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Wissensmanagement-Systeme

Architekturen und Konzepte

Wissensmanagement-Systeme
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Henning Reichenbacher
  • Abgabedatum: August 2002
  • Umfang: 107 Seiten
  • Dateigröße: 727,9 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: FOM - Fachhochschule für Oekonomie und Management Essen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6094-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6094-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6094-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Reichenbacher, Henning August 2002: Wissensmanagement-Systeme, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: explizites wissen, informationsparadox, intelektuelles kapital, wissensbeschaffung, technologien

Diplomarbeit von Henning Reichenbacher

Einleitung:

Die Ressource Wissen erlangt immer stärkere Bedeutung im globalen Wettbewerb. Die Fähigkeit, reine Informationen zu echtem Wissen zu veredeln, ist wesentlich für den Erfolg jeder Organisation. Zu dieser Fähigkeit kann Wissensmanagement einen wesentlichen Beitrag leisten. Das Wissensmanagement sollte deshalb ein zentraler Bestandteil strategischer Organisationsführung sein. Insbesondere in Zeiten permanenter Veränderung und zunehmender Vernetzung zwischen Mensch, Maschine und Organisation im E-Business gewinnt Wissensmanagement seine Bedeutung dadurch, daß Wissen gleichzeitig bindendes Element wie auch den Katalysator der Geschäftsprozesse darstellt. Es stärkt dadurch alle Stufen der Wertschöpfung in Organisationen und außerhalb.

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die für Wissensmanagement zentralen Begriffe zu skizzieren, einige für Wissensmanagement relevante Architekturen zu erläutern und wesentliche Konzepte von Wissensmanagement vorzustellen. Aufgrund des vorgegebenen Seitenumfangs dieser Arbeit und ihrer festgelegten Bearbeitungsdauer können einige Aspekte nur kurz angerissen werden.

Gang der Untersuchung:

Nach der Einleitung werden in Kapitel 2 die für Wissensmanagement und den Fortgang der Arbeit wichtigen Begrifflichkeiten erläutert. In Kapitel 3 werden die Prozesse, Funktionen sowie die Technologien von Wissensmanagement beschrieben.

In Kapitel 4 werden Konzepte zur Strukturierung des Wissensmanagements und zur Messung von intellektuellem Kapital vorgestellt. Kapitel 5 skizziert Wissensmanagement exemplarisch bei BMW, der Deutschen Telekom, Hewlett Packard sowie bei Siemens und beschreibt zusammenfassend die Faktoren erfolgreichen Wissensmanagements. Kapitel 6 versucht einen Ausblick zu geben.

Inhaltsverzeichnis:

1. Problemstellung 3
2. Begriffe 4
2.1 Wissen 4
2.1.1 Philosophie 4
2.1.1.1 Erkenntnistheorie 5
2.1.1.2 Fernöstliche Tradition 6
2.1.2 Eigenschaften von Wissen 6
2.1.2.1 Allgemeines 7
2.1.2.2 Ökonomische Aspekte 8
2.1.3 Konkrete Definitionen 9
2.1.4 Explizites Wissen 10
2.1.5 Implizites Wissen 11
2.1.5.1 Tacit Knowledge 12
2.1.5.2 Sonstiges implizites Wissen 12
2.1.6 Intellektuelles Kapital 13
2.1.7 Die hierarchische Sichtweise 14
2.1.7.1 Daten 14
2.1.7.2 Informationen 15
2.1.7.3 Wissen 15
2.1.7.4 Beispiel zur Begriffsabgrenzung 16
2.1.7.5 Das Informationsparadox 16
2.2 Wissensmanagement 16
2.2.1 Definitionen 17
2.2.2 Ziele 19
2.2.3 Umfang 20
2.2.4 Grundsätze 20
2.2.5 Wissensmanagement und Informationsmanagement 22
3. Architekturen 23
3.1 Prozesse 23
3.1.1 Wissenszieldefinition 23
3.1.2 Wissensidentifikation 24
3.1.3 Wissensaufnahme 25
3.1.3.1 Lernen 26
3.1.3.2 Interne Wissensentwicklung 28
3.1.4 Externe Wissensbeschaffung 29
3.1.4.1 Auswahl externer Berater 30
3.1.4.2 Wissen anderer Organisationen 31
3.1.4.3 Stakeholder-Wissen 32
3.1.4.4 Wissen von und in Produkten 32
3.1.5 Wissensspeicherung 33
3.1.6 Wissensverteilung 33
3.1.7 Wissensanwendung 34
3.1.8 Wissensmessung 34
3.2 Funktionen 35
3.2.1 Aufgaben 35
3.2.2 Eigenschaften 35
3.2.3 Anforderungen 36
3.2.4 Klassifikation 37
3.3 Technologien 38
3.3.1 Wissensbasis 39
3.3.1.1 Datenbanksystem 40
3.3.1.2 Data Warehouse 40
3.3.1.3 Internet 41
3.3.1.4 Intranet 44
3.3.1.5 Extranet 44
3.3.1.6 Dokumentenmanagement-Systeme 44
3.3.2 Kommunikationsinfrastrukturen für die Wissensverteilung 45
3.3.2.1 Workflowmanagement-Systeme 45
3.3.2.2 Workgroup Computing/Groupware 46
3.3.3 Wissenserschließung 46
3.3.3.1 Online Analytical Processing 47
3.3.3.2 Data Mining 47
3.3.4 Sonstige Technologien 47
3.3.4.1 Expertensysteme 48
3.3.4.2 Virtuelle Softwareagenten 48
3.3.4.3 Szenario-Technik 49
3.3.4.4 Wissensflußdiagramm (Mapping) 49
3.3.4.5 Story-Telling 50
4. Konzepte 51
4.1 Überblick 51
4.2 Allgemeine Konzepte 52
4.2.1 Probst und Romhardt 52
4.2.2 Back, von Krogh und Seufert 58
4.2.3 Stadelmann 60
4.2.4 Wiig 62
4.2.5 Nonaka und Takeuchi 64
4.2.6 Böhm 66
4.2.7 Becker 66
4.2.8 Borchert 69
4.2.9 Cap Gemini Ernst & Young 69
4.2.10 Zusammenfassung der allgemeinen Konzepte 71
4.3 Konzepte zur Messung von intellektuellem Kapital 72
4.3.1 Balanced Scorecard 72
4.3.2 Intellectual-Capital-Modell und der Navigator von Skandia 76
4.3.3 Monitor für immaterielle Vermögenswerte 78
5. Wissensmanagement in der Praxis 80
5.1 Wissensmanagement bei der BMW AG 80
5.2 Wissensmanagement bei der Deutschen Telekom AG 83
5.3 Wissensmanagement bei der Hewlett Packard GmbH 85
5.4 Wissensmanagement bei der Siemens AG 87
5.5 Empfehlungen für Wissensmanagement in der Praxis 89
6. Ausblick 90
Anhang
Abbildungsverzeichnis A-1
Abkürzungsverzeichnis A-2
Literaturverzeichnis/Internetquellen A-3

