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Wirtschaftsgeographischer Transformationsprozeß in den neuen Bundesländern am Beispiel der Zeisswerke Jena

Wirtschaftsgeographischer Transformationsprozeß in den neuen Bundesländern am Beispiel der Zeisswerke Jena
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Plattner
  • Abgabedatum: September 1996
  • Umfang: 171 Seiten
  • Dateigröße: 23,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Johannes Gutenberg-Universität Mainz Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7289-4
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7289-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Plattner, Michael September 1996: Wirtschaftsgeographischer Transformationsprozeß in den neuen Bundesländern am Beispiel der Zeisswerke Jena, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ostdeutschland, Wiedervereinigung, Wirtschaft, Regionalentwicklung, Strukturwandel

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Diplomarbeit von Michael Plattner

Einleitung:

Zum Stichtag 1. Juli 1990 übernahm die DDR durch die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion das politisch-ökonomische System der BRD. Binnen drei Monaten war die DDR - nach fast 41 Jahren Sozialismus - in einen Staat mit einer sehr liberal organisierten sozialen Marktwirtschaft aufgegangen. Damit vollzieht sich ein spontaner Systemwechsel, der einen bis heute anhaltenden Transformationsprozess in Gang setzt, dessen Auswirkungen einen Strukturwandel auf allen gesellschaftlichen Ebenen auslöst. Die räumliche Ordnung der Wirtschaft reorganisiert sich. In differenzierter raum-zeitlicher Ausprägung sind soziale, rechtliche, politische, ökonomische und ökologische Veränderungen als Anpassungsprozesse zu beobachten.

Ziel der Arbeit ist es, den wirtschaftsgeographischen Transformationsprozess in den neuen Bundesländern am Beispiel der Zeisswerke Jena darzustellen. Die vorliegende Untersuchung ist eine empirische, problemorientierte Regionalstudie. In Jena befand sich das größte Technologie-Kombinat der DDR, welches das Erbe des 1846 in Jena gegründeten Zeisswerks fortführte. Mit der Vereinigung beider deutscher Staaten wurde diese raumprägende Wirtschaftsformation - das Kombinat VEB Carl Zeiss JENA - förmlich atomisiert. Ein Industriekonglomerat zerfiel, um im gleichen Raum unter den neuen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Rahmenbedingungen die Wirtschaftsregion Jena in ihrer Struktur zu gestalten. Der Untersuchungsgegenstand, das Zeisswerk Jena, steht als Synonym für die verschiedenen Aus- und Neugründungsformen der Unternehmen, die aus der Privatisierung des Kombinats hervorgegangen sind.

Es stellen sich folgende sechs Leitfragen: Welche Faktoren spielten bei der Standortwahl eine Rolle und welche Motive hatten die Aus- bzw. Neugründer? Welche Unterstützung erhielten sie in der Gründungsphase und danach? Wie viele und welche Arbeitsplätze wurden geschaffen, welchen Branchen gehören die Gründungen an? Welche Standorte haben diese Unternehmen in Jena eingenommen, gab es Verlagerungen sowie flächenmäßige Erweiterungen bzw. Reduzierungen? Wie verlief die Entwicklungsphase der Aus- und Neugründungen? Welche inter- und intraregionalen Verflechtungen liegen der heutigen Wirtschaftsstruktur Jenas zugrunde?

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis i
Abkürzungsverzeichnis ii
Tabellenverzeichnis iii
Abbildungsverzeichnis iv
1. Einleitung 1
1.1 Zielsetzung und Fragestellung 3
1.2 Wissenschaftstheoretische Einordnung des Themas in wirtschaftsgeographische Zusammenhänge 5
1.2.1 Untersuchungsgegenstand - Die Zeisswerke in Jena 5
1.2.2 Untersuchungsrahmen - Transformationsprozeß und Strukturwandel 11
1.2.2.1 Der Transformationsprozeß in den neuen Bundesländern 11
1.2.2.2 Der Strukturwandel 17
1.2.3 Zum Stand der Wirtschaftsgeographie 19
1.2.3.1 Disziplinäre Entwicklung 21
1.2.3.2 Den Wirtschaftswandel bzw. den räumlichen Strukturwandel betreffende Ansätze 23
1.2.3.3 Regionale Wachstumstheorien 27
1.2.3.4 Die Bewertung von Standortfaktoren 31
1.2.3.5 Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsförderung 37
1.2.3.6 Milieu-Forschung 43
1.3 Themenrelevante Hypothesen 45
1.4 Methodik und Aufbau der Arbeit 49
2. Ausgangssituation und wirtschaftsräumliche Rahmenbedingungen des Transformationsprozesses 53
2.1 Ausgangssituation - Entwicklung der Zeisswerke in Jena bis 1989 im Kontext der wirtschaftschaftsräumlichen Rahmenbedingungen 55
2.1.1 Gründung und Etablierung der Zeisswerke Jena 55
2.1.2 Ausbau bis zum Ende des Ersten Weltkriegs und Expansion im Dritten Reich 57
2.1.3 Neuaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg 59
2.1.4 Entwicklung der Zeisswerke im planwirtschaftlichen Systems der DDR 61
2.1.5 Das Kombinat VEB Carl Zeiss Jena im Jahr 1989 65
2.2 Wirtschaftsräumliche Rahmenbedingungen des Transformationsprozesses 67
2.2.1 Wirtschaftsstruktur und Außenhandel der ehemaligen DDR 67
2.2.2 Der Wirtschaftsstandort Jena 69
2.2.3 Raumordnung, Landes- und Regionalentwicklung in den neuen Bundesländern und Thüringen 77
3. Die Zeisswerke Jena - Von monolithischen zu multibetrieblichen Standortstrukturen 81
3.1 Gründungsphase - Neuorientierung 83
3.1.1 Gründungsjahr, Gründungsart und Unternehmensformen 83
3.1.2 Gründungsentscheidungen, Motive und Bewertung der Standortfaktoren 89
3.1.3 Unterstützung in der Gründungsphase 97
3.2 Entwicklungsphase - Aufbau, Strukturierung, Konsolidierung 103
3.2.1 Betriebs-, Beschäftigten-, Umsatz- und Gewinnentwicklung 103
3.2.2 Branchenstruktur 113
3.2.3 Standortentwicklung 119
3.2.4 Bewertung der Standortfaktoren, Inanspruchnahme von Fördermöglichkeiten 127
3.2.5 Inter- und intraregionale Verflechtungen 131
3.2.5.1 Absatzmärkte und Kunden 131
3.2.5.2 Zulieferbeziehungen 135
3.2.5.3 Zusammenarbeit und Kontakte 137
4. Wirtschaftsgeographische Einordnung der Untersuchungsergebnisse 141
4.1 Die Jenoptik - Nukleus neuer wirtschaftsräumlicher Strukturen 141
4.2 Wachstum und Dynamik - Geburt einer „neuen-alten“ High-Tech Region Jena? 147
4.3 Das „zeisssche Milieu“ - Relikt oder Basis der Entwicklungsdynamik? 151
5. Probleme und Perspektiven 153
Literaturverzeichnis 157

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Arbeit zitieren:
Plattner, Michael September 1996: Wirtschaftsgeographischer Transformationsprozeß in den neuen Bundesländern am Beispiel der Zeisswerke Jena, Hamburg: Diplomica Verlag

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