XML - der Internet-Standard zur elektronischen Datenübertragung und seine betriebswirtschaftliche Bedeutung im E-Commerce
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Stefan Pfänder
- Abgabedatum: September 2001
- Umfang: 129 Seiten
- Dateigröße: 705,6 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Kiel Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4610-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4610-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4610-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Pfänder, Stefan September 2001: XML - der Internet-Standard zur elektronischen Datenübertragung und seine betriebswirtschaftliche Bedeutung im E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: EDIFACT, E-Commerce, XML, EDI, BMEcat
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Diplomarbeit von Stefan Pfänder
Einleitung:
Das Internet befindet sich in einem enormen Wachstum. Unternehmen stehen heute unabhängig von ihrer Größe im Internet im Wettbewerb. Mitbewerber sind nur noch wenige Mausklicks von einander entfernt, wodurch sich viele monopolistisch geprägte Märkte in hart umkämpfte virtuelle Märkte verwandelt haben.
Wurde das Internet vor ein paar Jahren noch hauptsächlich dazu genutzt, Webseiten von Firmen oder Privatleuten zu betrachten, entwickeln sich heute ungeahnte Potentiale im Internet. Die Webseiten wurden dynamisch, das heißt, sie reagieren auf Eingaben des Benutzers. Daraus entwickelten sich z.B. Online-Banking und ganze Shop-Systeme, die jetzt endlich den dem Internet eigentlich angedachten Zweck erfüllen, nämlich eine elektronische Datenübermittlung zur Reduktion von Zeit und Kosten. Darüber hinaus geht seit einiger Zeit der Trend bei den Unternehmen dahin, nicht nur den Verkauf ihrer Produkte über das Internet zu betreiben, sondern auch weitere Geschäftsbereiche, wie z.B. den Einkauf oder die Lohn- und Gehaltsabrechnung, auf das Internet zu verlagern.
Gang der Untersuchung:
Zwei Begriffe stehen im Titel der Arbeit im Vordergrund: XML und E-Commerce. Während E-Commerce heute in aller Munde ist und durch die weiterentwickelten Möglichkeiten des Internet von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen und genutzt wird, sorgt die Extensible Markup Language (XML) eher in IT-Fachkreisen für Aufsehen. Ziel vorliegender Arbeit ist es, herauszustellen, welche Potentiale XML im E-Business besitzt und wo die Einsatzmöglichkeiten für die XML-Technologie liegen. Im ersten Teil wird XML von der strukturellen und technischen Seite erläutert. Der Aufbau wird durch ein einleitendes Beispiel dargestellt. Ebenso ist die Abgrenzung von XML zu HTML und SGML Bestandteil der technischen Erläuterung. Verwandte Sprachen und die Problematik der Erweiterbarkeit von XML bilden den Schluss des ersten Abschnitts.
Der zweite Teil beleuchtet intensiv die betriebswirtschaftliche Bedeutung von XML. Zunächst werden einige wichtige Begriffe definiert. Darauf folgt eine Betrachtung von EDI und EDIFACT. Im Anschluss daran wird die Bedeutung von XML im konkreten Beispiel E-Procurement in Verbindung mit BMEcat dargestellt.
Den Schluss bildet eine kritische Diskussion der Lösungsansätze zur Problemstellung der Arbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | XML-Einführung | 3 |
| 2.1 | Was ist XML? | 3 |
| 2.2 | Entwicklung von XML | 5 |
| 2.3 | Das World Wide Web Consortium (W3C) | 7 |
| 2.4 | Abgrenzung XML / HTML / SGML | 9 |
| 3. | Die Extensible Markup Language (XML) | 13 |
| 3.1 | Das Sprachkonzept | 13 |
| 3.2 | Einleitendes Beispiel | 15 |
| 3.3 | Struktur eines XML-Dokuments | 15 |
| 3.3.1 | Prolog | 16 |
| 3.3.1.1 | Deklaration | 16 |
| 3.3.1.2 | Document Type Definition (DTD) | 17 |
| 3.3.1.3 | Schema | 17 |
| 3.3.2 | Dokumenteninstanz | 18 |
| 3.4 | Syntaktische Grundlagen | 18 |
| 3.4.1 | Case Sensivity | 18 |
| 3.4.2 | Leerraum | 19 |
| 3.4.3 | Kommentare | 19 |
| 3.5 | Bestandteile des Deklarationskonzepts | 20 |
| 3.5.1 | Element | 20 |
| 3.5.2 | Attribut | 21 |
| 3.5.3 | Entity | 22 |
| 3.6 | Namespaces | 23 |
| 3.7 | XML Schema | 25 |
| 3.7.1 | Erläuterung | 25 |
| 3.7.2 | Aufbau | 26 |
| 3.7.3 | Abgrenzung XML Schema – Document Type Definition | 26 |
| 3.7.4 | Zusammenfassung | 28 |
| 4. | Auszeichnungssprachen und deren Zusammenhang zu XML | 30 |
