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Wissensmanagement in Kleinunternehmen

Prozesse und Methoden am Beispiel zweier Wissensdienstleister

Die Studie wurde mit dem 1. Preis von der Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Internationales Management, ausgezeichnet.
Wissensmanagement in Kleinunternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alfred Schaider
  • Abgabedatum: Juni 2001
  • Umfang: 142 Seiten
  • Dateigröße: 934,9 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Karl-Franzens-Universität Graz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4467-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4467-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4467-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie wurde mit dem 1. Preis von der Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Internationales Management, ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Schaider, Alfred Juni 2001: Wissensmanagement in Kleinunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kleinunternehmen, KMU, Lernende Organisation, Organisationales Lernen, Personalentwicklung

Diplomarbeit von Alfred Schaider

Einleitung:

Die Diskussion des Modethemas Wissensmanagement konzentrierte sich bisher vorwiegend auf die Einführung und Praxis verschiedener Konzepte in Großunternehmen. Kleinunternehmen haben aber mit völlig anderen Vorraussetzungen, anderen Vor- und Nachteilen, Chancen und Risiken umzugehen. Diese Arbeit stellt die Frage:

„Wie sieht die Praxis von Wissensmanagement in Kleinunternehmen aus?“ Gang der Untersuchung:

Die „Reise“ beginnt mit der Darstellung der einschlägigen Literatur, welche auf ihre Anwendbarkeit in der Praxis in Kleinunternehmen überprüft wird.

Darauf folgen die empirischen Ergebnisse von zwei eigenen Fallstudien in zwei Kleinunternehmen, die ihre Kerntätigkeiten in stark wissensbasierten Bereichen erbringen. Diese werden mit den theoretischen Konzepten verglichen. Abschließend wird auch die Vorgangsweise der empirischen Erhebung reflektiert um leicht von Dritten wiederholt werden zu können. Der ausführliche Fragebogen befindet sich im Anhang.

Zusammenfassung:

Ein originell aufbereiteter Wegweiser durch die Gebiete der Lern- und Wissensmanagementtheorie, ein darauf abgestimmter und vielseitig einsetzbarer Fragebogen sowie die Auswertung von zwei Fallbeispielen, die die Umsetzung von Wissensmanagement in Kleinunternehmen verständlich und nachahmbar machen.

Inhaltsverzeichnis:

VORWORT I
EXECUTIVE SUMMARY - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE III
INHALTSVERZEICHNIS IV
1. EIN LANGER WEG . BEGINNT 1
2. DAS GRUNDSÄTZLICHE 5
2.1 WISSEN 5
2.2 WISSENSMANAGEMENT 7
2.3 KLEINUNTERNEHMEN (KU) 10
2.4 WISSENSDIENSTLEISTER 11
3. WAS IST DIE WISSENSBASIS DER ORGANISATION? 12
4. LERNTHEORIEN - WIE VERÄNDERT SICH DIE WISSENSBASIS? 15
4.1 INDIVIDUELLES LERNEN 15
4.1.1 Behaviorismus 15
4.1.2 Kognitive Lerntheorien 17
4.1.3 Zusammenfassendes Beispiel 19
4.2 GRUPPENLERNEN 20
4.3 LERNEN VON ORGANISATIONEN 22
4.3.1 Was ist das „organisationale“ am Lernen von Organisationen? 22
4.3.2 Anpassungslernen 24
4.3.3 Organisationskultureller Ansatz 27
4.3.4 Entwicklung der Wissensbasis 31
4.3.5 Organisationales Lernen als Prozess - eine Zusammenfassung 35
5. VOM ORGANISATIONALEN LERNEN ZUM WISSENSMANAGEMENT 39
6. WISSENSMANAGEMENT - WIE KANN MAN BEWUSST AUF DIE ORGANISATIONALE WISSENSBASIS EINWIRKEN? 41
6.1 DIE DREI KERNPROZESSE DES WISSENSMANAGEMENTS - SIE BEEINFLUSSEN DIE ORGANISATIONALE WISSENSBASIS 42
6.1.1 Neues Wissen (be)schaffen 42
6.1.2 Wissen speichern 43
6.1.3 Wissen anwenden 46
6.2 MIT WELCHER ART VON WISSEN HAT MAN ES BEI DIESEN PROZESSEN ZU TUN? 50
6.2.1 Fünf Spannungsfelder des Wissensbegriffs - ein Überblick 50
6.2.2 Was genau ist Erfahrungs- bzw. Rationalitätswissen? 52
6.2.3 Was genau ist implizites- bzw. explizites Wissen? 54
6.3 WISSENSMANAGEMENT IN KLEINUNTERNEHMEN 56
6.3.1 Was ist speziell an der Situation der Kleinunternehmen? 56
6.3.2 Wann sind Methoden für Kleinunternehmen geeignet? 57
6.4 EINIGE METHODEN - WIE WIRKEN SIE, UND WIE SIND SIE FÜR KLEINUNTERNEHMEN GEEIGNET? 58
6.4.1 Soll/Ist-Vergleich 59
6.4.2 Stakeholdermanagement - neues Wissen gemeinsam schaffen 60
6.4.3 Wissenslandkarte - Überblick und Wissen speichern 63
6.4.4 Wissensbroker - Wissen weitergeben 64
6.4.5 Regelmässige Treffen - Wissen testen und reflektieren 65
6.5 RAHMENBEDINGUNGEN FÜR WISSENSMANAGEMENT 67
6.6 ZUSAMMENFASSUNG UND ÜBERLEITUNG 70
7. FALLSTUDIE - WIE SIEHT WISSENSMANAGEMENT IN DER PRAXIS VON ZWEI WISSENSDIENSTLEISTERN AUS? 73
7.1 WELCHE ZIELE WURDEN MIT DER FALLSTUDIE VERFOLGT? 73
7.2 WELCHE ORGANISATIONEN WURDEN UNTERSUCHT? 73
7.3 WELCHE VORGANGSWEISE WURDE GEWÄHLT? 76
7.4 WAS SIND DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE BEI ORGANISATION A? 79
7.4.1 Rahmenbedingungen für Wissensmanagement in Organisation A 80
7.4.2 Angewandte Methoden des Wissensmanagements 83
7.5 WAS SIND DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE BEI ORGANISATION B? 85
7.6 WAS BRINGT DIE ZUKUNFT? 86
8. EIN LANGER WEG . GELANGT AN EIN ZIEL 88
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS II
QUELLENANGABE III
ANHANG 1 – REFLEXION VIII
ANHANG 2 – FRAGEBOGEN XIII
ANHANG 3 – ERGEBNISSE XXIII
ORGANISATION A - DIE EXAKTEN ERGEBNISSE XXIII
ORGANISATION B - DIE EXAKTEN ERGEBNISSE XXXVI

Automatisiert erstellter Textauszug:

Den Anstoß zu den Wissensmanagementprozessen gibt der Soll/Ist-Vergleich. Er regt z.B. Organisationsmitglieder an, sich neues Wissen zu beschaffen. Dieser Soll/Ist-Vergleich wird im täglichen Handeln meist ein intrapersoneller Prozess sein, der (ständig) im Hinterkopf der Organisationsmitglieder abläuft. Als Initialzündung für Wissensmanagement oder auch in regelmässigen Zeitabständen kann er auch auf organisationaler Ebene, als Soll/Ist-Vergleich der Wissensbasis durchgeführt werden.191 Betrachtet werden dabei das für die Aufgabenerfüllung der einzelnen Funktionen192 aktuell und in Zukunft benötigte Wissen. Idealerweise sollte zuerst nach dem in Zukunft benötigten Wissen (Soll) gefragt werden, und sich die Antwort an der Unternehmensstrategie orientieren.193 Ansonsten besteht, laut Albrecht194, die Gefahr, dass ausgehend vom Ist-Profil einfach in die Zukunft fortgeschrieben wird.195 Aus den Unterschieden zwischen Sollund Ist-Profil der Wissensbasis (der Kernwissensgebiete) können bereits in der Gegenwart Wege abgeleitet werden, wie die Wissensbasis verändert werden soll, um die zukünftige Erreichung der Unternehmensziele zu gewährleisten. Ob etwaige Lücken auch wirklich geschlossen werden, hängt natürlich stark von der Lernund Weiterentwicklungsbereitschaft sowie der Konsequenz der Organisationsmitglieder ab, die (vor allem in KU) die wichtigste Ressource darstellen. Abgesehen von einem einmaligen umfassenden Soll/Ist-Vergleich, kann dieses leicht verständliche Instrument auch mit vertretbarem Aufwand bei Mitarbeitergesprächen bzw. Einund Austrittsgesprächen eingesetzt werden. [...]

