Wissensmanagement in Beratungsunternehmungen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Stefan Hoch
- Abgabedatum: Januar 2003
- Umfang: 59 Seiten
- Dateigröße: 314,3 KB
- Note: 2,7
- Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6806-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6806-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6806-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hoch, Stefan Januar 2003: Wissensmanagement in Beratungsunternehmungen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Knowledge Management, Berater, Wissen, Organisation, Informationstechnologie
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Diplomarbeit von Stefan Hoch
Einleitung:
Der ökonomische Erfolg von sogenannten wissensintensiven Unternehmungen, wie z.B. Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Beratungsunternehmungen, zeichnet sich in hohem Maße durch die Fähigkeit aus, Wissen marktorientiert aufzubauen, abzusichern und effizient zu nutzen. Vor dem Hintergrund der dadurch steigenden Bedeutung der Ressource Wissen, werden in dieser Arbeit Potenziale und Grenzen sowie Aspekte der Implementierung eines Wissensmanagementsystems für Beratungsunternehmungen vorgestellt. Aus einer anwendungsorientierten Perspektive wird das Thema Wissensmanagement in Beratungsunternehmungen dahingehend untersucht, ob Wissensmanagement nur ein weiteres Managementkonzept moderner Entwicklungstendenzen unternehmerischer Gestaltungsphilosophien ist oder ob Wissensmanagement tatsächlich einen sinnvollen Beitrag für die in einer Beratungsunternehmung anfallenden Aufgaben leisten und praktische Relevanz beweisen kann.
Gang der Untersuchung:
Der Beitrag folgt in seiner Zielsetzung einer klaren Zweiteilung: Zunächst wird das wesentlich vorgelagerte Entscheidungsproblem betrachtet, ob die Einführung von Wissensmanagement in Beratungsunternehmungen überhaupt einen positiven Nutzen stiftet. Falls eine Beratungsunternehmung zu der Einsicht gekommen ist, dass es für sie vorteilhaft ist, ein Wissensmanagementsystem tatsächlich einzuführen, stellt sich die Frage, was sie tun muss, um Wissensmanagement erfolgreich zu implementieren. Somit werden in einem zweiten Schritt konkrete Aspekte aufgeführt, welche für die Implementierung von Wissensmanagement in Beratungsunternehmungen zu beachten sind. Hierbei werden insbesondere Voraussatzungen der technischen und organisatorischen Infrastruktur sowie Motivationsaspekte zur Wissensteilung betrachtet.
Die gesamte Arbeit wurde von der Beratungsunternehmung Frielingsdorf Consult GmbH aus Köln begleitet und dient dort der praktischen Einführung von Wissensmanagement.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Potenziale und Grenzen eines Wissensmanagementsystems für Beratungsunternehmungen | 5 |
| 2.1 | Berater und die Bedeutung von Wissen | 5 |
| 2.1.1 | Statische Organisationsstruktur einer Beratungsunternehmung ohne ein Wissensmanagementsystem | 7 |
| 2.1.2 | Organisationsstruktur einer Beratungsunternehmung erweitert um eine Lern- und Wissensperspektive | 12 |
| 2.2 | Entscheidungskriterien für die Einführung eines Wissensmanagementsystems | 17 |
| 2.3 | Infrastrukturelle Begrenzungen von Wissensmanagement | 20 |
| 2.3.1 | Informationstechnologische Infrastruktur | 22 |
| 2.3.2 | Organisatorische Infrastruktur | 23 |
| 3. | Ein Leitfaden für die Implementierung eines Wissensmanagementsystems bei Beratungsunternehmungen | 24 |
| 3.1 | Wissensmanagement und die Unternehmungskultur | 25 |
| 3.2 | Transformation und Transfer von Wissen | 29 |
| 3.2.1 | Information und Wissen | 29 |
| 3.2.2 | Transformation von Wissen | 31 |
| 3.2.3 | Transfer von Wissen | 32 |
| 3.3 | Schnittstellen und der Transfer von Wissen | 35 |
| 3.4 | Wissensmanagement und das Unternehmungsziel | 37 |
| 3.4.1 | Strategische Ebene | 38 |
| 3.4.2 | Operative Ebene | 40 |
| 3.5 | Organisatorische Regelungen zur Förderung von Wissensmanagement | 41 |
| 3.6 | Informationstechnologische Regelungen zur Förderung von Wissensmanagement | 45 |
| 3.7 | Reaktionsverhalten der Unternehmung auf Änderungen | 48 |
| 4. | Zusammenfassung | 49 |
| Literaturverzeichnis | 55 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 59 | |
| Lebenslauf | 60 |
