Die Wohnungsbaugenossenschaft als Teil der Bauwirtschaft im Wandel der Zeit am Beispiel der Baugenossenschaft Biberach e.G.
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Stephan Mwathi
- Abgabedatum: Dezember 2001
- Umfang: 108 Seiten
- Dateigröße: 3,8 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Biberach an der Riss Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5578-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5578-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5578-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Mwathi, Stephan Dezember 2001: Die Wohnungsbaugenossenschaft als Teil der Bauwirtschaft im Wandel der Zeit am Beispiel der Baugenossenschaft Biberach e.G., Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Baugenossenschaft, Wohnungswirtschaft, Immobilien, Bauwirtschaft
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Diplomarbeit von Stephan Mwathi
Einleitung:
Die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre sowie die Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt führen dazu, dass die Wohnungsgenossenschaften gegenwärtig neuen Herausforderungen gegenüberstehen. Dabei geht es auch darum, wie die spezifischen Eigenschaften von Genossenschaften stärker genutzt werden können, um die aktuellen Bedürfnisse am Wohnungsmarkt befriedigen zu können.
Allerdings reicht es nicht aus, diese Frage nur aus Sicht der Unternehmen zu betrachten. Von übergeordneter Bedeutung ist vielmehr die Frage, welche Rolle Genossenschaften auch zukünftig bei der Wohnungsversorgung der Bevölkerung übernehmen wollen und können, und welche politischen Rahmenbedingungen bis hin zur Förderung sie benötigen, um ihren Aufgaben gerecht zu werden.
In der Arbeit enthalten ist das Beispiel der Baugenossenschaft Biberach e.G., an dem dieser Wandel mit der Zeit verdeutlicht wird. Die geschichtliche Dokumentation über einen Zeitraum von über 90 Jahren bringt immer wieder Fragen in sich, zu deren Klärung diese Diplomarbeit beitragen soll.
Auf kommunaler Ebene hat diese Wohnungsbaugenossenschaft durch ihre jahrelange Arbeit maßgeblich zum Stadtbild beigetragen.
Neubauten, Sanierungen und Gebäudeverwaltung haben das Bild der Genossenschaft als reine Selbsthilfeorganisation verändert. Besonders Augenmerk möchte ich deshalb auf die Zusammenarbeit der Genossenschaft mit der Stadt Biberach lenken. Durch eine gesunde Kommunikation werden gemeinsam konzeptionelle Ziele vereinbart. Hier steht im Vordergrund die Erhaltung der Identität der Stadt Biberach.
Inhaltsverzeichnis:
| Zum Geleit | I | |
| Vorwort | II | |
| Inhalt | III | |
| 1. | Allgemeines | 4 |
| 1.1 | Begriffe und theoretische Grundlagen | 4 |
| 1.1.1 | Eingetragene Genossenschaft | 4 |
| 1.1.2 | Arten von Wohnungsgenossenschaften | 4 |
| 1.1.3 | Soziologische Bestimmung des Wesens der Genossenschaft | 6 |
| 1.1.4 | Die Gründung der ersten Bauvereinigungen in Württemberg | 7 |
| 1.1.5 | Die ersten Baugenossenschaften | 8 |
| 1.1.6 | Die Bedeutung des sozialen Wohnungsbau | 9 |
| 1.1.7 | Baugenossenschaften im Zeitraum der Wende - Chance, Veränderungen und Integration des ostdeutschen Wohnungsmarktes | 11 |
| 1.1.8 | Der Wegfall des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes | 12 |
| 1.2 | Rechtlicher Aspekt | 13 |
| 1.2.1 | Gründung der Genossenschaft | 13 |
| 1.2.2 | Geschäftsanteile | 15 |
| 1.2.3 | Beitritt | 15 |
| 1.2.4 | Haftung | 16 |
| 1.2.5 | Vertretung und Geschäftsführung | 16 |
