Wünsche und Realität von Jugendlichen im Spannungsfeld zwischen Selbstaktualisierung und Verbundenheit zur Peer-Gruppe
Ein Vergleich der Situation im Jugendzentrum und im Leben allgemein
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Verena Weißenböck
- Abgabedatum: Dezember 1999
- Umfang: 308 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4525-6
- ISBN (CD) :978-3-8324-4525-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Weißenböck, Verena Dezember 1999: Wünsche und Realität von Jugendlichen im Spannungsfeld zwischen Selbstaktualisierung und Verbundenheit zur Peer-Gruppe, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Lebenszufriedenheit, Peer-Group
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Diplomarbeit von Verena Weißenböck
Einleitung:
Auf dem Hintergrund entwicklungspsychologischer Konzepte und humanistischer Menschenbilder werden Wunsch und Realisierung von Jugendlichen im Bereich der Selbstaktualisierung untersucht. Die Klärung des Zusammenhangs zwischen Selbstaktualisierung und Beziehung zur Peer-Gruppe wird versucht, die Lebenssituation allgemein und im Jugendzentrum verglichen und in Verbindung mit Lebenszufriedenheit und Zufriedenheit mit dem Jugendzentrum gebracht.
150 Jugendliche in Wiener Jugendzentren wurden mittels Auszügen aus folgenden Fragebögen befragt: „Dimensions of Privacy Preferences“ von Marshall, „Braunschweiger Selbstaktualisierungsskalen“ von Bottenberg & Keller und Kuningesichter zur Erhebung der Lebenszufriedenheit und der Zufriedenheit mit dem Jugendzentrum.
Am auffälligsten beschreiben sich arbeitslose Jugendliche. Sie geben einen geringeren Wunsch nach Selbstaktualisierung an und empfinden sich als weniger selbstaktualisierend. Selbstaktualisierung wiederum steht für die Jugendlichen in engem Zusammenhang mit Lebenszufriedenheit.
Die hohe Bedeutung des Jugendzentrums für die Jugendlichen zeigt sich in den empfundenen großen Möglichkeiten zur Selbstaktualisierung und der hohen Zufriedenheit. Jugendzentren können besonders zwischen den Geschlechtern einen Beitrag zur Chancengleichheit leisten.
Die Ergebnisse lassen nur auf einen vagen Zusammenhang zwischen Selbstaktualisierung und Beziehung zur Peer-Gruppe schließen.
Inhaltsverzeichnis:
| EINLEITUNG | 9 | |
| KURZZUSAMMENFASSUNG | 11 | |
| A. | THEORETISCHER HINTERGRUND DER UNTERSUCHUNG | 12 |
| 1. | DAS JUGENDALTER IM SPIEGEL DER FORSCHUNG | 12 |
| 1.1 | Jugendforschung | 12 |
| 1.2 | Begriffsbildung | 13 |
| 1.3 | Geschichte der Jugend | 17 |
| 1.4 | Verschiedene Theorien der Jugend und Adoleszenz | 22 |
| 1.5 | Was ist Entwicklung? | 27 |
| 1.6 | Biologische Veränderungen in der Pubertät und Adoleszenz | 31 |
| 1.7 | Allgemeine Einflüsse der körperlichern Veränderungen in der Pubertät auf die Psyche | 36 |
| 2. | PSYCHOLOGISCHE VERÄNDERUNGEN IM JUGENDALTER | 41 |
| 2.1 | Entwicklungsaufgaben und Bewältigungsstrategien im Jugendalter | 41 |