| 4.1 | Cascading Style Sheets | 30 |
| 4.2 | Extensible Stylesheet Language (XSL) | 31 |
| 4.3 | Extensible Linking Language (XLL) | 33 |
| 5. | Problematik „Erweiterbarkeit“ | 35 |
| 5.1 | Unvereinbare XML-Dialekte | 35 |
| 5.2 | Übergriff des Problems auf Geschäftsbereiche | 36 |
| 6. | Einleitung zu Teil 2 | 37 |
| 7. | Einführung in das Internet-Business | 38 |
| 7.1 | Begriffsdefinitionen | 42 |
| 7.2 | Ausgewählte Marktbereiche des Electronic Commerce | 44 |
| 7.2.1 | Business-to-Business | 45 |
| 7.2.2 | Business-to-Consumer | 46 |
| 7.2.3 | Consumer-to-Consumer | 48 |
| 7.3 | Potentiale des E-Business | 48 |
| 8. | Electronic Data Interchange | 53 |
| 8.1 | Definition | 54 |
| 8.2 | Geschichte des EDI | 54 |
| 8.3 | EDI-Philosophie | 56 |
| 8.4 | Erfordernisse und Funktionsweisen | 58 |
| 8.5 | Vorteile von EDI | 60 |
| 8.5.1 | Wettbewerbsvorteile | 61 |
| 8.5.2 | Kundennutzen | 62 |
| 8.5.3 | Firmeninterne Vorteile | 63 |
| 8.6 | Beschränkungen des EDI-basierten Informationsaustauschs | 64 |
| 8.6.1 | Subsets / Standardabweichungen | 64 |
| 8.6.2 | Kostenaspekt | 66 |
| 8.7 | Web-EDI | 67 |
| 9. | EDIFACT – internationaler Standard für EDI? | 69 |
| 9.1 | Was ist EDIFACT? | 69 |
| 9.2 | Historie | 70 |
| 9.3 | Charakteristik von EDIFACT | 70 |
| 9.4 | Vorteile von EDIFACT | 72 |
| 9.5 | Verbreitung von EDIFACT | 73 |
| 9.6 | Hemmnisse der Verbreitung | 74 |
| 10. | Electronic Procurement – Elektronische Beschaffung als Anwendungsgebiet von XML | 76 |
| 10.1 | Begriffsbestimmung E-Procurement | 77 |
| 10.2 | Bestellvorgänge auf elektronischen Märkten | 78 |
| 10.3 | Voraussetzungen für E-Procurement | 80 |
| 10.4 | Charakteristiken des E-Procurement | 81 |
| 10.5 | Ein B2B-Procurement-Projekt von der Zielvorgabe bis zur Zielrealisierung | 83 |
| 10.5.1 | Projektinitiierung | 83 |
| 10.5.2 | Desktop Purchasing System und Katalogauswahl | 83 |
| 10.5.3 | Konzepterstellung | 84 |
| 10.5.4 | DPS-Entwicklung und -Anpassung | 85 |
| 10.5.5 | Produktivstart | 85 |
| 10.5.6 | Roll-Out | 86 |
| 10.6 | Potentiale des E-Procurement | 86 |
| 10.7 | Nachteile des Einsatzes elektronischer Beschaffung | 89 |
| 10.8 | Problem „einheitlicher Standard“ und Lösungsansätze | 90 |
| 11. | BMEcat – eine Lösung für die elektronische Beschaffung? | 92 |
| 11.1 | Begriffsklärung und Einführung | 92 |
| 11.2 | Initiatoren | 95 |
| 11.3 | Hintergrund | 96 |
| 11.4 | Ziele der BME-Initiative und BMEcat-Einsatzgründe | 99 |
| 11.5 | Charakteristika des BMEcat | 100 |
| 11.6 | Vorteile der BMEcat-Lösung | 102 |
| 12. | Vorteile von XML beim elektronischen Datenaustausch | 104 |
| 13. | Schlußbetrachtung und Ausblick | 106 |
Angenommen, ein Unternehmen A möchte Informationen an das Unternehmen B versenden. Bisher erfolgte dies mittels eines Papierbelegs. Es wird ein Dokument erstellt, unterschrieben, gefaltet, kuvertiert und der Umschlag mit einer Adresse und einer Briefmarke versehen. Danach gelangt der Brief zum nächsten Postamt und landet ein paar Tage später auf dem Schreibtisch des Empfängers. Alles muß manuell ausgeführt werden, nichts verläuft automatisiert. Dank EDI wandelte sich dieser Vorgang mittlerweile dergestalt, daß die Information des Unternehmens A in Form einer Datei vorliegt, diese Datei in ein standardisiertes Format übersetzt und danach via Datenleitung an den Partner versendet wird. Der Empfänger übersetzt die Datei nun wieder in sein intern verwendetes Format und kann sofort über die gesamte Information verfügen. Noch einmal anders ausgedrückt, verhält sich der Verlauf einer EDI-basierten Transaktion wie folgt72: Beispielsweise ein Kaufgesuch für ein bestimmtes Produkt wird automatisch oder manuell dem EDI-System zugeführt. Dieses produziert aus den Daten eine Kauforder und verschickt diese direkt an das System des Lieferanten. Beim Lieferanten wird die Order in das interne System eingelesen, wenn dieser über den selben „EDI-Dialekt“ (Subset73) verfügt. Ist dies nicht der Fall, so muß er die Nachricht in sein System erst konvertieren. Die Informationen erzeugen eine bestimmte Aktion, denkbar ist eine Anweisung an das Lager oder die Buchhaltung. Im Optimalfall wird das Kaufgesuch beim Lieferanten sofort automatisch bearbeitet und dem Unternehmen eine Eingangsbestätigung zugeschickt. [...]