2.3.1 Informationstechnologische Infrastruktur „Das Management von Wissen ohne Informationstechnologie betreiben zu wollen ähnelt dem Wunsch, den Verkehr Deutschlands mit Ochsenkarren auf Feldwegen abzuwickeln. Andersherum gilt aber auch: Wer denkt, Wissensmanagement erschöpfe sich in Informationstechnologie, der hat zwar ein Verkehrsnetz, doch wird eventuell kein Mensch darauf fahren wollen. Verkehr ist selten Selbstzweck, sondern meist Ausdruck eines Bedarfs, Menschen und Güter von A nach B zu bringen. Dieser Bedarf entsteht zunächst einmal unabhängig vom Verkehrsnetz. Genauso beim Wissensmanagement: Das Interesse, Wissen in einem Unternehmen anderen Menschen zur Verfügung zu stellen und das Wissen anderer zu erfragen, ist erst einmal unabhängig von den Werkzeugen, die zu diesem Zweck zur Verfügung stehen“83. Dadurch wird deutlich, dass Informationstechnologie ein Bestandteil der Infrastruktur des Wissensmanagements ist, wobei Informationstechnologie dem Wissensmanagement als Mittel zum Zweck dient, um insbesondere einen effizienteren und effektiveren Umgang mit der Ressource Wissen zu erzielen84. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologie soll dabei für das Wissensmanagement, neben der Informationsverarbeitungsfunktion, das richtige Wissen am richtigen Ort und möglichst zur richtigen Zeit zur Verfügung stellen können. Durch den enormen innovativen Leistungssprung eröffnen sich für wissensorientierte Unternehmungen zahlreiche Möglichkeiten, um den Umgang mit Wissen auf effiziente und effektive Weise zu managen. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologie ist neben der ständigen Preis-Leistungs-Verbesserung und Funktionszunahme auch durch die Vernetzung von Informations- und Kommunikationstechnologie an räumlich getrennten Stellen gekennzeichnet85. Die letztgenannte Eigenschaft ist insbe82 83 [...]
Aus welchem Grund das Wissensmanagementsystem durch die beiden Dimensionen der organisatorischen und informationstechnologischen Infrastruktur bestimmt wird, wird deutlich, wenn der Einfluss der Informationstechnologie auf die organisatorische Gestaltung und dessen Bedeutung für den Umgang mit Wissen dargelegt wird. Aufgrund der begrenzten individuellen Informationsgewinnungs- und Informationsverarbeitungskapazität und einer damit einhergehenden begrenzten Problemlösungskapazität, ergibt sich die Notwendigkeit zur Gestaltung arbeitsteiliger Systeme in Form von Organisationsstrukturen. Das Ergebnis organisatorischer Gestaltung ist eine Infrastruktur, welche als Orientierungs- und Handlungsrahmen für Handlungen und Prozesse dient80. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologie hingegen erhöht tendenziell die Problemlösungskapazität einzelner Mitarbeiter81. Die Erkenntnis, dass organisatorischer Gestaltung die begrenzte individuelle Problemlösungskapazität zugrunde liegt und andererseits der Einsatz von Informationstechnologie diese Problemlösungskapazität [...]
auch die organisatorische Infrastruktur78. Generell hat das Wissensmanagementsystem eine zweiseitige Bedeutung für das Wissensmanagement. Erstens bildet die Infrastruktur die notwendigen Voraussetzungen zur Entfaltung des Wissensmanagements79. Dies bedeutet, dass es ohne eine entsprechende Infrastruktur überhaupt nicht möglich ist, Wissensmanagement in einer Unternehmung einzuführen. Zweitens legt die Infrastruktur gleichzeitig die Grenzen der Entfaltungsmöglichkeiten von Wissensmanagement fest. Somit stellt die Infrastruktur für Wissensmanagement einen Rahmen dar, der bestimmt, was Wissensmanagement für die jeweilige Unternehmung leisten und was es nicht leisten kann. Eine Beratungsunternehmung, die sich für die Einführung von Wissensmanagement entschieden hat, muss somit vor der Einführung konkrete Maßnahmen zur Gestaltung der Infrastruktur des Wissensmanagements festlegen, um die gewünschten Potenziale von Wissensmanagement nutzen zu können. Falls diese Maßnahmen unterlassen bzw. nicht auf das gewünschte Ergebnispotenzial von Wissensmanagement abgeleitet werden, kann eine Infrastruktur entstehen, welche Wissensmanagement innerhalb enger Grenzen einzementiert und somit nur geringer Nutzen durch Wissensmanagement erzielt werden kann. Diese Maßnahmen werden eingehend in Kapitel 3 behandelt. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832468064
Arbeit zitieren:
Hoch, Stefan Januar 2003: Wissensmanagement in Beratungsunternehmungen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Knowledge Management, Berater, Wissen, Organisation, Informationstechnologie