| 1.2.6 | Vorstand | 17 |
| 1.2.7 | Aufsichtsrat | 18 |
| 1.2.8 | Generalversammlung | 18 |
| 1.2.9 | Prüfung und Prüfungsverband | 19 |
| 1.2.10 | Ausscheiden einzelner Genossen | 20 |
| 1.2.11 | Auflösung der Genossenschaft | 21 |
| 1.2.12 | Konkursverfahren und Haftpflicht | 21 |
| 1.2.13 | Kurzübersicht der Besteuerung | 21 |
| 1.3 | Rechte und Pflichten der Mitglieder | 22 |
| 1.3.1 | Rechte der Mitglieder | 22 |
| 1.3.2 | Organschaftsrechte | 22 |
| 1.3.3 | Vermögensrechte | 23 |
| 1.3.4 | Minderheitsrechte | 23 |
| 1.3.5 | Pflichten der Mitglieder | 24 |
| 1.3.6 | Teilnahmepflicht | 24 |
| 1.3.7 | Leistungspflicht | 24 |
| 1.4 | Wohnungsgenossenschaften im der Europäischen Union | 24 |
| 1.4.1 | Entwicklung im europäischen Ausland im Vergleich | 24 |
| 1.4.2 | Die europäische Wohnungspolitik | 25 |
| 2. | Beispiel der Baugenossenschaft Biberach | 28 |
| 2.1 | Die Genossenschaft - Allgemeine Informationen | 28 |
| 2.1.1 | Das Statut bzw. Gegenstand der Unternehmung | 28 |
| 2.1.2 | Die Mitglieder der Genossenschaft | 28 |
| 2.1.3 | Angaben über Einlagen und Geschäftsanteile | 29 |
| 2.1.4 | Eingetragene Genossenschaft | 30 |
| 2.1.5 | Einberufung der Generalversammlung | 30 |
| 2.1.6 | Vorstand und Aufsichtsrat | 31 |
| 2.1.7 | Prüfungsverband | 32 |
| 2.1.8 | Jahresabschluss | 32 |
| 2.1.9 | Gewinn und Verlustverlustverteilung | 33 |
| 2.2 | Angaben zur Gesellschaft | 34 |
| 2.2.1 | Wirtschaftliche Verhältnisse | 34 |
| 2.2.2 | Geschäftsfelder | 35 |
| 2.2.2.1 | Neubautätigkeit / Stadtsanierung | 35 |
| 2.2.2.2 | Modernisierung | 36 |
| 2.2.2.3 | Instandhaltung | 37 |
| 2.2.2.4 | Verwaltung von Wohnungseigentum | 38 |
| 2.2.3 | Bestand der Genossenschaft | 39 |
| 2.3 | Historischer Hintergrund der Baugenossenschaft Biberach | 40 |
| 2.3.1 | Die Gründung der Baugenossenschaft Biberach | 40 |
| 2.3.2 | Die erste Hälfte der 19. Jahrhunderts | 42 |
| 2.3.3 | Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts | 46 |
| 3. | Wohnungswirtschaft und Kommunalpolitik | 51 |
| 3.1 | Der Landkreis Biberach | 51 |
| 3.2 | Der Wohnbaulandbericht 2000 | 52 |
| 3.2.1 | Wohnbauflächenbedarf bis 2005 | 53 |
| 3.2.2 | Wohnbauflächenpotentiale 2000-2005 | 54 |
| 3.2.2.1 | Vorhandene Bauflächen | 54 |
| 3.2.2.2 | Städtische Baugrundstücke | 54 |
| 3.2.2.3 | Geplante Bauflächen | 54 |
| 3.2.2.4 | Nachverdichtung | 55 |
| 3.2.2.5 | Neuerschließungen | 55 |
| 3.2.3 | Anmerkungen | 57 |
| 3.2.4 | Entwicklungsziele | 58 |
| 3.3 | Kommunalpolitik und Genossenschaftswesen | 59 |
| 4. | Wandel einer Baugenossenschaft mit Dienstleistungscharakter | 60 |
| 4.1 | Paradigmenwechsel und Gesellschaftlicher Wandel | 60 |
| 4.2 | Veränderungen im Genossenschaftswesen | 61 |
| 4.3 | Wirtschaftlichkeit einer Genossenschaft als Dienstleistungsunternehmens | 67 |
| 4.4 | Strategische Optionsmöglichkeiten einer Wohnungsgenossenschaft | 68 |
| 4.5 | Finanzierungsalternativen von Wohnungsgenossenschaft | 74 |
| 4.6 | Positionierungsmöglichkeiten am Markt für die Zukunft | 76 |
| 5. | Fazit | 81 |
| 5.1 | Vor- und Nachteile für Wohnungsgenossenschaften | 81 |
| 5.2 | Zusammenfassung | 83 |
| 5.3 | Ausblick in die Zukunft | 84 |
| Anhang | IV | |
| Anlage 1: Wohnbauflächenprogramm 2000 | ||
| Anlage 2: zum Wohnbaulandbericht und Wohnbauflächenprogramm 2005 | ||
| Anlage 3: Wohnbauflächenprogramm 2000 | ||
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Literaturverzeichnis | VII | |
