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Wirtschaftspolitische Herausforderung durch den Globalisierungswettlauf in der Europäischen Union

Wirtschaftspolitische Herausforderung durch den Globalisierungswettlauf in der Europäischen Union
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Manuela Pammer
  • Abgabedatum: April 1999
  • Umfang: 125 Seiten
  • Dateigröße: 11,1 MB
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5159-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5159-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5159-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pammer, Manuela April 1999: Wirtschaftspolitische Herausforderung durch den Globalisierungswettlauf in der Europäischen Union, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kapitalmarkt, Arbeitsmarkt, Global Governance, Triade, Kapitalismus

Diplomarbeit von Manuela Pammer

Einleitung:

Die unbestreitbare Entwicklung zu einer immer intensiveren und engeren Verflechtung der Weltwirtschaft - in dieser Arbeit wird vor allem auf internationale Finanztransfers auf liberalisierten Kapitalmärkten, die ein Vielfaches der Güterströme ausmachen, internationale „Wanderbewegungen“ von Arbeitskräften und deren Folgen auf nationale politische Systeme eingegangen - ist aus der Sicht der Autorin eine Problemstellung, die auf kurze oder lange Sicht nicht nur die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und Japan (die sogenannte „Triade“ des Welthandels) betrifft, sondern auch für derzeit wirtschaftlich weniger leistungsfähigere Gebiete (Afrika, ...) Auswirkungen auf das tägliche politische, wirtschaftliche und soziale Leben hat.

Zusammenfassend formuliert hat sich der Handel in Westeuropa in den letzten 50 Jahren folgendermaßen entwickelt: Das Bruttoinlandsprodukt hat, gemessen am Volumen (Kaufkraftparität), seit Ende der 60er Jahre abgenommen, viel mehr noch gemessen am Wert (Wechselkurs). Der Rückgang ist besonders deutlich gegenüber Japan und Lateinamerika. Es entwickeln sich sozusagen 2 Extreme: An dem einen Extrem wächst der Wert der Produktion als Ergebnis einer Art Qualitätsverbesserung, an dem anderen ist ein ansteigendes Volumen der Exporte zu immer niedrigeren Preisen auf dem Weltmarkt zu beobachten.

Der Trend zu transnationalen Firmen vollzieht sich unbeirrbar mit zu hoher Geschwindigkeit, als dass parallel die Schaffung eines politisch-sozialen globalen Rahmens, in dem Wettbewerb gedeiht und Märkte funktionieren, in die Tat umgesetzt werden könnte.

Im heutigen westlichen Europa sind derzeit verschiedene nationale Modelle zu beobachten. Sehr allgemein gesprochen könnte man in ein hochqualifiziertes Zentrum, das durch Rigidität und hohe Arbeitskosten in den Standardindustrien benachteiligt ist (z.B. Deutschland) und flexiblere Modelle in der sogenannten Peripherie (Portugal, Griechenland) unterteilen, die in jenen Industrien benachteiligt sind, die ein höheres Qualifikationsniveau erfordern. Welthandel wirkt als Motor der Industrie des Südens und teilweise als Deindustrialisierung des Nordens. Nördliche Länder tendieren zu einer Spezialisierung des Exports auf High-Tech Erzeugnisse, Hochgeschwindigkeitszüge, Software, alternative Energiegewinnung dank der Absatzmärkte in den Entwicklungs- und ehemaligen Ostblockstaaten.

So manche Wirtschaftspolitiker sehen die Koexistenz der Länder durch die Konkurrenz der „flexiblen“ gegenüber den „rigiden“ gefährdet. „Gemischte“ Länder (z.B. Italien, Nord-Südgefälle) werden mit gravierenden Problemen mit den nationalen Sozialverfassungen zu rechnen haben.

Wirtschaftlich gesehen dürfte die derzeit bereits bestehende Kluft innerhalb der derzeitigen europäischen Mitgliedstaaten (gemessen am Kaufkraftstandard) mit dem Beitritt weiterer Länder noch größer werden.

