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Wissensmanagement in Vertriebsnetzwerken

Eine strategische Konzeption für den Maschinenbau

Wissensmanagement in Vertriebsnetzwerken
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jens Merten
  • Abgabedatum: Januar 2000
  • Umfang: 101 Seiten
  • Dateigröße: 1.023,0 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Siegen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2264-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2264-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2264-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Merten, Jens Januar 2000: Wissensmanagement in Vertriebsnetzwerken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Strategie, lernende Organisation, Vertrieb, Maschinenbau, Wissensmanagement

Diplomarbeit von Jens Merten

Einleitung:

Märkte sind in zunehmendem Maße dynamisch, global orientiert und dereguliert. In allen Lebensbereichen (politisch, ökonomisch, sozial, etc.) finden sich zum Teil dramatisch veränderte Bedingungen, die sich aus der wachsenden Komplexität der Lebensverhältnisse und der fortschreitenden Dynamik der Umfeldparameter ergeben. In diesem Zusammenhang wird auch von einem Paradigmenwechsel gesprochen, der diesen Veränderungen zu Grunde liegt. BLEICHER beschreibt in seinem Einleitungskapitel zum Konzept "Integriertes Management" die einzelnen Aspekte des Paradigmenwechsels und betont dabei besonders die "Öffnung der Zeitschere". In Organisationen manifestiert sich diese permanent größer werdende Lücke in einer steigenden Reaktionsgeschwindigkeit aufgrund zunehmender Komplexität, bei gleichzeitig abnehmender verfügbarer Reaktionszeit aufgrund hoher Umweltdynamik. In einem solchen Umfeld sind Philosophien und Methoden des Managements einer kritischen Beurteilung zu unterziehen, da Organisationen, die nach dem WEBER´schen Bürokratiemodell konstituiert sind, deutlich an ihre prinzipielle "Komplexitätsverarbeitungskapazität" anstoßen.

Themen wie "Lean Management", "Business-Reengineering", "strategische Netzwerke" und "Konzentration auf Kernkompetenzen" lassen den Ruf nach solchen organisatorischen Alternativen laut werden, die in dem oben beschriebenen Kontext einer diskontinuierlichen und komplexen Wirtschaft, dauerhafte Wettbewerbsvorteile generieren können. Das Ziel ist dabei die Schaffung von Organisationsformen, die nicht mehr durch rein bürokratische Hierarchiestrukturen, sondern eher durch flexible Partnerschaften geprägt sind, in denen das kreative und unternehmerische Potenzial der Mitarbeiter gefördert und eine maximale Ausschöpfung von Synergiepotenzialen erreicht wird.

Solche Strukturen bedürfen einer geänderten Handhabung des zum Produktionsfaktor avancierten Faktors "Wissen", dem in Unternehmen ein hoher Anteil an der Wertschöpfung zugesprochen wird. Hier zeigt sich in eindrucksvoller Weise der oft beschriebene Wandel von der Industriegesellschaft zur Dienstleistungs- resp. Informations- und Wissensgesellschaft.

