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Wissensmanagement im Innovationsmanagement

Wissensmanagement im Innovationsmanagement
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ulrich Pöhner
  • Abgabedatum: Januar 2002
  • Umfang: 75 Seiten
  • Dateigröße: 686,2 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5287-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5287-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5287-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pöhner, Ulrich Januar 2002: Wissensmanagement im Innovationsmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Neuproduktentwicklung, Wissensmanagement, Wettbewerbsfähigkeit, Produktinnovation, Innovationsmanagement

Diplomarbeit von Ulrich Pöhner

Einleitung:

Durch die rasante Entwicklung heutiger Informations- und Kommunikationstechnik wird es zunehmend einfacher, Daten und Informationen in großen Mengen zu speichern. Doch nur durch die zweckorientierte Vernetzung dieser Informationen läßt sich verwertbares Wissen generieren. Um dieses Wissen als Wettbewerbsvorteil nutzen zu können, bedarf es eines effektiven Managements von Wissen. Immer wichtiger wird in diesem Kontext die Verschmelzung von Wissensmanagement mit allen übrigen Managementaktivitäten im Rahmen einer ganzheitlichen und unternehmungsübergreifenden Sichtweise.

In der vorliegenden Arbeit werden in Form einer Matrix die Überschneidungsfelder von Wissensmanagement mit dem Management von Innovationen (speziell der Innovationsphase der Neuproduktentwicklung) untersucht. Es wird dabei deutlich, dass beide Managementfelder so eng miteinander verwoben sind, dass eine isolierte Einzelbetrachtung unzweckmäßig erscheint. Die Bausteine des Wissensmanagements müssen exakt auf die Phasen eines Innovationsprozesses abgestimmt und in die Unternehmungsstrategie integriert werden, damit sich ein Höchstmaß an Effektivität im Verlauf einer Produktinnovation erzielen lässt. Jeder einzelne Mitarbeiter muss die Wichtigkeit von Wissensmanagement erkennen und bereit sein, in seinem Bereich Verantwortung für die organisationale Wissensbasis zu übernehmen, sein Wissen zu (ver)teilen und vorhandenes Wissen zu nutzen. Nur so wird es der Unternehmung gelingen, Wettbewerbsvorteile dauerhaft auszunutzen.

Problemstellung:

Technologiesprünge in vielen Branchen, verkürzte Innovationszyklen, Internationalisierung bzw. Globalisierung des Wettbewerbs – in der modernen Wettbewerbsgesellschaft wird es zunehmend wichtiger, dieser Verschärfung des Wettbewerbs mit neuen Wettbewerbskonzepten Rechnung zu tragen. Nur, wer ständig nach Verbesserung der eigenen Fähigkeiten und damit seiner Wettbewerbsfähigkeit strebt, wird aufgrund von Kosteneinsparungen, Zeitvorteilen oder einem Vorsprung an Wissen Erfolge für sich verbuchen und sich am Markt gegenüber der Konkurrenz behaupten können. Unternehmungen2 aus den unterschiedlichsten Branchen erkennen diese Zusammenhänge in zunehmendem Maße und suchen nach Lösungsansätzen.

In der betriebswirtschaftlichen Literatur zeugen schon seit längerem Schlagworte wie z. B. Lean Management oder Total-Quality-Management von diesen Bemühungen. Den Führungskräften der Unternehmungen ist inzwischen deutlich geworden, daß nicht die Verbesserung einzelner Bereiche der Unternehmung, sondern nur die Kombination und Koordination von Maßnahmen im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtungsweise zum Ziel einer höheren Wettbewerbsfähigkeit führt.

Vor diesem Hintergrund stehen auch das Management von Wissen und das Management von Innovationen. Beide waren in den vergangenen Jahren Gegenstand eingehender Forschungstätigkeit und sind es auch heute noch. Beide dienen zweifellos der steten Verbesserung betrieblicher Abläufe, um mittels dieser Investition in die Zukunftsfähigkeit einer Unternehmung die Marktmacht und den Gewinn ausbauen zu können. Da Wissensmanagement und Innovationsmanagement bisher meist isoliert voneinander betrachtet wurden und werden, sollen daher im Rahmen eines übergreifenden Managements diese beiden Managementaktivitäten miteinander verknüpft werden. Die vorliegende Arbeit untersucht Berührungspunkte und Überschneidungsfelder und beleuchtet die enge Verflechtung sowie den Zusammenhang dieser Managementansätze.