| 2.2 | Kognitive Entwicklung | 47 |
| 2.3 | Moralische Entwicklung | 51 |
| 2.4 | Die Ablösung von der Familie | 56 |
| 2.5 | Die Entwicklung von Sexualität und Partnerschaft | 59 |
| 3. | PEERGRUPPE UND PRIVATHEIT IN DER ADOLESZENZ | 61 |
| 3.1 | Freundesbeziehungen und die Peergruppe | 61 |
| 3.2 | Das Konzept der Privatheit | 71 |
| 4. | SELBSTKONZEPT, IDENTITÄT UND ENTWICKLUNG | 77 |
| 4.1 | Konzepte der Identität und des Selbstkonzepts | 78 |
| 4.2 | Die Entwicklung von Identität bzw. Selbstkonzept in der Adoleszenz | 81 |
| 4.3 | Klärung von Phänomenen in verschiedenen Verhaltensbereichen durch die Theorie der Identität bzw. des Selbstkonzepts | 86 |
| 5. | SELBSTAKTUALISIERUNG IN DER ADOLESZENZ | 90 |
| 5.1 | Das Konzept der Selbstaktualisierung | 90 |
| 5.2 | Selbstaktualisierung im Zusammenhang mit seelischer Gesundheit und Identität | 100 |
| 5.3 | Selbstaktualisierung im Jugendalter | 105 |
| 5.4 | Kreativität und der schöpferische Prozess im Rahmen der Theorie der Selbstaktualisierung | 111 |
| 6. | ZUR LEBENSSITUATION JUGENDLICHER | 117 |
| 6.1 | Lebenszufriedenheit und Wohlbefinden Jugendlicher | 117 |
| 6.2 | Die Situation von Jugendlichen in Schule, Ausbildung und Beruf | 122 |
| 6.3 | Jugendliche in ihrer Freizeit | 128 |
| 6.4 | Jugendliche Migranten | 135 |
| 7. | KONFLIKTE UND SCHWIERIGKEITEN IM JUGENDALTER | 143 |
| 7.1 | Zur Entstehung von Konflikten und Schwierigkeiten | 144 |
| 7.2 | Einige psychosoziale Konflikte in der Adoleszenz | 147 |
| 7.3 | Psychiatrische Krisen und Notfälle im Jugendalter | 148 |
| 8. | JUGENDARBEIT UND JUGENDZENTRUM | 152 |
| 8.1 | Zum Begriff Jugendarbeit | 152 |
| 8.2 | Die Geschichte der Jugendarbeit | 153 |
| 8.3 | Funktionen und Aufgaben der Jugendarbeit | 156 |
| 8.4 | Das Jugendzentrum | 162 |
| 8.5 | Schwerpunkte der Arbeit im Jugendzenrum | 164 |
| B. | EMPIRISCHER TEIL | 169 |
| 9. | FRAGESTELLUNGEN UND DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG | 169 |
| 9.1 | Zielsetzungen und Fragestellungen | 169 |
| 9.2 | Beschreibung der Erhebungsinstrumente | 176 |
| 9.3 | Skalenbildung und Datenreduktion | 185 |
| 9.4 | Untersuchungsplan | 188 |
| 9.5 | Durchführung der Untersuchung | 190 |
| 9.6 | Beschreibung der gewählten Auswertungsinstrumente | 192 |
| 10. | AUSWERTUNG UND ERGEBNISSE DER UNTERSUCHUNG | 199 |
| 10.1 | Deskriptivstatistik - Charakterisierung der Stichprobe | 199 |
| 10.2 | Ergebnisse der statistischen Signifikanztests zu den Fragestellungen | 205 |
| 10.3 | Zusammenfassung der Ergebnisse | 254 |
| 11. | INTERPRETATION DER ERGEBNISSE | 260 |
| C. | DISKUSSION UND AUSBLICK | 269 |
| D. | ZUSAMMENFASSUNG | 272 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 275 | |
| ANHANG | 294 | |
| 1 Fragebogen | 294 | |
| LEBENSLAUF | 304 |
Bitte fordern Sie die Unterlagen unter agentur@diplom.de, per Fax unter 040-655 99 222 oder telefonisch unter 040-655 99 20 an.