Vor diesem Hintergrund besteht für die deutsche Maschinenbauindustrie die Notwendigkeit zu Restrukturierungsmaßnahmen. Der Maschinenbau muss sich auf weniger leicht imitierbare Strukturen und Muster der Innovations- und Wertschöpfungskette besinnen. Unter konsequenter Einbeziehung des Wissens aller Subsysteme der Organisation, der Zulieferanten, der Kunden und v.a. der Motivation sowie dem Können der Mitarbeiter und dem "Lernen der Organisation" als Ganzes sind auch zukünftig signifikante Wettbewerbsvorteile mittels einer kundengerechten Produktentwicklung erreichbar.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis VIII
Abkürzungsverzeichnis der Zeitschriften X
1. Einführung 1
1.1 Problemstellung und Untersuchungsfokus 2
1.2 Vorgehensweise 3
2. Theoretischer Bezugsrahmen 4
2.1 Grundlagen des Wissensmanagements 4
2.1.1 Grundbegriffe: Zeichen, Daten, Information und Wissen 4
2.1.2 Vom Organisationalen Lernen zum Wissensmanagement 6
2.1.3 Konzept des ganzheitlichen Wissensmanagements 8
2.1.4 Wissensmanagement als Teil des Strategischen Managements 10
2.1.4.1 Grundzüge des Strategischen Managements 10
2.1.4.2 Integration des Wissensmanagements in das Strategische Management 12
2.2 Charakterisierung von Vertriebsnetzwerken des Maschinenbaus 13
2.2.1 Begriff und Bedeutung des Vertriebs 14
2.2.2 Philosophie des schlanken Vertriebs: Wandel zu Lean Distribution 15
2.2.3 Netzwerkansätze im Vertrieb 17
2.2.4 Vertriebsorgane des Maschinenbaus 18
2.2.5 Bedeutung von Informationen in Vertriebsnetzwerkstrukturen 19
3. Strategische Optionen: SWOT Konzept 20
3.1 Chancen und Risiken des Maschinenbaus 21
3.1.1 Chancen für den Maschinenbau 21
3.1.2 Risiken für den Maschinenbau 22
3.2 Stärken und Schwächen der Maschinenbaus 23
4. Strategische Konzeption eines Wissensmanagements in Vertriebsnetzwerken des Maschinenbaus 24
4.1 Normative Ebene 25
4.1.1 Unternehmensleitung: Promotor des Wissensmanagement 26
4.1.2 Wissensbewusste Unternehmenskultur: Basis der Netzwerkkohäsion 27
4.1.3 Wissensleitbilder: "Richtschnur" für die Vertriebsarbeit 28
4.2 Konzeptionelle Ebene 29
4.2.1 Wissensziele 30
4.2.2 Identifikation interner und externer Wissenspotenziale 31
4.2.3 Wissenserwerb 33
4.2.4 Wissensentwicklung 33
4.2.5 Wissens(ver)teilung 34
4.2.6 Wissensnutzung 35
4.2.7 Wissensbewahrung 36
4.2.8 Wissensbewertung 36
4.2.9 Wissensmanagement steuern: Die Balanced Scorecard 37
4.3 Organisationale Ebene 38
4.3.1 Institutionalisierung des Vertriebswissens 39
4.3.2 Wissensexplizierung im Rahmen der Vertragsgestaltung 39
4.3.3 Wissensförderung durch monetäre und nicht-monetäre Anreize 40
4.3.4 Wissensschaffende Organisationsstruktur: Hypertextorganisation 41
4.3.5 Wissenstransfer und Wissensschaffung im Rahmen der Projektorganisation 42
4.3.6 Wissenstransfer und Wissensschaffung initiiert durch Wissensorganisatoren 44
4.3.7 Informationstechnische Unterstützung der Vertriebsorgane 46
4.3.8 Wissensbasierte Systeme zur Unterstützung der Vertriebsorgane: Reserven im Bereich Vertriebsinformatik 47
4.4 Instrumentelle Ebene 48
4.4.1 Informationstechnologische Werkzeuge 49
4.4.1.1 Intranet/Extranet 49
4.4.1.2 Document Warehouse, Data Warehouse 50
4.4.1.3 OLAP, Data Mining 51
4.4.1.4 Computer-Aided-Selling 52
4.4.1.5 Expertensysteme 53
4.4.1.6 Groupware 54
4.4.1.7 Workflowmanagementsysteme 55
4.4.2 Humanorientierte Werkzeuge - Wissenskarten 56
4.4.3 Klassische Werkzeuge 58
4.4.4 Zusammenfassung zu den Implementierungstools 59
5. Zusammenfassung und Fazit 60
6. Anhang 61
7. Literaturverzeichnis 78

Automatisiert erstellter Textauszug:

Konsequenzen: Die Formulierung von Wissenszielen wird aus den wettbewerbsorientierten strategischen Zielen abgeleitet. Die Wahl des Wettbewerbsumfeldes und die dort herrschenden Verhältnisse legen die Richtung fest, in welche sich die Wissensbasis der Unternehmung entwickeln muss. Operative Ziele dienen der Umsetzung strategischer Programme auf der Ebene der täglichen Aktivitäten des Unternehmens. Sie übersetzen normative und strategische Vorgaben in praktikable Teilziele.186 4.2.2 Identifikation interner und externer Wissenspotenziale Nach der Auseinandersetzung mit der Wissensproblematik auf normativer, strategischer und operativer Ebene und der Formulierung entsprechender Wissensziele gilt es, in einem zweiten Schritt die Wissensbasis187 der Unternehmung zu identifizieren.188 Denn erst die Identifikation des in der Organisation vorhandenen Wissens ermöglicht die konzeptionelle Gestaltung dieser Ressource. Der rasante Fortschritt der Informationstechnologie hat primär nicht zu einer erweiterten Transparenz vorhandener Wissenspotenziale geführt, sondern zu einer Überflutung des Individuums mit Daten: Fachliteratur, Memos, Berichte, E-Mails, Kommunikationsforen189, Datenbanken, Konferenzen oder das Internet erschweren die Selektion relevanter Information.190 Dies führt zu Ineffizienz und Verschwendung von Mitteln. Daher erweist sich die Identifikation des wertschöpfungsrelevanten Wissens in allen Unternehmensbereichen als entscheidender Baustein, da offensichtlich in [...]

sis im Sinne der formulierten Ziele zu gestalten und gleichermaßen eine Grundlage für die Auswahl entsprechender Implementierungstools.178 Die so angeordneten Bausteine strukturieren den unternehmerischen Wissensprozess in logische Phasen und bieten einzelne Interventionsansätze sowie Ansatzpunkte für die Suche nach Ursachen möglicher „Wissensprobleme“.179 4.2.1 Wissensziele Die Formulierung von Wissenszielen auf normativer, strategischer und operativer Ebene180 stellt den Ausgangspunkt von WM dar und sichert die Kohärenz des ganzheitlichen Ansatzes. Sie sind die wissensbezogene Definition der Unternehmensziele und werden in diesem Kontext als „allgemeine Vorgaben für die Umsetzung des Wissensmanagements“181 verstanden. Sie legen die langfristige Orientierung des WM in der Unternehmenspolitik fest, geben an, welche Fähigkeiten gezielt aufgebaut werden sollen182 und sorgen dafür, dass WM überprüfbar gemacht werden kann. Normative Ziele setzen die Rahmenbedingungen für eine „wissensbewusste“ Unternehmenskultur, schaffen die Grundlage für die generelle Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Wissensaspekten und wecken ein Verständnis für die Ressource „Wissen“ in der Unternehmung.183 Strategische Ziele werden für langfristige Programme festgelegt und legen das zukünftige Kompetenzportfolio des Unternehmens fest.184 Aufbauend auf den wettbewerbsstrategischen Überlegungen PORTER´s185 ergeben sich folgende [...]

Neben den normativen Rahmenbedingungen müssen zahlreiche andere Aspekte innerhalb des Wissensbildungsprozesses der Unternehmung berücksichtigt werden, damit WM zum Erfolg führt. Dieser Forderung in Form einer ganzheitlichen Betrachtungsweise entsprechen die nun folgend näher erläuterten „Bausteine des WM“.173 „Die Bausteine des Wissensmanagement stellen eine Konzeptualisierung von Aktivitäten dar, die unmittelbar wissensbezogen sind“174, zeigen Problemfelder des WM auf und veranschaulichen den Wissensfluss innerhalb der Organisation. Darüber hinaus werden Begriffe zur Verfügung gestellt, mit denen Wissensprobleme in der Organisation funktionsübergreifend thematisiert werden können.175 Als Grundlage für die Anordnung der Bausteine dienen zwei Kreisläufe.176 Die Unterscheidung dieser beiden - wenn auch verzahnten - Einheiten erlaubt die konzeptionelle Trennung von WM und Unternehmensstrategie. Der „äußere Kreislauf“ zeigt, dass die Bausteine des WM in der Unternehmenspraxis immer in Strategien eingebunden sind und diese um die Definition klarer Wissensziele und einer transparenten Wissensbewertung bereichert, um so der Idee einer zielgerichteten Steuerung gerecht zu werden.177 Im „inneren Kreislauf“ ist der eigentliche Wissensprozess abgebildet und bietet mit seinen sechs Bausteinen Ansatzpunkte, die unternehmerische Wissensba- [...]

Arbeit zitieren:
Merten, Jens Januar 2000: Wissensmanagement in Vertriebsnetzwerken, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Strategie, lernende Organisation, Vertrieb, Maschinenbau, Wissensmanagement

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