Gang der Untersuchung:

Nach der Einführung werden im Kapitel 2 zentrale Begriffe definiert und grundlegende Überlegungen vorgestellt. Das aus zwei unterschiedlichen Managementbegriffen bestehende Thema der vorliegenden Arbeit sowie die Komplexität dieser beiden Managementbegriffe machen es erforderlich, bereits in diesem Kapitel mit einer zunächst zweigeteilten Betrachtung zu beginnen.

Um einen Überblick zu geben, in welchen Phasen ein Innovationsprozess bzw. der Prozess des Wissensmanagements abläuft, ist es auch in den Kapiteln 3 und 4 noch sinnvoll, beide Inhalte getrennt voneinander darzustellen. Nach Abschluss dieser Einzelbetrachtungen werden im Kapitel 5 die Bausteine des Wissensmanagements mit der ausgewählten Innovationsphase der Neuproduktentwicklung verknüpft. Die Schlussbetrachtung fasst wesentliche Erkenntnisse zusammen und gibt Anregungen für künftige Forschungsarbeiten.

Inhaltsverzeichnis:

Abstract III
Inhaltsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis VII
1. Einführung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit 2
2. Grundlagen 3
2.1 Wissen und Wissensmanagement 3
2.2 Innovation und Innovationsmanagement 6
3. Phasen des Innovationsprozesses 11
3.1 Vorüberlegungen 11
3.2 Phase der Ideengenerierung 13
3.3 Phase der Ideenauswahl 14
3.4 Phase der Neuproduktentwicklung 18
3.5 Phase der Produktion 21
3.6 Phase der Markteinführung 22
4. Prozess des Wissensmanagements 23
4.1 Vorüberlegungen 23
4.2 Wissensziele 25
4.3 Wissenstransparenz 26
4.4 Wissenserwerb 28
4.5 Wissensentwicklung 29
4.6 Wissens(ver)teilung 30
4.7 Wissensnutzung 32
4.8 Wissensbewahrung 34
4.9 Wissensbewertung 35
5. Bausteine des Wissensmanagements in Innovationsphasen 38
5.1 Vorüberlegungen 38
5.1.1 Zusammenhang von Wissensmanagement und Innovationsphasen 38
5.1.2 Eingrenzung der zu untersuchenden Matrix-Felder 41
5.2 Wissensziele in der Neuproduktentwicklung 42
5.3 Wissenstransparenz in der Neuproduktentwicklung 43
5.4 Wissenserwerb in der Neuproduktentwicklung 44
5.5 Wissensentwicklung in der Neuproduktentwicklung 46
5.6 Wissens(ver)teilung in der Neuproduktentwicklung 49
5.7 Wissensnutzung in der Neuproduktentwicklung 50
5.8 Wissensbewahrung in der Neuproduktentwicklung 53
5.9 Wissensbewertung in der Neuproduktentwicklung 55
6. Schlussbetrachtung 57
6.1 Zusammenfassung 57
6.2 Ausblick 57
Literaturverzeichnis 59

Automatisiert erstellter Textauszug:

für die bedarfsgerechte Verfügbarmachung der relevanten Wissensinhalte234 bzw. für den zeitgleichen Zugriff auf Erfahrungen235 und sonstige organisationale Wissensbestände236. LULLIES / BOLLINGER / WELTZ sprechen in diesem Kontext von Wissenslogistik. Wissenslogistik in der Unternehmung muß gewährleisten, „... daß das in der Organisation vorhandene Wissen zieladäquat eingebracht wird und das jeweils relevante Wissen zum richtigen Zeitpunkt beim richtigen Adressaten zur Verfügung steht.“237 Hierzu müssen nicht nur die organisatorischen Strukturen für die Wissensweitergabe von Menschen an Menschen geschaffen werden, sondern es kommt vor allem auch auf den Einsatz geeigneter Informations- und Kommunikationstechnologie an, um durch den Zugriff auf Wissensspeicher eine effektive Wissens(ver)teilung zu ermöglichen.238 Sinnvolle und inzwischen auch verbreitete technologische Systeme zur Wissens(ver)teilung sind z. B. ein Firmenintranet oder Groupwaresyteme239.240 Neben der Benutzerfreundlichkeit der eingesetzten Systeme ist in erster Linie die bedarfsgerechte Wissensversorgung der Nutzer für die Akzeptanz und damit die Nutzung wichtig.241 Doch neben der technischen Infrastruktur zur Wissens(ver)teilung muß auch die Bereitschaft der Mitarbeiter vorhanden sein, Wissen teilen zu wollen. Durch sinnvolle Gestaltung entsprechender Anreizsysteme lassen sich die Mitarbeiter entsprechend motivieren. „Die Motivationsforschung242 unterscheidet idealtypisch zwischen extrinsischer Motivation, die im Wesentlichen243 durch materielle Anreize zu steuern ist, und intrinsischer Motivation, für die Selbstverwirklichung und Anerkennung mehr bedeutet.“244 [...]