Adaptierte soziale Systeme, ökologische Standards, deren Nichteinhaltung auch Strafen nach sich zieht und Global Governance sind nur einige der Handlungsalternativen, deren Realisierung als Reaktion auf den Globalisierungstrend in Angriff genommen werden müssen. Es gilt, nationale Autonomie in einem weiteren Umfeld neu zu definieren, in einem Umfeld, in dem Probleme analysiert und gelöst werden, die Nationalstaaten alleine nicht mehr lösen können.

Inhaltsverzeichnis:

1. Der Begriff Globalisierung 1
2. Theoretische Überlegungen zum internationalen Handel 5
2.1 Komparative Vorteile 5
2.2 Wohlfahrtsbetrachtung, Gains from trade 6
2.3 Das Ricardianische Modell 7
2.4 Das Heckscher-Ohlin Theorem 9
2.4.1 Mengen- bzw. Faktorausstattungsversion 9
2.4.2 Preisversion 13
2.5 Faktorpreisausgleichstheorem nach Lerner-Samuelson 14
2.6 Das Stolper-Samuelson Theorem 17
2.7 Das Rybczynski Theorem 19
2.8 Faktorsubstitution – Das modifizierte Ricardianische Modell 21
2.8.1 Kapitalbewegungen 22
2.8.2 Wanderung von Arbeit 24
2.9 Faktorwanderung im Heckscher-Ohlin Modell, Importzoll 24
3. Entwicklung des Handels 26
3.1 Klassischer Liberalismus 26
3.2 Neoklassik 26
3.3 Fordismus 28
3.3.1 Industrielles Paradigma 28
3.3.2 Akkumulationsregime 29
3.3.3 Regulationsweise 29
3.4 Außerhalb der heutigen drei „Weltmächte“ 32
3.5 Auf dem Weg zur dritten internationalen Arbeitsteilung 34
3.6 Europa – Zentrum und Peripherie 37
4. Theoretische Realität? 42
4.1 Ricardianisches Modell 42
4.2 Inter-industrieller Handel/intra-industrieller Handel 44
4.3 Empirische Untersuchungen 45
4.3.1 Ricardianisches Modell 45
4.3.2 Heckscher-Ohlin Theorem 45
5. Kapitalismus ohne Grenzen 47
6. Effizienz – Groß oder klein? 53
7. Die deutsche Automobilindustrie – ein Fallbeispiel 56
7.1 Produktion, Handel, Direktinvestitionen 56
7.2 Outsourcing 58
7.3 Importstruktur 60
7.4 Auslandsproduktion 62
7.5 Implikationen für die deutsche Automobilindustrie 63
8. Soziale und wirtschaftliche Herausforderungen 65
8.1 Europa – USA – Japan 65
8.1.1 Arbeits- und Kapitalmärkte 67
8.1.1.1 Niederlande 73
8.1.1.2 Österreich 75
8.1.2 Europäische Währungsunion 76
8.2 Politische Ökonomie oder ökonomische Politik? 79
9. Schrankenlose Konkurrenz? 86
9.1 Soziale Aspekte 86
9.2 Rechtliche Entwicklungen 87
9.2.1 Wettbewerbspolitik 87
9.2.2 Zielkonflikte der europäischen Wettbewerbspolitik 95
9.3 Nationale Steuersysteme 96
10. Globalisierung – Bedrohung oder Chance 98
10.1 Triadisierung 98
10.2 Arbeit und Kapital 99
10.2.1 Umverteilung des Einkommens 100
10.2.2 Umverteilung der Arbeit 101
10.2.3 Beschäftigung 101
10.2.4 Kooperation auf allen Ebenen 104
10.3 Kleine und mittlere Unternehmen 105
10.4 Wettbewerb und Demokratie 107
10.5 Homo oeconomicus 109
11. Bibliographie 112

Arbeit zitieren:
Pammer, Manuela April 1999: Wirtschaftspolitische Herausforderung durch den Globalisierungswettlauf in der Europäischen Union, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kapitalmarkt, Arbeitsmarkt, Global Governance, Triade, Kapitalismus

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