4.3.1. Erwerb der Geschlechtsrollen in der Adoleszenz Für den Erwerb einer weiblichen bzw. männlichen Identität in der Adoleszenz spielen Erziehungseinflüsse und das in der jeweiligen Gesellschaft akzeptierte Bild der weiblichen oder männlichen Geschlechtsrolle entscheidend mit. Geschlechtsrollenverhalten entwickelt sich von frühester Kindheit an, wobei Eltern und andere Bezugspersonen als Modelle dienen. In der Adoleszenz kommt es schließlich zu einer größeren Wahrnehmungsempfindlichkeit für soziale Situationen und interpersonale Beziehungen, sowie zu einer größeren Bedeutung der sozialen Geschlechtsrolle (Ausubel, 1979, zitiert nach Remschmidt, 1992). Geschlechtsrollenverhalten kennzeichnet sich in der Adoleszenz durch zunehmendes Interesse am anderen Geschlecht, durch zunehmende Praktizierung von Verhaltensweisen, die direkt oder indirekt mit der Geschlechtsrolle assoziiert sind und durch die frühzeitigere, dauerhaftere und stärker personifizierte Übernahme der Geschlechtsrolle durch Mädchen. Auf die Übernahme der Geschlechtsrolle hat sowohl die soziale Schicht als auch die familiäre Situation Einfluß. Jugendliche aus sozioökonomisch niedrigeren Schichten sind früher gezwungen entsprechendes Verhalten zu übernehmen. Sexualverhalten und Rollenverhalten sind in verschiedenen Kulturen außerordentlich variabel (Remschmidt, 1992). [...]
Inwieweit die Entwicklung von Jugendlichen und damit natürlich auch das Selbstkonzept mit den physischen und sozialen Umweltbedingungen zusammenhängt wird in anderen Kapitel dieser Arbeit bereits ausführlich behandelt. Die Bewältigung von Aufgaben im Laufe der Entwicklung erfolgt in einem komplexen Wechselspiel von biologischen Veränderungen, sozialen Erwartungen und eigenen Ansprüchen. Verschiedene Aspekte der Umwelt wirken sich stark auf die Entwicklung und damit die Identität bzw. das Selbstkonzept von Jugendlichen aus. Die Bedeutung der Peers als soziale Umwelt für die Entwicklung der eigenen Identität wird im Kapitel 3.1.3. „Der Einfluß der Peer-Gruppe auf die Selbstfindung und Identität“dieser Arbeit genauer ausgeführt, der Zusammenhang zwischen Freizeitgestaltung und der Identitätsentwicklung wird in Kapitel 6.3.4. „Freizeitgestaltung im Zusammenhang mit der Bewältigung normativer Entwicklungsaufgaben“ dargestellt. Auf Identität im Bereich der Geschlechtsrollen, berufliche Identität und den Zusammenhang zwischen Identitätstatus und Delinquenz gehe ich im folgenden nochmals ein: [...]
ren sieht, die Auskunft über die subjektive Überzeugung, Leistungsanforderungen zu bewältigen, hat. Aus der integrativen Persönlichkeitstheorie nach Epstein (1979, zitiert nach Kuliga, 1985) wird die Möglichkeit der Verfestigung von Erfolgs- oder Mißerfolgserlebnissen zunächst zur situationsspezifischen negativen Selbstbewertung, dann auf die gesamten PersonUmwelt-Bezüge. Es zeigt sich, daß bezüglich des lernökologischen Klimas positive oder negative Klassen keinen Einfluß auf die subjektive Befindlichkeit im Sinne von genereller Selbstbewertung, Selbstwirksamkeit und Hilflosigkeit haben, obwohl sich in klimapositiven Klassen ein Trend zu einer günstigeren Selbstbewertung zeigt. Bei älteren Schülern treten die Differenzen in der Wahrnehmung des Lernfeldes und von Aspekten des Selbstkonzepts deutlicher hervor, besonders die generelle Selbstbewertung ist differenzierter. Kuliga (1985) führt die wenig aussagekräftigen Ergebnisse auf methodische Probleme zurück. Sie zeigen jedoch die hohe Bedeutung von positivem Klima im Sinne von individueller Zuwendung, kein Konkurrenzdenken und keine Anonymität auch in anderen Organisationen der Jugendarbeit wie Jugendzentren, damit Jugendliche befähigt werden, über sich selbst und ihre Wünsche differenziert Auskunft zu geben. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832445256
Arbeit zitieren:
Weißenböck, Verena Dezember 1999: Wünsche und Realität von Jugendlichen im Spannungsfeld zwischen Selbstaktualisierung und Verbundenheit zur Peer-Gruppe, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Lebenszufriedenheit, Peer-Group



