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Workflow-Management im Krankenhaus

Workflow-Management im Krankenhaus
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Bertold Kujath
  • Abgabedatum: November 2001
  • Umfang: 151 Seiten
  • Dateigröße: 18,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6711-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6711-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6711-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kujath, Bertold November 2001: Workflow-Management im Krankenhaus, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Krankenhausmanagement, Prozeßmodellierung, Prozeßoptimierung, Business Process Reengineering, Qualitätsmanagement

Diplomarbeit von Bertold Kujath

Zusammenfassung:

Wachsender politischer Druck und die Veränderung der Krankenhauslandschaft hin zu mehr wirtschaftlicher Verantwortung zwingen die Krankenhäuser, ihre Arbeitsweise effizienter zu gestalten. Workflow-Management, also die rechnergestützte Steuerung von Arbeitsabläufen nach vorheriger Optimierung der Geschäftsprozesse, wird nach den bahnbrechenden Erfolgen in der Industrie auch im Zusammenhang mit dem Einsatz im klinischen Bereich diskutiert. Ziel ist es, das medizinische Personal von überflüssigen und nicht effizienten Tätigkeiten zu befreien und die Durchlaufzeiten der Patienten zu minimieren. In dieser Diplomarbeit soll neben der Darlegung der gesundheitspolitischen und theoretischen Hintergründe, die konkrete Vorgehensweise beim Einführen eines Workflow-Managementsystems an einer Universitätspoliklinik geschildert werden. Dabei geht es auch um die Frage, in welchem Umfang die Workflow-Managementsysteme der heutigen Generation für die speziellen Anforderungen des Krankenhausalltags geeignet sind.

Abstract:

Due to the recent political decisions german hospitals will share a greater part of economic responsibilities. To meet this challenge the hospitals will strive to improve workflow efficiency. Workflow management, i.e. the analysis and improvement of work processes with computational support may be one way to achieve these goals. As this has been shown to be effective in industrial surroundings, workflow management is been discussed for its possible use in clinical work as well.

Here, workflow management aims at a reduction of superfluous, inefficient work, and thus the time the patient spends in the hospital. This paper describes the political and theoretical background for the implementation of a workflow management system as well as its realisation at a day care centre in an university hospital. In addition it will discuss the problems with today's workflow management systems when used in a clinical setting.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichn VI
Für den schnellen Leser VII
Abstract VII
Danksagung VIII
Vorbemerkung IX
Abkürzungen und Akronyme X
1. EINLEITUNG 1
2. GESUNDHEITSPOLITISCHER HINTERGRUND 3
2.1 Zahlen und Fakten 3
2.2 Gesetzgeber 4
2.3 Organisationsmodell eines Krankenhauses 6
2.4 Das Krankenhaus als Dienstleistungsbetrieb 7
2.4.1 Krankenhausleistung und Effizienz 9
2.5 Qualitätsmanagement im Krankenhaus 11
2.5.1 Total Quality Management (TQM) 12
2.5.2 Prozeßorganisation als Qualitätsmerkmal 13
2.5.3 DIN EN ISO 9000 ff 14
2.5.3.1 Zertifizierung nach DIN EN 9001 14
3. PROZEßORGANISATION 16
3.1 Heutige Situation 16
3.2 Business Process Reengineering 17
3.2.1 Change Management 18
3.3 Der Prozeßbegriff 18
3.3.1 Der Prozeßbegriff im Krankenhaus 20
3.3.2 Prozeßcharakteristika 20
3.3.3 Sichten 22
3.4 Prozeßmodellierung 23
3.4.1 Geschäftsprozeßmodelle 24
3.4.1.1 Semantisches Objektmodell (SOM) 26
3.4.1.2 Petrinetze 26
3.4.1.3 Die ereignisgesteuerte Prozeßkette (EPK) 27
3.5 BPR-Tools 29
3.5.1 Anforderungen an Tools zur Krankenhausprozeß-Modellierung 30
3.5.2 ARIS 31
3.5.3 Bonapart (IntraWare) 33
4. WORKFLOWORGANISATION 34
4.1 Heutige Situation 34
4.2 Workflow-Management im klinischen Alltag 35
4.3 Der Workflowbegriff 37
4.3.1 Workflowcharakteristika 38
4.4 Workflow-Modellierung 39
4.5 Workflow-Managementsysteme 40
4.5.1 Eingrenzung 40
4.5.2 Anforderungen an WFMSe im Krankenhauseinsatz 42
4.5.3 SAP 44
4.5.4 WorkParty (SNI) 44
4.5.5 OctoFlow (IntraWare) 45
4.5.6 MQSeries Workflow (IBM) 45
4.5.7 ADEPT 46
4.6 Allgemeine Vorgehensweise bei der Einrichtung eines WFMSs 46
4.6.1 Prüfung der Rahmenbedingungen 47
4.6.2 Auswahl zum BPR geeigneter Prozesse 47
4.6.3 Prozeßdokumentation 47
4.6.4 Ist-Modellierung 48
4.6.5 Schwachstellenanalyse 48
4.6.6 Soll-Modellierung 48
4.6.7 Transformation des Geschäftsprozeßschemas in ein Workflowschema 49
4.7 WFMC - Workflow-Management-Coalition 50
4.7.1 Das WFMC-Referenz-Modell 51
4.7.1.1 Workflow Definition Interchange (Interface 1) 53
4.7.1.2 Workflow Client Application Interface (Interface 2) 54
4.7.1.3 Invoked Apllication Interface (Interface 3) 55
4.7.1.4 WAPI Interoperability Functions (Interface 4) 56
4.7.1.5 Administration & Monitoring Interface (Interface 5) 59
5. LÖSUNGSBEISPIEL 61
5.1 Die Charité 61
5.2 Die Diabetes-Tagesklinik (DTK) 61
5.3 Die Patientengruppen in der DTK 62
5.4 Vorgehensweise 63
5.4.1 Prüfung der Rahmenbedingungen und Auswahl der Prozesse 64
5.4.2 Prozeßdokumentation 64
5.4.2.1 Einschränkung 65
5.4.2.2 Die poliklinischen Prozesse der Aufnahme 66
5.4.2.3 Die poliklinischen Prozesse des pflegerischen Bereichs 66
5.4.2.4 Die poliklinischen Prozesse der Ärzte 68
5.4.3 Ist-Prozeßmodellierung 68
5.4.3.1 Wahl des Modellierungstools und Abgrenzung zur GoM 68
5.4.3.2 Umsetzung der Prozeßtabellen in eine eEPK 69
5.4.4 Schwachstellenanalyse 70
5.4.5 Soll-Prozeßmodellierung und Simulation 73
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 74
Glossar 76
Quellenangaben 80
Inhalt der Begleit-CD 83
Erklärung zur Urheberschaft 84
ANHANG 85
Die in der Studie erwähnte CD ist nicht im Lieferumfang enthalten, da sie für das Verständnis der Studie nicht notwendig ist.

