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Wirtschaftspädagogische Aspekte bei der Vorbereitung von Auslandseinsätzen in Industrie- und Dienstleistungsbranchen

Wirtschaftspädagogische Aspekte bei der Vorbereitung von Auslandseinsätzen in Industrie- und Dienstleistungsbranchen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Brita Burmeister
  • Abgabedatum: April 1999
  • Umfang: 101 Seiten
  • Dateigröße: 707,5 KB
  • Note: 1,2
  • Institution / Hochschule: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4923-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4923-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4923-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Burmeister, Brita April 1999: Wirtschaftspädagogische Aspekte bei der Vorbereitung von Auslandseinsätzen in Industrie- und Dienstleistungsbranchen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Lernziele, Erziehung, Entwicklung, Mitarbeiter

Diplomarbeit von Brita Burmeister

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit zeigt, wie international tätige Unternehmen versuchen, den Mitarbeiter auf einen Auslandseinsatz vorzubereiten und seine für den Transfer notwendige Motivation zu schaffen.

Zunächst wird ein Überblick über praktische Vorbereitungen von Auslandseinsätzen gegeben und der Versuch einer Einflussnahme des Unternehmens auf die Entsendungsbereitschaft der Mitarbeiter dargestellt. Hierbei werden die Grenzen der Motivierbarkeit zur Überwindung der Auslandsmüdigkeit von Mitarbeitern deutlich.

Zu ihrer Überwindung werden nachfolgend Aspekte einer optimalen Vorbereitungsgestaltung veranschaulicht. Dabei werden allgemeine Lernziele des affektiven und kognitiven Bereichs analysiert und in ihrem Zusammenwirken beschrieben.

Im Anschluss zeigen praxisnahe Fragenkataloge Möglichkeiten auf, wie im Unternehmen das Erreichen bestimmter Lernziele überprüft werden kann. Insbesondere wird dargestellt, wie das Vorliegen der notwendigen inneren Bereitschaft des Mitarbeiters für einen Auslandseinsatz überprüft werden kann. Die inhaltlichen Lernbereiche einer Soll-Vorbereitung werden im Anschluss anhand eines phasentheoretischen Anpassungsmodells abgeleitet. Hierbei stehen vor allem die Umwelteinflüsse im Vordergrund, denen sich ein ins Ausland entsandter Mitarbeiter ausgesetzt sieht.

Im Anschluss wird die Rolle der unternehmerischen Einwirkung bei der Vorbereitung von Auslandseinsätzen diskutiert.

Abschließend wird die im Ausland erfolgende Entwicklung des Mitarbeiters erörtert und in einer Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse Folgerungen für die Soll-Gestaltung der Vorbereitung seitens des entsendenden Unternehmens abgeleitet.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung in die Problemstellung 1
2. Ziele und Vorbereitung von Auslandseinsätzen in der vorgefundenen betriebswirtschaftlichen Literatur 4
2.1 Entsendungsziele 5
2.1.1 Entsendungsziele aus Unternehmenssicht 6
2.1.2 Entsendungsziele aus Mitarbeitersicht 10
2.2 Überlegungen zur Vorbereitung von Auslandseinsätzen 12
2.2.1 Maßnahmen zur Motivation von Mitarbeitern 13
2.2.2 Grenzen der Motivierbarkeit 14
2.2.3 Auswahl und Rekrutierung 16
2.2.4 Probleme des Auswahlprozesses 18
2.2.5 Weiterbildung und Training des Mitarbeiters 20
2.2.6 Probleme der Weiterbildung und des Trainings 23
2.2.7 Zusammenfassung der Vorüberlegungen 26
3. Die Lernziele der Vorbereitung 28
3.1 Kognitive Lernziele 29
3.2 Affektive Lernziele 32
3.3 Der Internalisierungsprozeß 33
3.4 Das Zusammenspiel kognitiver und affektiver Lernziele 47
3.5 Die Lernbereiche der Vorbereitung 49
3.5.1 Die Wirkung von Umwelteinflüssen 49
3.5.2 Die Ableitung der Lernbereiche 56
3.6 Schlußfolgerungen 57
4. Die Vorbereitung als Erziehung und Entwicklung des Mitarbeiters 59
4.1 Das Menschenbild in der Vorbereitung 59
4.2 Die Erziehung des Mitarbeiters 61
4.2.1 Funktionale Erziehung im Vorbereitungskontext 62
4.2.2 Die Erziehungsziele 63
4.2.2.1 Das Erziehungsziel der Reife 64
4.2.2.2 Das Erziehungsziel der Mündigkeit 64
4.2.2.3 Das Erziehungsziel der Produktivität 66
4.2.2.4 Das Erziehungsziel der kreativen Kritikfähigkeit 67
4.2.2.5 Die Differenzierung der Erziehungsziele hinsichtlich kognitiver und affektiver Lernprozesse 68
4.3 Die Entwicklung des Mitarbeiters 73
4.3.1 Das instrumentelle Lernen von Verhalten 74
4.3.2 Die Handlungsfähigkeit des Mitarbeiters 77
4.3.3 Die Entwicklung als Zusammenwirken der Subsysteme 80
4.3.4 Vom Verhalten zum Handeln 83
5. Zusammenfassung und Ausblick 87
Anhang
Literaturverzeichnis

