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Wohnen am Arbeitsplatz

Eine Untersuchung über den Einfluss auf die psychische Belastung von Angestellten

Wohnen am Arbeitsplatz
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Volker Elsner
  • Abgabedatum: Januar 2004
  • Umfang: 94 Seiten
  • Dateigröße: 3,5 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8292-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8292-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8292-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Elsner, Volker Januar 2004: Wohnen am Arbeitsplatz, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Psychologie, Organisationssoziologie, Arbeitsbedingungen, Arbeitswissenschaft, Arbeitnehmer

Diplomarbeit von Volker Elsner

Gang der Untersuchung:

Sie fragen sich möglicherweise, was der Ausdruck „Wohnen am Arbeitsplatz“ bedeutet und was sich dahinter verbirgt? Dies soll zu Anfang der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit geklärt werden. Ihre nächste Frage könnte sein „Wirkt sich die Situation des Wohnens am Arbeitsplatz? tatsächlich auf die psychische Belastung von Angestellten aus?“ und „Wenn ja; wie? Hat es eine positive Wirkung auf die psychische Belastung oder eine negative?“ „Ist das überhaupt ein Thema, für das sich Angestellte interessieren oder gar Arbeitgeber?“ Zu diesen Fragen habe ich versucht, in dem vorliegenden Schriftstück Antworten zu geben.

Schon bei vorbereitenden Gesprächen und auch bei der Durchführung dieser Arbeit wurde ich durch das Interesse motiviert, welches betroffene Angestellte, Kollegen und Arbeitgeber gezeigt haben. Dankenswerterweise wurde diese Arbeit von dem genannten Personenkreis, der seinerseits offen und dankbar für das Aufgreifen dieser Thematik war, nicht nur begleitet, sondern auch unterstützt. In dieser Feldtheorieforschung spielt auch die Sichtweise der betroffenen Angestellten an den Schnittstellen zur Arbeit und dem Kollegenkreis, zum Partner, zur eigenen Familie, zu sozialen Kontakten außerhalb der Arbeit und vor allem zur Wohnsituation eine Rolle.

Vielleicht stellen Sie sich vor dem Weiterlesen noch die folgende Frage:

Was ist das Neue in diesen Seiten?

Es gibt eine Reihe von Forschungen und Büchern, die sich mit psychischer Belastung am Arbeitsplatz befass(t)en und ebenso gibt es seit vielen Jahren Untersuchungen und Literatur über den Bereich des Wohnens.

Jedoch ist die Ihnen vorliegende Arbeit meines Wissens nach die erste, die alle drei Bereiche (Wohnen, Arbeitsplatz, psychische Belastung) zusammenführt und empirisch untersucht.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 4
1. Einleitung 6
1.1 Was ist „Wohnen am Arbeitsplatz“ - Begriffsbestimmung 7
1.2 Untersuchungsorte 9
2. Ermittlungsfelder 13
2.1 Auszug möglicher Ermittlungsfelder 13
2.2 Eingrenzung auf psychische Belastung 14
2.3 Begriffsklärung / -definition 14
2.4 Messinstrumente (nach BAuA) 20
3. Verwendete Untersuchungsmethoden 21
3.1 Literatur 21
3.2 Expertenbefragung (Fragen und Antworten im Anhang) 23
3.3 Standardisierter Fragebogen 25
3.4 Leitfadenorientiertes Interview 28
3.4.1 Fragenfindung 29
3.4.2 Durchführung der Interviews 30
4. Kategorien des Einflusses auf die psychische Belastung 33
4.1 Überblick 33
4.2 Untersuchte Kategorien (anhand der Expertenbefragung; Literatur und eigenen Erfahrung) und Auswertung 33
4.2.1 Wohnsituation 33
4.2.1.1 Wohnungsgröße und Zimmeranzahl 34
4.2.1.2 Wohnungsstandard 35
4.2.1.3 Lage der Wohnung auf dem Gelände 37
4.2.1.4 Zugangsmöglichkeiten d. andere Personen/Privatsphäre 38
4.2.1.5 Entscheidungsrahmen und Freiwilligkeit des Bewohnens 38
4.2.2 Arbeitsplatzsituation 39
4.2.2.1 Arbeitszeit und Schichtdienst 40
4.2.2.2 Arbeitsaufgaben / -pensum / -belastung 40
4.2.2.3 Qualität der Arbeit 40
4.2.2.4 Zusammenarbeit mit Kollegen 40
4.2.2.5 Anwesenheit von Adressaten 41
4.2.2.6 Die Rolle der Institution 43
4.2.3 Personenbezogene Bedingungen 44
4.2.3.1 Der / die Angestellte selbst 44
4.2.3.2 Soziale Kontakte außerhalb der Arbeit 44
4.2.3.2.1 Partnerschaft / Ehe 44
4.2.3.2.2 Familie 44
4.2.3.2.3 Freundschaft / Bekannte 44
5. Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse 47
6. Ausblick und Schlusswort 51
7. Glossar 52
8. Literaturverzeichnis 56
9. Anhänge 64
9.1 Expertenbefragung 64
9.2 Standardisierter Fragebogen 70
9.3 Leitfadengestützter Fragebogen 77
9.4 Sonstige Anhänge 83
9.4.1 Statistisches Bundesamt 84
9.4.2 Daten zu Erwerbstätigen nach ihrem Pendlerverhalten 84
9.4.3 Instrumente zur Erfassung psychischer Belastung 92
Eidesstattliche Erklärung 93

