Die Wirtschaftsordnung der Tschechischen Republik
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Florian Lieb
- Abgabedatum: Mai 2006
- Umfang: 88 Seiten
- Dateigröße: 763,1 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität Passau Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9816-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9816-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9816-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Lieb, Florian Mai 2006: Die Wirtschaftsordnung der Tschechischen Republik, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Politisches System, Privatisierung, Direktinvestition, Kapitalmarkt, Osterweiterung
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Diplomarbeit von Florian Lieb
Einleitung:
Inhalt der vorliegenden Arbeit ist die Darstellung der Wirtschaftsordnung der Tschechischen Republik. Die Wirtschaftsordnung befindet sich in einem enormen Wandel, da mit der politischen Transformation und der Abschaffung der sozialistischen Ordnung auch ein wirtschaftlicher Umbruch in Gang gesetzt wurde.
Durch diesen Wandel sind zahlreiche Wirtschaftskontakte zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik entstanden. Eine Vielzahl deutscher Unternehmen hat den Markteintritt in die Tschechische Republik bereits vollzogen, für viele weitere bieten sich hervorragende Gelegenheiten.
So stellt Tschechien gegenwärtig einen wichtigen Beschaffungs- und Absatzmarkt für deutsche Firmen dar.
Das Kapitel zum politischen System behandelt die territoriale Gliederung der Tschechischen Republik, die fortschreitende Dezentralisierung der Verwaltungsstrukturen, sowie das Zusammenwirken zwischen Parlament und Regierung. Darüber hinaus werden die im Parlament vertretenen Parteien und deren Programme kurz dargestellt. Auszug: „Innenpolitisch wurde im Zuge der Transformation beschlossen, die vorherrschende Ausrichtung der Staatsverwaltung auf einen starken Zentralstaat aufzuheben.
Das nächste Kapitel widmet sich dem realen Sektor der tschechischen Volkswirtschaft. Hier werden die Durchführung der Privatisierung und die Rolle von Direktinvestitionen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes aufgezeigt. Auszug: „Nach dem Ende der sozialistischen Diktatur war es die Aufgabe der neuen Regierungen Mittelosteuropas, geeignete Rahmenbedingungen für eine funktionsfähige Preisbildung auf den Güter- und Faktormärkten herzustellen. Zu diesem Zweck musste die Güterpreisbildung weitestgehend freigegeben, freie Marktzutrittsbedingungen für in- und ausländische Investoren geschaffen und eine Entflechtung und Privatisierung der staatlichen Großunternehmen in Gang gesetzt werden.
Die Liberalisierung der Güterpreise war bis Ende 1991 weitgehend erfolgt. Der Stand der Umsetzung der beiden weiteren Schritte zur Schaffung einer funktionierenden Wettbewerbsordnung ist Gegenstand dieser Untersuchung.
Im Fokus dieses Abschnitts stehen die Gütermärkte der Tschechischen Republik in ihrem gegenwärtigen Zustand. Zunächst wird auf die allgemeine Lage der tschechischen Wirtschaft eingegangen. Darauf folgt eine Analyse der Bedeutung der vier Wirtschaftssektoren Landwirtschaft, Bauwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen für die Wertschöpfung auf dem Gebiet der Tschechischen Republik.
Als drittes schließt sich ein Passus über den Fortgang der Privatisierung in der tschechischen Wirtschaft an. Ein Fokus liegt dabei auf der Rolle der Ausländischen Direktinvestitionen für die Schaffung einer funktionierenden Wettbewerbsordnung. Hierbei wird die Situation auf dem tschechischen Energiesektor als exemplarischem Wirtschaftssektor für die oben genannten Entwicklungen detailliert herausgearbeitet.
Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit dem monetären Sektor. Da die tschechische Wirtschaft in erster Linie durch Banken finanziert wird, wird die Situation auf dem tschechischen Bankensektor ausführlich dargestellt. Die Entwicklung des Kapitalmarkts in Tschechien steht ebenfalls im Fokus. Dazu wird die Rolle der Zentralbank genauer beleuchtet. Auszug: „Neben der Schaffung einer funktionierenden Wettbewerbsordnung im realen Sektor war es eine zentrale Aufgabe der wirtschaftlichen Transformation, in Tschechien einen funktionierenden monetären Sektor wiederherzustellen. Zu diesem Zweck musste der tschechische Bankensektor neu geordnet und ein funktionierender Kapitalmarkt etabliert werden.
Seit Beginn der Transformation waren Banken die bedeutendste Finanzierungsquelle der tschechischen Wirtschaft. Die relativ stabile makroökonomische Situation und die weitgehende Vermeidung von Hyperinflation während der Transformation haben dazu geführt, dass andere Arten der Unternehmensfinanzierung, z.B. über den Kapitalmarkt, zunächst nicht in starkem Maße nachgefragt wurden.“ Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit der gegenwärtigen Lage des Bankensektors in der Tschechischen Republik. In einem zweiten Teil wird die Situation des Kapitalmarkts in Tschechien erörtert. Als drittes wird die tschechische Zentralbank als Kontrollorgan des monetären Sektors vorgestellt.
Das fünfte Kapitel hat den sozialen Sektor der Tschechischen Republik zum Inhalt. Neben den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und einer Darstellung der Arbeitsbeziehungen in Tschechien werden die Systeme der sozialen Sicherung in der Tschechischen Republik erläutert. Auszug: Mit der Stabilisierung der Wirtschaft und der Privatisierung der Unternehmen waren die Aufgaben der Transformation noch nicht erfüllt. Parallel dazu musste der politische und wirtschaftliche Wandel sozial und institutionell abgesichert werden. Dazu gehörten die Neuorganisation des Arbeitsmarkts und die Einführung der Arbeitslosenversicherung. Gleichzeitig mussten die sozialen Sicherungssysteme der Altersrente und die Gesundheitsversorgung marktwirtschaftlich organisiert werden.
