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XML Linking

Abbildung einer diagonal integrierten Wertschöpfungskette in einer Web-Applikation

XML Linking
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Nicolas Höning
  • Abgabedatum: März 2003
  • Umfang: 99 Seiten
  • Dateigröße: 1.016,9 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Leibniz-Akademie Hannover (VWA) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6823-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6823-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6823-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Höning, Nicolas März 2003: XML Linking, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Metadaten, XML, Schichtenmodell, Relax NG, XSL

Diplomarbeit von Nicolas Höning

Zusammenfassung:

XML Linking ist die Verbindung von Ressourcen mit XML. Mehrere Standards wurden zu diesem Thema vom W3C-Konsortium entworfen. Steven J. DeRose, XML-Entwickler beim W3C, fasste diese Bemühungen 1999 unter dem Titel „XML Linking“ zusammen.

Ein alter Entwicklertraum scheint in Erfüllung zu gehen: Ähnlich der neuronalen Verbindungen im Gehirn sollten Menschen Verbindungen bzw. Assoziationen zwischen Dokumenten oder Teilen von Dokumenten anlegen können, um das vielfältige Wissen des Netzes effizienter zu nutzen oder, weitaus visionärer, von Maschinen nutzen zu lassen.

So entwickelte beispielsweise Vannevar Bush 1945 das System „Memex“, welches auf Assoziationen zwischen Texten beruhte oder Ted Nelson um 1970 das Prinzip des Hypertextes und das darauf beruhende Projekt „Xanadu“, welches er jahrzehntelang betrieb, ohne seinen Traum in die Realität umsetzen zu können. Das Konzept des Hypertextes war seit jeher Grundlage für ein assoziatives Netz. Auf diesem Prinzip basieren auch die Verweise in HTML, jedoch nur unidirektional und nur zu vorgeschriebenen Punkten.

Zwei weitere Spezifikationen des W3C, beide voneinander unabhängig, sollen dies nun auf der Basis von XML ändern: XPointer (XML Pointer Language), welche bislang nur als Candidate Recommendation vorliegt, und XLink (XML Linking Language). XLink und XPointer können einander benutzen, sind jedoch wiederum nicht aufeinander angewiesen.

Außer den privaten Internetnutzern und den Wissenschaftlern und Journalisten kann auch die Wirtschaft -gerade der Marketingbereich (im Bezug auf XLink-Datenbanken)- von den Möglichkeiten des XML Linking profitieren.

Fakt ist aber, dass noch wenig Unterstützung für die Komponenten des XML Linking in Form von Anwendungen vorliegt und auch die Diskussionen der Entwicklergemeinde zum Thema sind noch kontrovers.

Die Semantisierung des Internets ist ein großes Ziel des W3C. Sie ist auf lange Sicht unumgänglich, um der Informationsflut Herr zu werden. Für viele besteht das Internet nur aus Daten, die in verschiedenen Ressourcen, zum Beispiel Dokumenten, gehalten werden. Vielmehr gibt es auch viele Informationen, die diese Daten beschreiben. Beispielsweise geben Meta-Tags in HTML Auskunft über den Autor und andere Dinge das Dokument betreffend. Auch jeder Link ist ein Metadatum, der verschiedene Ressourcen verknüpft. In Zukunft sollen diese Metadaten und viele andere mehr (z.B. restriktive Daten für Validierungen) das Internet bereichern und von Maschinen verarbeitet werden können. Dazu müssen sie strukturiert vorliegen. XML Linking ist einer der Standards, die dafür Sorge tragen.

Um die Strukturierung von Metadaten in Form von XLinks zu demonstrieren, werden wir entlang der Kapitel eine Applikation entwickeln, die auf viele der erklärten Komponenten zurückgreift.

Wir nehmen eine Liste von Zulieferern eines Unternehmens an, die in XML gespeichert wird. Um ihre Lieferbeziehungen abzubilden, die eine diagonal integrierte Wertschöpfungskette darstellen, werden wir XLinks als Metadaten in einer XLink-Datenbank speichern. Auch diese Daten werden wir mit Metadaten beschreiben. Anschließend ermöglichen wir das Traversieren (Überqueren) über die Wertschöpfungskette in einer Web-Applikation, die XSLT und Java Server Pages verwendet.