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Mietpreise pro Quadratmeter können nach weiteren Kriterien des § 3 „Bewertung der Mitarbeiterunterkünfte“ der AVR Caritas nach oben oder unten variieren. Der Bundesdurchschnitt betrug 5,60 Euro Bruttokaltmiete inkl. Nebenkosten wie Kanal, Straßen- und Hausreinigung, Schornstein, öffentliche Lasten, Gebäudeversicherung, Kabelanschluss und Müll im Jahre 2002.87 Der Mehrpreis der Dienstwohnungen beträgt demnach pro Quadratmeter und Monat zwischen 0,67 € (ca. 12%) und 3,81 € (ca. 68 %). Den Befragten ist dieser Unterschied nicht (immer) bekannt; dies hängt möglicherweise auch damit zusammen, dass das persönliche Mietverhältnis an sich wenig bekannt ist. Allerdings führt eine unklare Abrechungspraxis der Nebenkosten bei zwei der untersuchten Personen zu Ärger. „Ja. Also die ganze rechtliche Seite ist schon außerordentlich schwierig, weil es bei uns z.B. so ist, dass Nebenkosten [...]

Nach den vorangegangenen, einleitenden bzw. grundlegenden Kapiteln möchte ich nun die Kategorien herausstellen, die möglicherweise Einfluss auf die psychische Belastung nehmen. Wie bereits in Kapitel 2.3 bis 2.4 erläutert, ist psychische Belastung nicht direkt messbar. Es lässt sich also auch nicht direkt der Einfluss des ´Wohnens am Arbeitsplatz´ auf die psychische Belastung messen. Deshalb werden Faktoren (Tatsachen) herangezogen, anhand derer man den Einfluss feststellen kann. Da gibt es zum einen wie schon erwähnt die Wohn-70, und Arbeitsbedingungen71 zum anderen die personenbezogenen Bedingungen72. Anhand der Expertenbefragung73, der mir zur Verfügung gestandenen Literatur und meinen eigenen Erfahrung vom Wohnen am Arbeitsplatz haben sich die in den folgenden Kapiteln (ab 4.2.1) erläuterten Faktoren als wesentliche Bedingungen für die Situation der Angestellten, die in dieser Wohnform leben, herauskristallisiert. Welche Faktoren im Einzelnen abgefragt werden, davon handelt das nächste Kapitel. Gleichzeitig beinhaltet es auch die Auswertung der Antworten aus den Interviews. [...]

Im Vorfeld führte ich eine zeitliche Planung durch, in der die Reihenfolge innerhalb des Settings, die Dauer der einzelnen Schritte und die voraussichtliche Gesamtdauer Berücksichtigung fanden. Für Begrüßung und Erklärung, soweit diese nicht schon im Vorfeld mit der betreffenden Person geschehen ist, setzte ich 5 Minuten an. Anschließend überreichte ich den standardisierten Fragebogen (Kapitel 3.3) mit einem Zeitansatz von 20 Minuten, welcher jedoch meist von den Interviewpartnern unterschritten wurde, da die Fragen schnell beantwortet werden konnten. Für die leitfadengestützte Befragung visierte ich ca. 60 Minuten als Minimum und 90 Minuten als Maximum an, so dass die Gesamtdauer 85 Minuten bis 115 Minuten sein würde - also ca. 1,5 bis max. 2 Std. Dies war auch der Zeitumfang, den ich meinen Interviewpartnern im Vorfeld mitteile, damit diese sich den nötigen Freiraum organisieren konnten. In allen Fällen konnten die Interviews innerhalb des Zeitrahmens (1,5 bis 2 Std.) zu Ende gebracht werden. Die Zeitspanne von 30 Minuten zwischen Minimum und Maximum beim leitfadengestützten Teil des Interviews erkläre ich mit der Art der Fragen, die zwar nicht klassisch narrativ sind aber offen und erzählgenerierend ausgelegt sind, und somit können je nach Persönlichkeit, Wissen und Hintergrund des Erzählers/der Erzählerin Antworten ausgelöst werden, die unterschiedlich an Menge und in der Dauer sein können. Dieser Teil der Befragung, in dem auf gezielte Fragen konkrete Antworten erwartet werden, erfordert auf beiden Seiten eine hohe Konzentrationskraft. Im Sinne einer möglichst hohen Güte der Antworten, ist eine Dauer von 60 bis 90 Minuten sicherlich an der oberen Grenze des Machbaren. In diesen Interviews fragte ich verschiedene, im Zusammenhang mit der Wohn- und Arbeitsituation der InterviewpartnerInnen stehende Kategorien ab, um die es im Kapitel 4 geht. [...]

Arbeit zitieren:
Elsner, Volker Januar 2004: Wohnen am Arbeitsplatz, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Psychologie, Organisationssoziologie, Arbeitsbedingungen, Arbeitswissenschaft, Arbeitnehmer

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