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Wirtschaftswachstum in den asiatischen Ländern

Darstellung am Modell Südkorea

Wirtschaftswachstum in den asiatischen Ländern
Über dieses Buch
  • Art: Seminararbeit
  • Autor: Steffi Kulessa
  • Abgabedatum: Februar 1999
  • Umfang: 41 Seiten
  • Dateigröße: 643,3 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Bremen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1679-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1679-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1679-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kulessa, Steffi Februar 1999: Wirtschaftswachstum in den asiatischen Ländern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Asien, Südkorea, Ostasien, Entwicklung, Konjunktur

Seminararbeit von Steffi Kulessa

Einleitung:

Mit dem Aufkommen der industriellen Revolution sowie der westlichen Zivilisation wird immer häufiger die Frage diskutiert, wie eine Wirtschaft systematisch aufzubauen ist. Mehr den je gilt die Meinung, daß Gesellschaften an ihrem wirtschaftlichen Fortschritt zu messen seien. Nicht nur die entwickelten reichen Nationen streben deshalb seither nach wirtschaftlicher Entwicklung. Die Veränderungen der politischen Struktur sowie das Bestreben vieler Länder nach Unabhängigkeit ließ den Wunsch aufkommen, an dieser Entwicklung teilzunehmen. Diese wurde außerdem durch nationale und internationale Organisationen sowie die Entwicklungshilfe unterstützt. Ebenso waren auch viele Bürger dieser Länder bereit, Mühen und Opfer zur Erreichung des versprochenen materiellen Wohlstands in Kauf zu nehmen. Doch von über einhundert Entwicklungsländern haben nur wenige den Anschluß an die wirtschaftliche Entwicklung der hochentwickelten industriellen Länder erreicht. Ihre durchschnittliche Wachstumsrate lag nur bei etwa fünf Prozent in der Anfangszeit und sank dann wieder auf drei Prozent oder weniger, was sich kaum als spürbare Verbesserung auswirkte.

In den asiatischen Ländern kam der wirtschaftliche Aufschwung. Hier erreichten einige Länder über mehrere Jahrzehnte Wachstumsraten von mehr als 10 Prozent und ihre Durchschnittsraten lagen über zwei Jahrzehnte hinweg nicht wesentlich niedriger. Sie schafften damit den Sprung von Entwicklungsländern zu Industrienationen.

Wenn das Streben nach Entwicklung von so vielen Ländern angestrebt wird, aber nur wenige wirkliche Erfolge aufweisen können, ergibt sich die Notwendigkeit, diese guten Erfahrungen auszuwerten und nachzuprüfen. Es stellen sich dabei folgende Fragen:

- Wie war die Entwicklung der asiatischen Länder möglich, bzw. welche besonderen Faktoren spielten dabei eine ausschlaggebende Rolle?

- Warum konnte oder ist ein so erfolgreiches Entwicklungsmodell nicht in anderen Erdteilen angewendet worden?

Um diese Fragen zu beantworten, ist es das Ziel dieser Arbeit, die Hintergründe und Determinanten des "asiatischen Wirtschaftswunders" zu untersuchen. Dabei möchte ich mich am Beispiel Südkoreas orientieren, da dieses Land einige Besonderheiten aufwies, die für Entwicklungsländer typisch sind, aber auch als ein typischer Vertreter der asiatischen Länder erscheint.

Gang der Untersuchung:

1. Darstellung der Ausgangssitution Südkoreas und Berücksichtigung allgemeiner politischer und soziologischer Hintergründe als Basis für die Entwicklung.

2. Untersuchung der wirtschaftspolitischen Strategien zur Entwicklung Südkoreas und Vergleich zu anderen asiatischen Staaten. Danach soll auf die Frage, was an den asiatischen Entwicklungsmodellen Besonderes ist, eingangen werden und deren Anwendbarkeit auf andere Entwicklungsländer überprüft werden.

3. Fazit zur bisherigen wirtschaftlichen Entwicklung und Ausblick auf die gegenwärtige Entwicklung in Asien.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 3
2. Hintergründe und Ursachen des Wirtschaftswachstums in Südkorea 5
2.1 Ausgangsituation 5
2.2 Politische und soziologische Hintergründe des Wirtschaftsaufschwungs 6
2.2.1 Politische Motive 6
2.2.2 Soziologische Faktoren 7
2.3 Strategien der Industrialisierung 8
2.3.1 Staatliche Industriepolitik 8
2.3.2 Exportförderung 10
2.3.3 Importverdrängung 12
2.3.4 Humankapital 14
2.3.5 Technologie und Kapital 17
3. Südkorea – ein Modell für Entwicklungsländer? 20
3.1 Vergleich der vier kleinen Tiger 20
3.2 Übertragbarkeit des asiatischen Wachstumsmodells 21
4. Fazit und Ausblick 26
5. Literaturverzeichnis 28
6. Anhang 30