Dieser Text kann keine vollständige Referenz darstellen. Stattdessen verfolgt er drei Ziele:

- Er soll er ein breites Wissen über das Gerüst rund um XML, XML Linking und XML Metadaten in einer der Applikation folgenden aufbauenden Gliederung bereitstellen. Er soll dabei auch ein vom W3C entwickeltes Schichtenmodell vorstellen, dem die erwähnten Komponenten angehören. Auch historische Gegebenheiten und Unregelmäßigkeiten in der Entwicklung von XML sollen herausgearbeitet werden. Denn obwohl die Entwickler von XML Beachtliches vollbringen, können sie nur die richtigen Anstöße geben und auf das Aufgreifen der Ideen durch die Nutzer warten. Mitunter kommt es sogar zu gegensätzlichen Entwicklungen und Meinungsverschiedenheiten.

- Außerdem diskutiert er die Möglichkeiten und die Probleme von XML Linking und seinen Einfluss auf Entwicklungen der nahen Zukunft. Er soll auch XML Linking als eine Schicht im XML-Modell begreiflich machen. Das Verständnis der Interaktionen von XML-Standards ist der Schlüssel zu ihrer erfolgreichen Verwendung.

Analog soll Schritt für Schritt ein Programm entwickelt werden, welches viele der eingeführten Konzepte verwendet.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Problemstellung 5
2.1 Warum XML Linking? 6
2.1.1 Neue Möglichkeiten nutzen 6
2.1.2 Anwendungen verbessern 7
2.2 Die Applikation 8
2.2.1 Anwendungsfälle 8
2.2.2 Das System 8
3 Die Urheber: Das W3-Konsortium 11
4 Die Grundlage: XML 13
4.1 Woher es kommt und wie es aussieht 13
4.2 Wofür es gut ist 15
4.3 Aufbau eines XML-Dokuments 16
4.4 Namensräume 20
4.5 wohlgeformte Dokumente 21
4.6 Gültigkeit 22
4.6.1 DTD 23
4.6.2 XML Schema 25
4.6.3 Relax NG 26
5 XML als Baumstruktur 27
5.1 Parsing 28
5.1.1 DOM 29
5.1.2 SAX 30
5.1.3 Fazit 31
5.2 Adressierung: XPath 31
5.2.1 Modell und Syntax 32
5.2.2 Definition logischer Ausdrücke 34
5.2.3 Funktionen 34
5.3 Konfliktlösung: Das XML Infoset 35
6 XML Linking 36
6.1 Exkurs: URI/URL 37
6.2 XInclude 38
6.3 XBase 39
6.4 XPointer 39
6.4.1 Technik und Möglichkeiten 40
6.4.2 Umsetzung und Probleme 43
6.5 XLink 44
6.5.1 Technik und Möglichkeiten 45
6.5.2 Umsetzung und Probleme 49
6.5.3 XLink versus HLink 50
6.6 XML Linking versus Xanadu 52
7 XML Metadaten und das semantische Web 53
7.1 Wofür brauchen wir Metadaten? 53
7.2 Einige Grundthesen über Metadaten 55
7.3 XLinks als Metadaten 57
7.4 Gültigkeitsdefinitionen als Metadaten 58
7.5 Meta-Metadaten am Beispiel RDDL 58
7.6 Topic Maps 61
7.7 Resource Description Framework (RDF) 61
8 Weiterverarbeitung und Anzeige von XML durch Stylesheets: XSL(T) 63
8.1 Woher es kommt und was es kann 63
8.2 XSL als funktionale Programmiersprache 65
8.3 Das Stylesheet dataCollector.xsl 66
9 Zusammenfassung und Ausblick 69
10 Anhang 71
10.1 Benutzerbeschreibung 71
10.1.1 Zweck des Programms 71
10.1.2 Installation 71
10.1.3 Nutzung 72
10.2 Screenshot der Einstiegsseite 72
10.3 Screenshot der Applikation 73
10.4 Detaildokumentation 74
10.4.1 Dateien/Klassen 74
10.4.2 Arbeitsumgebung 74
10.5 Programmcode 75
10.5.1 index.html (Einstiegsseite) 75
10.5.2 vendors.xml 75
10.5.3 vendors.dtd 78
10.5.4 linkbase_1.xml 79
10.5.5 linkbase.rng 81
10.5.6 index.html (RDDL) 82
10.5.7 format.css 83
10.5.8 dataCollector.xsl 83
10.5.9 Transformer.jsp 89
10.5.10 NodeSetGrapper.jsp 91
Literaturverzeichnis 92
Ehrenwörtliche Erklärung 94