Der folgende Abschnitt erläutert die derzeitige Situation auf dem Arbeitsmarkt in der Tschechischen Republik. Dabei wird auf die Arbeitsbeziehungen in Tschechien eingegangen. Anschließend wird die Ausgestaltung der sozialen Systeme in Tschechien erläutert, wobei auch auf die Rolle der Familienpolitik eingegangen wird.
Inhaltsverzeichnis:
| INHALTSVERZEICHNIS | I | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | III | |
| SYMBOLVERZEICHNIS | IV | |
| TABELLENVERZEICHNIS | V | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 2. | DAS POLITISCHE SYSTEM | 3 |
| 2.1 | DIE TERRITORIALE GLIEDERUNG | 3 |
| 2.1.1 | Die Gemeinden | 4 |
| 2.1.2 | Die Kreise | 4 |
| 2.2 | DAS PARLAMENT | 5 |
| 2.2.1 | Wahl und Zusammensetzung | 5 |
| 2.2.2 | Der Gesetzgebungsprozess | 6 |
| 2.3 | DIE EXEKUTIVE | 6 |
| 2.3.1 | Der Präsident der Republik | 7 |
| 2.3.2 | Die Regierung | 7 |
| 2.4 | DIE TSCHECHISCHEN PARTEIEN | 8 |
| 2.4.1 | Die CSSD | 10 |
| 2.4.2 | Die ODS | 11 |
| 2.4.3 | Die KDU-CSL | 12 |
| 2.4.4 | Die US-DEU | 12 |
| 2.4.5 | Die KSCM | 13 |
| 3. | DER REALE SEKTOR | 15 |
| 3.1 | MAKROÖKONOMISCHE INDIKATOREN | 15 |
| 3.2 | DIE WICHTIGSTEN WIRTSCHAFTSSEKTOREN | 18 |
| 3.3 | PRIVATISIERUNG | 19 |
| 3.3.1 | Ablauf der Privatisierung | 19 |
| 3.3.2 | Ergebnis der Privatisierung | 21 |
| 3.4 | AUSLÄNDISCHE DIREKTINVESTITIONEN | 23 |
| 3.4.1 | Ursprung und Bedeutung der Direktinvestitionen | 23 |
| 3.4.2 | Verwendung der Direktinvestitionen | 26 |
| 3.5 | ENERGIESEKTOR ALS BEISPIEL FÜR REGULIERUNG UND AUSLÄNDISCHE DIREKTINVESTITIONEN | 29 |
| 3.5.1 | Die Energiepolitik | 30 |
| 3.5.2 | Der Strommarkt | 31 |
| 3.5.3 | Der Erdgasmarkt | 33 |
| 3.5.4 | Fazit der Liberalisierung des Energiesektors | 34 |
| 4. | FINANZ- UND KAPITALMÄRKTE | 35 |
| 4.1 | DER BANKENSEKTOR | 35 |
| 4.1.1 | Die Lage des Bankenmarkts | 36 |
| 4.1.2 | Die Rolle des Bankensektors im EU-Vergleich | 39 |
| 4.2 | DIE BÖRSE | 40 |
| 4.2.1 | Aktien- und Fondsmarkt | 40 |
| 4.2.2 | Der Anleihenmarkt | 42 |
| 4.3 | DIE ZENTRALBANK | 43 |
| 4.3.1 | Die Unabhängigkeit der Zentralbank | 44 |
| 4.3.2 | Die Rolle als Finanzmarktaufsicht | 45 |
| 4.3.3 | Die Vorbereitung auf den Beitritt zum Euroraum | 46 |
| 5. | DER SOZIALE SEKTOR | 48 |
| 5.1 | DER ARBEITSMARKT | 48 |
| 5.1.1 | Arbeitslosigkeit und Beschäftigung | 49 |
| 5.1.2 | Arbeitsrechtliche Beziehungen | 52 |
| 5.1.2.1 | Die Gewerkschaften | 52 |
| 5.1.2.2 | Die Arbeitgeberverbände | 54 |
| 5.1.2.3 | Der Tripartismus | 54 |
| 5.1.2.4 | Die Ausgestaltung von Tarifverträgen | 55 |
| 5.2 | DIE SYSTEME DER SOZIALEN SICHERUNG | 58 |
| 5.2.1 | Die Krankenversicherung | 58 |
| 5.2.2 | Die Rentenversicherung | 60 |
| 5.2.2.1 | Das gegenwärtige System | 60 |
| 5.2.2.2 | Der Reformbedarf | 61 |
| 5.2.3 | Die Arbeitslosenunterstützung | 62 |
| 5.2.4 | Die Sozialhilfe | 63 |
| 5.2.4.1 | Sozialhilfe aufgrund sozialer Bedürftigkeit | 63 |
| 5.2.4.2 | Sozialhilfeleistungen für Familien und Kinder | 64 |
| 5.2.5 | Die Familienpolitik | 64 |
| 5.2.5.1 | Das Kindergeld | 65 |
| 5.2.5.2 | Das Elterngeld | 65 |
| 5.2.5.3 | Arbeitsrechtliche Aspekte des Familienlebens | 66 |
| 6. | SCHLUSSBEMERKUNG | 67 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 68 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832498160
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Lieb, Florian Mai 2006: Die Wirtschaftsordnung der Tschechischen Republik, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Politisches System, Privatisierung, Direktinvestition, Kapitalmarkt, Osterweiterung



