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Wissensbilanz - Ein innovatives Konzept des Wissensmanagements zur Evaluation und Visualisierung immaterieller Vermögenswerte

Wissensbilanz - Ein innovatives Konzept des Wissensmanagements zur Evaluation und Visualisierung immaterieller Vermögenswerte
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Roman Litzlbauer
  • Abgabedatum: November 2003
  • Umfang: 145 Seiten
  • Dateigröße: 3,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8085-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8085-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8085-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Litzlbauer, Roman November 2003: Wissensbilanz - Ein innovatives Konzept des Wissensmanagements zur Evaluation und Visualisierung immaterieller Vermögenswerte, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Intellectual Capital Statement, Intangibles, Intellectual Capital, Wissensbilanzanalyse, Value Reporting

Magisterarbeit von Roman Litzlbauer

Zusammenfassung:

Das Informationszeitalter und die damit einhergehende tief greifende Transformation der Wirtschaftsstrukturen konfrontiert das traditionelle Rechnungswesen mit neuartigen Anforderungen hinsichtlich des Ansatzes, der Evaluation und Visualisierung immaterieller Vermögenswerte, welche bis dato weitestgehend vernachlässigt wurden.

Auf diesem Umstand beruhend, konstituierten erste Skeptiker einen neuen Forschungsgegenstand, das Intellectual Capital. In weiterer Folge wurde von den Avantgardisten des Intellectual Capital Movement ein innovatives Reportinginstrument erschaffen, welches gegenwärtig unter dem Terminus „Wissensbilanz“ bzw. „Intellectual Capital Statement“ Furore macht.

Inhaltlich hat die Wissensbilanz zum Ziel, die immanenten Darstellungsmängel des Jahresabschlusses zu beheben und die externe Berichterstattung über den verzerrten Buchwert des jeweiligen Unternehmens hinaus, dem „wahren Wert“ sukzessive anzunähern. Nach einer detaillierten Untersuchung des Ursprungs und der ersten Ansätze widmet sich die Arbeit der kritischen Beleuchtung des weithin hochgelobten Instrumentes und versucht den minderen Reifegrad, Defizite und Schwächen herauszuarbeiten.

Erklärtes Ziel ist es dennoch, ein ausgewogenes Bild der Wissensbilanz zu generieren. Um die theoretisch erarbeiteten Erkenntnisse des Instrumentes „Wissensbilanz“ in praxi zu überprüfen, vor allem ihre originär intendierte Zielsetzung (siehe letzter Absatz) auf die praktische Umsetzung hin zu untersuchen, hat der zweite Teil der Arbeit eine kritische Analyse zehn elektronisch publizierter Wissensbilanzen zum Inhalt. Hierfür wurde jede Wissensbilanz in einem 2003 entwickelten Analyseschema standardisiert, um eine homogene Vergleichsbasis zu generieren. Insgesamt wird den theoretisch fundierten, idealistischen Postulaten des ersten Teils der Diplomarbeit eine praktische Sichtweise gegenübergestellt, welche schlussendlich zu einer realistischen, synthetischen Auffassung gelangen lässt.

Diese Arbeit zeigt einerseits die Genese der Wissensbilanz in ihren Grundzügen auf. Andererseits eignet sie sich vorzüglich für potenzielle und gegenwärtige Wissensbilanz erstellende Unternehmen als Basisliteratur, um verschiedene inkorporierte Sichtweisen kennen zu lernen respektive sich anhand der dargebrachten kritisch-praktischen Analyse fortschrittsrelevante Impulse zu verschaffen, welche in einem Mehr an Nutzen für den Adressatenkreis kulminieren.