Automatisiert erstellter Textauszug:

2.2.5. Weiterbildung und Training des Mitarbeiters Ziel der Vorbereitung ist es, dem Ausreisenden das zusätzlich zu seiner Fachkompetenz benötigte Wissen sowie die innere Bereitschaft zu vermitteln, welche für eine effektive Bewältigung seiner neuen Aufgabe notwendig ist. Aus diesem Grund sollen dem Mitarbeiter im Rahmen der Vorbereitung die nötigen Hilfen an die Hand gegeben werden, durch deren Einsatz er seine betriebliche Tätigkeit und sein persönliches Lebensumfeld zu seiner Zufriedenheit gestalten kann.55 Ergebnis der Vorbereitung soll demnach sein, die neuen Aufgaben möglichst schnell effektiv erfüllen zu können und damit einen Abbruch des Transfers mit den für das Unternehmen resultierenden und auch von ihm zu tragenden Kosten56 unwahrscheinlich zu machen.57 Die Angaben über die Dauer der Vorbereitung variieren in der Literatur zwischen einem Tag und sechs Monaten, wobei ersteres kaum ausreichend erscheint.58 WIRTH sieht den Grund für die mangelnde Vorbereitung darin, daß die den Mitarbeiter im Ausland anfordernde Stelle in der Regel recht kurzfristige Entschlüsse bezüglich seines Transfers erwartet.59 Von BRANDENBURGER [...]

recht, daß es bei Auswahlentscheidungen ungünstig sei „... to use the ‘domestic equals overseas performance equation‘.”52 Die Schwierigkeiten der Auswahlphase beginnen mit der für den entsandten Mitarbeiter festgelegten Zielsetzung und Zielformulierung seines Auslandseinsatzes. Diese werden vielfach nur fragmentarisch vorgenommen.53 Da sich aus dem Ziel des Know-How-Transfers bei einer Auswahl andere Gesichtspunkte im Anforderungsprofil des Mitarbeiters ergeben als wenn das Ziel einer Personalentwicklung angestrebt wird, ist eine klare Zielformulierung vor der Auswahl dringend notwendig. Des weiteren wird in der Literatur nicht deutlich, worin Unternehmen den Erfolg eines Auslandseinsatzes sehen bzw. welche Faktoren ihn bestimmen. In der Auswahlphase soll ein Mitarbeiter gefunden werden, welcher aufgrund seiner Fähigkeiten einen erfolgreichen Auslandseinsatz realisieren kann. Da für diesen Erfolg jedoch keinerlei Kriterien vorliegen, wird dementsprechend ein Mitarbeiter an etwas gemessen und für etwas ausgesucht, was das Unternehmen nicht konkretisieren kann. EDSTRÖM und GALBRAITH gehen sogar soweit zu behaupten, daß in internationalen Unternehmen unklar ist, aus welchen Gründen Mitarbeiter ins Ausland gesandt werden.54 Wie bei der Zielsetzung und Zielformulierung ist auch hier Eindeutigkeit notwendig. Bei der Festlegung von Erfolgskriterien ist jedoch darauf zu achten, daß die Ansichten aller des von einem Transfer betroffenen Personenkreises berücksichtigt werden. So mag sich der Erfolg des Auslandseinsatzes für die ausländische Niederlassung in anderen Faktoren widerspiegeln als für das Stammhaus. Ebenso können weitere Unterschiede im Rahmen der Personalentwicklungsmaßnahme ‘Auslandseinsatz‘ über die Messung eines Auslandserfolgs zwischen Personalabteilung und dem Entsandten selbst bestehen. Hier ist vom Unternehmen die Frage zu klären, ob die Personalentwicklung bereits als gelungen anzusehen ist, wenn der Mitarbeiter und dessen Familie sich erfolgreich im Gastland angepaßt und Kontakte [...]

Trotz der vielfältigen in der Literatur diskutierten Auswahlkriterien kommen diese bei der Auswahl der Entsendungskandidaten letztendlich nicht zur Anwendung.48 In der Realität wird die Auswahlentscheidung für einen Auslandseinsatz trotz der vielfältigen Auswahlkriterien in erster Linie aufgrund fachlicher Eignung des Mitarbeiters getroffen. Falls im Auswahlprozeß doch überfachliche Qualitäten als Voraussetzung für eine erfolgreiche Stellenbesetzung erhoben werden entsprechen diese den Kriterien, die auch zur Besetzung einer inländischen Position herangezogen werden.49 Dieser Auswahlpraxis liegt implizit die Annahme zugrunde, daß ein Mitarbeiter, der im Inland in der gewohnten Umgebung erfolgreich war, auch im Ausland unter völlig veränderten Lebensbedingungen und Umweltverhältnissen erfolgreich einzusetzen ist. Einstellungen und Fähigkeiten, welche gerade für soziale Interaktionen mit den Angehörigen der fremden Kultur wichtig sind, bleiben im Sinne einer ‘Auslandseignung‘ weitgehend unbeachtet.50 [...]

Arbeit zitieren:
Burmeister, Brita April 1999: Wirtschaftspädagogische Aspekte bei der Vorbereitung von Auslandseinsätzen in Industrie- und Dienstleistungsbranchen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Lernziele, Erziehung, Entwicklung, Mitarbeiter

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