| Tabellenverzeichnis | VIII |
2.3.3 Die zweite Hälfte des 19.Jahrhunderts Unter dem Eindruck der ungeheueren Wohnungsnot beschloss der Deutsche Bundstag einstimmig das 1. Wohnungsbaugesetz vom 24. April 1950, wonach zwei Millionen Wohnungen zu tragbaren Mieten gebaut werden sollten. Hauptträger des sozialen Wohnungsbaues wurde die gemeinnützige Wohnungswirtschaft. Also ging die Genossenschaft als einziges ortsansässiges gemeinnütziges Wohnungsunternehmen daran, sich an der Linderung und Beseitigung der auch in Biberach bestandenen großen Wohnungsnot zu beteiligen, die vornehmlich durch den Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den Ostgebieten entstanden war. In den darauffolgenden Nachkriegsjahren legte die Genossenschaft damit gleichzeitig durch den Bau vieler Mietwohnungen ihr eigentliches, lebensnotwendiges Fundament. Trotzdem konnten die erstellten Wohnungen nicht annähernd mit der Zunahme neuer Mitglieder, die fast ausschließlich wohnungssuchend waren, Schritt halten. Es entstanden im gesamten Stadtgebiet, vor allem jedoch in den Neubaugebieten, neue Sozialmietwohnungen für wohnungssuchende Biberacher Familien und immer noch neu hinzukommender Heimatvertriebener und Flüchtlinge. [...]
Der Neubeginn nach dem Kriege Auch nach dem Zusammenbruch im Jahr 1945 ruhte zunächst noch die Bautätigkeit aufgrund der von der Besatzungsmacht erlassenen Anordnung und wegen des großen Mangels an Baumaterialien. Lediglich Instandsetzungen konnten in bescheidenem Umfang durchgeführt werden. Erst nach der Währungsreform im Jahr 1948 war es nach und nach möglich, Renovierungen in größerem Umfang vorzunehmen. Die Währungsreform am 20.7.1948 brachte eine wirtschaftliche Wende. Die Reichsmark wurde im Verhältnis 10:1 abgewertet. Die Hypothekenschulden blieben dagegen im Verhältnis 1:1 bestehen. Die RM - Schlußbilanz betrug 349.798,27- die Eröffnungsbilanz dagegen nur 187.584,14. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder wurden im Verhältnis 3:2 von R-Mark auf D-Mark umgestellt. Abbildung 19: Schlussbilanz des Jahres 1948 [...]
Firmenumbenennung Die Generalversammlung vom 5.4.1941 beschloss auf Vorschlag des Verbandes württembergischer Wohnungsunternehmen, Stuttgart, die bisherige Firmenbezeichnung der Genossenschaft von „Spar- und Bauverein Biberach und Umgebung“ in Kreisbaugenossenschaft eGmbH, Biberach an der Riß umzubenennen. Während der Kriegsjahre, von 1949 bis Kriegsende im Jahr 1945, musste sich die Genossenschaft auf Instandsetzung und Erneuerungen an den bislang errichteten Gebäuden und Wohnungen beschränken und selbst hierbei konnte vieles in folge Fehlens von Baumaterialien und Ausstattungsgegenständen, wie Herde, Öfen, Waschkessel etc. nicht vorgenommen werden. Den Ausfall der Neubautätigkeit und die eingeschränkte Instandsetzungsmöglichkeiten in diesen Kriegsjahren, nützte die Genossenschaft zur Verminderung ihrer Hypothekenschulden. Diese konnten von 1940 bis zur Währungsreform am 20.6.48 von 288.000,- auf 204.000,- Mk. Reduziert werden. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832455781
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Mwathi, Stephan Dezember 2001: Die Wohnungsbaugenossenschaft als Teil der Bauwirtschaft im Wandel der Zeit am Beispiel der Baugenossenschaft Biberach e.G., Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Baugenossenschaft, Wohnungswirtschaft, Immobilien, Bauwirtschaft



