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Wissensmanagement in Klein- und Mittelbetrieben

Wissensmanagement in Klein- und Mittelbetrieben
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Patrick Schlögl
  • Abgabedatum: März 2003
  • Umfang: 89 Seiten
  • Dateigröße: 564,1 KB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7240-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7240-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7240-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schlögl, Patrick März 2003: Wissensmanagement in Klein- und Mittelbetrieben, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kleinbetriebe, Mittelbetriebe, Knowledgemanagement, Wissen, Lernen

Diplomarbeit von Patrick Schlögl

Einleitung:

Wissensmanagement gehört derzeit zu den am meisten diskutierten Managementkonzepten. Einer der wichtigsten Ansatzpunkte zur Schaffung eines dauerhaften Wettbewerbsvorteils ist Wissen. Wissen wird als der dominierende Produktionsfaktor des heutigen Wirtschaftslebens betrachtet, als einzig verbleibender Wettbewerbsvorteil der entwickelten Länder im globalen Wettbewerb identifiziert. Vielfach wird vom Übergang von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft gesprochen, in der traditionelles Management und traditionelle Organisationsformen nicht mehr wettbewerbsfähig sein werden.

Die konsequente Pflege der spezifischen Erfahrungen entwickelt sich für Unternehmen zu einer vordringlichen Managementaufgabe. Im Kontext einer wissensintensiven Wertschöpfung ist es zunehmend wichtig, Informationen und Wissen als strategische Ressourcen im Prozess, im Produkt und als Produkt zu nutzen. Wissen wird zum Motor und zur entscheidenden Größe im Wertschöpfungsprozess.

Dies findet vor dem Hintergrund einer turbulenten Wissensumwelt mit explosionsartiger Vermehrung des Wissens, daraus resultierender Spezialisierung sowie zunehmender Globalisierung der Wirtschaft statt. Auf der einen Seite ergeben sich dadurch Chancen und neue Märkte. Auf der anderen Seite bestehen Gefahren durch schnelle Veralterung von eigenem Know-how und neue Konkurrenten, so dass die Notwendigkeit eines gezielten Wissensmanagements entsteht.

Gang der Untersuchung:

Ziel der vorliegenden Arbeit soll sein, den Begriff bzw. die Theorie des Wissensmanagements näher zu erläutern und in Anbetracht der besonderen Anforderungen und Möglichkeiten von klein- und mittelständischen Unternehmen zu untersuchen.