Inhaltsverzeichnis:

I. Theoretische Reflexion 7
1. Einleitung 7
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 7
1.2 Aufbau der Arbeit 10
2. Grundlagen 12
2.1 Der Begriff „Wissen“ 12
2.1.1 Daten – Information – Wissen 14
2.1.2 Wissensarten 15
2.1.2.1 Individuelles versus kollektives Wissen 15
2.1.2.2 Implizites versus explizites Wissen 16
2.1.3 Die organisatorische Wissensbasis 17
2.1.4 Die vier Formen der Wissensumwandlung 17
2.2 Der Begriff „Wissensarbeiter“ 19
2.3 Der Begriff „Wissensorganisation“ 22
2.4 Der Begriff „Wissensmanagement“ 24
2.4.1 The Knowledge-Management Imperative 25
2.4.2 Hauptrichtungen des Wissensmanagements 25
2.5 Der Begriff „Immaterielle Vermögenswerte“ 27
2.5.1 Begriffsdefinition und -abgrenzung 28
2.5.2 Klassifikation immaterieller Vermögenswerte 29
2.5.2.1 Der Ansatz nach Stewart 30
2.5.2.2 Der klassische Ansatz nach Hall 31
2.5.3 Inhärente Risken immaterieller Vermögenswerte 33
2.5.4 Werttreiber immaterieller Vermögenswerte 34
2.5.5 Conclusio 36
2.6 Der Begriff „Wissensbilanz“ 36
2.6.1 Strategische Perspektive 37
2.6.2 Wissensziele 37
2.6.3 Dualität der Zielsetzung 38
2.6.3.1 Interne Ziele 38
2.6.3.2 Externe Ziele 39
2.6.4 Kontextuelle Probleme 40
2.6.5 Conclusio 43
3. Entstehungsgeschichte 44
3.1 Intellectual Capital Management (ICM) Bewegung 44
3.2 Konzeptuelle Denker 46
3.2.1 Karl-Erik Sveiby 46
3.2.2 Leif Edvinsson 46
3.2.3 Patrick H. Sullivan 47
3.2.4 Thomas Stewart 47
3.2.5 Baruch Lev 48
3.3 Old Economy - New Economy - Knowledge Economy 49
3.3.1 Old Economy 49
3.3.2 New Economy – Knowledge Economy 50
3.3.3 Old Economy versus New Economy 51
3.3.4 Exkurs: Economics of Abundance 52
3.4 Erste Indizien für IC 53
3.4.1 Buchwert und Börsenkapitalisierung 53
3.4.1.1 Definition 54
3.4.1.2 Kritik 54
3.4.2 Tobin's q 55
3.4.2.1 Einleitung 55
3.4.2.2 Definition 55
3.4.2.3 Kritik 56
3.4.3 Gegenüberstellung beider Kennzahlen 56
3.5 Unzulänglichkeiten des traditionellen Rechnungswesens 57
3.5.1 Implikationen für die „Accounting Profession“ 58
3.5.2 Rechnungswesenimmanente Asymmetrien 59
3.5.3 Induzierte Schäden 60
3.5.4 Kritischer Ausblick 61
4. Genese erster Ansätze des ICM 63
4.1 Intangible Assets Monitor (IAM) 63
4.1.1 Einleitung 63
4.1.2 Komponenten des Intangible Assets Monitor 64
4.1.3 Celemi – Intangible Assets Monitor 68
4.2 SKANDIA Navigator 70
4.2.1 Einleitung 70
4.2.2 Skandia Market Value Scheme 70
4.2.3 Aufbau des Skandia Navigators 71
4.2.4 Navigatorische Aufgaben 73
4.2.5 Skandia Navigator in praxi 74
4.2.6 Kritik 75
4.3 Intellectual Capital Statement Model (ICSM) 76
4.3.1 Einleitung 76
4.3.2 Elemente des Modells 76
4.3.3 Modellspezifische Bedeutung von Kennzahlen 79
4.3.3.1 Definition 79
4.3.3.2 Funktionen 79
4.3.3.3 Kriterien 80
4.3.4 Ziel und Zweck des ICSM 81
4.4 Value Reporting 82
4.4.1 Einleitung 82
4.4.2 Nicht bilanzierte Werte 82
4.4.3 Allgemeine Grundsätze für das Value Reporting 83
4.5 Komparative Zusammenfassung 84
4.5.1 Intangible Assets Monitor (IAM) 84
4.5.2 SKANDIA Navigator 84
4.5.3 Intellectual Capital Statement Model (ICSM) 85
4.5.4 Value Reporting 86
4.5.5 Weitere Unterschiede und Defizite 87
5 Resümee 90
II. Praktische Reflexion 95
1. Einleitung 95
2. Wissensbilanzanalyse – ein erster Ansatz 96
2.1 Einleitung 96
2.2 Analysemodell 96
2.2.1 Modellstruktur 96
2.2.2 Zielsetzung 98
2.2.3 Schwächen und kontextuelle Probleme 98
2.3 Probleme der Wissensbewertung 99
2.3.1 Einleitung 99
2.3.2 Potenzielle Dysfunktionalitäten 99
2.4 Conclusio 100
3. Wissensbilanzanalyse – zehn Unternehmen 101
3.1 Einleitung 101
3.2 ARC - Austrian Research Centers 101
3.2.1 Unternehmenshistorie 101
3.2.2 Wissensbilanzverständnis 102
3.2.3 Fazit 102
3.3 BANKINTER 103
3.3.1 Unternehmenshistorie 103
3.3.2 Wissensbilanzverständnis 103
3.3.3 Fazit 104
3.4 CARL BRO 104
3.4.1 Unternehmenshistorie 104
3.4.2 Wissensbilanzverständnis 105
3.4.3 Fazit 105
3.5 COLOPLAST 106
3.5.1 Unternehmenshistorie 106
3.5.2 Wissensbilanzverständnis 106
3.5.3 Fazit 106
3.6 COWI 107
3.6.1 Unternehmenshistorie 107
3.6.2 Wissensbilanzverständnis 108
3.6.3 Fazit 108
3.7 DIEU 109
3.7.1 Unternehmenshistorie 109
3.7.2 Wissensbilanzverständnis 109
3.7.3 Fazit 109
3.8 DLR 110
3.8.1 Unternehmenshistorie 110
3.8.2 Wissensbilanzverständnis 110
3.8.3 Fazit 111
3.9 RAMBOLL 112
3.9.1 Unternehmenshistorie 112
3.9.2 Wissensbilanzverständnis 112
3.9.3 Fazit 112
3.10 SYSTEMATIC 113
3.10.1 Unternehmenshistorie 113
3.10.2 Wissensbilanzverständnis 114
3.10.3 Fazit 114
3.11 TIC 115
3.11.1 Unternehmenshistorie 115
3.11.2 Wissensbilanzverständnis 115
3.11.3 Fazit 116
4. Resümee 117
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 122
ANHANG 123
LITERATURVERZEICHNIS 133