Automatisiert erstellter Textauszug:

Abbildung 2: Wachstumsraten Importe und BIP24 Die Methode der Importverdrängung fand noch bevor die Strategie der Exportförderung betrieben wurde, erheblichen Anklang. Die Produkte waren einfach und ließen sich ohne Einsatz von Maschinen herstellen. Zumeist war für diese Gebrauchsgegenstände auch ein ausreichender inländischer Markt vorhanden. Bestand die Gefahr, daß die inländischen Hersteller durch ausländische Konkurrenz bedroht wurden, konnten Einfuhrverbote abhelfen. Dieses bildete die erste „leichte“ Phase der Importverdrängungsstrategie. In der zweiten Phase ging es vor allem darum, neue Industrien zu errichten, zu schützen und voranzubringen. Dazu sollten folgende Maßnahmen dienen:25 • • • • • • Niedrig-Zins-Darlehen an Unternehmen Einfuhrgenehmigung wichtiger Lizenzen und Ausrüstungen Beschleunigte Abschreibung von Investitionen Bereitstellung von besonderer Infrastruktur hohen Zolltarifen für Konkurrenzerzeugnisse Importquoten und totalen Importverboten [...]

sten Phase wurden weitere Märkte erschlossen, in denen auch eine höhere Qualität gefragt war. Die Unternehmen verstanden es hier zunehmend Preis und Qualität in Einklang zu bringen, um so auf dem Weltmarkt ihre Produkte absetzen zu können. Hierbei kann die staatliche Exportförderung zu Beginn der Industrialisierungsphase als wesentliche Triebkraft und Stabilisierungsfaktor angesehen werden. Zwei entscheidende Gründe erklären, warum die Exportstrategie erfolgreich zur Entwicklung angewendet werden konnte:22 1. Durch strategische Maßnahmen wurden aus den Entwicklungen des Welthandels immer ein Vorteil gesucht. 2. Durch das rasante Wachstum des Welthandels waren die Märkte für die zusätzlichen Waren aufnahmefähig. Auch die Wechselkurspolitik war als Teil der Exportpolitik von Bedeutung. Um die Konkurrenzvorteile zu erzielen, wurde der südkoreanische Won in den sechziger Jahren stark abgewertet, wurde dann aber Mitte bis Ende der Siebziger Jahre stabil gehalten. Zwischen 19861989, als ein Zahlungsüberschuß von 8 Prozent des Bruttosozialprodukts vorlag, wurde die Wechselkurspolitik wiederum verstärkt in Form von Aufwertungen genutzt. Diese Maßnahmen hatten vorrangig das Ziel, den Schuldenstand zu senken und Reserven aufzubauen.23 2.3.3 Importverdängung [...]

Diese Maßnahmen waren sehr wirkungsvoll. Dies führte zum Teil sogar soweit, daß einige Waren nur aufgrund ihrer Förderung ausgeführt werden konnten.20 Die staatlichen Stellen beschränkten sich nicht nur auf die Förderung der Produktion, sie zogen auch den Vertrieb mit ein. Der Staat förderte auch den Aufbau groß angelegter Handelsunter-nehmen (chonghap sangsa), um die Ausfuhr zu konzentrieren und zu verstärken. Diese Institutionen handelten mit allen im Land hergestellten Waren. Sie verfügten über ein ausgedehnten Netz von Handelsniederlassungen in der ganzen Welt und konnten jederzeit mit staatlicher Unterstützung rechnen. Ihre Hauptaufgabe lag zwar im Export, jedoch betätigten sie sich auch im Binnenhandel sowie konnten Importe auch gelegentlich die Exporte subventionieren.21 Der Export leistete für den Aufschwung in Südkorea den größten Beitrag zunächst zum Abbau der Arbeitslosigkeit. Hier spielte der billigste Produktionsfaktor, die Arbeitskraft, zunächst die größte Rolle. Beim Beginn des Aufbaus der Industrie spielten Exporte zunächst nur eine Rolle, um zweitklassige Produkte auf dem Weg über den Preis abzusetzen. In der näch18 19 [...]

Arbeit zitieren:
Kulessa, Steffi Februar 1999: Wirtschaftswachstum in den asiatischen Ländern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Asien, Südkorea, Ostasien, Entwicklung, Konjunktur

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