Wegen der besonderen Charakteristik und aufgrund der Personal- und Produktstruktur von klein- und mittelständischen Unternehmen, sind diese Unternehmen in besonderem Maß vom Thema Wissensmanagement betroffen. Mitarbeiter übernehmen häufig vielfältige, funktionsübergreifende Aufgaben, für deren Bearbeitung ein umfangreiches und projektübergreifendes Wissen erforderlich ist. Tätigkeiten in diesen Unternehmen zeichnen sich zudem durch hohe Komplexität und damit hohen Wissensbedarf aus. So sollen die Möglichkeiten von Wissensmanagement und Barrieren bei der Einführung von Wissensmanagement untersucht werden.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 4
1.1 PROBLEMSTELLUNG 4
1.2 ZIELSETZUNG 5
1.3 AUFBAU DER ARBEIT 6
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES WISSENSMANAGEMENTS 7
2.1 DER BEGRIFF WISSEN 7
2.1.1 Abgrenzung von Wissen 7
2.1.2 Arten von Wissen 9
2.1.3 Bedeutung von Wissen 11
2.2 LERNEN 12
2.2.1 Zusammenhang zwischen Wissen und Lernen 12
2.2.2 Lernebenen 13
2.2.2.1 Individuelles Lernen 13
2.2.2.2 Kollektives Lernen 14
2.2.2.3 Organisationales Lernen 14
2.2.3 Organisatorisches Lernen in drei Schleifen 15
2.2.3.1 Single Loop Learning 16
2.2.3.2 Double Loop Learning 16
2.2.3.3 Deutero Learning 17
2.3 WISSENSMANAGEMENT 17
2.3.1 Definition von Wissensmanagement 17
2.3.2 Konzepte des Wissensmanagements 18
2.3.2.1 Humanorientierte Konzepte 19
2.3.2.2 Technikorientierte Konzepte 19
2.3.2.3 Ganzheitliche Konzepte 20
2.3.3 Aufgaben und Ziele eines Wissensmanagements 21
2.3.4 Chancen im Hinblick auf Wissensmanagement 23
2.3.5 Prozesse des Wissensmanagements 24
2.3.5.1 Wissensidentifikation 24
2.3.5.2 Wissenserwerb 25
2.3.5.3 Wissensentwicklung 25
2.3.5.4 Wissensverteilung 26
2.3.5.5 Wissensnutzung 26
2.3.5.6 Wissensbewahrung 27
2.4 INSTRUMENTE EINES WISSENSMANAGEMENTS 27
2.4.1 Klassifikation der Instrumente 28
2.4.1.1 Wissensgenerierung 28
2.4.1.2 Wissensspeicherung 35
2.4.1.3 Wissenstransfer 39
2.4.1.4 Wissensanwendung 41
2.4.2 WISSENSCONTROLLING 43
3. KLEIN- UND MITTELSTÄNDISCHE UNTERNEHMEN 45
3.1 DEFINITION VON KLEIN- UND MITTELUNTERNEHMEN 45
3.1.1 Quantitative Abgrenzungskriterien 45
3.1.2 Qualitative Abgrenzungskriterien 46
3.2 BEDEUTUNG DER KLEIN- UND MITTELBETRIEBE IN DER EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFT 50
3.3 BESTEHENDE AUSEINANDERSETZUNG MIT WISSENSMANAGEMENT 51
3.4 WISSENSMANAGEMENTEFFEKTE IN KLEIN- UND MITTELUNTERNEHMEN 54
3.5 INSTRUMENTE DES WISSENSMANAGEMENTS IN KLEIN- UND MITTELUNTERNEHMEN 55
3.6 BARRIEREN UND ERFOLGSFAKTOREN IN DER UMSETZUNGSKOMPLEXITÄT 56
3.6.1 Erfolgsfaktoren im Hinblick auf Wissensmangement 57
3.6.2 Barrieren im Hinblick auf Wissensmanagement 58
4. ABLEITUNG VON BEURTEILUNGSKRITERIEN UND GESTALTUNGSKRITERIEN FÜR WISSENSMANAGEMENT IN KLEIN- UND MITTELUNTERNEHMEN 60
4.1 UNTERNEHMENSEBENE 60
4.1.1 Wissensfreundliche Unternehmenskultur 60
4.1.2 Festlegung von Wissenszielen 61
4.1.3 Festlegung von Wissensstrategien 63
4.1.4 Besonderheiten in Klein- und Mittelunternehmen 64
4.2 ORGANISATIONSEBENE 65
4.2.1 Anreize und Freiräume 65
4.2.2 Organisationsstruktur 66
4.2.3 Besonderheiten in Klein- und Mittelunternehmen 68
4.3 PERSONENEBENE 69
4.3.1 Identifikation der Wissensträger 69
4.3.2 Kommunikation 70
4.3.3 Führung 71
4.3.4 Besonderheiten in Klein- und Mittelunternehmen 72
4.4 TECHNIKEBENE 73
4.4.1 Besonderheiten in Klein- und Mittelunternehmen 74
5. RESÜMEE UND AUSBLICK 76
6. LITERATURVERZEICHNIS 79

Automatisiert erstellter Textauszug:

Kommunikation Kommunikation stellt die einfachste und unmittelbarste Form dar, in der neues, organisationales Wissen zur Anwendung kommen kann. „Unter Kommunikation versteht man dabei das gegenseitige Auslösen von koordinierten Verhaltensweisen unter den Organisationsmitgliedern.“109 Dabei lassen sich Kommunikationsprozesse in die zwei Arten Reflexivität und Reflexion unterteilen. Bei der Reflexivität kommuniziert die Organisation über ihre eigenen Prozesse. Reflexivität entsteht in Organisationen insbesondere dann, wenn innerhalb des Kommunikationsprozesses Schwierigkeiten bei der Verständigung auftreten. Hingegen kommuniziert die Organisation bei der Reflexion über deren Beziehungen zum Umfeld. Besonders, wenn das Organisationsumfeld einer hohen Veränderungsdynamik unterworfen ist, ergibt sich die Notwendigkeit, die Prozesse zwischen Organisation und Umfeld zu überprüfen, wodurch die Organisation gezwungen ist, ihre Identität zu überdenken. Nach außen hin bemerkbar ist der Reflexionsprozess in Stellungnahmen gegenüber Kunden, Lieferanten, Kapitalgebern und der Konkurrenz.110 Handlungen und Entscheidungen Im Gegensatz zum engen soziologischen Handlungsbegriff, der unter einer Handlung nur das nach außen hin beobachtbare Verhalten einer Person versteht, wird in der Systemtheorie der Handlungsbegriff weiter gefasst. So kann nach systemtheoretischen Überlegungen als Handlung alles bezeichnet werden, „was in irgendeinem operationellen Bereich getan wird, was in irgendeinem Diskurs hervor gebracht wird, so abstrakt es auch scheinen mag.“111 Die Entscheidung stellt nach systemtheoretischer Sicht einen Spezialfall der Handlung dar. So können Entscheidungen als Handlungen mit selbstreferentieller Komponente aufgefasst werden. Dabei beobachtet ein System selbst seine System-Umfeld Beziehung und trifft für sich selbst als System Entscheidungen, was zu tun ist.112 [...]

