Gesundheitslehre | 38 |
| 5.1. | Die Rolle der Ernährung | 40 |
| 6. | Überblick über die verschiedenen Yoga Richtungen | 50 |
| 7. | Quintessenz | 55 |
| 8. | Yoga als „soul sculpturing“ | 56 |
| 9. | Yoga als „face sculpturing“ | 58 |
| 10. | Yoga als „body sculpturing“ | 62 |
| 10.1 | Der Sonnengruss | 63 |
| 10.2 | Asanas im Stehen | 66 |
| 10.3 | Asanas im Sitzen | 70 |
| 11. | Nachwort | 73 |
| 12. | Quellen | 74 |
Das Vastu basiert auf den folgenden 5 Elementen: Äther, Luft, Wasser, Feuer, Erde. Es geht hier darum den Raum so zu gestalten, dass dieser mit der Architektur des Universums übereinstimmt bzw. die universelle Struktur widerspiegelt. Da das Vastu auf die Veden zurückzuführen ist, spielen Gottheiten auch hier eine wichtige Rolle, denn jede Gottheit wird einer Himmelsrichtung und “Schutzfunktion” zugeordnet. Des Weiteren wird im Vastu die Harmonie männlich/weiblich durch das „unterliegende“ Sri Yantra Mandala symbolisiert. Die ursprüngliche vedische Philosophie machte keinen Unterschied zwischen Geist und Materie da alles mit dem Geist des Schöpfergottes Brahama durchdrungen war. Die Welt der Phänomene hingegen führten sie auf drei Qualitäten (guna) zurück; das Gleichgewicht (sattva), die Aktion (rajas) und die Unbewegtheit (tamas). In der hinduistischen Kosmologie entsteht das Leben auf Erden aus der Vereinigung des schöpferischen Geistes von Brahama mit diesen drei Qualitäten. Daraus gehen eben dann die 5 feinstofflichen Elemente (tatwa) 21 [...]
3.4 Mudras – Finger Yoga Mudras (übersetzt, das was Freude bringt) wurden aus dem indischen Hatha Yoga entwickelt und dienen dazu, spezielle kosmische Energien zu wecken. Unter Mudras versteht man bestimmte Finger- und Handhaltungen, mit deren Hilfe Meridianenergie verbunden und elektrische Spannung im Körper erzeugt werden kann. Jede Fingerspitze ist ein Kontaktpunkt für ein oder zwei Körpermeridiane, welcher mit einem Chakra verbunden ist. Mit Hilfe von Mudras kann man die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit steigern. Des weiteren sind Mudras Symbole, die von der „Raum –Energie“ bzw. vom universellen Unterbewusstsein verstanden werden. Die Fingerstellungen bewirken das Auslösen spezifischer Energieströme, welche die Botschaft zum „Zielort“ weiter transportieren, wo sich dann die Absicht realisiert. Alte Götterfiguren und Buddhastatuten zeigen immer bestimmte Handhaltungen, die verschiedene Geisteszustände ausdrücken und unter deren Anwendung der Meditierende sich während der Meditation besser auf die Erlangung des höheren Bewusstseinszustandes konzentrieren kann. Sie sollen eine positive Konditionierung bewirken und negative Gefühle umwandeln. Ziel ist es, durch bewusstes Üben dauerhaftes Glück zu finden und das Unwissen (Avidya) in Wissen (Vidya) zu wandeln. [...]
Die Meditationsübung kann entweder im Lotussitz oder in der liegenden Stellung gemacht werden. 1. Nachdem man sich in der entsprechenden Stellung niedergelassen hat, konzentriere man sich vorerst auf den Atem. Und spreche folgende Affirmation aus: ich atmet tief und regelmässig mein Kopf ist ganz klar. 2. Man konzentriere sich weiterhin auf die Atmung und versuche alle Gedanken zu verbannen, bis man ganz „klar ist“. Diesen Zustand versuche man so lange wie möglich zu halten. 3. Sollte man Schwierigkeiten haben sich zu konzentrieren, so kann man sich auch auf ein Mandala fixieren und versuchen dieses vor dem inneren Auge zu rekonstruieren. Es kann auch ein anderer Gegenstand hinzugezogen werden. Diese Visualisierungsübungen bewirken eine Erhöhung der Gedächtnisleistung. Wer eine bestimmte Zielsetzung verfolgt, kann die Meditationsübung auch mit einer Visualisierungsübung kombinieren, in der das Ziel visualisiert wird. Dabei muss man darauf vertrauen, dass das Unterbewusstsein uns den Weg, der zum Ziel führt, zeigt. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832487089
Arbeit zitieren:
Vieira, Carla Juni 2004: Yoga - die Kunst, Körper, Geist und Seele zu formen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Yogaübungen, Body, Soul