Automatisiert erstellter Textauszug:

Unternehmenskonzepte, etc.) im traditionellen Jahresabschluss hat nach neuen Methoden und Instrumenten gerufen, zumal der Wert der hoch qualifizierten Belegschaft sich nirgendwo wiederfindet. Um diesen Mangel des externen Reportings zu beheben, begann CELEMI 1993 eine Kooperation mit Karl Erik Sveiby. Mit seiner Hilfe wurde 1994 das Simulationsmodell „TANGO“ implementiert, welches die Messung immaterieller Vermögenswerte vermochte. Das erklärte Ziel war es, externen Stakeholdern zur exakteren Einschätzung des faktischen Unternehmenswertes jährlich diese einzigartigen Informationen zu berichten. Hiermit war der Grundstein für den Intangible Assets Monitor gelegt. „In contrast to the financial statement, which is a lag indicator, Celemi’s Intangible Assets Monitor is a lead indicator.”180 Fortan gelang es CELEMI nicht nur, das Unternehmen zielgerichteter und effektiver zu führen, sondern auch ein tieferes Verständnis für die Unternehmensstrukturen, seine Geschäftsbereiche und Erfolgsfaktoren zu vermitteln.181 Sukzessive wurde der IAM sublimiert und 1999 als weitere Finesse mit einem Farbkodierungssystem ausgestattet, wie der (modifizierte) CELEMI Monitor von 1999 eindrucksvoll veranschaulicht. Die weißen Zellen indizieren, dass der strategische Plan erfüllt wurde, die dunklen Zellen eine Negativabweichung von über 20% und die hellgrauen Zellen eine Negativabweichung darunter. [...]