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die verschiedenen während eines bestimmten Workflows auszuführenden Tätigkeiten müssen koordiniert und synchronisiert werden. In sogenannten Arbeitslisten (To-Do-Lists, Worklists) werden die als nächstes auszuführenden Tätigkeiten den dafür zuständigen Bearbeitern an ihrem Arbeitsplatz als Listeneinträge in einem elektronischen Eingangskorb oder per E-Mail angeboten. Damit verbunden ist die Bereitstellung der benötigten Daten und das Öffnen der erforderlichen Anwendungsprogramme im richtigen Fenster. Aber nicht nur die computergestützte Ausführung der Arbeitsschritte wird durch WFMSe ermöglicht. Durch die permanente Erfassung von Prozeßdaten wissen die Anwender zu jedem Zeitpunkt, in welchem Status sich ein Prozeß befindet. Die Dokumentation der Prozeßverläufe bietet die Möglichkeit, Engpässe zur Laufzeit zu erkennen und durch Änderungen im Workflowmodell zu beheben. Die Ablaufkoordination durch Workflow-Management sieht zusammengefaßt also wie folgt aus [DBIS00]: [...]

WFMS hinterlegt ist, die dann bei Bedarf instanziiert werden kann. Diese Prozeßvorlage enthält nun genaue Angaben zum Ablauf, Informationen über die zur Bearbeitung benötigten Anwendungen und Ressourcen sowie die Zuordnung der Personengruppen und Organisationseinheiten zu den einzelnen Tätigkeiten. In diesem Zusammenhang kommt auch das sogenannte Rollenmodell zum tragen, in dem die Qualifikation, Funktion und die speziellen Berechtigungen eines Mitarbeiters beschrieben werden, die zur Ausführung einer bestimmten Tätigkeit erforderlich sind. Anstelle namentlich benannter Mitarbeiter erscheinen dann die Personengruppen wie Oberarzt, Radiologe oder Krankenschwester. Hier fließt auch die Vertreterregelung mit ein, so daß bei Abwesenheit einer für eine Tätigkeit vorgesehenen Person die Aufgabe vom WFMS automatisch weitergeleitet werden kann. Dieses Rollenmodell hat den Vorteil der erheblich höheren Flexibilität gegenüber einer an explizit benannte Mitarbeiter fixierte Tätigkeitsbeschreibung [MüSt99]. [...]

Die heute im Krankenhaus eingesetzte medizinische Applikationenlandschaft ist stark heterogen und bietet keinerlei Möglichkeit, den Weg des Patienten durchgehend zu unterstützen. Zudem ist die Informationsverarbeitung daten- und funktionsspezifisch, nicht aber abteilungsübergreifend und prozeßorientiert. Die einzelnen Systeme unterstützen einzelne Funktionen wie Leistungsabrechnung, Terminvergabe, Patientendatenverwaltung, Bettenplanung oder Befund- und Bildarchivierung. Es gibt aber keine Unterstützung des hinter all diesen Funktionen stehenden Workflows. Nicht selten werden Daten in der einen Abteilung ausgedruckt und müssen in der folgenden Abteilung per Hand erneut in ein anderes Datenbanksystem eingegeben werden. Die Bedienung der einzelnen Anwendungen macht im täglichen Gebrauch ein ständiges Klicken durch die Anwendungsfenster notwendig, teilweise müssen zur Bearbeitung eines Arbeitsschrittes mehrere Anwendungen hintereinander geöffnet werden. Durch ständiges Anwachsen der zu bearbeitenden Daten und Patientenströme wird es bei Beibehaltung der vorhandenen Situation in absehbarer Zeit kaum noch möglich sein, eine adäquate Leistungserstellung im Krankenhaus zu erzielen [DBIS00]. [...]

Arbeit zitieren:
Kujath, Bertold November 2001: Workflow-Management im Krankenhaus, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Krankenhausmanagement, Prozeßmodellierung, Prozeßoptimierung, Business Process Reengineering, Qualitätsmanagement

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