ein Organisationsmitglied bearbeitet und je öfter es bei der Erledigung seiner Aufgaben in Interaktion mit anderen Organisationsmitgliedern tritt, um so ungehinderter kann Wissen transferiert werden. Durch den Abbau von Funktionsgrenzen und der Etablierung von unternehmerisch selbständigen Einheiten soll das Ausbreiten von neuem Wissen in der Organisation vereinfacht werden.107 2.4.1.4. Wissensanwendung Die bisher genannten Bausteine erzeugen alleine noch keinen Nutzen für die Organisation. Ist dem Wissensmanagement der Wissenstransfer innerhalb der Organisation gelungen, so gilt es, innerhalb des letzten Schrittes dieses Wissen zur Anwendung zu bringen. Wissensanwendung beschreibt dabei einen Transferprozess, bei dem organisational gelerntes Wissen in Aktionen umgesetzt wird. Diese Umsetzung kann sich in drei verschiedenen Aktionsformen Kommunikation, Handlung und Entscheidung manifestieren.108 [...]

Direkter Transfer Ziel des direkten Wissenstransfers ist die gesteuerte Übertragung von Wissensbeständen auf die Organisationsmitglieder. Weiterbildung ist die klassische Methode, Wissen in die Organisation zu transferieren. Unter dem Begriff der beruflichen Weiterbildung werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die zum Ziel haben, Wissen und Fähigkeiten festzustellen, zu erhalten, zu erweitern und zu aktualisieren, um eine berufliche Weiterentwicklung zu ermöglichen. Als weitere Ziele können noch Nachwuchssicherung, Motivation, Innovation, Flexibilität und Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen genannt werden.104 Qualitätszirkel stellen eine weitere Möglichkeit der direkten Wissensübertragung dar. Dabei kommen Mitarbeiter mit gemeinsamer Erfahrungsgrundlage auf freiwilliger Basis zusammen, um Lösungsvorschläge zu bestimmten Themen zu erarbeiten und zu präsentieren. Qualitätszirkel haben somit neben der Funktion der Wissensgenerierung auch eine Transferfunktion auf Grund von Kommunikationsbeziehungen zu anderen Teilen der Organisation.105 Indirekter Transfer Ziel des indirekten Wissenstransfers ist nicht explizit die Übertragung von Wissensbeständen auf die Organisationsangehörigen, sondern der Transfer erfolgt ungeplant. Somit ist indirekter Wissenstransfer Nebeneffekt von bestimmten Maßnahmen, so zum Beispiel bei den Verfahren der Arbeitsstrukturierung wie Job Rotation oder Job Enlargement. Job Rotation beinhaltet den planmäßigen und systematischen Wechsel von Arbeitsplatz und Arbeitsaufgaben. Dadurch kommt es zu einer Erweiterung der Wissensbasis des Einzelnen, und es entsteht Redundanz, die das gemeinsame Lernen fördert und zur organisationalen Wissensbasis beiträgt.106 Job Enlargement hat die Ausweitung des individuellen Tätigkeitsbereiches zum Inhalt. Ziel ist eine übertriebene Arbeitsteilung und Spezialisierung rückgängig zu machen, um dadurch Barrieren einer Wissensausbreitung zu beseitigen. Je mehr verschiedenartige Arbeitsaufgaben [...]

Arbeit zitieren:
Schlögl, Patrick März 2003: Wissensmanagement in Klein- und Mittelbetrieben, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kleinbetriebe, Mittelbetriebe, Knowledgemanagement, Wissen, Lernen

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