Das Gros der Mitarbeiter wird von Zuarbeitern repräsentiert. Ihre Hauptaktivität besteht darin, die interne Struktur aufrecht zu erhalten. All jene Zuarbeiter, die ihrer vielfältigen Tätigkeit zufolge einen Graubereich bezüglich ihrer Zuordenbarkeit konstituieren, d.h. interne und kundenbezogene Aufgaben wahrnehmen, werden jeweils dem Zeitaufwand nach in Kompetenz und interne Struktur einbezogen.174 Folgende Kennzahlen werden für den Bereich Wachstum/Erneuerung angeregt: Investitionen in die interne Struktur oder in IT-Systeme und der Kundenbeitrag zur internen Struktur. Der Bereich Effizienz wird mittels Anteil von Sachbearbeitern, Umsatz pro Mitarbeiter oder durch Messung von Werthaltungen und Einstellungen beschrieben. Die Stabilität des Unternehmens bringen die Indikatoren: Alter des Unternehmens, Fluktuationsrate der Mitarbeiter und Anteil neuer Mitarbeiter, zum Ausdruck.175 Externe Struktur: Die externe Struktur setzt sich erklärtermaßen aus Beziehungen zu Kunden und Lieferanten zusammen. Diesen haftet das Merkmal an, dass sie besonders sensibel auf negative unternehmensinduzierte Einflüsse reagieren, sich im Zeitablauf dynamisch fortentwickeln und deshalb eines gesonderten Augenmerks bedürfen. Auch Markennamen, Warenzeichen, die Reputation und das Image des Unternehmens werden der externen Struktur zugeschrieben. Ihr Wert wird vor allem durch das vorhandene Potenzial des Unternehmens, individuelle Probleme mit seinen Kunden zu lösen, determiniert.176 Obgleich externe Experten und Lieferanten formell nicht dem Unternehmen angehören, tragen sie doch wesentlich zum Unternehmenserfolg bei. Sie werden unter dem Begriff „Freelancers“, als Counterpart zu den im Unternehmen arbeitsrechtlich gebundenen Mitarbeitern, subsumiert. „Freelancers are an important element in the external networks that a knowledge company builds up, to support the process of knowledge conversion, and are therefore part of the company´s external structure.”177 Ihre Bedeutung für das Unternehmen kann ein Ausmaß erreichen, welches die faktischen Grenzen, vor allem in Bezug auf die Unterscheidung intern und extern befindlicher Kompetenzen, diffundieren lässt. [...]

Wie bereits erwähnt, sind die Spezialisten die Träger des immateriellen Vermögenswertes „Kompetenz“. Kompetenz besteht aus fünf interdependenten Elementen: explizitem Wissen, Fähigkeiten, Erfahrung, Werturteilen und dem sozialen Beziehungsgeflecht in einer abgegrenzten Umgebung und tradierten Kultur.170 Die Verflechtungen mit den anderen beiden Komponenten sind weitläufig. Aus diesem Grunde tritt Kompetenz auch als die Quelle für interne und externe Strukturen auf. Die Kennzahlen zur Bewertung und Veranschaulichung der Kompetenz, sowie der internen und externen Struktur stellen, wie eingangs dargelegt und in der nachstehenden Abbildung präsentiert, auf die Kategorien Wachstum/Erneuerung, Effizienz und Stabilität ab. Beispiele für Wachstums- bzw. Erneuerungskennzahlen sind die Anzahl der Berufsjahre, der Ausbildungsstand, Trainings- und Weiterbildungskosten und kompetenzerweiternde Kunden. Zur Kategorie Effizienz gehören der Anteil von Spezialisten im Unternehmen und die Wertschöpfung pro Spezialist. zu nennen.171 Interne Struktur: Zur internen Struktur des Unternehmens zählen per definitionem Patente, Konzepte, Modelle und Computer- und Verwaltungssysteme. Die Entwicklung dieser Werte erfolgt gemeinhin unternehmensintern durch die jeweiligen Mitarbeiter. Nur in Ausnahmefällen werden sie extern erworben. Als Spezifika der Produkte von Wissensunternehmen, hier exemplarisch Pharmazeutika und Softwareprodukte herausgegriffen, sind die sehr hohen Entwicklungskosten festzuhalten. [...]

Arbeit zitieren:
Litzlbauer, Roman November 2003: Wissensbilanz - Ein innovatives Konzept des Wissensmanagements zur Evaluation und Visualisierung immaterieller Vermögenswerte, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Intellectual Capital Statement, Intangibles, Intellectual Capital, Wissensbilanzanalyse, Value Reporting

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