Etwa zur selben Zeit begannen einige einzelne Unternehmen wie General Motors, Super Valu, Sears oder K-Mart sich ebenso für eine effizientere Möglichkeit der Datenübertragung als die bisherige zu interessieren. Sie entwickelten jedes für sich eigene Systeme für die Kommunikation mit den wichtigsten Handelspartnern. Problematisch war hierbei allerdings, daß jedes Unternehmen mit einem eigenen, für sich geltenden Standard arbeitete.67 In den frühen 70er Jahren finanzierten einige Industrien Gemeinschafts-EDISysteme, welche in den jeweiligen Branchen zum Einsatz kamen. Beispiele hierfür waren das IBM IVANS, welches von den amerikanischen Versicherungsgesellschaften gesponsort wurde, sowie das ORDERNET, unterstützt von der pharmazeutischen Industrie. Auch hier war allerdings der Nachteil nicht ausgeräumt, daß eine branchenübergreifende Kommunikation nicht möglich war. Im Jahre 1973 begann das TDCC eine Reihe von Standards zu entwickeln, die eine Übermittlung von Daten über Branchengrenzen hinweg zum Ziel hatten. Diese Bemühungen resultierten 1975 in der Veröffentlichung eines Standards, der immerhin schon Anwendungen aus der Auto-, Motor-, Schiffahrts- und Eisenbahnindustrie sowie einige Bankensysteme unterstützte. Durch Weiterentwicklung und Vereinheitlichung wurde schließlich 1981 in den USA ein genereller Standard für Geschäftstransaktionen unter dem Namen ANSI X12 veröffentlicht. Die Europäer starteten mit der Entwicklung eigener Standards um 1984, z.B. von TRADACOMS, ODETTE und JEDI.68 Um die weitreichenden Diskrepanzen der einzelnen Standards ein für alle mal zu beseitigen, wurde unter der Leitung der Vereinten Nationen im Jahr 1985 begonnen, den EDIFACT-Standard69 zu entwickeln. Dieser sollte nicht nur branchen- sondern auch nationenübergreifend fungieren. [...]
8.1 Definition Der Begriff Electronic Data Interchange wird in der Literatur weitgehend konform beschrieben. Die Autoren sind sich über die grundlegenden Inhalte des EDI einig. Aus diesem Grund werden an dieser Stelle nur einige beispielhafte Definitionen angeführt. Mattes (1999: 95) beschreibt EDI wie folgt: „Unter EDI wird im klassischen Sinne die Übertragung von Geschäftsdokumenten in einem standardisierten, vereinbarten Dateiformat zwischen DV-Anwendungen zweier Geschäftspartner verstanden. EDI erlaubt es, über ein Netzwerk automatisiert Daten zwischen DV-Anwendungen auszutauschen.“ Die allgemeinste Abgrenzung von EDI findet sich bei Blackman, Holland und Lockett (1992: 539ff). Sie kennzeichnen den elektronischen Datenaustausch als „the exchange of information across organizational boundaries using information technology.“ [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832446109
Arbeit zitieren:
Pfänder, Stefan September 2001: XML - der Internet-Standard zur elektronischen Datenübertragung und seine betriebswirtschaftliche Bedeutung im E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
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EDIFACT, E-Commerce, XML, EDI, BMEcat