beiter in den Wissensmanagementprozeß oder insgesamt eine fehlertolerante Unternehmungskultur.225 Die Entwicklung von Wissen läßt sich mit dem Wort Lernprozeß am besten beschreiben. PERITSCH unterscheidet zwei unterschiedliche Arten des Lernens:226 Das individuelle Lernen versteht er als Lernen von Individuen in einer Organisation. Dieses implizite Wissen steht zunächst nur dem Einzelnen zur Verfügung. Die Möglichkeit der Bereitstellung dieser Form des Wissens ist daher mit der hohen Bereitschaft des Individuums verbunden, es teilen zu wollen.227 Das kollektive Lernen drückt das Lernen einer Gruppe aus. Hierbei kann durch Kombination individuellen Lernens sogar Wissen entstehen, das mehr als die Summe der individuellen Lernvorgänge beinhaltet.228 Soll das durch individuelles oder kollektives Lernen entwickelte Wissen der Unternehmung zur Verfügung stehen – soll also die Wissensbasis verändert werden – spricht man vom organisationalen Lernen229. [...]

Wissensentwicklung ist das unternehmungsinterne Gegenstück zum Wissenserwerb und eng mit diesem verknüpft. Die Frage nach dem Verhältnis der beiden Bausteine zueinander stellt sich als Make-or-Buy-Entscheidung215 dar: Eigenproduktion oder Fremdbezug von Wissen. „Wissensentwicklung umfaßt alle Managementanstrengungen, mit denen die Organisation sich bewußt um die Produktion bisher intern noch nicht bestehender oder gar um die Kreierung intern und extern noch nicht existierender Fähigkeiten bemüht.“216 Das Ziel dieser Managementanstrengungen ist „...die Produktion neuer Fähigkeiten, neuer Produkte, besserer Ideen und leistungsfähigerer Prozesse.“217 Da das Management einer Unternehmung abteilungsübergreifenden Einfluß hat, entsteht neues Wissen nicht nur in den unternehmungsinternen Institutionen für Forschung und Entwicklung bzw. Marktforschung, sondern kann auch in allen anderen Unternehmungsbereichen entstehen.218 Um die Wissensentwicklung außerhalb der genannten klassischen Unternehmungsbereiche nicht nur voranzutreiben, sondern in der Unternehmung zu etablieren und zu systematisieren, gibt es verschiedene Ansätze wie z. B. Personalentwicklung, Qualitätszirkel oder betriebliches Vorschlagwesen.219 Auf der Basis des bereits vorhandenen Wissens entsteht durch geplante Unternehmungsprozesse220 ständig neues, internes Wissen.221 Andererseits ist auch die ungeplante Produktion von Wissen möglich, wenn Wissen aus der Situation heraus als Nebenprodukt sonstiger Unternehmungsprozesse entsteht.222 Wissensentwicklung ist ein komplexer Vorgang, der nicht nach einem vorgefertigten Schema abläuft. Direkte Wissensproduktion durch autoritäre Führung ist deshalb nicht möglich.223 Die Unternehmung schafft lediglich die Rahmenbedingungen, die die Entwicklung von Wissen fördern oder begünstigen.224 Diese sind z. B. die Schaffung von Freiräumen, die Entlastung vom Alltagsgeschäft, die frühzeitige Einbindung der Mitar215 [...]

Arbeit zitieren:
Pöhner, Ulrich Januar 2002: Wissensmanagement im Innovationsmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Neuproduktentwicklung, Wissensmanagement, Wettbewerbsfähigkeit, Produktinnovation, Innovationsmanagement

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