Automatisiert erstellter Textauszug:

XPointer ist eine Sprache mit eigener Syntax zur Adressierung von Punkten oder Bereichen in Dokumenten. Ein XPointer erweitert demnach das Konzept der URI, die eine Adressierung für Dokumente darstellt. Ein Szenario von XPointern ist beispielsweise, bestimmte Bereiche von Texten zitieren zu können. Angenommen, Sie finden im Internet eine interessante Passage in einem längeren Text. Anstatt einem Freund nur die URL des ganzen Dokuments per eMail zu senden, hängen Sie einen XPointer an die URL, so dass Ihr Freund schnell findet, was er finden soll. Die Generierung dieses XPointers könnte man von dem Browser erledigen lassen, nachdem man einen Bereich markiert hat. Das Zitieren von Textpassagen wäre erheblich erleichtert. Außerdem könnte es möglich sein, mehrere interessante Bereiche auszuwählen. -39- [...]

XInclude erlaubt es einem XML-Dokument, fremde wohlgeformte XML-Dokumente einzubinden. Da die Datenhaltung in XML zu sehr großen Dateien führen kann, ist es Ziel dieser Technik, verteilte Dokumente zu einer Datenquelle zu machen. So wird eine Datei mittels XInclude eingebunden (Der XInclude-Namensraum, hier im Präfix xi dargestellt, lautet „http://www.w3.orgt/2001/XInclude“): <root> <xi:include href=“test.xml“/> </root> Im Kapitel 4.6.1, „DTD“, haben wir schon Einheiten verwendet. So genannte externe Einheiten können ebenfalls auf andere XML-Dokumente verweisen und diese einbinden: <!DOCTYPE root SYSTEM <!ENTITY testDatei SYSTEM „test.xml“> ]> <root> &testDatei; </root XInclude hat demgegenüber jedoch einige Vorteile22: • Die verbunden Dateien können völlig unabhängig existierende XML-Dateien sein. Das ist mit externen Einheiten nicht möglich. • Es können auch einfache Textdateien eingebunden werden (z.B. Quellcode), die dann von XML-Parsern wie eine CDATA-Section behandelt werden: [...]

Durch HTML bekannt geworden ist das Konzept der URLs (Uniform Resource Locator). Eine URL lokalisiert eine Ressource im Web. Dies kann eine Datei sein (auch Grafiken), oder auch nur ein Teil davon. Dabei richtet sie sich nach dem Domain Name System, welches hierarchisch organisiert ist. Die Beispiel-URL "www.w3.org" spricht eine domain ("w3") an, die innerhalb einer top-level domain ("org") spezifiert ist. "www" deklariert dann den anzusprechenden Server. (Nicht zu sehen ist in solch einer URL die angesprochene Datei auf der letzten Hierarchieebene, die für einen Web-Browser die Ressource darstellt. Hat der Server beispielsweise "index.html" als Standard-Startseite vermerkt, wird die URL in "www.w3.org/index.html" umgewandelt.) Im Konzept von XML und XML-verwandten Technologien wird allerdings eine Generalisierung von URL namens URI (Uniform Resource Identifier) benutzt, die auch andere Organi21 [...]

Arbeit zitieren:
Höning, Nicolas März 2003: XML Linking, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Metadaten, XML, Schichtenmodell, Relax NG, XSL

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