individuellem Lernen, Gruppenlernen und organisationalem Lernen beschrieben, läuft auch hier ein Prozess der Wissensschaffung auf allen Ebenen der Organisation. Wollte man nun in einer Organisation Wissensmanagement einführen, und müßte man den Organisationsmitgliedern die Funktionsweise der Kernprozesse erklären, sollte man dann auf alle Dimensionen des Wissensbegriffs eingehen? Ich denke nein. Im Sinne der Sparsamkeit (vor allem in Hinblick auf den Zeitaufwand) als auch im Sinne der Verständlichkeit (gemeinsame Sprache) sollte man vorerst auf ein einziges Erklärungsmodell zurückgreifen. Mit diesem sollte sich, wenn schon nicht alles, dann doch wenigstens das Meiste erklären und bildlich darstellen lassen. Die Definition von implizitem und explizitem Wissen, sowie die vier Prozesse der Wissensumwandlung von Nonaka/Takeuchi sind, meiner Meinung nach, gut dafür geeignet. Ich schliesse mich dabei der Empfehlung eines Praktikers an, der anhand dieses Modells Wissensmanagement einem KU nähergebracht hat: “This model contains a set of related concepts that together provide a powerful means of thinking and working on knowledge management issues as a process in an SME. It echoes the frequent references people make to having a feel for situations, the importance of industry experience, and the difficulty they have in sharing what they know. It draws the attention of an SME owner to the complementary role of induction, training, meetings, projects and other knowledge vehicles in a single knowledge management process. For the facilitator working with an SME the model gives an effective organising framework for interventions. These advantages should be set against the need to remain open to concepts emerging from grounded observation.“182 [...]

1.) Die Sozialisation: Implizites Wissen wird vorwiegend durch Modell-Lernen auf andere Organisationsmitglieder übertragen und ist dann auch bei ihnen als implizites Wissen gespeichert. (z.B. Ausbildner – Lehrling) 2.) Die Externalisierung: Implizites Wissen wird artikuliert, und damit „explizit“ gemacht. Wie gesagt, dies ist oft ein schwieriges Unterfangen, da Ideen mit Sprache allein oft nur unzureichend ausgedrückt werden können. (z.B. Innovationsteam aus Mitgliedern verschiedener Abteilungen mit verschiedenem Background) 3.) Die Kombination: Explizites Wissen wird durch Sortieren, Hinzufügen oder Klassifizieren mit anderem expliziten Wissen verknüpft. (z.B. Frontalunterricht in der Schule oder an der Universität) 4.) Die Internalisierung: Explizites Wissen wird von den Organisationsmitgliedern aufgenommen und mit ihrem eigenen (impliziten) Wissensschatz verknüpft. (z.B. Lernen eines Computerprogramms durch gelegentliche Nutzung der Hilfe-Funktion) [...]

Arbeit zitieren:
Schaider, Alfred Juni 2001: Wissensmanagement in Kleinunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kleinunternehmen, KMU, Lernende Organisation, Organisationales Lernen, Personalentwicklung

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