Automatisiert erstellter Textauszug:

Einige Organisationen konzentrieren sich auf die Wissensteilung unter Personen („People Focus“). Einige Organisationen betonen die Technologie u.a. zur Erfassung und Manipulation von Daten bzw. das Informationsmanagement („IM & IT Focus“). Andere heben die operative und Gesamteffektivität der Organisation hervor („Enterprise Effective Focus“). Wieder andere betrachten schwerpunktmäßig die Errichtung und Nutzung intellektuellen Kapitals zur Steigerung des ökonomischen Werts der Organisation („Intellectual Asset Focus“). Für die erfolgreiche Einführung von Wissensmanagement in einer Organisation sind die folgenden, nach ihrer Wertigkeit geordneten neun Leitsätze anzuwenden: 1. Schaffe eine Umgebung von Vertrauen und gegenseitigem Respekt. 2. Entwickle eine breite Vision der Wissensmanagement-Praxis. 3. Verfolge einen zielorientierten Wissensmanagement-Schwerpunkt. [...]

schaffung der Organisation definieren und die Strategie eindeutig in der Organisation kommunizieren. Drei Elemente sind zentral für eine solche Strategie: 1. Produkt-Orientierung 2. Kosten-Orientierung 3. Kunden-Orientierung Innerhalb dieser drei generisch-strategischen Ausrichtungen können die meisten Organisationen eine eindeutige Position auf Basis ihrer übergeordneten Organisationziele einnehmen. Es bietet sich an, entweder in verschiedenen Hauptstoßrichtungen bei parallel erfolgenden WissensmanagementInitiativen vorzugehen oder eine Kombination von verschiedenen dieser Strategien zur Wertschaffung als Teil einer alleinigen Initiative durchzuführen. Im letzteren Fall müssen alle Strategien überwacht und koordiniert werden, so daß die Widerspruchsfreiheit der ausgewählten Maßnahmen sichergestellt ist. Im Rahmen z.B. der Produkt-Orientierung besteht eine der Hauptaufgaben eines IT-basierten Wissensmanagement-Systems in der Bereitstellung von Infrastrukturmechanismen, die die Einrichtung und Ausbeutung dieser Kompetenzen aus Sicht kollaborativer Prozesse in und zwischen Gruppen unterstützen. Nur die Kombination aus Tools und prozeßunterstützenden Funktionalitäten bewirkt einen „Leverage Effekt“, der Mitarbeitern die Umstellung bei ihrer Aufgabenbewältigung mit Blick auf die Wertgenerierung erlaubt. [...]

Risiko-Minimierer betreiben in erster Linie Risikomanagement. Sie sind primär daran interessiert, die Ressource Wissen effektiver zu nutzen, um besser mit Unsicherheit umzugehen. Fragestellungen hierbei betreffen das Staatsverhalten, die Reaktion von Wettbewerbern auf die eigenen Strategien, die Gefahr der Überbewertung der eigenen Ressourcen und das Risiko des Veraltens von Wissen. Effizienz-Suchende versuchen durch den Einsatz von Wissen operative Geschäftsprozesse zu optimieren, bspw. die Beschaffungskosten zu reduzieren oder Best Practices im Marketing- und im Human-Ressources-Bereich zu teilen. Sie handeln nach der Maxime „Was wir haben, steht der Organisation zur Verfügung – wir wollen neue Verwendungszwecke für bestehendes Wissen finden.“ Innovatoren agieren schließlich nach der Maxime “Was wir haben, reicht nicht aus, um eine wissensbasierte Organisation zu generieren: Wir müssen die Schaffung von neuem Wissen für erfolgreiche Innovationen fördern!“ Sie wollen die Organisation in die Lage versetzen, permanent neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, um Konsumentenbedürfnisse zu befriedigen und langfristige Kundenbeziehungen zu knüpfen. In Abhängigkeit von der zugrundeliegenden Zielsetzung und den Kernwissensprozessen können schließlich verschiedene Wissensstrategien unterschieden werden. Organisationen verändern sich zunehmend von relativ gut strukturierten Systemen zu ineinander verwobenen Geschäftsnetzwerken (Business Net- [...]

Arbeit zitieren:
Reichenbacher, Henning August 2002: Wissensmanagement-Systeme, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
explizites wissen, informationsparadox, intelektuelles kapital, wissensbeschaffung, technologien

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